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Auf der Suche nach Glück bei Aristoteles und Epikur

Title: Auf der Suche nach Glück bei Aristoteles und Epikur

Bachelor Thesis , 2018 , 36 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: B.A Lena Gabel (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Überlegungen zu einem gelungenen Leben ziehen sich durch alle Epochen, und heute scheint die Frage nach Glück und einem erfüllten Leben aktueller denn je. Buchhandlungen bieten unzählige verschiedene Ratgeber an, von Sittenratgebern und Empfehlungen für ein angemessenes Verhalten in allen Lebenslagen, bis hin zu Ratgebern, mit deren Hilfe ein gutes, glückliches Leben versprochen wird. Worin ein glückliches Leben besteht, darüber herrscht kein Konsens, sodass die Bandbreite an Ratgebern und Büchern über das Glück immer unüberschaubarer wird. Manche sehen ihr Glück in materiellem Reichtum und beruflichem und privatem Erfolg. Auch hier bleibt die Definition von Erfolg diskussionswürdig.

Diese Arbeit gliedert sich in drei Teile, wobei in jedem ein Philosoph thematisiert wird. Die ersten zwei Teile widmen sich der antiken Philosophie. Im ersten Teil wird die Philosophie des Glücks nach Aristoteles dargelegt. Anhand der Nikomachischen Ethik soll die Vorstellung von Glück und einem gelungenen Leben nach Aristoteles dargelegt werden. Die Arbeit konzentriert sich auf das Glück des Einzelnen. In der Nikomachischen Ethik sind die Tugenden elementar und nehmen in dieser Untersuchung viel Raum ein. In dieser Arbeit wird mit der Nikomachischen Ethik, 2017 herausgegeben und übersetzt von Gernot Krapinger, gearbeitet.

Im zweiten Teil zur antiken Glücksphilosophie sollen die Grundgedanken zu einem guten Leben von Epikur und seine Vorstellung von Glück dargelegt werden. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Empfindungen, vor allem die Lust. Aber auch die Bedeutung von Freundschaft spielt eine Rolle. Außerdem sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Glücksvorstellung von Aristoteles herausgearbeitet werden. Dazu wird mit den Fragmenten, aber auch mit überlieferten Briefen Epikurs gearbeitet. Die Briefe und Lehrsätze sind in einer zweisprachigen Ausgabe gesammelt und übersetzt worden von Hans-Wolfgang Krautz.

Im letzten Drittel beschäftigt sich diese Arbeit mit Wilhelm Schmid und stellt sich die Frage, ob antike Glücksphilosophie auch heute noch aktuell ist. Außerdem soll das Glücksstreben und das Bedürfnis der Menschen nach einem gelungenen, erfüllten Leben in der heutigen Zeit dargelegt werden. Die Philosophie Wilhelm Schmids strebt nach einer praktischen Anwendung und seine Vorstellung von einem glücklichen Leben soll in dieser Arbeit dargelegt werden. Schmid entwirft eine Philosophie der Lebenskunst, die in ihren verschiedenen Facetten dargelegt werden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Glück bei Aristoteles

1. Glück als höchstes menschliches Gut

2. Tugenden

2.1. Die aristotelische Mesotes- Lehre

2.2. Lust und Unlust

3. Der Wert der Freundschaft

III. Glück bei Epikur

1. Anleitung zu einem gelungenen Leben

2. Die Bedeutung der Empfindungen

2.1. Menschliche Begierden

2.2. Die Lust als höchstes Gut

2.3. Die Bedeutung von Schmerz und Tod

3. Der Wert der Freundschaft

IV. Glück im aktuellen Kontext – am Beispiel von Wilhelm Schmid

1. Ist antike Glücksphilosophie heute noch aktuell?

2. Philosophie in der Praxis

3. Ein Entwurf der Lebenskunst

3.1. Was bedeutet Glück?

3.2. Der richtige Umgang mit Leid

3.3. Die Bedeutung von Freundschaft

4. Melancholie – Der notwendige Gegenpol zum Glück

V. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Glück und einem gelungenen Leben bei den antiken Philosophen Aristoteles und Epikur und setzt diese in Bezug zur modernen Philosophie von Wilhelm Schmid, um die anhaltende Relevanz antiker Glückskonzepte für die heutige Lebensgestaltung zu prüfen.

  • Ethische Konzepte von Glück und Tugend bei Aristoteles.
  • Hedonistische Glücksphilosophie und Seelenruhe bei Epikur.
  • Die Rolle von Freundschaft als zentraler Bestandteil glücklicher Lebensführung.
  • Praktische Umsetzung antiker Lebenskunst in der Moderne am Beispiel von Wilhelm Schmid.
  • Die Bedeutung von Melancholie und Leid als notwendige Gegenpole zum Glück.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die aristotelische Mesotes- Lehre

Für die Definition und die Darlegung der Tugend ist die sogenannte Mesotes-Lehre für Aristoteles zentral. Mesotes bedeutet Mitte. Aristoteles vertritt die These, dass Tugend immer die Mitte zwischen zwei Lastern, dem Übermaß und dem Mangel, ist. Die Tugend ist damit ihrer Definition nach die Mitte, aber im Hinblick auf das gute Handeln ist die Tugend ein Extrem.55 Aristoteles differenziert das noch, indem er erwähnt, dass nicht alles eine Mitte hat, denn es gibt Dinge, die an sich schon schlecht sind und nicht erst im Übermaß oder Mangel, wie zum Beispiel Schadenfreude, Ehebruch oder Mord. In diesen Fällen kann man nie richtig handeln, sondern immer nur falsch und schlecht. Des Weiteren gibt es keine Mitte bei Übermaß und Mangel, und auch umgekehrt: Es gibt bei der Mitte kein Übermaß oder Mangel.56 Die Charaktertugenden versuchen also, eine Mitte zu finden zwischen den Leidenschaften, welche die menschlichen Handlungen beeinflussen.57 Dass dem Handeln die richtige Überlegung vorausgeht ist für Aristoteles die Grundlage. Es gilt, in seinem Handeln ein Mittelmaß zu finden zwischen Übermaß und Mangel. Die Tugend bezieht sich auf Affekte und Handlungen, bei denen es gilt, das entsprechende Mittelmaß zu finden und beizubehalten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die vielschichtige Definition des Glücksbegriffs und führt in die drei Hauptteile der Arbeit ein: Aristoteles, Epikur und Wilhelm Schmid.

II. Glück bei Aristoteles: Aristoteles definiert Glück als das höchste Gut, welches untrennbar mit tugendhaftem Handeln, der Mesotes-Lehre und gelebter Freundschaft verbunden ist.

III. Glück bei Epikur: Im Zentrum steht die Erreichung von Seelenruhe (Ataraxia) durch die rationale Wahl von Lust, die Vermeidung von Schmerz und eine gelebte, bescheidene Lebensführung.

IV. Glück im aktuellen Kontext – am Beispiel von Wilhelm Schmid: Dieses Kapitel verknüpft antike Denkansätze mit der modernen Philosophie der Lebenskunst und betont die Notwendigkeit von Melancholie als Gegenpol zum Glück.

V. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass antike Glücksphilosophie auch heute als Fundament für ein bewusstes, intensives und erfülltes Leben von zentraler Bedeutung ist.

Schlüsselwörter

Glück, Aristoteles, Epikur, Wilhelm Schmid, Eudaimonia, Tugend, Ataraxia, Seelenruhe, Freundschaft, Lebenskunst, Mesotes-Lehre, Lust, Leid, Melancholie, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit erforscht die philosophischen Grundlagen eines glücklichen Lebens und untersucht, wie antike Konzepte von Aristoteles und Epikur durch Wilhelm Schmid in die heutige Zeit übertragen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Tugendbegriffen, der Rolle von Lust und Schmerz, der Bedeutung der Freundschaft und der praktischen Anwendung von Philosophie im Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Aktualität antiker Glücksphilosophie aufzuzeigen und zu klären, wie diese den Menschen heute bei der Gestaltung eines erfüllten Lebens helfen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse der Nikomachischen Ethik, der Schriften von Epikur sowie ausgewählter Werke von Wilhelm Schmid.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Glücksbegriffe der drei genannten Philosophen, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede explizit herausgearbeitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Glück, Eudaimonia, Ataraxia, Lebenskunst, Tugend und Melancholie.

Warum spielt die Melancholie bei Wilhelm Schmid eine so wichtige Rolle?

Schmid sieht die Melancholie nicht als Krankheit, sondern als notwendigen Gegenpol zum Glück, der eine tiefere Wahrnehmung der Symmetrie des Lebens ermöglicht.

Wie unterscheidet sich Epikurs Verständnis von Freundschaft von dem des Aristoteles?

Während beide Freundschaft als essenziell erachten, betont Aristoteles die Tugendbindung, während Epikur, bei dem die Freundschaft auch einen utilitaristischen Anfang hat, sie als weltumspannendes, unsterbliches Gut zur Sicherheit und Lebensfreude idealisiert.

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Details

Title
Auf der Suche nach Glück bei Aristoteles und Epikur
College
University of Augsburg
Grade
3,0
Author
B.A Lena Gabel (Author)
Publication Year
2018
Pages
36
Catalog Number
V429774
ISBN (eBook)
9783668733091
ISBN (Book)
9783668733107
Language
German
Tags
suche glück aristoteles epikur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A Lena Gabel (Author), 2018, Auf der Suche nach Glück bei Aristoteles und Epikur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429774
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