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Orthographie bei Komposita. Getrennt- und Zusammenschreibung deutscher Wortkompositionen und didaktische Maßnahmen zur Vermittlung anhand der Analyse gymnasialer Lehrwerkreihen

Titel: Orthographie bei Komposita. Getrennt- und Zusammenschreibung deutscher Wortkompositionen und didaktische Maßnahmen zur Vermittlung anhand der Analyse gymnasialer Lehrwerkreihen

Hausarbeit , 2015 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Leonard Schütz (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit befasst sich mit der Orthographie, genauer der Getrennt- und Zusammenschreibung, deutscher Komposita. Dazu werden, nach der Klärung der Relevanz der Thematik durch Bezüge zum aktuell geltenden Kerncurriculum, zunächst Komposita von anderen Arten der Wortbildung abgegrenzt und genauer untersucht und spezifiziert. Daraufhin werden die Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung dieses Worttyps dargestellt, um anschließend Mittel und Wege der didaktischen Vermittlung herauszuarbeiten. Diese Erkenntnisse sollen auf den Vergleich und die Analyse dreier gymnasialer Lehrwerkreihen der Sekundarstufe I bezogen werden.

Das Fazit zum Abschluss der Arbeit soll klären, ob die thematische Umsetzung in den Lehrwerken hinsichtlich der erarbeiteten didaktischen Empfehlungen effektiv und angebracht scheint.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Relevanz im schulischen Bereich / Kerncurriculum

3. Das Kompositum

3.1. Abgrenzung zu anderen Worttypen

3.2. Arten der Komposition

4. Orthographische Regeln

4.1. Getrennt- und Zusammenschreibung

4.2. Neuerungen durch die Rechtschreibreform 2007

5. Didaktische Maßnahmen zur Vermittlung

6. Umgang mit Komposita in Lehrwerken

6.1. Einführung Lehrwerkanalyse

6.2. Vergleich der Lehrwerkreihen

6.3. Bezug auf didaktische Maßnahmen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die orthographischen Regeln der Getrennt- und Zusammenschreibung deutscher Komposita sowie deren didaktische Vermittlung im gymnasialen Unterricht der Sekundarstufe I. Ziel ist es zu klären, wie diese Thematik in aktuellen Lehrwerkreihen aufbereitet ist und ob die didaktische Umsetzung den Anforderungen einer effektiven Sprachförderung gerecht wird.

  • Orthographische Grundlagen der Kompositabildung
  • Didaktische Konzepte zur Vermittlung von Schreibregeln
  • Analyse und Vergleich gymnasialer Lehrwerke
  • Einfluss der Rechtschreibreform auf den schulischen Unterricht
  • Kompetenzorientierung im Deutschunterricht

Auszug aus dem Buch

3.2. Arten der Komposition

Klos unterscheidet zwischen drei Arten von Kompositionen. Ein Grundtyp ist das Determinativkompositum, das aufgrund seines häufigen Auftretens oft auch als Prototyp angesehen wird. „Determinativkomposita zeichnen sich dadurch aus, dass die erste unmittelbare Konstituente das Zweitglied des Kompositums semantisch modifiziert.“ So stellt eine Blumenvase eine spezielle Art einer Vase, ein Bürogebäude ein spezielles Gebäude und Apfelbaum einen speziellen Baum dar. Das Erstglied bestimmt dabei die Unterart des Oberbegriffs, welcher vom Zweitglied dargestellt wird. Dieses Zweitglied, das auch als einzelnes Lexem alleine stehen könnte, bestimmt dabei Wortart, Flexionsklasse, Kasus, Genus und Numerus des zusammengesetzten Wortes. Zwischen Erst- und Zweitglied besteht immer eine semantische Relation, die das Wort genauer definiert – eine universelle Aussage, inwiefern sich die Glieder genau aufeinander beziehen, kann jedoch nicht getroffen werden. So ist ein Obsthändler jemand, der Früchte verkauft, ein Straßenhändler jedoch keineswegs jemand, der Straßen verkauft, wie es die Verallgemeinerung einer beim Wort Obsthändler aufgestellten Regel vermuten lassen könnte. Und da ein Weidenkorb ein Korb aus Weiden ist, während ein Wäschekorb nicht aus Wäsche besteht, sondern für sie gemacht ist, und trotz des Gebrauchs der Worte Schweineschnitzel und Hähnchenschnitzel, deren Erstglied jeweils den Grundstoff des Kopfes darstellt, Kinderschnitzel keineswegs aus Kindern besteht, kann die Erstkonstituente das Grundwort auf vielfältige Art und Weise charakterisieren, so wie ein Glasbehälter sowohl ein Behälter für als auch aus Glas sein kann. Die verschiedenen möglichen Beziehungen zwischen Erst- und Zweitglied, wie Substanz – Produkt, Teil – Ganzes oder Träger – Merkmal sind fast unbegrenzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Komplexität der deutschen Kompositabildung und deren Herausforderungen für Lernende, eingebettet in eine problemorientierte Zielsetzung.

2. Relevanz im schulischen Bereich / Kerncurriculum: Dieses Kapitel erläutert die verankerten Kompetenzanforderungen in den Lehrplänen und die Bedeutung schulinterner Curricula für den Unterricht.

3. Das Kompositum: Hier werden linguistische Grundlagen, die Abgrenzung zu anderen Wortbildungsarten und die verschiedenen Arten der Komposition theoretisch fundiert.

4. Orthographische Regeln: Es werden die zentralen Regelungen zur Getrennt- und Zusammenschreibung sowie die durch die Rechtschreibreform 2007 eingeführten Änderungen dargelegt.

5. Didaktische Maßnahmen zur Vermittlung: Das Kapitel diskutiert praxisnahe didaktische Strategien und die Grenzen der Regelvermittlung im Schulalltag.

6. Umgang mit Komposita in Lehrwerken: Hier erfolgt die Analyse und der Vergleich dreier ausgewählter Lehrwerkreihen hinsichtlich ihrer methodischen Herangehensweise an das Thema.

7. Fazit: Das Fazit bewertet die Umsetzung didaktischer Ansätze in den untersuchten Lehrwerken und reflektiert die Entwicklung hin zu mehr Kompetenzorientierung.

Schlüsselwörter

Komposita, Getrenntschreibung, Zusammenschreibung, Wortbildung, Sprachdidaktik, Rechtschreibreform, Kerncurriculum, Lehrwerkanalyse, Determinativkompositum, Sprachkompetenz, Deutschunterricht, Orthographie, Grammatik, Kompositionsarten, Sekundarstufe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Orthographie bei deutschen Komposita und untersucht, wie Lehrwerke der Sekundarstufe I dieses komplexe Thema didaktisch aufbereiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die linguistischen Grundlagen der Wortbildung, die orthographischen Regeln der Getrennt- und Zusammenschreibung sowie deren praktische Vermittlung im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, ob und wie didaktische Empfehlungen zur Orthographie in modernen gymnasialen Lehrwerkreihen umgesetzt werden und ob diese den aktuellen Anforderungen entsprechen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine fachwissenschaftliche Fundierung durch linguistische Literatur und führt eine vergleichende Analyse von sechs ausgewählten Lehrbüchern aus verschiedenen Jahrgängen durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Komposition, die Regeln der Getrennt- und Zusammenschreibung inklusive der Reformänderungen sowie die didaktischen Herausforderungen im Unterricht.

Welche Begriffe sind für die Arbeit besonders wichtig?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Determinativkompositum, Rechtschreibreform, Kompetenzorientierung, Wortzusammensetzung und Didaktik der Rechtschreibung.

Wie unterscheiden sich die Lehrwerkreihen in ihrem Ansatz?

Während einige Lehrwerke eher auf starre Regeln setzen, verfolgen andere einen prozessorientierten Ansatz, der die Sprachkompetenz und das Gefühl für Sprache in den Vordergrund stellt.

Warum ist das Thema für Schüler der Sekundarstufe I schwierig?

Die Komplexität der Regeln, die hohe Anzahl an Ausnahmen und der oft intuitive Sprachgebrauch erschweren eine explizite und fehlerfreie Regelanwendung im Unterricht.

Welchen Einfluss hat die Rechtschreibreform auf die Didaktik?

Die Reform hat in vielen Fällen zu einer Lockerung der Regeln und einer größeren Toleranz gegenüber verschiedenen Schreibweisen geführt, was die didaktische Vermittlung komplexer macht.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Schulpraxis?

Der Autor betont, dass eine durchgängige Nutzung einer einzigen Lehrwerkreihe über mehrere Jahre hinweg sinnvoll ist, um eine konsistente Progression der Themen zu gewährleisten.

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Details

Titel
Orthographie bei Komposita. Getrennt- und Zusammenschreibung deutscher Wortkompositionen und didaktische Maßnahmen zur Vermittlung anhand der Analyse gymnasialer Lehrwerkreihen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,0
Autor
Leonard Schütz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
24
Katalognummer
V429474
ISBN (eBook)
9783668729407
ISBN (Buch)
9783668729414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
orthographie komposita getrennt- zusammenschreibung wortkompositionen maßnahmen vermittlung analyse lehrwerkreihen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonard Schütz (Autor:in), 2015, Orthographie bei Komposita. Getrennt- und Zusammenschreibung deutscher Wortkompositionen und didaktische Maßnahmen zur Vermittlung anhand der Analyse gymnasialer Lehrwerkreihen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429474
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Leseprobe aus  24  Seiten
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