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Die Frage nach dem Wirkungszweck der Tragödie. Die Theorie des Mitleidens bei Lessing in seinem Briefwechsel über das Trauerspiel im Vergleich zu der Aristotelischen Poetik

Titel: Die Frage nach dem Wirkungszweck der Tragödie. Die Theorie des Mitleidens bei Lessing in seinem Briefwechsel über das Trauerspiel im Vergleich zu der Aristotelischen Poetik

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden zunächst die Beziehungen der Begrifflichkeiten erklärt und genauer definiert, die für die folgende Arbeit von Bedeutung sind, um anschließend einen Vergleich zwischen den Wirkungszielen der Tragödie von Lessing und Aristoteles zu ziehen.

Der Schwerpunkt der Analyse liegt bei Lessings Mitleidstheorie und die Theorie der Katharsis von Aristoteles, welche jeweils die Wirkungsziele der Tragödie sind. Zu Beginn wird jedoch auf die Charakteristika der Tragödie nach Aristoteles eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Charakteristika der Tragödie nach Aristoteles

2.1 Die Nachahmung von geschlossenen bzw. ganzen Handlungen und von der Lebenswirklichkeit

2.2 Mythos, Charaktere, Sprache, Erkenntnisfähigkeit, Inszenierung und Melodik

2.3 Das Ziel: Zusammenfügung der Geschehnisse und der Mythos als Seele der Tragödie

3. Lessings Mitleidsdramaturgie

3.1 Einordnung und Abgrenzung der Begrifflichkeiten: Erregung der Leidenschaften, Schrecken, Bewunderung, Mitleid

3.2 Oberstes Wirkungsziel: „Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch“

3.3 Der direkte Vergleich der Wirkungsziele von Aristoteles und Lessing

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Wirkungsziel der Tragödie bei Gotthold Ephraim Lessing in seinem „Briefwechsel über das Trauerspiel“ und stellt dieses der aristotelischen Poetik gegenüber. Das primäre Ziel ist es, die Konzepte der Katharsis und des Mitleids als Mittel zur moralischen Erziehung und charakterlichen Besserung des Zuschauers zu analysieren und die methodischen Unterschiede in der dramentheoretischen Begründung herauszuarbeiten.

  • Vergleich der Wirkungsziele von Tragödien bei Aristoteles und Lessing
  • Die Funktion des Mitleids als moralphilosophische Kategorie
  • Die Theorie der Katharsis: Reinigung vs. moralische Transformation
  • Charakteristika der aristotelischen Tragödie (Mythos, Handlung, Nachahmung)
  • Lessings Mitleidsdramaturgie und das Konzept des „mitleidigsten Menschen“

Auszug aus dem Buch

3.1 Einordnung und Abgrenzung der Begrifflichkeiten: Erregung der Leidenschaften, Schrecken, Bewunderung, Mitleid

„Das meiste wird darauf ankommen: was das Trauerspiel für Leidenschaften erregt.“ Schon zu Beginn des Briefwechsel über das Trauerspiel setzt Lessing den Fokus auf die Erregung der Leidenschaften. Aber er grenzt sich zugleich von den Begriffen des Schreckens und der Bewunderung ab, denn diese seien nach seinem Verständnis keine Leidenschaften. Also was sind für Lessing Leidenschaften?

Es sind die Körper-Seelen Verhältnisse, er strebt als Ziel die Einheit von Körper und Geist an. Es ist nicht von Bedeutung die Leidenschaften einfach zu fühlen, sondern sie zu verinnerlichen und in sich freizusetzen.

„Nicht das Fühlen oder Mitempfinden, sondern das Selbst-Fühlen der dargestellten Leidenschaft wird zum entscheidenden Argument, um das Mitleid als formgebende und wirkungskonstituierende Kategorie des neuen Genres zu bestimmen. Diese dramentheoretische Wesensbestimmung, in der Reflexivität des Mitleids das Abgrenzungskriterium bildet, ergänzt Lessing um eine moralphilosophische Komponente, da er das Mitleid mit der Moralität identifiziert.“

Hier wird die Aufmerksamkeit auf die „Sich-fühlenden-Menschlichkeit“ gelenkt und gezeigt, dass es von Wichtigkeit ist, das Mitleid selber für sich zu fühlen, um diese Leidenschaft freizusetzen. Außerdem verdeutlicht diese Textstelle, dass „[n]ur das empfindsame Trauerspiel […] den Menschen bessern [kann], und zwar nur dann, wenn es Mitleid erregt.“ Denn für Lessing sind das Mitleid und die Moralität entscheidend miteinander verbunden. Der Leser oder Zuschauer verspürt Empathie mit den Schauspielern und wird zu einer moralischen Erziehung aufgefordert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den theoretischen Rahmen, in dem Lessings Auffassung von moralischer Besserung durch das Mitleid als Gegengewicht zu den aristotelischen Grundlagen der Tragödie eingeführt wird.

2. Die Charakteristika der Tragödie nach Aristoteles: Dieses Kapitel erläutert die aristotelische Definition der Tragödie, insbesondere die Bedeutung der Nachahmung von Handlungen sowie die Rolle von Mythos, Charakteren und Katharsis als Reinigungsprozess.

3. Lessings Mitleidsdramaturgie: Das Kapitel analysiert Lessings Fokus auf die Erregung von Leidenschaften und entwickelt das Konzept des Mitleids als Mittel zur moralischen Bildung, das über Aristoteles' reinigende Katharsis hinausgeht.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Lessing das Trauerspiel primär als Instrument zur moralischen Handlungsdisposition begreift, während Aristoteles stärker auf die Reinigung von Erregungszuständen fokussiert bleibt.

Schlüsselwörter

Tragödie, Lessing, Aristoteles, Mitleid, Katharsis, Poetik, Dramentheorie, moralische Besserung, Handlungsdisposition, Nachahmung, Mythos, Leidenschaften, Erregung, Tugend, Wirkungsziel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die dramaturgischen Konzepte von Gotthold Ephraim Lessing und Aristoteles, insbesondere deren unterschiedliche Ansichten über den Zweck und die Wirkung einer Tragödie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen das Mitleid als moralische Kraft, die Theorie der Katharsis, die Bedeutung von Handlung und Charakteren sowie die Zielsetzung der moralischen Erziehung durch das Trauerspiel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lessing die aristotelische Tradition aufgreift, aber durch die Umdeutung des Mitleids eine direkte moralische Transformation des Zuschauers anstrebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der primärquellenorientierte Begriffsbestimmungen (Poetik vs. Briefwechsel über das Trauerspiel) gegenübergestellt und kritisch interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine eingehende Analyse der aristotelischen Tragödienstruktur sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Lessings Mitleidstheorie inklusive eines direkten Vergleichs beider Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Mitleid, Katharsis, Tragödie, moralische Erziehung, Nachahmung und Wirkungsästhetik.

Warum unterscheidet Lessing zwischen Mitleid und Schrecken?

Lessing sieht das Schrecken nicht als eigenständige Leidenschaft, sondern als notwendige plötzliche Überraschung, die das Mitleid erst auslöst und ankündigt.

Inwiefern unterscheidet sich Lessings Verständnis der Katharsis von dem des Aristoteles?

Während bei Aristoteles die Katharsis eine Reinigung der Erregungszustände bewirkt, fordert Lessing eine aktive Umwandlung dieser Affekte in dauerhafte, tugendhafte Fertigkeiten.

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Details

Titel
Die Frage nach dem Wirkungszweck der Tragödie. Die Theorie des Mitleidens bei Lessing in seinem Briefwechsel über das Trauerspiel im Vergleich zu der Aristotelischen Poetik
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V428941
ISBN (eBook)
9783668734456
ISBN (Buch)
9783668734463
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frage wirkungszweck tragödie theorie mitleidens lessing briefwechsel trauerspiel vergleich aristotelischen poetik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Die Frage nach dem Wirkungszweck der Tragödie. Die Theorie des Mitleidens bei Lessing in seinem Briefwechsel über das Trauerspiel im Vergleich zu der Aristotelischen Poetik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428941
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Leseprobe aus  17  Seiten
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