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Komprimiertes Wohnen. Das Wohnhochhaus

Aktuelle Diskussionen und Stand der Forschung

Titel: Komprimiertes Wohnen. Das Wohnhochhaus

Studienarbeit , 2018 , 41 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Carla Weiland (Autor:in), Stella Kappeler (Autor:in)

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hochhäuser bilden oft die Grundlage für aktuelle Diskussionen auf verschiedenen Ebenen, wie stadträumlichen Einbettung, Wohnqualität und Wohnkultur, aber auch soziale und ökonomische Nachhaltigkeit des komprimierten Wohnens. Diese sollen in der folgenden Arbeit nun dargelegt und analysiert werden. Aber auch der Forschungsstand und die zukünftige Entwicklung der Bauten werden erörtert.

Zwischen 2010 und 2015 sind in Deutschland etwa 2500 Wohnungen in Hochhäusern gebaut worden, 2018 sollen aber bereits 9000 Hochhauswohnungen in den sieben größten deutschen Städten entstehen. 97 neue Türme sollen bis 2022 gebaut werden, alleine davon 24 in Frankfurt. Das sind knapp ein Viertel der dort geplanten Neubauten. Der aktuell gebaute Grand Tower soll mit seinen 172 Metern und 48 Stockwerken das höchste Wohnhochhaus Deutschlands werden. »In Deutschland gelten Gebäude als Hochhäuser, wenn der Fußboden des obersten Stockwerks mindestens 22 Meter über der Geländeoberfläche liegt.«

Doch auch Prestige sollen die zukünftigen Bauten bringen, denn spricht man heute von einem Hochhaus, so meint man nicht mehr die etwas verstaubten Bauten aus den 70er Jahren, sondern moderne Gebäudekomplexe, mit welchen sich die städtische Umgebung gerne identifizieren will. Die Wohntürme sind mit jeglichem Angeboten für eine angenehme Freizeitgestaltung ausgestattet.

Sprechen also die immer geringer werdenden Bauflächen oder die Imagevorteile des jeweiligen Standorts für den aktuellen Hochhausboom?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktuelle Diskussionen

2.1 Umgang mit Bestand

2.1.1 Beispiel Weiße Riesen - Abriss oder Sanierung?

2.2 Problem Brandschutz

2.3 Soziale Aspekte

2.3.1 Lösung für die Wohnungsnot? Pro und Contra des Wohnhochhauses

2.3.2 Sozialbau gegenüber Luxussegment

2.4 Forderungen an das moderne Wohnhochhaus

2.4.1 Gebaute Beispiele

3. Forschungsstand

3.1 Was bringt uns der Seeigelstachel für die Zukunft?

3.2 Holzhochhäuser

3.3 Zukunftsutopien

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wohnhochhaus als städtebauliches Phänomen und analysiert den aktuellen Forschungsstand sowie die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich Brandschutz, sozialer Durchmischung und Nachhaltigkeit in deutschen Metropolen.

  • Aktuelle Herausforderungen und Diskussionen rund um das Wohnhochhaus
  • Umgang mit Bestandsbauten im Kontext sozialer Brennpunkte
  • Analyse sicherheitstechnischer Aspekte am Beispiel des Brandschutzes
  • Soziale Dimensionen: Wohnungsnot und soziale Durchmischung
  • Technologische Zukunftsvisionen wie Holzhochhäuser und bionische Ansätze

Auszug aus dem Buch

2.2 Problem Brandschutz

Spätestens seit dem Brand des Grenfell Towers (Abb. 4,5+6) in London sind die aktuellen Diskussionen um den Brandschutz insbesondere bei Wohnhäusern mit mehr als sechs Geschossen erneut heftig entfacht.

Als im Juni letzten Jahres das 24-geschossige Gebäude vollkommen ausbrannte und 71 Menschen mit in den Tod riss, blieb die Frage offen, warum dies geschehen war und ob dies hätte verhindert werden können.

Der Grund warum die durch ein Kühlschrank entfachteFlamme sich so schnell über das gesamte Gebäude ausbreiten konnten, sei die energetische Sanierung der Fassade des Grenfell Towers, welche erst im Jahr 2016 vollzogen wurde.25

Im Zuge dessen wurden aus Aluminium bestehende, Alu-Carbon Platten, am Hochhaus angebracht und mit einem Dämmstoff gefüllt.

Diese Sandwich-Paneele werden mit zwei verschiedenen Dämmstoffen angeboten: Nicht brennbar und brennbar. Auf Grund der fehlenden Vorschriften in England wurde das kostengünstigere, brennbare Dämmmaterial gewählt und somit dieser Brand riskiert, denn »Die Kombination aus Aluminium, ein Stoff der Wärme sehr gut leitet, und einem Dämmstoff der aus Erdöl gewonnen wird, kann zu solch einem extremen Brandereignis führen.«26.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Wohnhochhauses und thematisiert dessen Bedeutung für die moderne Stadtentwicklung sowie das aktuelle Revival als Antwort auf die Wohnungsnot.

2. Aktuelle Diskussionen: Dieses Kapitel analysiert kritische Diskussionspunkte wie den Umgang mit Bestandsbauten, Brandschutzanforderungen, soziale Aspekte und spezifische Anforderungen an moderne Hochhauskonzepte.

3. Forschungsstand: Hier werden innovative Forschungsansätze vorgestellt, darunter bionische Strukturen basierend auf dem Seeigelstachel, die Potenziale von Holzhochhäusern sowie verschiedene architektonische Zukunftsutopien.

4. Fazit: Das Fazit fasst die kontroversen Ansichten zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Wohnhochhäuser durch soziale Durchmischung und nachhaltige Bauweisen als festen, positiv besetzten Stadtbaustein zu etablieren.

Schlüsselwörter

Wohnhochhaus, Städtebau, Brandschutz, Nachhaltigkeit, Soziale Durchmischung, Bestandssanierung, Holzbau, Bionik, Urbanisierung, Luxussegment, Wohnungsnot, Zukunftsutopien, Architektur, Gebäudeensemble, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rolle des Wohnhochhauses in der zeitgenössischen Stadtplanung und setzt sich kritisch mit dessen Image, sozialen Auswirkungen und technischer Umsetzung auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören der Umgang mit marodem Bestand, Sicherheitsfragen wie der Brandschutz, die Frage der sozialen Durchmischung sowie zukunftsweisende Bautechnologien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Potenzial und die Reibungspunkte des Wohnhochhauses zu analysieren und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen dieser Bautypus einen positiven Beitrag zur modernen Stadt leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung aktueller städtebaulicher Debatten und der Betrachtung baulicher Fallbeispiele zur Untermauerung der Thesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse aktueller Diskussionen zu Bestand und Brandschutz, die Erörterung sozialer Aspekte sowie die Vorstellung moderner Forschungsansätze im Bereich neuer Materialien und Utopien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wohnhochhaus, Städtebau, Brandschutz, Nachhaltigkeit, soziale Durchmischung, Holzhochhäuser und Zukunftsutopien.

Warum wird der "Weiße Riesen" in Duisburg als Beispiel angeführt?

Dieses Beispiel illustriert die komplexe Problematik der Sanierung von Großwohnsiedlungen aus den 60er und 70er Jahren, bei denen Abriss und Bestandserhalt gegeneinander abgewogen werden müssen.

Welche Bedeutung hat das "Ziegelstein-Mörtel-Prinzip" für die zukünftige Architektur?

Dieses von Prof. Dr. Helmut Cölfen untersuchte bionische Prinzip dient als Vorbild für die Entwicklung von Hochleistungsmaterialien, die deutlich bruchfester als herkömmlicher Beton sind.

Warum spielen Holzhochhäuser eine wichtige Rolle in der Zukunftsdiskussion?

Holzhochhäuser gelten aufgrund ihrer ökologischen Vorteile, wie der CO2-Einsparung und der Verwendung nachwachsender Rohstoffe, als vielversprechende nachhaltige Alternative zu Stahl- und Betonkonstruktionen.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Komprimiertes Wohnen. Das Wohnhochhaus
Untertitel
Aktuelle Diskussionen und Stand der Forschung
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz
Note
1,0
Autoren
Carla Weiland (Autor:in), Stella Kappeler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
41
Katalognummer
V429953
ISBN (eBook)
9783668743939
ISBN (Buch)
9783668743946
Sprache
Deutsch
Schlagworte
komprimiertes wohnen wohnhochhaus aktuelle diskussionen stand forschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carla Weiland (Autor:in), Stella Kappeler (Autor:in), 2018, Komprimiertes Wohnen. Das Wohnhochhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429953
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Leseprobe aus  41  Seiten
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