Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage „Wie stellen sich Lehramtsstudierende hochbegabte Schülerinnen und Schüler vor?“. Intellektuelle Hochbegabung zeichnet sich beispielsweise durch ein extrem hoch ausgeprägtes leistungsbezogenes Potenzial für Informationsverarbeitung aus. Zur Diagnostik wurden drei Verfahren näher beleuchtet, der Intelligenztest, Schuldiagnostik und Nominierung. Der aktuelle Forschungsstand wurde anhand dreier Studien wiedergegeben. Die Studie wurde mittels Fragebögen erhoben. Insgesamt nahmen 254 Lehramtsstudierende an der Befragung teil. Die Ergebnisse zeigten, dass kein signifikanter Unterschied zwischen Lehramtsstudierenden mit Kontakt und solchen ohne, hinsichtlich ihrer Vorstellung zur Schüchternheit von Hochbegabten existiert. Einen signifikanten Unterschied gibt es bei der Vorstellung Förderschullehramtsstudierender und denen anderer hinsichtlich den Bedürfnissen von Hochbegabten. Weiterhin konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Hochbegabten-Selbsteinschätzung und der Leistungsmotivation festgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Theorie
2.1 Hochbegabung
2.1.1 Begriffsklärung
2.1.2 Diagnostik
2.2 Aktueller Forschungsstand
2.2.1 „Wie stellen Grundschullehrkräfte sich hochbegabte Schüler/innen vor? - Der Einfluss persönlicher Erfahrung in der Unterrichtung Hochbegabter“
2.2.2 „Attitudes of future special education teachers toward gifted students and their education“
2.2.3 „The needs of gifted children in context: a study of Swedish teachers knowledge and attitudes“
2.3 Wie kann man Vorstellungen auffassen?
2.4 Hypothesen
3. Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Untersuchungsmaterial/Untersuchungsinstrument
3.3 Durchführung
4. Ergebnisse
5. Diskussion
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, welche Vorstellungen Lehramtsstudierende über hochbegabte Schülerinnen und Schüler haben. Dabei wird analysiert, inwieweit Kontakt zu Hochbegabten, die Wahl des Lehramtsstudiums sowie die eigene Selbsteinschätzung als hochbegabt die Wahrnehmung von Eigenschaften, Bedürfnissen und der Leistungsmotivation von hochbegabten Schülern beeinflussen.
- Grundlagen zur Hochbegabung und deren Diagnostik
- Analyse des aktuellen Forschungsstandes zu Lehrereinstellungen
- Messung von Vorstellungen durch implizite Persönlichkeitstheorien und Stereotype
- Empirische Untersuchung von 254 Lehramtsstudierenden mittels Fragebögen
- Vergleich von Einstellungen zwischen verschiedenen Lehramtsstudiengängen
Auszug aus dem Buch
2.1 Hochbegabung
Es gibt keine einheitliche Definition von Hochbegabung. Eine mögliche allgemeine Begriffsklärung bietet das Online-Lexikon Stangl für Pädagogik und Psychologie.
Hochbegabung ist die Disposition für herausragende Leistungen und nicht die Hochleistung selber. Eine Hochbegabung setzt sich zusammen aus sehr guter Motivation, Kreativität und überdurchschnittlichen Fähigkeiten auf einem oder mehreren Gebieten. Sie kann nur unterbestimmten Umständen zu Höchstleistungen führen (Stangl, 2016).
In diesem Forschungsbeleg soll es allerdings nicht um Hochbegabung allgemein gehen, sondern vielmehr um die intellektuelle Hochbegabung. Unter einer intellektuellen Hochbegabung versteht man, ein extrem hoch ausgeprägtes leistungsbezogenes Potenzial für Informationsverarbeitung, Lernen und Wissensaneignung, abstraktes Denken sowie Problemlösung (Preckel & Vock, 2013). Jedoch muss man auch hier anmerken, dass es für intellektuelle Hochbegabung keine einheitliche Definition gibt. Weiterhin muss man festhalten, dass es sich bei Hochbegabung um ein Konstrukt, also einen theoretischen Begriff handelt, der nicht direkt beobachtbar ist. Die intellektuelle Hochbegabung ist dabei ein offenes Konstrukt, welches sich ständig weiterentwickelt (Preckel & Vock, 2013).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung: Der Abschnitt bietet einen kompakten Überblick über die Forschungsfrage, die methodische Vorgehensweise sowie die zentralen Ergebnisse der Studie.
2. Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Hochbegabung definiert, diagnostische Verfahren erläutert und der aktuelle Forschungsstand anhand relevanter Studien dargelegt, woraus die Hypothesen abgeleitet werden.
3. Methode: Dieser Teil beschreibt die Stichprobe, das gewählte Untersuchungsinstrument (Fragebogen) und die konkrete Durchführung der Datenerhebung.
4. Ergebnisse: Die statistischen Auswertungen der erhobenen Daten werden dargestellt, wobei der Fokus auf den Unterschieden zwischen verschiedenen Gruppen von Studierenden liegt.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die Hypothesen interpretiert, kritisch reflektiert und in den breiteren wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
Schlüsselwörter
Hochbegabung, Lehramtsstudierende, Vorstellung, Diagnostik, implizite Persönlichkeitstheorien, Stereotype, Einstellung, Schüchternheit, Leistungsmotivation, Förderschullehramt, Forschungsbericht, Persönlichkeitsmerkmale, Fragebogenstudie, Lehrerbildung, pädagogische Psychologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die subjektiven Vorstellungen von angehenden Lehrkräften bezüglich hochbegabter Schülerinnen und Schüler.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition von intellektueller Hochbegabung, deren diagnostische Verfahren sowie die psychologischen Faktoren (Vorstellungen, Stereotype, Einstellungen), die die Wahrnehmung von Hochbegabten beeinflussen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie sich Lehramtsstudierende hochbegabte Schülerinnen und Schüler vorstellen und welche Faktoren diese Vorstellungen beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der 254 Lehramtsstudierende mittels eines Fragebogens zu verschiedenen Faktoren der Hochbegabung befragt wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen und der Stand der Forschung erläutert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, der Ergebnisanalyse sowie einer kritischen Diskussion der Befunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hochbegabung, Lehramtsstudierende, Lehrer-Einstellungen, Stereotype und pädagogische Diagnose charakterisieren.
Gab es Unterschiede in den Vorstellungen zwischen Studierenden mit und ohne Kontakt zu Hochbegabten?
Nein, es konnte kein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Einschätzung der Schüchternheit von Hochbegabten festgestellt werden.
Welches überraschende Ergebnis ergab sich für Förderschullehramtsstudierende?
Entgegen der Hypothese zeigten Studierende anderer Schulformen eine positivere Einstellung gegenüber den Bedürfnissen und der Unterstützung von Hochbegabten als Förderschullehramtsstudierende.
- Arbeit zitieren
- Josephine Fritsch (Autor:in), 2016, Wie stellen sich Lehramtsstudierende hochbegabte Schülerinnen und Schüler vor?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429937