Umgang mit Medien. Der Einsatz der interaktiven Whiteboards


Projektarbeit, 2018
20 Seiten, Note: 2,3
Locke M. (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition von Medien
2.2 Arten von Medien
2.2.1 Traditionelle Medien
2.2.2 Digitale Medien
2.3 Das interaktive Whiteboard
2.3.1 Aufbau und Funktionsweise interaktiver Whiteboards
2.3.2 Voraussetzungen
2.3.3 Wesentliche Unterschiede zwischen der grünen Tafel und der digitalen Tafel
2.3.4 Vor- und Nachteile

3. Befundlage / Forschungsstand

4. Präzisierung der Fragestellung

5. Vertiefende Problembeschreibung

6. Diskurs möglicher Lösungsstrategien und Methoden
6.1 Einsatz des interaktiven Whiteboards im Mathematikunterricht

7. Einordnung in Bedingungen und Entwicklung des Berufsfeldes Schule

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Eine Welt ohne digitale Medien ist mittlerweile nicht denkbar. Digitale Medien nehmen in der Gesellschaft eine zentrale Rolle ein und sind auch ein Teil des Alltags geworden. Mit zunehmender digitalisierender Gesellschaft, ändert sich auch die Struktur im Schulalltag und passt sich mehr der technischen Entwicklung an. Anstelle von Kreidetafeln stehen in den Klassenzimmern immer mehr digitale Tafeln, die eine digitale Revolution in Klassenzimmern hervorrufen. Mit den neuen Technologien werden auch die Art und Weise des Lehrens und Lernens verändert. Für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler ist es besonders wichtig, dass der Unterricht nicht nur angemessen, sondern auch interessant gestaltet wird. Daher sind inzwischen viele Schulen gegenüber den digitalen Medien, vor allem den interaktiven Whiteboards offener und versuchen dieses Medium in die Schulen einzuführen. Der Einsatz von digitalen Tafeln ist die Grundlage dafür, wie Unterrichtsentwicklung im Gleichgewicht mit der technologischen Entwicklung gestaltet werden kann. Die Integration der digitalen Tafeln steigern nicht nur die Motivation der SuS, sie erleichtern auch das Unterrichten und schaffen zudem noch eine lernförderliche Atmosphäre. Aber der reine Einsatz allein reicht nicht aus, um den Unterricht zu bereichern, es geht vielmehr um den sinnvollen und effektiven Einsatz der interaktiven Tafeln. Wie interaktive Whiteboards effektiv im Unterricht genutzt werden können und warum der Medieneinsatz den Schulalltag bereichert, wird der Gegenstand der vorliegenden Projektarbeit sein.

Die Projektarbeit gliedert sich demnach in sechs Kapiteln. In dem ersten Kapitel „Theoretischer Hintergrund“ wird der Begriff „Medien“ definiert und auch die Arten von Medien angesprochen, wobei die wichtigsten Merkmale und Charakteristiken der klassischen, sowie auch der digitalen Medien herausgearbeitet werden. Da der Fokus dieser Arbeit auf den Einsatz interaktiver Whiteboards liegt, wird anschließend auf den Aufbau und Funktionsweise interaktiver Whiteboards eingegangen. Die Voraussetzungen für den Einsatz der Whiteboards, sowie den wesentlichen Unterschieden gegenüber der grünen Tafel, als auch die Vor- und Nachteile der Whiteboards werden ebenfalls in dem ersten Kapitel thematisiert, um eine Basis für die nachfolgenden Darlegungen zu schaffen und die fundamentalsten Merkmale darzustellen. Im darauffolgenden Kapitel werden die Befunde bzw. der Forschungsstand bezüglich des Einsatzes interaktiver Whiteboards in den Schulen angeführt und daraufhin die Fragestellung präzisiert. Nachdem im vierten Kapitel die vertiefende Problembeschreibung dargelegt wird, erfolgt im fünften Kapitel der Diskurs möglicher Lösungsstrategien und Methoden, wo auf die Beantwortung der zuvor formulierten Fragestellung, sowie eine Lösung zum beschriebenen Problem hingearbeitet und der Einsatz des interaktiven Whiteboards im Mathematikunterricht anhand eines Beispiels dargelegt wird. Im letzten Kapitel wird die Einführung der interaktiven Whiteboards aus der Perspektive der Schulentwicklung aufgeführt und reflektiert. Die Arbeit endet anschließend mit einem zusammenfassenden Fazit.

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Definition von Medien

Das Wort Medium stammt aus dem Lateinischen und bedeutet in seiner ursprünglichen Übersetzung „Mitte“. Medien sind heute, ähnlich zu ihrer ursprünglichen Bedeutung, als „Mittler“ und „Träger“ tätig, die im Unterricht zum Unterstützen des Lernens und Verstehens dienen soll. Sie helfen unter anderem beim Entdecken neuer Zusammenhänge und beim Systematisieren von Erkenntnissen. Im Unterricht unterstützen sie beispielsweise den Lehrenden beim Vermitteln neuer Sachverhalte und den Lernenden beim Verstehen komplexer Zusammenhänge (vgl. Barzel & Weigand 2008: 4). Demnach sind Medien Hilfsmitteln um die Ziele des Unterrichts zu erreichen. Dabei ist es irrelevant, um welches Medium es sich handelt, solange es zur Erreichung des Unterrichtsziels beiträgt. Im Lehr-Lernprozess übernehmen sie verschiedene Funktionen und werden im Allgemeinen zur Informationsverbreitung, zur Organisation von Lehr- und Lernprozessen sowie zur Kommunikation genutzt (vgl. Bescherer & Vogel 2002: 10).

2.2 Arten von Medien

In der Schule können Medien in zwei Kategorien unterteilt werden, zum einen in klassische Medien und zum anderen in neue bzw. digitale Medien. Im Weiteren werden die wichtigsten Merkmale und Charakteristiken beider Formen kurz vorgestellt, wobei der Blick insbesondere auf das digitale Medium, dem interaktiven Whiteboard gerichtet sein wird.

2.2.1 Traditionelle Medien

Als traditionelle Medien werden Schulbücher, Wandtafeln, Arbeitsblätter, Overheadprojektoren, Anschauungsmodelle, Zirkel und ähnliche Arbeitsmittel bezeichnet. Die Wandtafel ist eines der ältesten traditionellen Medien im Unterricht. Sie kann in jeder Arbeitsphase eigesetzt werden, da sie omnipräsent und zudem noch sehr benutzerfreundlich ist. Der Ablauf der Unterrichtsstunde lässt sich leicht festhalten und Fehler können schnell behoben werden. Auch im Zusammenspiel mit anderen Medien bietet die Tafel einen großen Vorteil. Beispielsweise können Poster oder Plakate an der Tafel angebracht werden, während zugleich Ergebnisse einer gemeinsamen Besprechung darauf zusammengetragen werden können.

Schulbücher, Arbeitsblätter und Arbeitshefte gehören zu den Printmedien haben einen hohen Stellenwert und gehören zu den wichtigsten Werkzeugen des Unterrichts. Der Vorteil von Schulbüchern und Arbeitsblättern ist, dass sie zu verschiedenen Zeitpunkten eingesetzt werden können, individuelles und differenziertes Lernen in verschiedenen Sozialformen ermöglichen und je nach Einsatzform und Verwendung unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Das Schulbuch kann z.B. als Arbeitsbuch dienen, als Nachschlagewerk genutzt werden, eine Quelle für Wissensaneignung sein und Lerninhalte ausführlich darstellen (vgl. Roigk 2010: 11f.). Arbeitsblätter wiederum können informieren, Lehrinhalte vertiefen oder auch kontrollieren. Neben dem OHP gibt es noch weitere Projektionsgeräte, die attraktive Ergänzungen für Visualisierungen im Unterricht anbieten, um den Unterricht zu bereichern und das Lernen und Verstehen im Unterricht unterstützen zu können (vgl. Girwidz 2015: 216; 227).

Im frontal ausgerichteten Unterricht sind die Möglichkeiten für Schüleraktivitäten eingeschränkt und daher ist das aktiv-konstruktives Lernen nur selten möglich. Die „neuen Medien“ eröffnen hier viele Möglichkeiten (Eschenbroisch & Seebach 2007: 8).

2.2.2 Digitale Medien

Wie bereits erwähnt, wird unter dem Begriff neue Medien vor allem digitale Medien verstanden. Jedoch ist die Bezeichnung „neu“ für die digitalen Medien nicht ganz zeitgerecht, da die Erstbenutzung des Computers schon mehr als 30 Jahre zurückliegt. Unter dem Begriff „neu“ sind vielmehr die neuen Anwendungsmöglichkeiten zu verstehen, welche im Zuge der fortschreitenden Modernisierung ermöglicht werden (vgl. Petko 2014: 18).

Digitale Medien nehmen mittlerweile in der Schule sowie auch im Unterricht einen hohen Stellenwert ein. An fast allen weiterführenden Schulen gibt es inzwischen PC-Pools, sogar in Klassen finden digitale Medien wie beispielsweise Computer, interaktive Whiteboards, Tablets etc. Anwendung, die nicht nur für außergewöhnliche Aufgaben eingesetzt, sondern immer mehr direkt in den Unterricht einbezogen werden (Roigk 2010). Digitale Medien ermöglichen auf eine einfache Weise das Speichern, Verarbeiten, Verbreiten und Ordnen von Informationen. Mit ihrer Allgegenwärtigkeit wird zum einen die Kommunikation zwischen Individuen erleichtert bzw. ermöglicht, zum anderen entstehen mit ihnen neue produktive Arbeitswerkzeuge (vgl. Petko 2014: 18ff.). Digitale Medien bieten die Möglichkeit sich von Routinearbeiten zu befreien und explorativ sowie auch innovativ zu arbeiten. Bei der Auseinandersetzung mit realistischen Anwendungssituationen und dem Vernetzen von Inhalten können sie als eine Unterstützung dienen und ebenso können sie helfen, das funktionale Denken zu trainieren. Vor allem abstrakte Gedankengänge und Denkprozesse, die wichtig z.B. für die Lösung von mathematischen Aufgaben sind, können mit diesen veranschaulicht werden (vgl. Leuders 2011: 199, 206).

Digitale Medien können in Lernumgebungen, digitale Werkzeuge und Präsentationsmedien klassifiziert werden. Lernumgebungen sind dabei spezifische, didaktisch aufbereitete Medien die eher für den lokalen Einsatz im Unterricht, also für einzelne Unterrichtsstunden belangvoll sind. Sie bezwecken die Weiterentwicklung der Kompetenzen in einem Thema und haben ein fachliches Ziel im Auge. Dabei können sie sowohl offene Aufgabenstellungen als auch strukturierte Vorgehensweisen beinhalten und sogar die Nutzung eines digitalen Werkzeugs miteinbeziehen (vgl. Barzel &Weigand 2008: 5f.).

Im Gegensatz zu Lernumgebungen sind digitale Werkzeuge universell einsetzbar und können sogar in verschiedenen Jahrgangsstufen und Themenbereichen eingesetzt werden. Die Werkzeuge unterstützen eine gedankliche oder reale Handlung und verstärken die menschlichen Fähigkeiten und verleihen so neue Möglichkeiten. Dabei lassen sich die digitalen Werkzeuge in verschiedenen Programmarten differenzieren. Unterschieden wird in Tabellenkalkulationen (TK), Computeralgebrasysteme (CAS), dynamische Geometriesoftware (DGS) und Multi- Repräsentationssysteme (MRS), wobei die MRS ein Allrounder ist und verschiedene Oberflächen miteinander vereint (vgl. ebd.: 6).

Des Weiteren gibt es noch Präsentationsmedien, die wie der Name schon sagt, für die Präsentation zuständig sind, wie z.B. dem Beamer, der Dokumentenkamera bzw. dem Visualizer oder dem interaktiven Whiteboard (im Folgenden IWB), wobei das IWB viel mehr kann, als nur präsentieren.

2.3 Das interaktive Whiteboard

Da der Fokus dieser Projektskizze auf dem IWB liegt, wird im Folgenden der Aufbau sowie die grundlegenden Funktionen bzw. die Funktionsweise und die Voraussetzungen für den Einsatz von IWBs, sowie die Vor- und Nachteile des IWBs besprochen, um einen Überblick über das IWB zu verschaffen und die fundamentalsten Merkmale darzustellen. Darüber hinaus wird die digitale Tafel mit der grünen Tafel auch gegenübergestellt, um die wesentlichen Unterschiede zu verdeutlichen.

2.3.1 Aufbau und Funktionsweise interaktiver Whiteboards

Als IWB oder auch interaktive Tafel, werden Weißwandtafeln benannt, die auf digitaler Basis funktionieren und im Grunde genommen eine Kombination von Computer und Beamer sind. Sie sind sehr berührungsempfindlich und sind mit einer kratz- und stoßfester Melamin-Oberfläche versiegelt (vgl. Eder et al. 2008: 15). Das Kernstück des IWB ist die Projektions- und Schreibfläche, welches eigentlich ein überdimensioniertes Touch-Screen-Monitor darstellt und mit dem Computer verbunden ist. Die auf dem Monitor dargestellten Inhalte, können nicht nur mit dem Computer, sondern auch mit der speziellen Stiftattrappe oder den Fingern bedient werden. Den IWB mit echten Stiften zu bedienen, wäre nicht wohlerwogen. IWBs sind von der Technik her nicht gleich. Es gibt verschiedene Arten von IWB, wie dem analog resistiven Whiteboard, dem elektromagnetischen Whiteboard und dem trigonometrischen Whiteboard, wobei die ersten beiden Arten in der Schule am größten vertreten werden. Abhängig von der verwendeten Technik, ist das IWB mit einem Beamer ausgerüstet, der das Computerbild auf die Schreib- und Projektionsfläche abbildet und im Normalfall, sich mit der Aktivierung des IWB auch automatisch einschaltet. Das eigentliche Herz des IWB bildet dabei die Board-Software, die auf dem Computer der mit dem IWB verbunden ist, installiert ist. Diese Software ist der Grund dafür, dass das Whiteboard interaktiv gebraucht werden kann. Je nach Anbieter ist die Software auch unterschiedlich, aber in den grundlegenden Funktionen relativ ähnlich. Des Weiteren kann das IWB zusätzlich durch den Einsatz von Zusatzgeräten, wie dem Visualizer auch sinnvoll erweitert werden, wodurch Bilder, Texte und auch dreidimensionale Objekte erfasst und auch projiziert werden können (vgl. Boelmann 2015: 9f.).

Die Funktionsweise des IWB ist im Grunde einfach. Der Computer ist über ein USB-Kabel mit dem IWB verbunden, sowie auch mit dem Projektor und erhält Signale vom IWB. Infolgedessen wird das Computerbild über den Projektor auf das Whiteboard projiziert. Ähnlich wie bei einem Mausklick, werden bei jeder Berührung mit dem Finger oder der Stiftattrappe, die Koordinaten bzw. die Signale über bestimmte Sensoren an den Computer weitergegeben, womit sich die Board-Oberfläche dementsprechend auch modifiziert. Dieser Vorgang wird bei jeder Berührung wiederholt (vgl. Eder et al. 2008: 15).

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Umgang mit Medien. Der Einsatz der interaktiven Whiteboards
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
2,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V428970
ISBN (eBook)
9783668734548
ISBN (Buch)
9783668734555
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umgang mit Medien, Medien, Medieneinsatz, Interaktive Whiteboards, Whiteboards, interaktive Tafel, IWB, Einsatz, Einsatz der interaktiven Whiteboards, Projektarbeit, Schule, Unterricht, Einsatz von Medien, Arten von Medien, traditionelle Medien, digitale Medien, digitale Tafel, Forschungsstand, Mathematikunterricht, digitalisierung, Klassenzimmer, Ausstattung, Medienkompetenz, Fortbildung, Fortbildungen, Lehrerfortbildung, interaktives Whiteboard
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Locke M. (Autor), 2018, Umgang mit Medien. Der Einsatz der interaktiven Whiteboards, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428970

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