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Pro-Contra Irakkrieg 2003. Eine Redeanalyse unter sprachwissenschaftlicher Perspektive

Titel: Pro-Contra Irakkrieg 2003. Eine Redeanalyse unter sprachwissenschaftlicher Perspektive

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 20 Seiten , Note: 1

Autor:in: Dirk Simon (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach dem Flugzeugattentat am 11. September 2001 riefen die Vereinigten Staaten von Amerika einen weltweiten Kampf gegen den Terror aus. Das Taliban-Regime in Afghanistan geriet als erstes Ziel ins Visier der weltweiten Terrorbekämpfung. Das Regime gewährte nachweislich islamistischen Fundamentalisten Unterschlupf. Truppen der USA marschierten, legitimiert durch die UN, in Afghanistan ein, um das fundamentalistische Regime in Kabul zu stürzen.

Grundlage dieses offensiven Schrittes stellte das neue außen- und sicherheitspolitische Konzept der Regierung Bush dar. Nach über 50 Jahren wurde das angewandte System der Abschreckung und Eindämmung durch die Bush-Doktrin abgelöst. „America first“ wurde hierbei zum Leitmotiv. Die Doktrin setzte auf eine weltweite Präsenz der amerikanischen Streitkräfte, um den Suprematieanspruch der USA zu unterstreichen. Präventivschläge gegen Staaten, welche die USA gefährdeten, waren nach der neuen Doktrin zulässig. Die Vernachlässigung internationaler Institutionen und Regelwerke wurde dabei billigend in Kauf genommen.

Nach den ersten Demokratisierungsbemühungen in Afghanistan begann der amerikanische Präsident George W. Bush, die Formel der „Achse des Bösen“ und der „Schurkenstaaten“ zu prägen. Mit diesen Begriffen titulierte Bush die Staaten Irak, Iran und Nordkorea. Im Laufe des Jahres 2002 mehrten sich die Aussagen, dass der Irak stärker beobachtet wurde. Gegen den Irak pochten die USA vehement auf die UN-Charta, die durch den Irak gebrochen wurde. Dabei traten die USA immer unverhüllter mit einer Kriegsrhetorik an die Öffentlichkeit. Als Legitimation für einen vermeintlichen Gang in das Zweistromland diente hierbei die Resolution 687 des UN-Sicherheitsrates. Diese wurde am 3. April 1991 verabschiedet und versah das Waffenstillstandsabkommen, welches den zweiten Golfkrieg beendete, mit regulativen Maßnahmen. Festgelegt wurde in der Resolution 687, dass Saddam Hussein keine ABC-Waffen mehr produzieren durfte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Vorbemerkungen

1. Einleitung

2. Autoren

II. Analyse

1. Pro Irakkrieg

2. Contra Irakkrieg

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die konträren Argumentationsstrukturen im Vorfeld des Irakkriegs 2003 anhand zweier repräsentativer Texte kritisch zu untersuchen und die zugrunde liegenden rhetorischen sowie logischen Muster offenzulegen.

  • Analyse der Argumentationsweise von George W. Bush in seiner Rede zur Lage der Nation.
  • Untersuchung der Gegenargumentation des libanesischen Autors Abbas Beydoun.
  • Anwendung logischer Analysemuster wie das A-Minore-Schema und p-q-Konstellationen.
  • Vergleich der unterschiedlichen moralischen und rechtlichen Begründungen für den Kriegseintritt.

Auszug aus dem Buch

George W. Bush: „Rede zur Nation“, 29. Januar 2003

Der 1. Satz von Bushs Rede an die Nation impliziert, dass Korea und der Irak die USA und die Welt bedrohen. In Zeile 1 bis Zeile 5 begegnet uns ein A-Minore-Schema. Das klassische normative A-Minore-Schema nach Kienpointer lautet:

„Wenn X eine Bewertung Y weniger zwingend zukommt als Z und sie kommt X zu, kommt sie Z erst recht zu. Die Bewertung Y kommt Z zu. Also: Die Bewertung Y kommt Z erst recht zu.“ In Bushs 1. Satz sieht dies folgendermaßen aus: „Wenn in Korea (X) die Lage weniger bedrohlich (Y) ist als im Irak (Z) und sie ist in Korea bedrohlich (Y kommt X zu), ist sie im Irak noch viel bedrohlicher (Y kommt Z erst recht zu).“

Der 2. Satz (Zeile 5 – 12) ist eine typische p (wenn) q (dann) – Konstellation.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Vorbemerkungen: Einführung in den historischen Kontext des Irakkrieges sowie Vorstellung der Autoren George W. Bush und Abbas Beydoun.

II. Analyse: Detaillierte Untersuchung der rhetorischen und logischen Argumentationsmuster der Befürworter (Bush) und Gegner (Beydoun) des Irakkrieges.

Schlüsselwörter

Irakkrieg, Bush-Doktrin, Argumentationsanalyse, A-Minore-Schema, p-q-Konstellation, UN-Sicherheitsrat, Resolution 1441, Massenvernichtungswaffen, Terrorismus, Rhetorik, Kriegslegitimation, Abbas Beydoun, George W. Bush, Politikwissenschaft, Diskursanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die argumentative Auseinandersetzung um den Irakkrieg von 2003, indem sie die Rede von George W. Bush und einen kritischen Artikel von Abbas Beydoun miteinander vergleicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Kriegslegitimation, Rhetorik politischer Macht, die Bewertung von Sicherheitsrisiken durch Massenvernichtungswaffen und die moralische Rechtfertigung von Militärinterventionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die logische Struktur und die rhetorischen Tricks in den Argumentationen beider Lager offenzulegen, um zu verstehen, wie politische Standpunkte rhetorisch begründet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Argumentationsanalyse angewandt, insbesondere unter Verwendung logischer Modelle wie der Alltagslogik nach Kienpointer und der p-q-Konstellationsanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zeilenweise die Argumentationskette von Bush (Pro-Krieg) sowie die rhetorische Entkräftung dieser Punkte durch Beydoun (Contra-Krieg), inklusive der Nutzung von Fabeln und Analogien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Irakkrieg, Bush-Doktrin, Kriegslegitimation, Rhetorik, Argumentationsanalyse und Massenvernichtungswaffen.

Warum spielt die Tierfabel „Der Wolf und das Lamm“ in der Analyse eine Rolle?

Sie dient Abbas Beydoun als literarische Analogie, um die aus seiner Sicht asymmetrische Machtstruktur und die Unlogik der US-amerikanischen Kriegsgründe gegenüber dem Irak zu verdeutlichen.

Welche Rolle spielt der 11. September 2001 in Bushs Argumentation?

Bush nutzt das Datum als „Wasserscheide“, um eine direkte Verbindung zwischen dem Irak, der Terrororganisation Al-Qaida und den Anschlägen herzustellen und so die moralische Legitimation für einen Krieg zu schaffen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pro-Contra Irakkrieg 2003. Eine Redeanalyse unter sprachwissenschaftlicher Perspektive
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Sprachwissenschaft)
Note
1
Autor
Dirk Simon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V429007
ISBN (eBook)
9783668809499
ISBN (Buch)
9783668809505
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Redeanalyse Reden Diskussion Irakkrieg Bush Rede zur Nation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dirk Simon (Autor:in), 2007, Pro-Contra Irakkrieg 2003. Eine Redeanalyse unter sprachwissenschaftlicher Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429007
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Leseprobe aus  20  Seiten
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