Verifizierung von Kriterien viraler Posts anhand eines Experiments mit einem Instagram Shop


Hausarbeit, 2018

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Einführung in die Instagram Plattform
1.1. Instagram
1.2. Instagram Shops

2. Virale Posts
2.1. Allgemein
2.2. Strategie

3. Experiment
3.1. Aufbau
3.2. Ergebnisse

Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Einleitung

Die Social-Media-Plattform Instagram veröffentlicht in sehr kurzen Abständen Updates zu neuen Features. Seit Oktober 2017 gibt es für US-amerikanische Händler, die die E- Commerce-Plattform Bigcommerce nutzen, die Möglichkeit die eigenen Bilder mit der URL zum Produkt im Online-Shop zu versehen.[1]Dies ist ein großer Bruch auf der Plattform, da sonst kein einzelnes Bild mit einem Link versehen werden kann. Es ist daher zu vermuten, dass Instagram zukünftig zu einer weiteren Shopping-Plattform ausgebaut werden wird. Dies ist einer von weiteren Gründen zu schauen, wie die Plattform erfolgreich für einen Shop genutzt werden kann und welche Kriterien erfüllt werden müssen, um einen viel besprochenen viralen Post zu erzeugen.

In der nachfolgenden Arbeit sollen virale Posts anhand zuvor festgelegter Kriterien mittels eines eigenen vierwöchigen Experiments, das über einen Instagram Shop läuft, verifiziert werden.

Dabei wird im ersten Kapitel Instagram allgemein und Instagram Shops im Speziellen vorgestellt. Anschließend wird ein viraler Post definiert und eine Strategie abgeleitet, wie ein solcher erzeugt werden könnte. Dazu werden Kriterien identifiziert, die im Experiment verifiziert werden sollen.

Im letzten Kapitel wird der Experimentaufbau beschrieben und die Ergebnisse abgelesen. Abschließend werden die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal zusammengefasst und ein Ausblick für den Instagram-Shop gegeben.

1. Einführung in die Instagram Plattform

Im ersten Kapitel dieser Arbeit sollen die Social Media Plattform Instagram allgemein vorgestellt und Instagram Shops im speziellen beleuchtet werden.

1.1. Instagram

Instagram ist eine von Kevin Systrom und Mike Krieger im Jahre 2010 gegründete Social-Media-App für Smartphones, die heute mehr als 800 Millionen Nutzer verzeichnet.[2]Der Name Instagram ist abgeleitet von den Worten ״Instant Camera“ und ״Telegram“[3], was den Kurznachrichtenwert des gerade mit der Smartphone-Kamera geschossenen Fotos hervorhebt. Im Vordergrund stehen das Hochladen von Bildern, die zuvor mit Filtern bearbeitet wurden. Zusätzlich können eine maximal 2.200 Zeichen lange Bildunterschrift, bis zu 30 sogenannte Hashtags vergeben, aber keine Hyperlinks gesetzt werden.[4]Nutzer können Bilder ״liken“ und kommentieren und sich gegenseitig folgen (abonnieren) und so miteinander in Kontakt bleiben. Darüber hinaus sind Direktnachrichten möglich. 2012 wurde Instagram von Facebook für 1 Milliarde Dollar übernommen.[5]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Instagram-Account von @_youlena

Die Entwickler der App bemühen sich in kurzen Abständen Updates zu veröffentlichen um neue Features für die Nutzer bereitzustellen. Im August 2016 startete die Story­Funktion, in der Bilder und kurze Videos für 24 stunden abseits vom eigentlichen Feed (Abbildung 1) geteilt werden können.[6]Seit November 2016 können Nutzer per Livestream mit ihren Followern kommunizieren.[7]Zuletzt wurde im Dezember 2017 die Möglichkeit Hashtags zu folgen, eingeführt.[8]Für die Nutzer kann es unter Umständen eine Herausforderung sein mit allen Updates Schritt zu halten. Vor allem für Unternehmen, die auf Instagram aktiv sind, ist es unabdingbar alle neuen Funktionen zu kennen und für die eigenen Zwecke zu bewerten, damit sie zielgruppenkonform eingesetzt werden können.

1.2. Instagram Shops

Im November 2017 waren 25 Millionen Unternehmensprofile auf Instagram angemeldet, wovon der überwiegende Teil kleine Unternehmen sind.[9]Das Potenzial von Instagram als Marketing-Kanal wird anhand der eigens veröffentlichten Zahlen deutlich: Von den tatsächlich täglich aktiven Instagram-Nutzern sind über 200 Millionen von ihnen täglich auf mindestens einem Unternehmensprofil unterwegs[10]. Seit September 2015 können Unternehmen ihre Bilder außerdem bewerben und so hervorheben.[11]Sie erscheinen dann zwischen allen Bildern von Nutzern, denen der Account folgt.

Im Gegensatz zu Facebook können die Bilder nicht mit einer URL verlinkt werden. Daher führt eine höhere Interaktionsrate auch nicht automatisch zu einer Steigerung des Traffic auf der jeweiligen Website. Im Vordergrund stehen demzufolge die Interaktion mit dem Nutzer und das storytelling, das ein holistisches Markenerlebnis schaffen soll.[12]Produkte werden nicht wie in einem Online-Shop freigestellt und mit einem Preis beworben, sondern in ihrer Anwendung und realen Umgebung dargestellt. So zeigt beispielsweise Instagrammerin @_youlena_ die von ihr gestalteten T-Shirts an real existierenden Menschen, nicht an Models oder Puppen (Abbildung 2).

Letztendlich gelangen die Nutzer zwar dennoch über die Website in der Profilbeschreibung auf den Shop, interagieren aber vor ihrem Website-Klick in der Regel mit den Bildern bzw. dem Account allgemein durch Nachrichten oder Storyviews.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die ersten neun Bilder von Instagram-Nutzerin @_youlena_ (19.12.2017)

2. Virale Posts

ln diesem Kapitel wird zuerst der Begriff der Viralität definiert und die Kriterien erläutert, die dieser Arbeit zugrunde liegen um anschließend eine Strategie zu erläutern, die für einen viralen Post verfolgt wird.

2.1. Allgemein

Der Begriff der Viralität im Umfeld des Online-Marketings geht darauf zurück, dass sich ein Inhalt sehr schnell wie ein Virus von Mensch zu Mensch verbreiten soll.[13]Man bezeichnet diesen explizit gewollten Mechanismus auch als Virales Marketing. Die Vorteile liegen in den geringen Kosten, da Inhalte einmal erstellt eine sehr viel höhere Reichweite bekommen als bei der klassischen Mediaplanung und darin, dass Nutzer viralen Inhalten aufgeschlossener sind als altbewährten Werbebotschaften. Nachteile sind kaum vorhersehbar, es wird aber die geringe Zielgruppenansprache bemängelt.[14]

In dieser Arbeit sollen 4 Kriterien nach Langner berücksichtigt werden: Ein Kampagnengut soll die Kriterien Neuigkeit, Einzigartigkeit, Spaß und Vergnügen für den Konsumenten und Nützlichkeit erfüllen.[15]Außerdem muss laut dem Tipping-Point- Modell von Malcolm Gladwell ein Konsument zum Weiterleiten motiviert werden: dabei spielen der intrinsische und der extrinsische Ansatz eine Rolle.[16]Im Gegensatz zur intrinsischen Motivation ist bei der extrinsischen Motivation ein ökonomischer Anreiz im Vordergrund. Durch das Weiterleiten erhofft sich der Konsument einen Vorteil, Z.B. einen Gewinn oder Vergünstigungen. Dies sollte aber nur zusätzlich zum intrinsischen Ansatz verfolgt werden.[17]Um den Unterschied hervorzuheben wird im Anhang dieser Arbeit ein Beispiel für einen viralen Post durch extrinsische Motivation vorgestellt.

2.2. Strategie

Damit ein Post auf Instagram viral geht, sollte er die in 2.1 beschriebenen Kriterien von Langner und Gladwell erfüllen. Aber auch die Instagram Statistik des Nutzers bietet einige Anhaltspunkte für eine erfolgreiche Text-Bild-Kombination. So gibt es eine ideale Uhrzeit für einen Post, nämlich dann, wenn die meisten Follower, aber auch Nicht- Follower online sind, so dass sie das Bild liken und kommentieren. Es müssen anfangs linear möglichst viele ״angesteckt“ werden, die dann intrinsisch oder extrinsisch zum Weiterleiten motiviert werden und eine Epidemie auslösen.[18]Ein viraler Post verbreitet sich anschließend über die eigene Gefolgschaft hinaus.

[...]


[1]https://techcrunch.com/2Q17/1Q/Q2/instaqram-opens-its-shoppable-posts-feature-to-retailers- on-biqcommerces-platform/, 02.01.2018

[2]https://www.instaqram.com/about/us/. 19.12.2017

[3]https://bloq.dashburst.com/historv-of-instaqram/. 19.12.2017

[4]Faßmann, 2016, S.14.

[5]https://www.reuters.com/article/us-facebook/facebook-to-buv-instaqram-for-1-billion- idUSBRE8380M820120410■ 19.12.2017

[6]https://instaqram-press.com/bloq/2Q16/Q8/Q2/introducinq-instaqram-stories/. 19.12.2017

[7]https://instaqram-press.eom/bloq/2016/11/21/new-wavs-to-share-in-the-moment/. 19.12.2017

[8]https://instaqram-press.com/bloq/2017/12/12/now-vou-can-follow-hashtaqs-on-instaqram/, 19.12.2017

[9]https://instaqram-press.eom/bloq/2017/11/30/celebratinq-a-communitv-of-25-million- businesses/, 19.12.2017

[10]Interne Instagram Daten, November 2017: https://business.instaqram.com/qettinq-started/ 19.12.2017

[11]https://allface book.de/instaqram/instaqram-anzeiqen. 19.12.2017

[12]Faßmann, 2016, S.15.

[13]Drees, 2015, S.4.

[14]https://felixbeilharz.de/experten-tipps-fuer-virales-marketinq/. 20.12.2017

[15]Drees, 2015, S.12.

[16]Drees, 2015, s.17f.

[17]Drees, 2015, S.18.

[18]Primbs, 2015, s. 62.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Verifizierung von Kriterien viraler Posts anhand eines Experiments mit einem Instagram Shop
Hochschule
Hochschule Schmalkalden, ehem. Fachhochschule Schmalkalden
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V429032
ISBN (eBook)
9783668728561
ISBN (Buch)
9783668728578
Dateigröße
1591 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Instagram, viral marketing, Marketing, small shops, e-commerce
Arbeit zitieren
Diana Leib (Autor), 2018, Verifizierung von Kriterien viraler Posts anhand eines Experiments mit einem Instagram Shop, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429032

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