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Ein Meilenstein der Hitler-Biographik. Volker Ullrichs "Adolf Hitler. Die Jahre des Aufstiegs 1889-1939"

Autor, Werk, Thesen und Rezeption

Titel: Ein Meilenstein der Hitler-Biographik. Volker Ullrichs "Adolf Hitler. Die Jahre des Aufstiegs 1889-1939"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Cornelius Eder (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht die Strukturen, Thesen und die Rezeption von Volker Ullrichs Hitler-Biographie, die 2013 erschien und damit in der Reihe der monumentalen Biographie-Werke nach Joachim Fest und Ian Kershaw steht.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie Ullrich sein Werk strukturierte, welche Thesen er verfolgte und welche Quellen der Autor heran zog. Neben Kershaws Werk darf letztlich nur Joachim Fests Biographie (1973) einen ähnlichen Stellenwert in der nahezu unüberschaubaren Flut der NS-Studien beanspruchen. Insofern wird zu klären sein,
ob und in welcher Tradition Ullrich arbeitete und inwiefern sein Werk sich von seinen Vorgängern abhebt. Insbesondere der Spagat zwischen Individual- und Struktur- bzw. Sozialbiographik ist von besonderer Bedeutung für die Konzeption des Werkes. Ein Beitrag Jürgen Wilkes über das Verhältnis von Journalismus und Geschichtsschreibung regte zusätzlich dazu an, Ullrichs Werk vor diesem Spannungsfeld zu diskutieren, ist der Autor schließlich ein erfahrener Vertreter beider Zünfte. Neben der Rezeption und Kritik an Ullrichs Werk soll abschließend auch ein kleiner Ausblick und Vergleich zu Peter Longerichs erst im November 2015 publizierter Hitler Biographie vorgestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A) Die ungebrochene Faszination an der Person Adolf Hitlers

B) Volker Ullrich: „Adolf Hitler. Biographie“ – eine kritische Analyse

I) Angaben zu Werk und Autor

1.1 Volker Ullrich – Historiker und Journalist

1.2 Angaben zur Biographie

II. Legitimation einer Neuauflage

2.1 Rückblick auf Ian Kershaw und Joachim Fest

2.2 Ullrichs Leitmotiv – Die Ambiguosität Hitlers als Person

2.3 Die Hauptthesen der Biographie

III) Quellenbasis und Quellenkritik

IV) Rezeption

4.1 Rezeption in der Fachwissenschaft

4.2 Rezeption in der Populärpresse

V) Exkurs: Über das Verhältnis von Historismus und Journalismus

C) Ausblick auf eine weitere Hitler Biographie

D) Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert kritisch das biographische Werk „Adolf Hitler. Biographie. Band 1: Die Jahre des Aufstiegs 1889-1939“ von Volker Ullrich, um zu untersuchen, inwiefern der Autor den Spagat zwischen journalistischem Erzählstil und historischer Wissenschaftlichkeit meistert und ob er eine zeitgemäße, dekonstruierende Sicht auf den Hitler-Mythos liefert.

  • Vergleich der biographischen Ansätze von Ullrich, Kershaw und Fest
  • Die methodische Verknüpfung von Journalismus und Geschichtsschreibung
  • Analyse der Quellenbasis und deren Bedeutung für die Hitler-Forschung
  • Diskussion der „Ambiguosität“ als zentrales Leitmotiv der Persönlichkeitsdarstellung
  • Kritische Würdigung der Rezeption in Fach- und Populärwissenschaft

Auszug aus dem Buch

2.2 Ullrichs Leitmotiv – Die Ambiguosität Hitlers als Person

Volker Ullrich bildet mit seiner Biographie so etwas wie den Schulterschluss zwischen den biographischen Ansätzen Joachim Fests und Ian Kershaws. Im Sinne Fests möchte er die „Persönlichkeit Hitlers, die in Kershaws Darstellung bemerkenswert blass bleiben musste“ in den Mittelpunkt seiner Untersuchung stellen, aber darüber hinaus die „gesellschaftlichen Bedingungen“ nicht aus den Augen verlieren. Mit dieser Herangehensweise reiht sich Ullrich in die Tradition aktueller Sozialisationsforschung ein, welche im Feld der Biographik mittlerweile als unabdingbar gilt.

Volker Ullrich sieht seine Aufgabe als Biograph nicht nur darin, den aktuellsten Forschungsstand zu Person und Umfeld Hitlers zu einer zeitgemäßen Synthese zu bringen. Darüber hinaus möchte er auch bisherige Annahmen der Forschung sowie Biographik hinterfragen. In der Fachliteratur kursieren noch immer einige bisher konstant tradierte Grundannahmen über die Person Hitlers, welche Ullrich auf den Prüfstand stellen möchte. Ullrich setzt es sich zum Ziel, mit der Fehleinschätzung Hitlers als Nobody aufzuräumen, indem er sein politisches Kalkül sowie seine demagogischen Fähigkeiten nachzeichnet. Im Zuge dessen ist es wichtig, Hitlers Talent für schauspielerische Selbstinszenierung und Verstellungskünste zu durchschauen.

Die wohl wichtigste Gegenthese Ullrichs lautet, dass Hitler - entgegen der verbreiteten Annahme - durchaus ein Privatleben führte; dass er abseits der Politik keine „leere Hülse“ war, wie Kershaw in einem Interview zu seinem ersten Band behauptete.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Die ungebrochene Faszination an der Person Adolf Hitlers: Einleitende Betrachtung über die anhaltende Relevanz und mediale Verarbeitung Hitlers in Literatur und Wissenschaft, die den Kontext für eine neue biographische Auseinandersetzung schafft.

B) Volker Ullrich: „Adolf Hitler. Biographie“ – eine kritische Analyse: Dieser Hauptteil beleuchtet den Autor und sein Werk, diskutiert die Legitimation einer neuen Biographie gegenüber den Standardwerken von Kershaw und Fest und analysiert Ullrichs methodischen Ansatz der „Ambiguosität“.

C) Ausblick auf eine weitere Hitler Biographie: Ein Vergleich mit dem Werk von Peter Longerich zeigt unterschiedliche biographische Schwerpunkte auf und ordnet Ullrichs Arbeit in den aktuellen Diskurs der Zeitgeschichtsforschung ein.

D) Quellen- und Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der für die Analyse herangezogenen Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Adolf Hitler, Volker Ullrich, Hitler-Biographie, NS-Forschung, Zeitgeschichte, Journalismus, Geschichtsschreibung, Ian Kershaw, Joachim Fest, Ambiguosität, Quellenkritik, Biographik, Hitler-Mythos, Nationalsozialismus, Historikerstreit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Analyse der Hitler-Biographie von Volker Ullrich, wobei der Fokus auf seiner methodischen Herangehensweise und der Einordnung seines Werkes in die bestehende Forschungslandschaft liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Spannung zwischen einer individualbiographischen Darstellung und strukturalistischen Ansätzen sowie auf die Frage, wie ein Biograph Hitler als Mensch präsentieren kann, ohne den Mythos zu verharmlosen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob es Ullrich mit seinem Ansatz der „Ambiguosität“ gelungen ist, ein vielschichtigeres Bild Hitlers zu zeichnen und ob sein Werk über das bereits bekannte Wissen der Vorgänger Kershaw und Fest hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, indem sie Ullrichs Vorgehen mit den Ansätzen führender Historiker wie Kershaw und Fest vergleicht und die Resonanz in Fach- und Populärpresse systematisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Quellenbasis, die biographische Legitimation, das Leitmotiv der widersprüchlichen Persönlichkeit Hitlers und die kritische Aufnahme des Buches durch Wissenschaftler und Journalisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hitler-Biographie, Ambiguosität, NS-Forschung, Zeitgeschichte, Historismus, Journalismus und biographische Dekonstruktion.

Warum ist das Verhältnis von Historismus und Journalismus für Ullrichs Werk so wichtig?

Ullrich ist selbst sowohl Historiker als auch Journalist. Diese doppelte Profession ermöglicht es ihm, historische Tiefe mit einer erzählerisch zugänglichen Sprache zu verbinden, was als zentrales Merkmal seiner Arbeit hervorgehoben wird.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit Peter Longerich?

Der Vergleich verdeutlicht, dass es derzeit eine neue Welle der Hitler-Biographik gibt. Während Ullrich auf die psychologische Ambiguität setzt, wählt Longerich einen stärker politisch-strukturellen Ansatz.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein Meilenstein der Hitler-Biographik. Volker Ullrichs "Adolf Hitler. Die Jahre des Aufstiegs 1889-1939"
Untertitel
Autor, Werk, Thesen und Rezeption
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,7
Autor
Cornelius Eder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
26
Katalognummer
V428936
ISBN (eBook)
9783668724938
ISBN (Buch)
9783668724945
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adolf Hitler Biographie Biografie Biographik Journalismus Geschichtsschreibung Ian Kershaw Joachim Fest Rezeption Volker Ullrich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cornelius Eder (Autor:in), 2016, Ein Meilenstein der Hitler-Biographik. Volker Ullrichs "Adolf Hitler. Die Jahre des Aufstiegs 1889-1939", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428936
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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