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Zu: Ikegami Eiko - Taming of the Samurai - Literaturbericht

Title: Zu: Ikegami Eiko - Taming of the Samurai - Literaturbericht

Literature Review , 2004 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sebastian Scheplitz (Author)

Orientalism / Sinology - Japanology
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Die folgende Arbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, das von der Fachwelt viel beachtete und mit Preisen wie „Best Book on Asia“ bedachte Werk „The Taming of the Samurai“ von Eiko Ikegami zu untersuchen und in einer knappen Zusammenfassung ihre Ansätze zu erarbeiten.
Nachdem die Autorin in Tokyo ihren Bachelor und in Ibaraki ihren Master ablegte, promovierte sie 1989 an der Harvard University. Sie war seitdem tätig für die Nihonkeizai Shinbun, Casa und die Yale University. Derzeit ist sie als Professorin für Soziologie an der New School University, New York beschäftigt. Ihre Tätigkeitsfelder sind: Vergleichende historische Soziologie, Japanische Gesellschaft, Theorie und Soziologie der Kultur. Gegenwärtig forscht sie in den Gebieten: Allgemeine Bereiche in der vergleichenden Perspektive, Höflichkeits- und Standesordnung in Japan, Identitäten, Netzwerke und Änderungen der Sozialstrukturen.
Ikegamis Ziel ist die Erforschung des Wandels des Samuraistandes durch die Jahrhunderte, aus soziologischer, nicht aus geschichtlicher Sicht, wie sie gleich zu Anfang ihrer Veröffentlichung betont. Hierbei legt sie ihren geschichtlichen Fokus auf die Heian- (794-1185), die Kamakura- (1185-1333) und die Muromachi-Zeit (1338-1573) und die Epoche der Streitenden Reiche sengoku jidai 1467-1568, welche im allgemeinen als Japanisches Mittelalter bezeichnet werden, bis hin zur Meijirestauration 1867/68. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Tokugawa-Zeit (1600-1867/68).
Ihre Absicht ist es den Begriff der Ehre, der als zentrales Leitmotiv im Leben eines Samurai angesehen werden kann [siehe auch Yamamoto, 1716/1999], zu definieren und in einen Vergleich zu den Ansichten westlicher Länder zu stellen. Hierbei wendet sie nach eigener Aussage eine Art Perspektivverschiebung an, indem sie die Möglichkeit nutzt, zwischen Weitwinkel- und Teleobjektiv-Betrachtung zu unterscheiden, um Präzedenzfälle und ebenso das Gesamtbild des historeopolitischen Kontexts zu beleuchten. Diese „Schnappschüsse“ versucht Ikegami dann zu einem für den Leser verständlichen Bild zusammenzufügen. Ikegami ist der Meinung, dass sich ein westlicher Betrachter sicher folgende Frage stellt:
„How can a nation be so successful in the fields of industrialization and business management, while encouraging its population to overvalue collectivist thinking and the status quo, and correspondingly to devalue individualism an bold innovation“ [S.3]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Kap 1 : A Sociological Approach

3. Kap 2 : Origins in Violence

4. Kap 3 : Disintegration and Reorganization

5. Kap 4 : The Paradoxial Nature of Tokugawa State Formation

6. Kap 5 : Honor and Violence in Transformation

7. Kap 6 : Honor Polarization in Vassalic Bureaucracy

8. Kap 7 : Honorific Individualism and Honorific Collectivism

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das soziologische Werk "The Taming of the Samurai" von Eiko Ikegami, um den historischen Wandel des Samuraistandes sowie die Transformation des Ehrbegriffs in der japanischen Gesellschaft zu analysieren und westliche Perspektiven auf japanische soziale Strukturen zu hinterfragen.

  • Soziologische Analyse der Samuraiklasse über verschiedene Epochen hinweg.
  • Untersuchung des Ehrbegriffs als zentrales Leitmotiv und soziales Steuerungsinstrument.
  • Transformation von Kriegern zu bürokratischen Funktionsträgern im Tokugawa-Shogunat.
  • Vergleich westlicher Konzepte von Individualismus mit japanischen kollektiven Strukturen.
  • Erforschung der historischen Wurzeln der japanischen Leistungsgesellschaft.

Auszug aus dem Buch

3. Origins in Violence

Der Begriff Samurai leitet sich aus dem alten Wort saburai für Diener, das für bewaffnete Männer, die den Provinzialregierungen kokuka untergeordnet waren, stand, ab. Die Begriffe Tsuwamono und Mononofu hatten zwar unterschiedliche Bedeutungen, standen aber für die gleiche Personengruppe und sind heutzutage nicht mehr im Gebrauch. Gewöhnlich werden in aktuellen Veröffentlichungen Bushi und Samurai benutzt, um das gleiche zu beschreiben. Da das Wort Samurai in der westlichen Literatur gebräuchlicher ist, verwendet Ikegami dieses ebenfalls.

Ursprünglich waren die Samurai militärische Spezialisten, die der herrschenden Klasse mit ihren Fähigkeiten dienen konnten. Sie charakterisierten sich über ihre hohe Professionalität und ihre einzigartige soziale hierarchische Organisation. Sehr schnell war es ihnen möglich geworden ein Gegengewicht zum Hof in Kyoto zu bilden, der spätestens ab dem 15. Jahrhundert in die politische Versenkung abdriftete. Offiziell behielt der Hof seine traditionelle Autorität und verlieh den Samurai ihre Legitimation, gleichwohl war der Tennô aber zur Randfigur degradiert, der die Aufgabe hatte den Titel des seii taishôgun zu verleihen, um das stärkste Clanoberhaupt als „Großmarschall zur Unterwerfung der Barbaren“ auszuzeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des Werks von Eiko Ikegami und Zielsetzung der soziologischen Untersuchung des japanischen Samuraistandes.

2. Kap 1 : A Sociological Approach: Theoretische Einordnung Japans als „shame culture“ und Analyse des Spannungsfeldes zwischen Kollektivismus und Wettbewerb.

3. Kap 2 : Origins in Violence: Untersuchung der historischen Ursprünge der Samurai als Militärspezialisten und ihre Entstehung als landbesitzender Militäradel.

4. Kap 3 : Disintegration and Reorganization: Beschreibung der gesellschaftlichen Instabilität nach dem Zerfall der Shogunate und die Entwicklung horizontaler Koalitionen.

5. Kap 4 : The Paradoxial Nature of Tokugawa State Formation: Analyse der Konsolidierung der Macht durch das Tokugawa-Shogunat und die Etablierung eines zentralisierten, bürokratischen Systems.

6. Kap 5 : Honor and Violence in Transformation: Erörterung der Entwicklung der Samurai von gewaltorientierten Kriegern zu inneren Konfliktmanagern in Friedenszeiten.

7. Kap 6 : Honor Polarization in Vassalic Bureaucracy: Beschreibung der Einbindung der Samurai in die vassalic bureaucracy und die damit verbundene Aufwertung des Familienstatus.

8. Kap 7 : Honorific Individualism and Honorific Collectivism: Zusammenfassende Betrachtung der Transformation des Ehrbegriffs und der Entstehung von „Honorific Individualism“.

9. Fazit: Resümee zur Relevanz der Arbeit für das Verständnis der japanischen Kultur und der modernen Leistungsgesellschaft.

Schlüsselwörter

Samurai, Eiko Ikegami, Tokugawa-Zeit, Ehre, Japanische Geschichte, Soziologie, Feudalismus, Shogunat, Kollektivismus, Individualismus, Seppuku, Bushi, Sozialstruktur, Leistungsgesellschaft, Japan.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine soziologische Literaturanalyse des Buches „The Taming of the Samurai“ von Eiko Ikegami und beleuchtet die historische Transformation der Samurai von Kriegern zu Bürokraten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Ehrbegriffs, der sozialen Organisation der Samurai, dem Einfluss politischer Machtstrukturen wie dem Shogunat und der Entstehung japanischer Verhaltensnormen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die soziologischen Ansätze von Ikegami zusammenzufassen, um westlichen Lesern ein besseres Verständnis für die oft schwer nachvollziehbaren sozialen Hierarchien und Verhältnisse in Japan zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende historische Soziologie, die durch die Analyse von Quellen aus verschiedenen Epochen, insbesondere der Tokugawa-Zeit, gewonnen wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise den Wandel des Samurai-Standes von den Ursprüngen in der Gewalt bis hin zur Integration in eine bürokratisierte, friedliche Staatsordnung unter dem Tokugawa-Regime.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Samurai, Ehre, Tokugawa-System, Kollektivismus und soziologische Transformation charakterisieren.

Wie unterscheidet sich das Bild des Samurai im Mittelalter von dem in der Tokugawa-Zeit?

Während der Samurai im Mittelalter primär durch militärische Gewalt und persönliche Souveränität definierte, wandelte er sich in der Tokugawa-Zeit zum bürokratischen Konfliktmanager, der innerhalb eines starren Statussystems agierte.

Welche Rolle spielte das Konzept des "ie" für das Selbstverständnis der Samurai?

Das "ie" (das Haus oder der Clan) wurde zur primären Quelle der Ehr-Kultur, wodurch der Fokus der Ehre vom individuellen Krieger auf die Stabilität und den Status der gesamten Familieneinheit verschoben wurde.

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Details

Title
Zu: Ikegami Eiko - Taming of the Samurai - Literaturbericht
College
University of Leipzig  (Japanologie)
Grade
2
Author
Sebastian Scheplitz (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V43007
ISBN (eBook)
9783638409049
Language
German
Tags
Ikegami Eiko Taming Samurai Literaturbericht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Scheplitz (Author), 2004, Zu: Ikegami Eiko - Taming of the Samurai - Literaturbericht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43007
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