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Der Tod als "eigenste Möglichkeit des Daseins"

Warum wir lieber sterben wollen sollten anstatt auf Unsterblichkeit zu hoffen

Título: Der Tod als "eigenste Möglichkeit des Daseins"

Ensayo , 2007 , 6 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Marieke Jochimsen (Autor)

Filosofía - Otras
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Gesetzt der Fall es wäre möglich zwischen Sterblichkeit und Unsterblichkeit zu wählen. Wie würden Sie entscheiden? Rein intuitiv wäre die erste Antwort sicher, dass wir uns nicht für den Tod entscheiden würden. Wieso sterben? Und wieso ich? Die meisten Menschen betrachten sich als wichtigen Teil der Welt, wenn nicht sogar als Mittelpunkt.
Um eine Position bezüglich der Frage nach Unsterblichkeit zu beziehen, ist es jedoch notwendig sich klar zu machen, was der Tod für das Leben bedeutet. Das eine kann also nicht losgelöst von dem anderen betrachtet werden.
Dieser Essay behandelt die Fragestellung, wie es angehen kann, dass, bei gleichen Rahmenbedingungen, sowohl der Tod als auch die Unsterblichkeit Übel sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.) das Übel des Todes

2.) das Übel der Unsterblichkeit

3.) der Sinn des Todes

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das philosophische Spannungsfeld zwischen der Endlichkeit des menschlichen Daseins und dem Wunsch nach Unsterblichkeit, um zu ergründen, warum der Tod trotz seines Charakters als Übel eine notwendige Bedingung für ein sinnvolles Leben darstellt.

  • Die philosophische Bewertung des Todes als Übel (u.a. Nagel, Williams).
  • Die psychologischen und existentiellen Aspekte der Todesfurcht.
  • Die Paradoxien der Unsterblichkeit und das Problem der Langeweile.
  • Die Bedeutung des Todes als notwendige Motivationsgrundlage für zukunftsorientierte Lebensprojekte.
  • Die Verknüpfung von Zeitlichkeit und Sinnhaftigkeit des Daseins.

Auszug aus dem Buch

3.) der Sinn des Todes

Der Schlüssel zu der Frage, warum Unsterblichkeit nicht wünschenswert ist, gleichzeitig aber der Tod ein Übel sein kann, liegt in dem Sinn des Todes. Dem (unsterblichen) Leben fehlt der Sinn, weil ihm der Tod fehlt. Und hier liegt die einzige Möglichkeit sich aus dem Dilemma zu befreien: Der Tod hat, obwohl er ein Übel ist, auch einen Sinn. Er ist also nicht, wie Epikur sagt, bedeutungslos, denn gerade dadurch, dass er solch ein Übel für die Menschheit darstellt, gewinnt er an Bedeutung und Sinn. So kann es angehen, dass er gleichzeitig Übel und Sinn darstellt. Etwas das uns nicht betrifft, sei es negativ oder positiv, wäre wohl kaum so bedeutungsschwanger für das Leben.

Ernst Tugendhat geht davon aus, dass das Übel des Todes nicht darin besteht, den bloßen Verlust des Lebens zu fürchten, sondern in der Möglichkeit falsch gelebt zu haben, d.h. so gelebt zu haben, dass man angesichts des Todes bedauert, wie man gelebt hat . (Tugendhat, S. 48) Wenn man Angst vor dem Tod hat, dann hat man sie davor, so Tugendhat. Gerade diese Angst ist es aber, die uns vor diesem Szenario bewahrt. Es verhält sich wie mit jeder natürlichen Angst. Die Angst davor, in einer Prüfung durchzufallen, ist es, die uns dazu bringt zu lernen und die Prüfung letztendlich zu bestehen. Analog dazu ist die Todesangst (in Tugendhats Sinne) dafür verantwortlich, dass wir richtig leben.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) das Übel des Todes: Das Kapitel analysiert klassische und moderne philosophische Positionen, die den Tod als Übel identifizieren, wobei insbesondere die Argumente von Nagel und Williams zur Widerlegung der These Epikurs herangezogen werden.

2.) das Übel der Unsterblichkeit: Hier wird dargelegt, warum Unsterblichkeit aufgrund psychologischer Faktoren und der Paradoxie unendlicher Zeit als unerträglich und sinnlos betrachtet werden muss.

3.) der Sinn des Todes: Dieses Kapitel führt die Argumentation zusammen und verdeutlicht, dass erst die Endlichkeit des Lebens – als „Deadline“ – Sinn stiftet und als notwendiger Antrieb für ein zielgerichtetes, verantwortungsvolles Leben dient.

Schlüsselwörter

Tod, Unsterblichkeit, Sterblichkeit, Sinn des Lebens, Todesangst, Existenzphilosophie, Thomas Nagel, Bernard Williams, Ernst Tugendhat, Jeffrie Murphy, Lebensprojekte, Zeitdruck, Dasein, Ethik, Endlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Fragestellung, wie die Endlichkeit des Menschen (der Tod) einerseits als Übel wahrgenommen werden kann, andererseits aber eine essenzielle Bedingung für ein sinnvolles Leben darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Natur der Todesfurcht, die Kritik an der Unsterblichkeit, das Verhältnis von persönlichen Lebensprojekten zur zeitlichen Begrenztheit sowie die Frage nach der Bedeutung des Todes für die menschliche Motivation.

Was ist die primäre Forschungsfrage oder das Ziel?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Unsterblichkeit keine erstrebenswerte Alternative zum Tod ist und dass der Tod trotz seines Charakters als Verlust eine notwendige und sinnstiftende Funktion für das menschliche Dasein erfüllt.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden verwendet?

Es werden verschiedene philosophische Positionen herangezogen, insbesondere von Thomas Nagel, Bernard Williams, Ernst Tugendhat, Jeffrie Murphy sowie Bezüge zu Epikur und Heidegger.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Todes als Übel, die Kritik an der Unsterblichkeit als ebenfalls übelhaftem Zustand und die abschließende Synthese, die den Tod als notwendigen Sinngeber für das Leben definiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie "Deadline", "kategorische Wünsche", "self-defining projects", "Todesangst" und "Existenzsinn" beschreiben.

Warum wird Unsterblichkeit im Text als „paradox“ bezeichnet?

Unsterblichkeit wird als paradox eingestuft, da sie die kategorischen Wünsche, die ein Individuum überhaupt erst zur Lebensgestaltung motivieren, durch Langeweile und Abstumpfung untergraben würde, wodurch die Identität des Charakters gefährdet wäre.

In welchem Sinne ist laut Tugendhat die Angst vor dem Tod produktiv?

Tugendhat argumentiert, dass die Todesangst uns davor bewahrt, das Leben „falsch“ zu führen; sie fungiert als Korrektiv, ähnlich wie Prüfungsangst zum Lernen motiviert, und treibt uns zu einer bewussten Gestaltung unseres Daseins an.

Final del extracto de 6 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Tod als "eigenste Möglichkeit des Daseins"
Subtítulo
Warum wir lieber sterben wollen sollten anstatt auf Unsterblichkeit zu hoffen
Universidad
University of Münster
Curso
Der Tod als Problem der theoretischen Philosophie
Calificación
1,3
Autor
Marieke Jochimsen (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
6
No. de catálogo
V429530
ISBN (Ebook)
9783668740327
ISBN (Libro)
9783668740334
Idioma
Alemán
Etiqueta
Usterblichkeit deadline Tod
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marieke Jochimsen (Autor), 2007, Der Tod als "eigenste Möglichkeit des Daseins", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429530
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