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Die Darstellung des Dreißigjährigen Krieges in der Lyrik des Barocks

Gryphius "Threnen des Vatterlandes", Weckherlin "An das Teutschland", Harsdörffer "Friedenshoffnung bey Nachschwebender Handlung zu Münster und Osnabrück"

Titel: Die Darstellung des Dreißigjährigen Krieges in der Lyrik des Barocks

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kristin Buser (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Tod, Elend, Armut, Krankheit, Zerstörung. Das sind Erscheinungen, die ein Krieg sowohl in der heutigen Zeit, als auch in früheren Jahrhunderten bedingt hat. Im 17. Jahrhundert, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, war dies nicht anders. Dieser Krieg zählt zu den verheerendsten Konflikten in der europäischen und vor allem deutschen Geschichte. Schlachten, Zerstörung, Seuchen, Hunger und Armut forderten einen hohen Tribut und ließen die Bevölkerungszahlen in Deutschland stark sinken.
Auch wichtige Lyriker, wie Gryphius, Opitz, Weckherlin, Harsdörffer oder Hoffmannswaldau konnten sich diesem Krieg nicht entziehen. Vielmehr hat dieses Ereignis einen großen und nachhaltigen Einfluss auf ihre Werke und die Lyrik des Barock ausgeübt. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges sind zahlreiche Gedichte entstanden, vor allem solche, die über die Schrecken des Krieges klagen.
Stellvertretend für eine große Anzahl an gehaltvollen Gedichten, habe ich drei Gedichte als Grundstein für meine Arbeit ausgewählt. Zum einen das bekannte Sonett Threnen des Vatterlandes von Andreas Gryphius, dass beispielhaft für die gerade erwähnten Klagen steht. Zum anderen das patriotische Gedicht An das Teutschland von Georg Rodolf Weckherlin und die Friedenshoffnung bey Nochschwebender Handlung zu Münster und Osnabrück von Georg Philipp Harsdörffer, dass einen leichten und friedvollen Ton anschlägt. Alle drei Gedichte drehen sich um die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges, stellen diesen aber auf eine unterschiedliche Weise dar, was meine Gedichtauswahl begründet hat.
Im Rahmen dieser Arbeit gilt es den Schwerpunkt auf den Dreißigjährigen Krieg zu legen und am Beispiel von den drei Gedichten zu klären, wie der Dreißigjährige Krieg in der Lyrik des Barock dargestellt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Erläuterung der Fragestellung

2 Literaturhistorische Einordnung

2.1 Der Dreißigjährige Krieg

2.2 Die Bedeutung des Krieges für die Lyrik des Barock

3 Darstellungen des Dreißigjährigen Krieges

3.1 Andreas Gryphius: Threnen des Vatterlandes/Anno 1636 (1643)

3.2 Georg Rodolf Weckherlin: An das Teutschland (1641)

3.3 Georg Philipp Harsdörffer: Friedenshoffnung bey Nochschwebender Handlung zu Münster und Osnabrück (1648)

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Dreißigjährige Krieg in der Lyrik des Barock dargestellt wird. Anhand von drei ausgewählten Gedichten von Andreas Gryphius, Georg Rodolf Weckherlin und Georg Philipp Harsdörffer wird analysiert, auf welche Weise die Dichter die Kriegserfahrungen, die politischen Umstände und die Hoffnung auf Frieden verarbeiten und welche Rolle dabei individuelle, religiöse und politische Einstellungen spielen.

  • Historischer Kontext des Dreißigjährigen Krieges
  • Einfluss des Krieges auf die Lyrik des Barock
  • Analyse der Kriegsdarstellung in ausgewählten Sonetten
  • Gegenüberstellung von Klage, politischem Appell und Friedenshoffnung
  • Bedeutung der sprachlichen Gestaltung und poetischen Mittel

Auszug aus dem Buch

3.1 Andreas Gryphius: Threnen des Vatterlandes/Anno 1636

Andreas Gryphius zählt zu den bedeutendsten Lyrikern des deutschen Barock. Sein Leben, seine Werke und die darin verwendete Sprache stehen in einem engen Zusammenhang. Daher ist es wichtig, sich einen kurzen Überblick über sein Leben zu verschaffen. Einen Großteil der Schrecken und Grausamkeiten des Dreißigjährigen Krieges erlebte Gryphius in seiner Kindheit und Jugend selbst mit. Er war bei dem Ausbruch des Krieges zwei Jahre alt und durchlebte unter anderem ein für ihn sehr prägendes Ereignis, den Brand in seiner Heimatstadt Glogau. Früh verwaist wuchs er dort in lutherischer Umgebung auf. „Angst, Widerwille und Ekel gegenüber“ den vielen grausamen Kriegserscheinungen „und persönliche Schicksalsschläge führten ihn zu dem Zentralgedanken der ,vanitas‘ (also der Eitelkeit oder Nichtigkeit alles Vergänglichen) und des ,memento mori‘ (,gedenke des Todes‘) – Vorstellungen, die seine Gedichte, Gebete und Klagelieder entscheidend prägen.“

Das Gedicht Threnen des Vatterlandes wurde erstmals 1637 in den „Lissaer Sonetten“ unter dem Namen Trawrklage des verwüsteten Deutschlands publiziert. Eine bearbeitete Fassung, die als Grundlage für diese Arbeit dient, erschien in dem Jahr 1643 unter dem bekannten Titel Threnen des Vatterlandes/Anno 1636. Gryphius hat sich bei seinem Sonett an den strengen Poetikregeln von Opitz orientiert und damit versucht, den chaotischen Krieg in der strengen Form des Sonetts zu erfassen und dadurch Sicherheit und Ordnung zu vermitteln. Betrachtet man nur den Titel des Sonetts scheint die Antwort auf die Frage nach der Darstellung des Krieges in diesem Gedicht eindeutig zu sein: Der Untertitel Anno 1636 nennt vermutlich das Entstehungsjahr, dass auf die letzte Phase des Krieges hindeutet. Der restliche Titel bestimmt die schrecklichen Auswirkungen und Verwüstungen des noch andauernden Krieges als Thema des Sonetts. Das Vatterland kann sich auf Schlesien, die Heimat von Gryphius, aber auch auf Deutschland als Ganzes beziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erläuterung der Fragestellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, begründet die Auswahl der drei Gedichte und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Darstellung des Dreißigjährigen Krieges in der Barocklyrik.

2 Literaturhistorische Einordnung: Hier werden die historischen Hintergründe des Dreißigjährigen Krieges sowie dessen prägender Einfluss auf das Lebensgefühl und die Literatur der Barockzeit dargelegt.

3 Darstellungen des Dreißigjährigen Krieges: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die drei ausgewählten Gedichte von Gryphius, Weckherlin und Harsdörffer hinsichtlich ihrer spezifischen Perspektiven auf den Krieg.

4 Schlussbetrachtung: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse zusammengefasst und die unterschiedlichen Darstellungsweisen der Dichter – von der Klage über den politischen Appell bis zur Friedenshoffnung – abschließend bewertet.

Schlüsselwörter

Dreißigjähriger Krieg, Barocklyrik, Andreas Gryphius, Georg Rodolf Weckherlin, Georg Philipp Harsdörffer, Threnen des Vatterlandes, An das Teutschland, Friedenshoffnung, Vanitas, Memento Mori, Kriegsdarstellung, Westfälischer Frieden, Literatur des 17. Jahrhunderts, Politische Lyrik, Schäferdichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die literarische Auseinandersetzung mit dem Dreißigjährigen Krieg in ausgewählten Gedichten der deutschen Barocklyrik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung und das literarische Schaffen, sowie die unterschiedlichen künstlerischen Reaktionen darauf, wie Klage, politischer Aufruf und die Vision von Frieden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, wie der Dreißigjährige Krieg in den Werken von Gryphius, Weckherlin und Harsdörffer dargestellt wird und welche poetischen sowie inhaltlichen Strategien die Autoren dabei verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die den historischen Kontext mit einer werkimmanenten Interpretation verbindet, um die Darstellungsweisen der Kriegsthematik herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der drei Gedichte, wobei sowohl die biografischen Hintergründe der Dichter als auch die spezifische Struktur und Sprache der Sonette betrachtet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Barock, Dreißigjähriger Krieg, Vanitas-Motiv, Memento Mori, Friedenshoffnung und die spezifischen Titel der analysierten Gedichte.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Andreas Gryphius von der Georg Rodolf Weckherlins?

Während Gryphius in seinem Sonett die Schrecken und Verwüstungen des Krieges in den Vordergrund stellt, agiert Weckherlin eher als parteiischer Dichter, der zum politischen Handeln aufruft und die Ursachen des Konflikts adressiert.

Welchen Stellenwert nimmt das Gedicht von Georg Philipp Harsdörffer ein?

Harsdörffers Gedicht dient als Gegenentwurf, der den Fokus von den Schrecken des Krieges hin zur Sehnsucht nach Frieden und einer schäferlichen Idylle verschiebt.

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Details

Titel
Die Darstellung des Dreißigjährigen Krieges in der Lyrik des Barocks
Untertitel
Gryphius "Threnen des Vatterlandes", Weckherlin "An das Teutschland", Harsdörffer "Friedenshoffnung bey Nachschwebender Handlung zu Münster und Osnabrück"
Hochschule
Universität Regensburg  (Germanistik)
Veranstaltung
Andreas Gryphius
Note
1,3
Autor
Kristin Buser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V429901
ISBN (eBook)
9783668737792
ISBN (Buch)
9783668737808
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lyrik Barock Dreißigjähriger Krieg Gryphius Weckherlin Harsdörffer Gedichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristin Buser (Autor:in), 2017, Die Darstellung des Dreißigjährigen Krieges in der Lyrik des Barocks, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429901
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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