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Von der Normalfamilie zur Pluralisierung privater Lebensformen

Kann man von einer Destabilisierung der Normalfamilie heutzutage sprechen?

Title: Von der Normalfamilie zur Pluralisierung privater Lebensformen

Seminar Paper , 2018 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit folgender Fragestellung: Kann man von einer Destabilisierung der Normalfamilie heutzutage sprechen? Um das zu beantworten, werden zunächst definitorische Fragen zu den Begriffen Lebensform und Familie beziehungsweise Normalfamilie geklärt. Daran anknüpfend werden die Gründe und Ursachen für den Wandel der Familie aufgezeigt, bevor im vierten Kapitel die Heterogenität der Lebensformen mitsamt ihren verbreitetsten Modellen privater Lebensformen ausführlich dargestellt wird. Es folgen Erklärungsversuche zum Wandel der Lebensformen. Im Anschluss wird erörtert, inwiefern sich die These der Pluralisierung relativieren lässt. Letztendlich wird ein Fazit gezogen, das festhält, wie schwach oder stark die Normalfamilie in der heutigen Zeit destabilisiert ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lebensformen und Familie

3. Familiendemographische Indikatoren und Trends

3.1 Die Geburtenentwicklung

3.2 Die Kinderlosigkeit

3.3 Die Ehe

3.4 Die Scheidung

3.5 Der Monopolverlust der Normalfamilie

4. Die Pluralisierung der Lebensformen

4.1 Nichteheliche Lebensgemeinschaften

4.2. Living-Apart-Together und Commuter-Ehen

4.3. Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften

4.4 Alleinerziehende

4.5 Patchwork-Familien

4.6 Alleinwohnende und Singles

4.7 Migrantenfamilien

5. Erklärungsversuche

6. Relativierung der Pluralisierungsthese

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den soziologischen Wandel privater Lebensformen in Deutschland und analysiert, ob von einer tatsächlichen Destabilisierung der traditionellen Normalfamilie ausgegangen werden kann.

  • Historischer und kultureller Wandel des Familienbegriffs
  • Demographische Indikatoren wie Geburtenraten, Eheschließungen und Scheidungsstatistiken
  • Heterogenität moderner Lebensformen (z.B. Alleinerziehende, Patchwork-Familien, Singles)
  • Theoretische Erklärungsansätze für den soziokulturellen Wandel
  • Kritische Reflexion der Pluralisierungsthese unter Berücksichtigung sozialer Ungleichheiten

Auszug aus dem Buch

3.4 Die Scheidung

Die gestiegene Zahl der Scheidungen ist ein weiterer Indikator für den Wandel der Familie. Im Jahre 2010 wurden in Westdeutschland 40 von 100 geschlossenen Ehen geschieden. Im Vergleich dazu waren es 1970 nur 15 von 100 Ehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung bei der Entscheidung für eine Eheschließung hat sich somit circa verdreifacht. Zwar ist die Scheidungshäufigkeit seit ihrem Höhepunkt im Jahr 2003 von 43 % wieder leicht gesunken, aber dennoch vergleichsweise hoch. Das liegt unter anderem daran, dass in den letzten beiden Jahrzehnten die Anzahl der Spätscheidungen zugenommen hat, also die Scheidung zwischen dem 20. Ehejahr und dem 30. Ehejahr.

Durch die Vorstellung der „[...] Liebesehe [...]“ (Meyer 2014: 427) sind die Ansprüche an die Ehe massiv gestiegen, was der Ursprung des Scheiterns vieler Ehen ist. Meyer hält diesbezüglich treffend fest: „Man will nicht ein bloßes Arrangement des Miteinander-Auskommens, sondern höchstes Glück, Kommunikation, Gemeinschaft, Nähe, Leidenschaft und Erotik […]“ (Meyer 2014: 427). Die Verpflichtungen und Verzichte, die mit einer Ehe entstehen, kollidieren mit den hohen Ansprüchen an die Beziehung und den Ansprüchen an Selbstbestimmtheit und der eigenen Bedürfnisbefriedigung. Durch all diese hohen Ansprüche wirkt die Ehe im Alltag oft unbefriedigend.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, Darlegung der Fragestellung und Erläuterung des methodischen Aufbaus der Untersuchung.

2. Lebensformen und Familie: Definition der Begriffe Familie und Lebensformen sowie Abgrenzung der verschiedenen Kernfamilientypen.

3. Familiendemographische Indikatoren und Trends: Analyse demographischer Faktoren, die den Wandel und den potenziellen Monopolverlust der Normalfamilie belegen.

4. Die Pluralisierung der Lebensformen: Detaillierte Betrachtung verschiedener moderner Lebensformen von nichtehelichen Gemeinschaften bis zu Migrantenfamilien.

5. Erklärungsversuche: Darstellung theoretischer Ansätze wie der Individualisierungstheorie zur Erklärung des Wandels.

6. Relativierung der Pluralisierungsthese: Kritische Gegenüberstellung der Pluralisierungsthese mit Daten, die eine Fortdauer konventioneller Lebensformen belegen.

7. Fazit: Zusammenfassendes Resümee über den Zustand der Normalfamilie und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Familie, Normalfamilie, Pluralisierung, Lebensformen, Scheidung, Geburtenrate, Individualisierung, Ehe, Kinderlosigkeit, Sozialisation, Demographie, Patchwork-Familien, Alleinerziehende, Soziologie, Wertewandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wandel privater Lebensformen in Deutschland im Kontext des soziologischen Wandels seit den 1960er Jahren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Stabilität der Normalfamilie, die Auswirkungen demographischer Trends sowie die Entstehung und Akzeptanz alternativer Lebensmodelle.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob man heutzutage von einer tatsächlichen Destabilisierung der traditionellen Normalfamilie sprechen kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer Theorien und der Auswertung statistischer Daten zu familienrelevanten demographischen Indikatoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse demographischer Indikatoren, die detaillierte Vorstellung unterschiedlicher Lebensformen sowie eine theoretische Fundierung des Wandels.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Pluralisierung, Individualisierung, Normalfamilie, Lebensformen und demographischer Wandel sind zentral für das Verständnis der Arbeit.

Warum spielt das "Golden Age of Marriage" eine Rolle?

Es dient als historischer Referenzpunkt, um den "Monopolverlust" der Normalfamilie und die darauffolgende Ausdifferenzierung der Lebensformen zu verdeutlichen.

Wie wird die "Scheidungsspirale" erklärt?

Die Autorin beschreibt sie als einen sich selbst verstärkenden Trend, bei dem die soziale Akzeptanz von Scheidungen die Erwartungen an lebenslange Bindungen relativiert.

Welche Rolle spielt die Individualisierungstheorie?

Sie liefert den Erklärungsansatz, warum Menschen sich aus traditionellen Zwängen lösen und vermehrt nach Selbstverwirklichung in flexibleren Lebensformen streben.

Welches Fazit zieht die Autorin?

Es ist zwar eine Pluralisierung der Lebensformen zu beobachten, doch bleibt die Normalfamilie weiterhin ein dominierender Fixpunkt der Lebensorientierung.

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Details

Title
Von der Normalfamilie zur Pluralisierung privater Lebensformen
Subtitle
Kann man von einer Destabilisierung der Normalfamilie heutzutage sprechen?
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V429199
ISBN (eBook)
9783668725478
ISBN (Book)
9783668725485
Language
German
Tags
Familie normalfamilie kernfamilie destabilisierung pluralisierung private lebensformen geburtenentwicklung kinderlosigkeit ehe scheidung monopolverlust living-apart-together patchwork migratentfamilien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Von der Normalfamilie zur Pluralisierung privater Lebensformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429199
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