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Deutsche Parteien. Begriff, rechtliche Grundlagen, Organisation, Finanzierung und Perspektiven

Title: Deutsche Parteien. Begriff, rechtliche Grundlagen, Organisation, Finanzierung und Perspektiven

Seminar Paper , 2004 , 26 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Laura Weiß (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Parteien sind das Merkmal einer offenen pluralistischen Gesellschaft, die sich in dem politischen System der Demokratie wieder findet. Sie nehmen eine „intermediäre“ Stellung zwischen Staat und Gesellschaft ein, dienen der Regierungsbildung und der Aggregation und Vermittlung von Interessen. Die Leistungsfähigkeit von Parteien trägt darüber hinaus dazu bei politische Stabilität und Integration, sowie ökonomische Effizienz zu gewährleisten.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Der Parteibegriff

3. Rechtliche Grundlagen

3.1 Verankerung der Parteien im Grundgesetz

3.2 Verankerung der Parteien im Parteiengesetz

4. Deutsche Parteienlandschaft

4.1 Definition des Parteiensystems

4.2 Die Entwicklung des Parteinsystem der BRD

5. Organisation

5.1 Die Organisationsebenen

5.2 Parteiorgane und Wahlverfahren

5.3 Vorfeldorganisationen, Arbeitsgemeinschaften und Stiftungen

6. Parteifinanzierung

7. Perspektiven und Prognosen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Rolle, rechtliche Verankerung und organisatorische Struktur politischer Parteien im demokratischen System der Bundesrepublik Deutschland. Sie untersucht dabei insbesondere die historische Entwicklung des Parteiensystems, die Mechanismen der Parteifinanzierung sowie aktuelle Herausforderungen für die Volksparteien.

  • Rechtliche Grundlagen und Verfassungsstatus von Parteien
  • Historische Entwicklung des Parteiensystems bis 1998
  • Hierarchischer Aufbau und Organisationsebenen der Parteien
  • Strukturen und Verfahren der Parteifinanzierung
  • Perspektiven und zukünftige Herausforderungen der Volksparteien

Auszug aus dem Buch

2. Parteienbegriff

Der Art. 21 GG enthält keine Aussage über den Begriff der politischen Partei. Aus der Werteordnung des Grundgesetzes kann man aber entnehmen, dass der Verfassungsgeber den Parteitypus im Auge gehabt hat, der sich in den parlamentarischen Demokratien des 19. Jahrhunderts herausgebildet hat.

Eine „amtliche“ Definition findet sich in § 2 PartG. Diese besagt, dass Parteien demnach Vereinigungen von Bürgern sind, die für längere Zeit auf Bundes- oder Landesebene die politische Willensbildung beeinflussen und an Bundes- oder Landtagswahlen teilnehmen.

Nach der Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts entspricht der Parteienbegriff in § 2 PartG den grundgesetzlichen Vorgaben. Gemäß diesem müssen folgende Kriterien erfüllt sein, um von einer politischen Partei reden zu können: Es muss eine Vereinigung von Bürgern bestehen, die auf die politische Willensbildung Einfluss nehmen will. Die Vereinigung darf nicht nur von spontaner Natur sein, sondern sie muss von Dauer sein. So soll verhindert werden, dass sog. „Eintagsfliegen“ den Rechtsstatus einer politischen Partei erlangen können.

Es muss darüber hinaus die Absicht bestehen an Bundestagswahlen oder zumindest an Landtagswahlen teilzunehmen. Des Weiteren muss die Ernsthaftigkeit dieser Zielsetzung zu erkennen sein (Ernsthaftigkeitsklausel). Diese liegt nur vor, wenn es sich um eine Vereinigung handelt, die durch ihren Umfang und durch ihre Festigkeit der Organisation, durch ihre Zahl der Mitglieder und durch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit den Anschein der Ernsthaftigkeit erweckt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die fundamentale Rolle von Parteien als Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft in einer pluralistischen Demokratie.

2. Der Parteibegriff: Definiert den juristischen Parteienbegriff anhand des Grundgesetzes sowie des Parteiengesetzes und erläutert die Kriterien für den Status als politische Partei.

3. Rechtliche Grundlagen: Erläutert die verfassungsrechtliche Stellung der Parteien, insbesondere die Bedeutung des Art. 21 GG und die Funktion des Parteienverbots sowie die Regelungen des Parteiengesetzes.

4. Deutsche Parteienlandschaft: Analysiert die theoretische Definition des Parteiensystems und zeichnet die historische Entwicklung der Parteienlandschaft der BRD in verschiedenen Phasen bis 1998 nach.

5. Organisation: Untersucht den institutionellen Aufbau der Parteien, von den lokalen Ebenen bis zur Bundesebene, sowie die internen Parteiorgane und Wahlverfahren.

6. Parteifinanzierung: Beleuchtet die rechtlichen Bestimmungen und die Praxis der Finanzierung politischer Parteien sowie die damit verbundenen Transparenzpflichten.

7. Perspektiven und Prognosen: Erörtert die zukünftige Rolle der Volksparteien vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Individualisierung und veränderter politischer Kommunikation.

Schlüsselwörter

Parteien, Grundgesetz, Parteiengesetz, Parteiensystem, Parteifinanzierung, Parteiorganisation, Volksparteien, Bundestagswahl, Parteienverbot, Politische Willensbildung, Demokratie, Wahlverfahren, Regierungswechsel, Politische Stabilität, Parteienlandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die rechtliche, organisatorische und historische Bedeutung von politischen Parteien im System der Bundesrepublik Deutschland.

Welche Themenfelder werden abgedeckt?

Zentral sind der Parteienbegriff, die rechtliche Stellung, die Entwicklung des Parteiensystems, innerparteiliche Strukturen und die Finanzierungsgrundlagen.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, den Status und die Funktionsweise von Parteien als zentrale Akteure des politischen Prozesses systematisch darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive politikwissenschaftliche Analyse auf Basis verfassungsrechtlicher Vorgaben und etablierter politikwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, die historische Entwicklung der Parteienlandschaft, Organisationsstrukturen und Aspekte der Parteifinanzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wesentliche Begriffe sind Parteiensystem, Grundgesetz, Organisation, Parteifinanzierung und Volkspartei.

Welche Bedeutung kommt dem Parteienverbot im Text zu?

Das Parteienverbot wird als notwendiges Instrument einer "streitbaren Demokratie" beschrieben, um den Bestand der freiheitlichen Ordnung gegenüber extremistischen Bestrebungen zu schützen.

Wie hat sich das Parteiensystem laut Autor durch die Wiedervereinigung verändert?

Die Wiedervereinigung führte zu einer regionalen Ergänzung des Parteiensystems durch das Drei-Parteien-System in den neuen Ländern und die Rolle der PDS als Koalitions-Option.

Was sind die Herausforderungen für die Volksparteien?

Der Text nennt zunehmende Parteiverdrossenheit, den Rückgang der Bindungskraft an Wähler sowie die Schwierigkeit, Stammklientel und Wechselwähler gleichermaßen zu integrieren.

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Details

Title
Deutsche Parteien. Begriff, rechtliche Grundlagen, Organisation, Finanzierung und Perspektiven
College
Munich University of Policy
Course
Das politische System der Bundesrepublik Deutschland
Grade
2,5
Author
Laura Weiß (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V42974
ISBN (eBook)
9783638408790
Language
German
Tags
Parteien System Bundesrepublik Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Weiß (Author), 2004, Deutsche Parteien. Begriff, rechtliche Grundlagen, Organisation, Finanzierung und Perspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42974
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