Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Wie ist Erkenntnis möglich? Kants Theorie und ihre Folgen

Schicksalsfrage der Menschheit?

Titel: Wie ist Erkenntnis möglich? Kants Theorie und ihre Folgen

Akademische Arbeit , 2018 , 187 Seiten

Autor:in: Dr. Klaus Robra (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die Theorie Kants näher betrachtet.

Die Frage, wie Erkenntnis möglich ist, scheint nach wie vor umstritten zu sein. Kants Erkenntnislehre halten einige Theoretiker der Gegenwart für völlig veraltet. Der Streit um diese Lehre begann allerdings schon zu Kants Lebzeiten, entzündete sich an Fragen wie derjenigen nach dem Ding an sich, der Synthesis a priori, Kants Konzepten von Zeit, Raum, Wahrheit, Urteilsvermögen u.a.m.

Hier mehr Klarheit zu schaffen, erscheint vordringlich, so dass sowohl Kants Erkenntnislehre als auch deren Wirkungsgeschichte darzustellen und kritisch zu würdigen ist, gefolgt von der Analyse und Bewertung alternativer Konzepte (wie z.B. von Idealismus und Materialismus, der Evolutionären Erkenntnistheorie, des Radikalen Konstruktivismus und der KI-Forschung). Woran sich im Schlussteil der Arbeit der Aufriss einer zeitgemäßen Erkenntnistheorie anschließt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

ERSTER TEIL: KANTS ERKENNTNISLEHRE

Worum geht es Kant?

Die Synthesis a priori und die Kategorien

Reine und praktische Vernunft

Verstand und Urteilsvermögen

Erfahrung und Erscheinung

Ding an sich und Erscheinung.

Zeit und Raum

Logik, Wahrheit und Erkenntnis

Zwischen Falsch und Richtig: Meinen, Glauben, Wissen

Ding an sich und Freiheit

ZWEITER TEIL: ZUR WIRKUNGSGESCHICHTE VON KANTS ERKENNTNIS-THEORIE

Wie Deutsche Idealisten Kants Erkenntnistheorie kritisieren

Vom Apriori zum Willen: Schopenhauer, Nietzsche

Schopenhauer (1788-1860)

Nietzsche (1844-1900)

Materialistische Kritik seit Feuerbach

Ludwig Feuerbach (1804-72)

Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895)

Lenin (1870-1924)

Ernst Bloch (1885-1977)

Erkenntnis- und Wahrheitstheorien des Pragmatismus

Positivismus

Auguste Comte (1798-1857)

Ernst Mach (1838-1916)

Neopositivismus und Kritischer Rationalismus

Zuspitzung des Erkenntnisproblems auf die Wahrheitsfrage?

Evolutionäre Erkenntnistheorie (EE)

Wegbereiter: Habermas und Popper

Protagonisten: Lorenz, Vollmer, Schüling

Schülings Handbuch der evolutionären Erkenntnistheorie

Radikaler Konstruktivismus

Künstliche Intelligenz (KI): Schicksalsfrage der Menschheit?

DRITTER TEIL: AUFRISS EINER ZEITGEMÄSSEN ERKENNTNISTHEORIE

Kants Theorie heute – ein Vor- und Rückblick

Zu den Kritiken an Kants Erkenntnislehre

Zur Synthesis a priori und zur Vernunftkritik

Materialistische Kritik

Nietzsche

Pragmatismus

Neopositivismus und kritischer Rationalismus

Evolutionäre Erkenntnistheorie (EE)

Ding an sich und Erscheinung

Sprache und Erkenntnis

Verstehen

Kritische Würdigung alternativer Konzepte

Was bleibt von Kants Erkenntnislehre?

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die philosophische Tradition der Erkenntnistheorie, wie sie von Immanuel Kant begründet wurde, zu untersuchen und deren Wirkungsgeschichte sowie zeitgemäße Weiterentwicklungen kritisch zu reflektieren, um die Frage nach der Möglichkeit menschlicher Erkenntnis neu zu bewerten.

  • Kants Erkenntnislehre und die "Kopernikanische Wende"
  • Kritik des Deutschen Idealismus und des Materialismus an Kant
  • Die Entwicklung von Erkenntnis- und Wahrheitstheorien im Pragmatismus und Positivismus
  • Evolutionsbiologische und konstruktivistische Perspektiven auf das Erkenntnisvermögen
  • Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für das Verständnis menschlicher Erkenntnis

Auszug aus dem Buch

Die Synthesis a priori und die Kategorien

Wenn Kant erklärt, der Satz „Ich denke“ müsse alle seine „Vorstellungen begleiten können“, scheint er damit Descartes‘ Cogito vollauf zu bestätigen. Tatsächlich geht er aber weit darüber hinaus, indem er die Vorstellung „Ich denke“ als Erzeugnis einer „ursprünglichen Apperzeption“ begreift. Diese „Hinzu-Wahrnehmung“ ist ursprünglich, insofern sie gerade nicht Wahrnehmung, sondern frei von jeglicher Sinnes-Erfahrung ist. Kant nennt diese reine Apperzeption auch „die transzendentale Einheit des Selbstbewußtseins“, aus der auch jegliche Möglichkeit einer Erkenntnis a priori und damit auch der Synthesis a priori hervorgehe. Dieses Apriori liege sämtlichen Verstandestätigkeiten einschließlich der naturwissenschaftlichen Forschung zu Grunde. Auch die Naturgesetze seien nur durch das Apriori, nicht unmittelbar aus der Natur selbst zu gewinnen, dargelegt in der kühnen Formulierung: „der Verstand schöpft seine Gesetze (a priori) nicht aus der Natur, sondern schreibt sie dieser vor“.

Die Synthesis a priori ist eines der vorzüglichen Mittel des Denkens. Sie kann z.B. ein allgemeingültiger Satz sein, der durchaus von empirischen „Vorstellungen von Gegenständen“ – und somit auch von Sinneswahrnehmungen – ausgehen kann, die dann im Denken auf den Begriff gebracht und miteinander verbunden werden, „um daraus eine Erkenntnis zu machen“, die sich in einer Synthesis ausdrücken lässt; genauer: „ ... die Synthesis ist doch dasjenige, was eigentlich die Elemente zu Erkenntnissen sammelt, und zu einem gewissen Inhalt vereinigt; sie ist also das erste, worauf wir acht zu geben haben, wenn wir über den ersten Ursprung unserer Erkenntnis urteilen wollen.“

Die Synthesis hält Kant für „rein“, wenn sie „a priori“, d.h. rein gedanklich und unabhängig von jeglicher Erfahrung, vorhanden ist. Durch die Synthesis verfüge das denkende Subjekt über feststehende, unumstößliche Grundsätze (Axiome), wie sie vornehmlich in der Mathematik, aber nicht nur dort, verwendet werden. Allgemein gültig werden diese Grundsätze durch die Anwendung von Kategorien, d.h. von Grundbegriffen des Urteilsvermögens, „die der Verstand a priori in sich enthält“ und in die Synthesis a priori einbringt; Kant bezeichnet sie auch als „Stammbegriffe des reinen Verstandes“.

Zusammenfassung der Kapitel

ERSTER TEIL: KANTS ERKENNTNISLEHRE: Dieses Kapitel legt die Grundlagen der Kantischen Erkenntnistheorie dar, einschließlich der Bedeutung der Synthesis a priori, der Kategorien, des Verhältnisses von Verstand und Vernunft sowie der Unterscheidung zwischen Erscheinung und Ding an sich.

ZWEITER TEIL: ZUR WIRKUNGSGESCHICHTE VON KANTS ERKENNTNIS-THEORIE: Hier wird die kritische Auseinandersetzung mit Kants Theorie durch den Deutschen Idealismus, materialistische Denker, den Pragmatismus und den Positivismus sowie die evolutionäre Erkenntnistheorie nachgezeichnet.

DRITTER TEIL: AUFRISS EINER ZEITGEMÄSSEN ERKENNTNISTHEORIE: Dieser Teil reflektiert aktuelle Ansätze in der Erkenntnistheorie, diskutiert die Bedeutung von Sprache und Verstehen und stellt eine Verbindung zwischen Kants Grundlegungen und modernen Herausforderungen wie der Künstlichen Intelligenz her.

Schlüsselwörter

Erkenntnistheorie, Immanuel Kant, Kopernikanische Wende, Synthesis a priori, Ding an sich, Erscheinung, Kategorien, Verstand, Vernunft, Deutscher Idealismus, Materialismus, Pragmatismus, Evolutionäre Erkenntnistheorie, Künstliche Intelligenz, Wahrheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der systematischen Untersuchung der Kantischen Erkenntnistheorie und verfolgt deren philosophische Wirkungsgeschichte bis hin zu modernen interdisziplinären Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Analyse von Kants Erkenntnisbedingungen, die Kritik und Weiterentwicklung durch spätere Strömungen wie den Idealismus, Materialismus und Pragmatismus sowie die philosophische Reflexion aktueller Entwicklungen wie der KI.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, Kants Erkenntnistheorie als Basis für eine zeitgemäße, evolutionär informierte und wissenschaftstheoretisch reflektierte Erkenntnistheorie zu prüfen und ihre Relevanz für heutige Fragestellungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-historische und komparative Methode, indem sie Kantische Grundbegriffe durch die kritische Perspektive verschiedener Denker hindurch auf ihre Tragfähigkeit für gegenwärtige Probleme hin untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird Kants Theorie detailliert analysiert, gefolgt von einer ausführlichen Darstellung der Kritiken und Transformationen, die diese Lehre durch Schopenhauer, Nietzsche, Marx, den Pragmatismus und die Evolutionäre Erkenntnistheorie erfahren hat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Erkenntnistheorie, Kopernikanische Wende, Synthesis a priori, Kategorien, Wahrheit, Evolutionäre Erkenntnistheorie und Künstliche Intelligenz charakterisiert.

Warum ist Kants Begriff des "Dings an sich" auch heute noch relevant?

Der Autor argumentiert, dass dieser Begriff die notwendige Grenze menschlicher Erkenntnis aufgrund der Selektivität unserer Wahrnehmung und der unendlichen Komplexität der Welt markiert und somit nicht pauschal verworfen werden darf.

Welche Rolle spielt die Künstliche Intelligenz im Kontext der Erkenntnistheorie?

Die KI wird als eine neue Herausforderung verstanden, die menschliche Erkenntnismodelle (wie das der Modellbildung und Mustererkennung) einerseits technisch nachbilden will, andererseits aber grundlegende Fragen zur Natur von Geist, Bewusstsein und Personalität aufwirft.

Ende der Leseprobe aus 187 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie ist Erkenntnis möglich? Kants Theorie und ihre Folgen
Untertitel
Schicksalsfrage der Menschheit?
Autor
Dr. Klaus Robra (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
187
Katalognummer
V429613
ISBN (eBook)
9783668739048
ISBN (Buch)
9783668739055
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erkenntnis kants theorie folgen schicksalsfrage menschheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Klaus Robra (Autor:in), 2018, Wie ist Erkenntnis möglich? Kants Theorie und ihre Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429613
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  187  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum