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Organisationsformen des sportlichen Teamwettbewerbes in Europa

Title: Organisationsformen des sportlichen Teamwettbewerbes in Europa

Seminar Paper , 2005 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Stahl (Author), Daniel Stadler (Author)

Sport - Sport Economics, Sport Management
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Summary Excerpt Details

Der noch recht junge Forschungsbereich der Sportökonomie weist einige Besonderheiten gegenüber der ‚herkömmlichen’ ökonomischen Theorie auf.
Während für Unternehmen gewinnmaximierendes Verhalten unterstellt werden darf, kann dies für Sportvereine nicht grundsätzlich so angenommen werden. Diskutiert wird daher in der Theorie, welche Variablen denn nun der Maximierung unterliegen. Im Gegenteil sogar dürfen Vereine gem. §21 BGB in ihrem Zweck „nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb“ ausgerichtet sein. Diskutiert wird daher in der Theorie welche Variablen denn nun der Maximierung unterliegen. Dies könnte sowohl eine Siegmaximierung oder Maximierung der sportlichen Leistungen unter der Nebenbedingung der Einhaltung des Budgets sein. Jedoch wäre auch die Nutzenmaximierung für den Verein oder die handelnden Organe möglich. Eine Umfrage unter 21 Bundesligavereinen ergab, dass zwei Drittel der Vereine versuchen, den Erfolg unter der Nebenbedingung der Einhaltung des Budgets zu maximieren.
Im Sport gibt es kein klassisches „Produkt“ als Output, denn der Produktionsprozess der Leistung ist schon das Ziel. Gerne diskutiert ist dieses Phänomen im Rahmen des Louis-Schmeling Paradox als Spezialfall, wonach die Schwergewichts-Boxkämpfe des Weltmeisters Joe Louis nur aufgrund des Gegners Max Schmeling als härtester Konkurrent für die Zuschauer interessant waren.
Während für Einzelsportarten „nur“ die Notwendigkeit besteht, einen Gegner zu finden, gibt es für Teamsportarten das Phänomen der Mannschaftsproduktion, welche in zwei Stufen abläuft. Auf einer ersten Stufe muss ein Team durch verschiedene einzelne Spieler zusammengesetzt werden, auf einer zweiten Stufe findet dann die „gemeinsame Produktion“ des Wettkampfes zusammen mit einer anderen Mannschaft statt. Hierbei kann schon die Notwendigkeit der Schaffung einer Institution in Form einer Liga erkannt werden, die durch ihre Organisation bspw. Koordinationsproblemen und Motivationsproblemen entgegenwirkt.
Die Organisation des Wettbewerbes ist jedoch ebenfalls von erheblicher Relevanz für die Attraktivität einer Sportveranstaltung. Der Grund liegt in der fehlenden Einbettung in ein sog. Metaspiel, wie es bspw. die Bundesliga mit der Möglichkeit der Erlangung eines Meistertitels bietet. Daher ist sie existenziell für die Aufrechterhaltung des professionellen Sports und seiner Attraktivität in der Öffentlichkeit und soll im Folgenden den Kern dieser Arbeit darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Besonderheiten der Sportökonomie

1.2 Überblick über Organisationsformen des sportlichen Wettbewerbes

1.2.1 Wettbewerbsform

1.2.2 Aufgaben

1.3 Ausgeglichenheit des Wettbewerbes

2 Organisation professioneller europäischer Sportligen

2.1 Fußball

2.1.1 Ligaaufbau

2.1.2 Finanzmittelallokation

2.2 Eishockey

2.2.1 Ligaaufbau

2.2.2 Finanzmittelallokation (ökonomisch)

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Organisationsformen des sportlichen Teamwettbewerbs in Europa. Ziel ist es, unter Anwendung volkswirtschaftlicher (insbesondere mikroökonomischer) Konzepte zu analysieren, wie europäische Sportligen (exemplarisch dargestellt an Fußball und Eishockey) strukturiert sind, um sowohl die wirtschaftliche Gewinnmaximierung als auch die sportliche Attraktivität durch Wettbewerb zu gewährleisten.

  • Besonderheiten und Rahmenbedingungen der Sportökonomie
  • Die Bedeutung der Wettbewerbsausgeglichenheit für die Vermarktbarkeit
  • Strukturanalyse europäischer Fußballligen (UEFA, national)
  • Analyse professioneller Eishockey-Strukturen und der DEL
  • Vergleich der ökonomischen Finanzmittelallokation zwischen den Sportarten

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Aufgaben

Die Aufgaben der Organisation sportlicher Wettbewerbe liegen in mehreren Punkten begründet:

a) Grundsätzlich herrscht Unsicherheit beim interessierten Zuschauer (Sportkonsumenten) über die zu erwartende Leistung im Falle des Besuches der Sportveranstaltung. Bei einem spannenden und hochklassigen Spiel wird er sich eine bessere Unterhaltung und einen höheren Nutzen versprechen und folglich eine hohe Zahlungsbereitschaft im Vergleich zu einem Spiel mit Teams niederer Spielstärke aufweisen. Das Problem ex ante ist nun die Unsicherheit über die zu erwartende Leistung. Diese kann durch die Organisation in zweierlei Weise verringert werden. Einerseits ist bspw. eine Liga eine Art Qualitätssiegel, denn nur ausgewählte Teams dürfen in einer Liga spielen und andererseits gibt der Tabellenstand eine Indikation für das derzeitige Leistungsniveau einer Mannschaft. Diese Normierung sichert nicht zuletzt die Vergleichbarkeit der sportlichen Leistungen u.a. durch ein verbindliches Regel- und Rahmenwerk (vgl. KIPKER/PARENSEN 1999, 139).

b) Jedoch nutzt auch ein gut durchdachtes Regel- und Rahmenwerk wenig, wenn es nicht eingehalten wird oder seitens der Öffentlichkeit kein Vertrauen in die Integrität des Systems besteht. Somit müssen einerseits „faire“ Regeln zur Bestreitung eines Wettkampfes aufgestellt werden. Andererseits müssen auch die Mannschaften glaubhaft signalisieren, unbedingt gewinnen zu wollen, um die sportliche Integrität des Wettbewerbs sicherzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Erläutert die ökonomischen Besonderheiten von Sportvereinen als "Sportunternehmen" und die zentrale Bedeutung der Wettbewerbsspannung und -ausgeglichenheit.

2 Organisation professioneller europäischer Sportligen: Detaillierte Analyse der Ligenstrukturen und Finanzmittelallokationen im europäischen Fußball sowie im Eishockey-Sport.

3 Fazit: Reflektiert die zunehmende Kommerzialisierung und diskutiert die europäische Vereinskultur gegenüber dem US-amerikanischen Franchise-Modell.

Schlüsselwörter

Sportökonomie, Organisationsformen, Teamwettbewerb, Ligaaufbau, Fußball-Bundesliga, Eishockey, DEL, Finanzmittelallokation, Wettbewerbsausgeglichenheit, Vermarktung, Sportmanagement, UEFA, Kapitalgesellschaft, Integrität, Meisterschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Organisationsformen professioneller sportlicher Teamwettbewerbe in Europa und deren ökonomische Grundlagen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Strukturen europäischer Sportligen, der ökonomischen Bedeutung von Wettbewerbsausgeglichenheit und dem Vergleich der Finanzierungsmodelle.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die ökonomische Beschreibung der Ligenorganisation und die Analyse, wie sportliche und wirtschaftliche Ziele in Einklang gebracht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine sportökonomische Betrachtung, die auf der mikroökonomischen Theorie sowie der Analyse institutioneller Rahmenbedingungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Organisationsstrukturen und Finanzierungsmodelle im Fußball sowie im Eishockeysport, ergänzt durch Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Sportökonomie, Ligaaufbau, Finanzmittelallokation, Wettbewerbsausgeglichenheit und Kommerzialisierung.

Warum ist das "Louis-Schmeling-Paradox" für Sportligen relevant?

Es veranschaulicht, dass wirtschaftlicher Erfolg im Sport stark von der Ungewissheit des Spielausgangs abhängt, was die Ausgeglichenheit des Wettbewerbs zur existenziellen Voraussetzung macht.

Welche Herausforderungen ergaben sich bei der Einführung der DEL?

Neben der sportlichen Strukturänderung kam es durch die Trennung von Stammvereinen und die neue GmbH-Rechtsform zu Problemen bei der Akzeptanz durch die Fans und bei der Vermarktung.

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Details

Title
Organisationsformen des sportlichen Teamwettbewerbes in Europa
College
RWTH Aachen University  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre (Mikroökonomie))
Course
Seminar zur allgemeinen VWL
Grade
1,7
Authors
Michael Stahl (Author), Daniel Stadler (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V43029
ISBN (eBook)
9783638409193
ISBN (Book)
9783638677066
Language
German
Tags
Organisationsformen Teamwettbewerbes Europa Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Stahl (Author), Daniel Stadler (Author), 2005, Organisationsformen des sportlichen Teamwettbewerbes in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43029
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