Der Bischof von Würzburg als Herzog von Franken?

Phasen der Herrschaftskonsolidierung von den Karolingern bis ins Spätmittelalter


Hausarbeit (Hauptseminar), 2016

22 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A) Herzogtum Franken - ein falsch datierter Topos der älteren Geschichtswissenschaft

B) Der Weg zur fränkischen Herzogswürde
I) Franken als Herrschaftsraum im frühen Mittelalter
II. Die Babenberger Fehde - Umschwung und Aufstieg des Bistums im Wechsel von den Karolingern zu den Ottonen
III. Ottonen und Salier - Aufstieg des Würzburger Bischofs zur Lokalmacht
IV. Die Zeit der Staufer und des Investiturstreites und der damit verbundene Aufstieg des Adels
4.1 Der Investiturstreit bis zum Jahr 1120 und die Verleihung der dignitas iudiciaria
4.2 Der weitere Streit um den dux-Titel in Franken bis zur Güldenen Freiheit 1168
V. Das Spätmittelalter und das Herzogtum Franken

C) Wahrzeichen ehemaliger herzoglicher Macht im heutigen Würzburg

D) Quellen- und Literaturverzeichnis
Quellen
Sekundärliteratur:

E) Anhang

A) Herzogtum Franken - ein falsch datierter Topos der älteren Ge­Schichtswissenschaft

Der Forschungsbegriff einer fränkischen Herzogswürde in Personalunion des Würzburger Bischofs war längere Zeit umstritten. Im Sinne bereits überholter Forschungsergebnisse hält sich aber, teils noch bis heute, die Vorstellung, dass sich schon im hohen Mittelalter ein territorial klar begrenztes Herzogtum Franken entwickelte.[1] Dass diese, der älteren For­schung entlehnte Vorstellung falsch ist, soll im Laufe dieser Arbeit mittels neuerer Unter­suchungen sowie anhand von zeitgenössischen Quellen belegt werden.

Die Untersuchung der fränkischen Herzogswürde beginnt mit einem definitori sehen Prob­lern. Welche Merkmale, Befugnisse und territorialen Begebenheiten müssen gegeben sein, um von einem Herrscher als Herzog/Dux und von einem Gebiet als Herzogtum/Dukat zu sprechen? Das Lexikon des Mittelalters definiert einen Herzog als ״Inhaber einer provinzi­alen Herrschaftsgewalt unterhalb der Königsebene“[2]. Das bedeutet, dass ein Herzogtum einen klar begrenzten territorialen Machtbereich umfasste, der dem Reich untergeordnet, aber den Fürsten übergeordnet war. Insofern nahm der Herzog eine Mediatstellung zwi- sehen dem Landesherren und den Fürsten ein. Das Amt der Herzogs berief sich auf drei ganz wesentliche Funktionen. Ihm oblag in seinem Gebiet zunächst die militärische und gerichtliche Hoheit. Des Weiteren konnte der Herzog zugleich die höchste kirchliche In­stanz des Gebietes verkörpern.[3]

Den Bischöfen Würzburgs gelang es, sich schon seit der Karolingerzeit immer wieder auch weltliche Rechte zu sichern und so gelangten Sie bis ins Hohe Mittelalter zu einer Stellung, welche durchaus mit einem Herzog vergleichbar ist. Die mittelalterlichen Quellen gehen mit dem ״dux-Titel“ weit weniger trennscharf um, als die heutige Geschichtswissenschaft. Die vorliegende Arbeit stellt sich die Frage, wie der Bischof von Würzburg zu einer zwei­felsfrei mächtigen Intermediatgewalt innerhalb des Reiches aufsteigen konnte. Das Haupt­augenmerk der Arbeit bildet dabei die Frage nach der Entwicklung der Diözese zu einem mächtigen Territorium innerhalb des fränkischen Reichgebietes. Der Mythos eines fränki- sehen Herzogtums soll durch kritische Analyse der Quellen widerlegt und im Sinne der neueren Forschung historisch korrekt gedeutet werden.

Um die Problematik einer fränkischen Herzogswürde zu verstehen, bedarf es eingangs einiger territorialer und topographischer Überlegungen. Das heutige Franken, welches sich heutzutage in die drei Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken gliedert, soll dafür zunächst einmal einem kurzen historischen Abriss unterzogen werden.

Der daran anschließende Analyseteil der Arbeit gliedert sich in chronologische Phasen, die die Entwicklung des Bistums von der Karolingerzeit bis ins späte Mittelalter zu kategori­sieren versuchen.

Resümierend soll im Bezug zur Seminarthematik der Wahrnehmungsgeschichte ein Aus­blick erfolgen, welcher die verbliebenen Relikte fürstbischöflicher Macht im heutigen Würzburg ins Zentrum rückt.

B) Der Weg zur fränkischen Herzogswürde

I) Franken als Herrschaftsraum im frühen Mittelalter

Die Entstehung Frankens gestaltete sich gänzlich anders als die der Stammesherzogtümer wie beispielsweise Bayern oder Schwaben.[4] Das Gebiet Frankens unterlag im frühen Mit­telalter zunächst einer Reihe von Teilungsprozessen. Im Karolingerreich bestand die Kö­nigsprovinz Francia. Diese unterteilte sich in einen rechtsrheinischen (1orientalis) und ei­nen linksrheinischen (1occidentalis) Teil.[5] [6] Der Begriff Francia oder Francia orientalis wird auch für das Ostreich Ludwigs des Deutschen verwendet, welches im Zuge der Reichstei­lungen 843 hervorgegangen war. Die Zweiteilung der Francia hatte bis zum 11. Jahrhun­dert Bestand. Ab dem Spätmittelalter findet sich in den Quellen neben dem Begriff der Francia orientalis auch die Gebietsbezeichnung Franconia [6] Die Grenzen der Francia waren nicht fest definiert. Ebenso war die Bevölkerung ein heterogenes Gemisch verschie­denster Volksstämme. Einen Stamm der Franken gab es nicht.[7] Insofern unterschied sich der Prozess der Territorialisierung und Ethnogenese Frankens ganz wesentlich von dem der Stammesherzogtümer, welche im 9. Jahrhundert im Zuge der Reichsteilungen entstan- den.[8] Die neuere Forschung spricht sich klar gegen die Entstehung eines fränkischen Stammesherzogtums aus. Dafür mangelte es nicht zuletzt an einem Herzog, dessen Stam­mesverband und der Stammesversammlung.[9] Der Herrschaftsraum des ostfränkischen Rei­ches, die Francia orientalis, war nicht durch Genese entstanden, sondern war das Produkt von Teilungsprozessen.[10] Innerhalb dieses Territoriums gründete Bonifatius im Jahr 742 das Bistum Würzburg. Zum Zeitpunkt der Bistumsgründung fehlte noch jegliche Bezeich­nung für diesen Raum.[11] Nachfolgend soll der Aufstieg einer anfangs kleinen Diözese zu einer eindrucksvollen Territorialmacht bis zum Ende des späten Mittelalter in Phasen un­terteilt werden.

II. Die Babenberger Fehde - Umschwung und Aufstieg des Bistums im Wechsel von den Karolingern zu den Ottonen

Über die frühe Phase des Bistums ist aufgrund der Quellenarmut wenig bekannt. Würzburg konnte sich jedoch durch die Beteiligung an der Sachsenmission Karls des Großen schon im Frankenreich an der Reichspolitik beteiligen.[12] Prägend für diese Phase ist vorrangig der innere Ausbau des Bistums durch eine rege Bautätigkeit des Bischofs Arn (855-892).[13] Fernerhin wurde das Gebiet der Diözese durch Klosterschenkungen und -gründungen er- weitert.[14] Erst mit dem Ende der Karolingerherrschaft begann jedoch der rasante Aufstieg des Bistums Würzburg zu einer Territorialmacht.

Nach dem Tod des letzten Karolingers Ludwigs des Kindes im Jahre 911, bestieg Konrad I. für sieben Jahre den Thron des Ostfrankenreiches. Konrads Herrschaftsantritt war das Ergebnis eines blutigen Thronstreits, der sogenannten Babenberger Fehde.[15] Das Ge­schlecht der Babenberger, welches über lokale Herrschaftsrechte im Maingebiet verfügte, unterlag den Konradinern, die im rheinischen Gebiet der Francia orientalis als lokale Machthaber etabliert waren. Nach dem Sieg der Konradiner wurde Konrad im Jahr 911 zum König der Ostranken gewählt.[16] Die nun vakante Position als lokaler Machthaber übernahm sodann sein Bruder Eberhard. Zeitgenössische erzählende Quellen bezeichneten Eberhard als comes potentissimus in Francia[17] oder als dux francorumn.[18] Dies legt nahe, dass zu diesem Zeitpunkt erstmals ein fränkisches Herzogtum bestand. In Ermangelung jeglicher urkundlicher Bestätigung dieser herzoglichen Stellung, sollten die erzählenden Quellen jedoch nicht überinterpretiert werden. Die Urkunden dieser Zeit nannten Eberhard stets lediglich einen comes.[19] Eine tatsächliche Verleihung des dux-Titels ist nicht in den Quellen verbürgt. Eberhard hatte auch nicht die kirchliche Oberhoheit in seinem Territori­um inne. Ebenso wenig verfügte er über außenpolitische Macht.[20] Damit erfüllt Eberhard zwei der drei maßgeblichen Kriterien eines Herzogs (siehe I.) nicht. Dennoch nahm der Konradiner eine zentrale Machtposition in Ostfranken ein, welche sich eher mit einem Fürsten, denn einem Herzog, vergleichen ließe.

Im Jahr 936 übernahm Otto I. als erster Vertreter seiner Dynastie die Macht im ostfränki- sehen Reich. Nur drei Jahre später verstarb Eberhard, der bis dato noch immer eine unum­strittene Machtposition in der Francia orientalis innegehabt hatte.[21] Sein Reichslehen wur­de nicht erneut besetzt, wodurch das Territorium eines lokalen Machthabers entbehrte.[22] Dieses Machtvakuum konnten in den folgenden Jahrhunderten die Bischöfe Würzburgs für sich nutzen. Mit der Regentschaft der Ottonen ist der Aufstieg des Bistums Würzburg so­dann unmittelbar verbunden.

III. Ottonen und Salier - Aufstieg des Würzburger Bischofs zur Lokalmacht

Unter den Ottonen etablierte sich im Reich eine neue Form der Herrschaftspraxis und - Sicherung. Das Herrschaftssystem, welches die nachfolgenden Salier in ähnlichem Maße praktizierten, basierte auf den kirchlichen Würdenträgern des Reiches. Im Tausch gegen Regalien und Schenkungen sicherten sich die Landesherren den Reichsdienst (servitium regis) der Bischöfe. Im Zuge dieses als Reichskirchensystem bezeichneten Herrschaftsstils gelang es vielen Bischöfen und Äbten, zu bedeutenden Mediatgewalten im Reich aufzu- steigen. Das Bistum Würzburg wusste dies zu nutzen und sollte vom 10. bis zum 12. Jahr­hundert zu einer bedeutenden Territorialmacht heran wachsen.[23]

Bischof Heinrich I. (995/96-1018) wusste die Symbiose des Reichskirchensystems beson­ders gewinnbringend für das Bistum zu nutzen. Für seine Amtszeit ist in Würzburg eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen. Etliche Schenkungen - darunter so bedeutende wie Waldsassen und Rangau - oder die Verleihung des Wildbanns sind mit seiner Amtszeit verbunden.[24] Der Landesherr verlieh auf diese Weise den Bischöfen als Mediatgewalt nicht nur königliche Rechte, sondern erweiterte durch Schenkungen auch das Territorial­gebiet, in welchem der Bischof die höchste rechtliche Instanz verkörperte. Diese Phase des Aufblühens des Bistums ist mit einer Vielzahl an Klostergründungen und Regenerationen verbunden. Die Würzburger erwiesen sich in dieser Periode als ebenso geschickte Urkun­denfälscher wie Baumeister. Mangelte es an urkundlicher Genehmigung, so wurde diese ohne reichsrechtliche Zustimmung verfertigt.[25] Bereits vor der Jahrtausendwende waren in Würzburg somit die Grundsteine für ein Fürstbistum gelegt worden.

Die Machtausdehnung des Bistums in Inneren wie an den Außengrenzen verlief nach dem Abflachen der Bedrohung durch Ungameinfälle bis zum Jahr 1007 nahezu ungebremst. Im selben Jahr gründete der letzte Herrscher der Ottonen, Heinrich II., das Bistum Bamberg.[26] Das Versprechen, im Ausgleich für Gebietsabtretungen an Bamberg zum Erzbistum erho­ben zu werden, wurde nach vollzogener Gründung nicht eingehalten. Um die Loyalität Würzburgs weiterhin aufrecht zu erhalten, leistete das Reich umfassende Ausgleichszah­lungen an Stadt und Bistum, um die Gebietsverluste zu kompensieren.[27] Nichtsdestoweni­ger bedeutete die Bistumsgründung Bambergs einen weiteren Konkurrenten im Wettlauf um territoriale Gründe. So wurde der fränkische Raum des hohen Mittelalters von den drei Bistümern Würzburg, Eichstätt und Bamberg dominiert. Allen drei Bistümern gelang es zu dieser Zeit, durch geschickte Reichspolitik Territorien und Herrschaftsrechte zu akquirie­ren. In Würzburg trieben Bischof Meginhard (1018-1034) und Bischof Bruno (1034-1045) den inneren Ausbau voran.[28] Ein wichtiger Meilenstein stellte dabei eine Urkundenverlei­hung Konrads II. am 12. 10. 1030 dar, welche Würzburg zu einem bedeutenden Handels­und Wirtschaftszentrum machte.[29]

Eine ganz maßgebliche Quelle für die unmittelbare Lage des Bistums vor dem Investitur­streit ist ein Eintrag in der Hamburgischen Kirchengeschichte Adams von Bremen aus dem Jahr 1075. Adam beschreibt die Machtkonstellation in der Francia orientalis wie folgt:

Solus erat Wirciburgensis episcopus, qui dicitur in episcopatu suo neminem habere con- sortem, ipse cum teneat omnes comitatus suae parrochiae, ducatum etiam provintiae gu- bernât episcopus.[30]

Der Quellenwert Adams von Bremen ist als äußerst wertvoll zu schätzen, da dieser sowohl zeitnah geschrieben hat, als auch durch seine Herkunft, aus der Nähe von Bamberg, wohl über das nötige lokale Wissen verfügte, um die Situation sachgerecht einzuschätzen.[31] Sei­ne Bewertung bezüglich der Machtstellung des Würzburger Bistums belegt, dass die auf­strebenden Adelsgeschlechter des 11. Jahrhunderts noch sämtlich dem Bischof unterstan­den. Die bischöfliche Vormachtstellung in seiner provintiae[32] nennt Adam ducat[um], also Herzogtum. Die Quelle sollte aber sicherlich nicht überinterpretiert werden, sodass sich zweifelsfrei nur konstatieren lässt, dass der Bischof Würzburgs über eine besondere Machtstellung in seiner Diözese verfügte. Eine urkundliche Legitimation eines herzögli- chen Titels war bis dato nicht verbürgt. Der Territorialanspruch basierte auf der weltlichen Oberhoheit des Bischofs über die Adeligen innerhalb seines kirchlichen Einflussgebietes. Weltlicher und geistlicher Herrschaftsanspruch scheinen sich zu diesem Zeitpunkt in der Francia zu überlappt zu haben.

Für die Zeit der Ottonen und Salier lässt sich resümieren, dass das Reichskirchensystem es dem Bistum Würzburg ermöglicht hatte, sich durch Reichsdienst im Machtgefüge empor zu arbeiten. Die enge Symbiose zwischen Kirche und Reich bildete ein wirksames Protek- torat für die kirchlichen Machthaber gegen die Herrschaftsansprüche des Adels. Der Würzburger Bischof nahm zu jener Zeit eine herzogähnliche Stellung ein, denn er stellte per definitionem die höchste weltliche ״Herrschaftsgewalt unterhalb der Königsebene“[33] dar. Im Zuge des Investiturstreits gelang es den Adeligen des Reiches dann, sich als eine weitere Stütze der Landesherrschaft zu etablieren. Daraufhin sollten ab dem 12. Jahrhun­dert Adelsgeschlechter wie die Henneberger zur größten Konkurrenz im Kampf um die territoriale Vorherrschaft in der Francia orientalis werden.[34]

IV. Die Zeit der Staufer und des Investiturstreites und der damit verbundene Auf­stieg des Adels

4.1 Der Investiturstreit bis zum Jahr 1120 und die Verleihung der dignitas judiciaria

Die politischen Vorgänge im Umbruch vom 11. ins 12. Jahrhundert, welche vom Investi­turstreit überschattet und geprägt waren, beeinflussten ganz maßgeblich auch die Umstän­de im Bistum Würzburg. Erst in den Wirren des Investiturstreites kam es zu einer vorüber­gehenden Stagnation des Machtzuwachses. Bischof Adalbero (1045-1090) hielt der Krone in besagtem Glaubensstreit bis zum Jahr 1075 die Treue. Erst dann wandte er sich dem Papst zu. Im Gegensatz zu den meisten Reichsbischöfen verharrte Adalbero auch nach Heinrichs IV. Büßgang nach Canossa noch auf Seiten des Papstes. Im Zuge dessen unter­stützte er den 1077 gewählten Gegenkönig Rudolf von Schwaben auf seinen Feldzügen im Reich. Als Adalbero nach Würzburg zurückkehren wollte, blieben ihm die Tore der Stadt verschlossen.[35] Anhand dieses Ereignisses lässt sich auf die ungebrochene Reichsnähe und Königstreue der Stadt und der Diözese schließen, welche sogar den Investiturstreit über­dauerte. Im Hinblick auf die Machtstellung des Würzburger Bischofs bedeutete die Epoche des Investitustreits einen erneuten Dämpfer, da sich im Schatten der Konflikte Grafschaf­ten innerhalb des Bistums gründeten, die eigene Territorialansprüche vertraten.[36] Auch wurde gerade das Bistum Würzburg wesentlich stärker durch die Nachwirkungen des Glaubensstreites beeinflusst, da es sich als einziges der süddeutschen Bistümer papst- statt königstreu positioniert hatte.

[...]


[1] Vgl. dazu bspw. Berg, Rudolf; Bruckmüller, Emst (Hrsg.): Putzger. Historischer Weltatlas. Ausgabe für Bayern. Berlin 2012, s. 76f. Bereits Johannes Merz verweist zu Beginn seines Artikels ״Das Herzogtum Franken. Wunschvorstellungen und Konkretionen“ darauf, dass sich bis heute dieser falsche Topos im wissenschaftlichen Diskurs hält. Vgl. Merz, Johannes: Das Herzogtum Franken. Wunschvorstellungen und Konkretionen. In: Merz, Johannes; Schuh, Robert (Hrsg.): Franken im Mittelalter. Franca orientalis, Fran­conia, Land zu Franken: Raum und Geschichte. München 2004, s. 43-59, hier: s. 43.

[2] Goetz, Hans-Werner: Art. Herzog, Herzogtum. In: LexMA, Bd. 4. München, Zürich 1989, Sp. 2189-2193, hier: Sp. 2189.

[3] Ebd. Sp'2192.

[4] Für eine ausführlichere Geschichte der Ethnogenese siehe: Weiss, Dieter J.: Die Entstehung Frankens im Mittelalter. Von der Besiedelung zum Reichskreis. In: Werner, к.; Weiss, Dieter J. (Hrsg.): Franken. Vor­Stellung und Wirklichkeit in der Geschichte, Neustadt (Aisch) 2003, s. 51-69.

[5] Visualisien in: Droysen, Gustaf: Allgemeiner Historischer Handatlas. Bielefeld, Leipzig 1886, s. 22Í

[6] Vgl. Wendehorst, Alfred: Art. Franken. In: LexMA, Bd. 4. München, Zürich 1989, Sp. 728-735, hier: Sp. 728.

[7] Vgl. Lubich, Gerhard. Auf dem Weg zur ״Güldenen Freiheit“. Herrschaft und Raum in der Francia orienta­ lis von der Karolinger- zur Stauferzeit. Husum 1996, s. 17.

[8] Vgl. Merz 2004, s. 45 f., 48.

[9] Vgl. Herde, Peter: Friedrich Barbarossa, die Katastrophe vor Rom von August 1167 und die Würzburger ״güldene Freiheit“ vom 10. Juli 1168. In: Herde, Peter (Hrsg.): Gesammelte Abhandlungen und Aufsätze, Bd. 3. Diplomatik, Kanonistik, Paläographie. Stuttgart 2008, s. 531

[10] Vgl. Merz 2004, s. 46.

[11] Vgl. Kolb, Peter; Krenig, Emst-Günter: Unterfränkische Geschichte, Bd. 1. Von der germanischen Land­nähme bis zum hohen Mittelalter. Würzburg 1989, s. 153.

[12] Vgl. ebd., s. 161 f.

[13] Für eine Aufreihung der Würzburger Bischöfe im Mittelalter siehe Anhang 1.

Vgl. dazu: Kolb; Krenig 1989, s. 162.
Siehe ebenso: Stornier, Wilhelm: Franken bis zum Ende der Stauferzeit. In: Jahn, Wolfgang; Schumann, Jutta; Brockhoff, Evamaria (Hrsg.): Edel und Frei. Franken im Mittelalter. Katalog zur Landesausstellung 2004 Pfalzmuseum Forchheim 11. Mai bis 24. Oktober 2004. Augsburg 2004, s. 17-50, hier: s. 24.

[14] Vgl. ebd., s. 162-165.

[15] Zur Einordnung der reichspolitischen Bedeutung dieser Ereignisse siehe: Stornier 2004, s. 26 f.

[16] Vgl. Merz 2004, s. 46.

[17] Annalista Saxo. In: Pertz, Georg Heinrich (Hrsg.): MGH SS 6. Hannover 1843, s. 592.

[18] Annales Hildesheimenses. In: Pertz, Georg Heinrich (Hrsg.): MGH SS 3. Hannover 1839, s. 56.

[19] Vgl. Lubich 1996, s. 54, Anin. 126.

[20] Vgl. ebd.

[21] Vgl. Karpf, Emst: Art. Eberhard. In: LexMA, Bd. 3. Zürich, München 1989, Sp. 1512-1513.

[22] Vgl. Wendehorst 1989, Sp. 729 f.

[23] Für Würzburg lässt sich konstatieren, dass die Krone und der Bischofsstuhl noch bis zur Stauferzeit eng miteinander verbunden blieben. Bis Bischof Konrad von Querfurt (siehe Anhang 1) blieb Würzburg eine extrem königsnahe Landschaft. Vgl. dazu: Weiss, Dieter J.: Reichsgewalt, Reichskirche und Adel inFran­ken vom Hoch- zum Spätmittelalter. In: Merz, Johannes; Schuh, Robert (Hrsg.): Franken im Mittelalter. Franca orientalis, Franconia, Land zu Franken: Raum und Geschichte. München 2004, s. 83-101, hier: s. 87-89.

[24] Vgl. Lubich 1996, s. 77.

Siehe auch: Kolb; Krenig 1989, s. 220 f.

[25] Vgl. Lubich 2004, s. 70 Í

[26] Vgl. Stürmer 2004, s. 28 f.

[27] Vgl Vgl. Kolb; Krenig 1989, s. 223, 225.

[28] Zu dieser Zeit erlangte das Bistum weitere Ländereien und Forstgebiete sowie den Wildbann im Steiger­wald. Vgl. Kolb; Krenig 1989, s. 228.

[29] Die Urkunde sicherte dem Bistum die Münzgerechtigkeit sowie das Recht auf Zollerhebung, Fährrecht und Jahrmarkt zu. Damit wurde Würzburg zum bedeutenden Handels- und Wirtschaftszentrum. Doch erhielt der Bischof auch die Gerichtsbarkeit in der Stadt und wurde somit in seiner weltlichen Herrschaftsposition gestärkt. Vgl. Komad II: Diplomata. In: Breslau, H. (Hrsg.): MGH DD KII. Hannover, Leipzig 1909, s. 205-207.

[30] Adamus Bremensis: Gesta Hammaburgensis Ecclesia Pontificium. In: Schmeidler, Bernhard (Hrsg.): MGH SS rer. Germ 2. Hannover, Leipzig, s. 188.

[31] Vgl. Mer/ 2004. s. 47 f

[32] Erich Schrader verweist darauf, dass der Begriff der provintiae hier als Diözese zu übersetzen ist. Das ist insofern von Bedeutung, um den Macht- und Einflussbereich begrenzen zu können. Vgl. Schrader, Erich: Vom Werden und Wesen des würzburgischen Herzogtum Frankens. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germ. Abteilung, Bd. 80. Weimar 1964, s. 27-81, hier: s. 37 f.

[33] Vgl. I, Anm. 2.

[34] Durch Ausübung des Burggrafenamtes und der Vogtei konnten sich die Henneberger 1310 sogar den Fürs­tentitel sichern. Vgl. Kolb; Krenig 1989, s. 357.
Zur Bedeutung der Henneberger siehe vertiefend: Kolb, Peter; Krenig, Emst-Günter (Hrsg.): Unterfränki- sehe Geschichte, Bd. 2. Vom hohen Mittelalter bis zum Beginn des konfessionellen Zeitalters. Würzburg 1992, s. 95-105.

[35] Vgl. Kolb; Krenig 1989, s. 295-298.

[36] Vgl Lubich 1996, s. 136 f.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Der Bischof von Würzburg als Herzog von Franken?
Untertitel
Phasen der Herrschaftskonsolidierung von den Karolingern bis ins Spätmittelalter
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V428938
ISBN (eBook)
9783668736849
ISBN (Buch)
9783668736856
Dateigröße
1107 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Würzburg, Bischof, Franken, Güldene Freiheit, Goldene Freiheit, Herzogtum, Herzogtum Franken, Herzogswürde, Herzogsschwert, Babenberger, Fehde, Bistum, Karolinger, Ottonen, Salier, Investiturstreit, dignitas iudiciaria, dignitas iudicaria, 1168, dux, dux-titel, Titulatur, Residenz, Marienfestung
Arbeit zitieren
Cornelius Eder (Autor:in), 2016, Der Bischof von Würzburg als Herzog von Franken?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428938

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