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Schulabsentismus. Hintergründe und Handlungsoptionen unter Einbezug des Projekts "Kneifzange" vom Handwerkerinnenhaus Köln e.V.

Título: Schulabsentismus. Hintergründe und Handlungsoptionen unter Einbezug des Projekts "Kneifzange" vom Handwerkerinnenhaus Köln e.V.

Tesis (Bachelor) , 2015 , 52 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Patrycia Gellert (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Schulabsentismus stellt keine exklusive Erscheinung der heutigen Gesellschaft dar, vielmehr existiert er, seitdem die Schulpflicht eingeführt wurde.
Es stellt sich die Frage, was Experten präzise unter dem Begriff ‚Schulabsentismus‘ verstehen. Was gibt es für Arten von Schulabwesenheit? Welchen Umfang kann das Fernbleiben von der Schule aufweisen? Was kann gegen Schulpflichtverletzungen unternommen werden? Wer steht in der Verantwortung? Im Folgenden gilt es diese und weitere Fragestellungen zu beantworten, die mit dem Phänomen Schulabsentismus und entsprechenden Handlungsoptionen in Zusammenhang stehen.
Der zweite Teil meiner Arbeit beschäftigt sich zunächst mit der Begriffsbestimmung von Schulabsentismus, die eine terminologische Abgrenzung zwischen den möglichen Unterarten von Schulabsentismus einschließt. Im darauf folgenden Kapitel wird Schulabsentismus im politischen Kontext beleuchtet, wobei auf die allgemeine Schulpflicht Nordrhein-Westfalens sowie Konsequenzen bei Missachtung dieser eingegangen wird. Das vierte Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Beweggründen für Schulabsentismus. Darauf folgend wird das Ausmaß von Schulabsentismus bezüglich Alter und Geschlecht dargestellt und Handlungsoptionen gegen Schulabsentismus in den Blick genommen. Im Anschluss wird, neben dem Aspekt der Prävention, Intervention am Standort Schule sowie intervenierenden schulalternativen Lernangeboten, Stellung zum Interventionsprojekt ‘Kneifzange‘ des Handwerkerinnenhauses Köln e.V. genommen, zu dem ein Interview mit zwei Fachkräften der Einrichtung (einer Sonder- und einer Sozialpädagogin) geführt und anschließend anhand der objektiv-hermeneutischen Textinterpretation nach Oevermann analysiert wurde. Ferner wird der Fokus auf den Aspekt der Reintegration ins Regelschulsystem und ihrer Hindernisse gelegt.
Zum Abschluss werden die wichtigsten Erkenntnisse in einem Resümee zusammengefasst, wobei nicht zuletzt die Erfolgsbilanz schulalternativer Lernangebote eingeschätzt und ein Ausblick hinsichtlich der Thematik Schulabsentismus gegeben wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schulabsentismus– Begriffsbestimmung und terminologische Abgrenzung

2.1 Schulschwänzen

2.2 Schulverweigerung

2.3 Zurückhalten von der Schule

3. Schulabsentismus im Kontext der Schulpflicht

3.1 Entwicklung der Schulpflicht und Schulgesetz in NRW

3.2 Konsequenzen bei Missachtung der Schulpflicht

4. Ausmaß von Schulabsentismus

4.1 Alter

4.2 Geschlecht

5. Motive für Schulabsentismus

5.1 Familiäre Faktoren

5.2 Peer-Group

5.3 Schulische Faktoren

5.3.1 Unterricht

5.3.2 Schulatmosphäre

5.3.3 Lehrkörper

6. Handlungsoptionen gegen Schulabsentismus

6.1 Prävention

6.2 Intervention

6.2.1. Intervention am Standort Schule

6.2.2. Intervention durch schulalternative Lernangebote

6.2.2.1 Das Projekt „Schulverweigerung- Die Zweite Chance“

6.2.2.2 Die Werkstattschule Bremerhaven

6.2.2.3 Das Interventionsprojekt ‘Kneifzange‘ des Handwerkerinnenhauses Köln e.V.

6.2.2.4 Objektiv-hermeneutische Inhaltsanalyse des im Handwerkerinnenhaus Köln e.V. geführten Interviews

6.3 Reintegration ins Regelschulsystem- Besonderheiten und Hürden

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen des Schulabsentismus als eine vielschichtige gesellschaftliche Herausforderung, die aus einem Zusammenspiel individueller, familiärer und schulischer Faktoren resultiert. Ziel ist es, die Hintergründe und Motive für das Fernbleiben von der Schule zu ergründen sowie effektive Präventions- und Interventionsstrategien, insbesondere unter Einbeziehung schulalternativer Lernangebote, zu analysieren.

  • Terminologische Abgrenzung der verschiedenen Formen des Schulabsentismus.
  • Analyse sozioökonomischer und familiärer Risikofaktoren.
  • Einfluss schulischer Rahmenbedingungen und der Peer-Group.
  • Untersuchung von Interventionsmöglichkeiten und Modellen wie Case Management.
  • Evaluation des Projekts ‚Kneifzange‘ als Beispiel schulalternativer Arbeit.

Auszug aus dem Buch

6.2.2.1 Das Projekt „Schulverweigerung- Die Zweite Chance“

Die Qualifizierungsinitiative von Bund und Ländern nahm sich im Jahre 2008 vor, die Anzahl der Schulabgängerinnen und -Abgänger ohne Schulabschluss bis 2015 im Durchschnitt von acht auf vier Prozent zu senken. „Seit diesem Beschluss zeigen erste Tendenzen, dass die Zahlen leicht sinken und sich auf das gesteckte Ziel hin bewegen“ (Amberger, Gregersen & Pietrasik, 2012, S. 211). Zielgruppe dieses Projekts sind Jugendliche, die durch massive schulverweigernde Verhaltensweisen das Erreichen ihres Abschlusses gefährden. Sie sind mindestens zwölf Jahre alt oder befinden sich höchstens am Anfang der letzten Klassenstufe, sie besuchen eine Haupt-, Förderschule oder eine andere Schulform, die ihnen ermöglicht, den Hauptschulabschluss zu erlangen. Absicht dieses Projekts ist es, die Jugendlichen innerhalb eines Jahres zurück in das Regelschulsystem einzugliedern und die Möglichkeit, einen Schulabschluss zu erreichen, zu maximieren. Der Adressatenkreis umfasst demnach Heranwachsende, die in den Schulen „verloren gegangen“ sind und durch ihre Verhaltensmuster ihren Schulabschluss riskieren (ebd., S. 215f).

Die Methode, nach der innerhalb dieses Programms vorgegangen wird, nennt sich Case Management, welche durch eine nahe und individuelle Begleitung und Betreuung der Heranwachsenden gekennzeichnet ist. „Durch die Koordination der unmittelbaren sozialpädagogischen Arbeit bilden die Case Managerinnen und Case Manager eine Konstante für die jungen Menschen“ (ebd., S. 216). Für den Erfolg der Arbeit ist der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses und einer persönlichen Beziehung ausschlaggebend.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Schulabsentismus als gesamtgesellschaftliches Problem und die Relevanz für Bildungsbiographien.

2. Schulabsentismus– Begriffsbestimmung und terminologische Abgrenzung: Definition der verschiedenen Erscheinungsformen wie Schulschwänzen, Schulverweigerung und Zurückhalten.

3. Schulabsentismus im Kontext der Schulpflicht: Erörterung der gesetzlichen Grundlagen und der Sanktionen bei Verstößen gegen die Schulpflicht.

4. Ausmaß von Schulabsentismus: Darstellung der statistischen Verteilung nach Alter und Geschlecht sowie der Übergangsproblematik.

5. Motive für Schulabsentismus: Analyse der Ursachen, unterteilt in familiäre Faktoren, den Einfluss der Peer-Group und schulische Rahmenbedingungen.

6. Handlungsoptionen gegen Schulabsentismus: Untersuchung von Präventionsstrategien, Interventionsmaßnahmen und alternativen Lernprojekten sowie Reintegrationshürden.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit multiprofessioneller Vernetzung.

Schlüsselwörter

Schulabsentismus, Schulschwänzen, Schulverweigerung, Schulpflicht, Prävention, Intervention, Case Management, Handwerkerinnenhaus, Sozialpädagogik, Regelschulsystem, Reintegration, Bildungsbiographie, Schulabbruch, Jugendarbeit, schulalternative Lernangebote.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des Schulabsentismus, seinen vielfältigen Ursachen und den Möglichkeiten, Heranwachsende bei ihrem Fernbleiben von der Schule zu unterstützen und in das Bildungssystem einzugliedern.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören die begriffliche Klärung der Schulabwesenheit, die Analyse familiärer und schulischer Einflussfaktoren, sowie der Vergleich verschiedener Präventions- und Interventionsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche durch pädagogische Interventionen wieder motiviert werden können, einen Schulabschluss zu erlangen und ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben der theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche wurde zur Untersuchung des Projekts ‚Kneifzange‘ eine qualitative Methode in Form einer objektiv-hermeneutischen Inhaltsanalyse von Interviews mit Fachkräften angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der Ursachen von Absentismus, die Darstellung konkreter Interventionsmaßnahmen am Standort Schule sowie schulalternativer Projekte und die Erörterung von Reintegrationshürden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulabsentismus, Schulverweigerung, Intervention, Case Management, Reintegration, Sozialpädagogik und Schulsozialarbeit.

Was zeichnet die Arbeit des Handwerkerinnenhauses Köln e.V. im Projekt ‚Kneifzange‘ besonders aus?

Das Projekt setzt auf ein geschütztes, rein weibliches Umfeld, Werkpädagogik zur Stärkung des Selbstwertgefühls und ein Freiwilligkeitsprinzip, das die Mädchen motiviert, ihre Lebenssituation aktiv zu verändern.

Warum ist eine Rückkehr in das Regelschulsystem nicht immer das angestrebte Ziel?

Die Erfahrung zeigt, dass bei vielen Betroffenen eine zu starke Verfestigung schulischer Misserfolge vorliegt, weshalb alternative Lernumgebungen oft als sinnvoller angesehen werden, um eine berufliche Integration statt einer gescheiterten Reintegration zu ermöglichen.

Final del extracto de 52 páginas  - subir

Detalles

Título
Schulabsentismus. Hintergründe und Handlungsoptionen unter Einbezug des Projekts "Kneifzange" vom Handwerkerinnenhaus Köln e.V.
Universidad
University of Wuppertal
Calificación
1,7
Autor
Patrycia Gellert (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
52
No. de catálogo
V428980
ISBN (Ebook)
9783668734678
ISBN (Libro)
9783668734685
Idioma
Alemán
Etiqueta
schulabsentismus hintergründe handlungsoptionen einbezug projekts kneifzange handwerkerinnenhaus köln
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Patrycia Gellert (Autor), 2015, Schulabsentismus. Hintergründe und Handlungsoptionen unter Einbezug des Projekts "Kneifzange" vom Handwerkerinnenhaus Köln e.V., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428980
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