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Mediation in der Schule

Title: Mediation in der Schule

Seminar Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniela Becker (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Während meiner eigenen praktischen Tätigkeiten in der Schule erfuhr ich, dass Lehrkräfte Konflikte im Schulalltag als sehr anstrengend, belastend und beängstigend erleben.
Allerdings beinhalten Konflikte in der Schule oft auch spannende Momente. Man erfährt Neues über sich selbst, lernt eigene Grenzen kennen und kann verschiedene Methoden ausprobieren. Interessant sind die Reaktionen der beteiligten Schüler, Lehrer und Eltern am Konflikt. Es ist faszinierend zu sehen, wie Kinder eigenständig kreative Lösungen entwickeln – manchmal schneller und einfacher als Erwachsene.
Eine Möglichkeit, Konflikte in der Schule zu bewältigen, bietet die Mediation als ein spezielles Konfliktlösungsverfahren mithilfe unparteiischer Dritter.
Nach einer Betrachtung der seelischen Faktoren in sozialen Konflikten sowie gewaltfördernder Faktoren in der Schule zu Beginn der vorliegenden Arbeit sollen Hinweise zur praktischen Durchführung von Konfliktarbeit in der Schule dargestellt werden. In einem weiteren Teil der Arbeit werden Aspekte, welche eine Mediation im Rahmen einer Gesamtstrategie zur Schaffung einer konstruktiven Konfliktkultur in der Schule ergänzen, skizziert. Schließlich sollen die verschiedenen Formen der Mediation in der Schule – Kinder und Jugendliche, Lehrer sowie Außenstehende als Mediatoren – betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Konflikte im Klassenzimmer

1.1. Seelische Faktoren in sozialen Konflikten

1.2. Gewaltfördernde Faktoren in der Schule

2. Mediation in der Schule

2.1 Soziale Prozesse in der Schule

2.2. Hinweise zur praktischen Durchführung von Konfliktarbeit

2.3. Mediation als Teil einer Gesamtstrategie zur Schaffung einer konstruktiven Konfliktkultur in der Schule

2.4. Formen der Mediation in der Schule

2.4.1. Kinder und Jugendliche als Mediatoren: Peer-mediators, Konfliktlotsen und Streitschlichter

2.4.2. Lehrer als Mediatoren

2.4.3. Mediation durch Außenstehende

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Mediation als konstruktives Konfliktlösungsverfahren innerhalb der schulischen Institution, um Lehrkräften und Schülern ein Handwerkszeug zur gewaltfreien Bewältigung von Konflikten an die Hand zu geben. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Mediation in eine Gesamtstrategie zur Schaffung einer positiven Schulkultur eingebettet werden kann und welche verschiedenen Rollen Beteiligte wie Schüler, Lehrer oder externe Mediatoren dabei einnehmen.

  • Analyse der Ursachen und seelischen Faktoren von Konflikten im Klassenzimmer
  • Methodische Ansätze der praktischen Konfliktarbeit und Prävention
  • Implementierung von Mediation als Teil einer umfassenden Schulstrategie
  • Vergleich verschiedener Mediationsmodelle (Peer-Mediation, Lehrermediation, externe Experten)
  • Reflexion der Lehrerrolle im Kontext des Mediationsprozesses

Auszug aus dem Buch

2.4.2. Lehrer als Mediatoren

Auf den ersten Blick gibt es viele Widersprüche zwischen der traditionellen Lehrerrolle und der Rolle beziehungsweise den Aufgaben des Mediators:

• Mediatoren sind keine Richter, denn sie treffen keine Entscheidung für andere.

Lehrkräfte richten ständig und treffen ständig für andere Entscheidungen. Zudem stehen sie unter dem selbst auferlegten Druck, die richtigen Entscheidungen treffen zu müssen.

• Mediatoren sind keine Therapeuten.

Lehrer sind auch keine Therapeuten – besonders weibliche Lehrkräfte neigen aber häufig dazu, hohe Anforderungen an sich zu stellen: Wenn sie sehen, dass Kinder leiden, möchten sie helfend eingreifen, auch wenn ihnen bewusst ist, dass viele Kinder eine intensivere Hilfe brauchen, als sie ihnen geben können.

• Mediatoren sind keine Schlichter, denn nicht sie, sondern die Konfliktpartner entwickeln die Lösung.

Lehrer schlichten in der Regel mehrmals täglich zwischen Schülern, die aneinander geraten. Häufig dauern diese Interaktionssequenzen nur sehr kurz und enden mit einer von der Lehrkraft vorgegebenen Lösung. Diese entsteht aufgrund von Zeitdruck und häufig auch, weil der Lehrer keine Lust auf Auseindandersetzung hat, zum Beispiel wenn er gerade unterrichten oder zur Pause gehen will.

• Mediatoren sind keine Anwälte, denn sie bleiben neutral und gehen nicht vor Gericht.

Lehrer gehen zwar nicht vor Gericht, machen sich aber häufig zum Anwalt der schwächeren Seite. Jedoch ist die schwächere Seite nicht immer so unschuldig, wie es auf den ersten Blick erscheint, denn auch sie hat in der Regel einen Anteil am Konflikt. Wenn ein Lehrer dem Schwächeren beisteht, bewirkt das in Fällen, in denen tatsächlich kein eindeutiges Täter-Opfer-Verhältnis besteht, zweierlei: Zum einen sieht sich der Schwächere von vornherein als moralischen Sieger und muss nicht die volle Verantwortung für sein Tun übernehmen. Zum anderen hat der Stärkere in dieser Situation das Gefühl, vorverurteilt zu sein, und macht innerlich „zu“, blockiert also den Klärungsprozess.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die belastende Erfahrung von Konflikten im Schulalltag und führt Mediation als vielversprechendes Verfahren zur konstruktiven Konfliktlösung ein.

1. Konflikte im Klassenzimmer: Dieses Kapitel erörtert strukturbedingte Konfliktursachen sowie psychologische und gewaltfördernde Faktoren in der Schule.

2. Mediation in der Schule: Es erfolgt eine theoretische Einordnung der Mediation im sozialen Gefüge der Schule, ergänzt um praktische methodische Hinweise und Strategien zur Implementierung.

3. Schlussbemerkung: Die Zusammenfassung betont, dass die Auseinandersetzung mit Mediation die Kompetenzen von Lehrkräften erweitert und einen gelasseneren Umgang mit Konflikten ermöglicht.

Schlüsselwörter

Mediation, Konfliktbewältigung, Schule, Schulkultur, Gewaltprävention, Peer-Mediation, Konfliktlotsen, Streitschlichtung, Lehrerrolle, soziale Kompetenz, konstruktive Konfliktkultur, Sozialklima, Schulentwicklung, Kommunikation, Konflikteskalation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Implementierung und praktische Anwendung von Mediationsverfahren innerhalb des schulischen Umfelds als Mittel zur Konfliktregelung.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die Analyse von Konfliktursachen in der Schule, die Methoden der praktischen Konfliktarbeit und die verschiedenen Mediationsrollen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch Mediation eine konstruktive Konfliktkultur etabliert werden kann, um den Schulalltag zu entlasten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse pädagogischer Konzepte und der Auswertung von Forschungsprojekten zur Gewaltprävention an Schulen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Konfliktfaktoren, konkrete Durchführungshinweise für Konfliktarbeit und die Analyse spezifischer Mediationsformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Mediation, Konfliktlotsen, Gewaltprävention, schulische Konfliktkultur und die Rolle des Lehrers als Mediator.

Können Lehrkräfte als Mediatoren fungieren, obwohl sie sonst eine richterliche Rolle einnehmen?

Ja, die Arbeit argumentiert, dass Lehrkräfte durch die Auseinandersetzung mit Mediation ihre Kompetenzen erweitern können, sofern sie ihr Rollenverständnis reflektieren und z.B. Neutralität wahren.

Welchen Vorteil bietet die Mediation durch Externe gegenüber der internen Mediation?

Externe Mediatoren bieten den Vorteil der absoluten Unvoreingenommenheit, da sie als „unbeschriebene Blätter“ agieren und nicht in den täglichen Schulbetrieb eingebunden sind.

Warum ist die Peer-Mediation für Schüler so bedeutsam?

Schüler bevorzugen oft die Hilfe von Gleichaltrigen, da diese ihre Lebenswelt besser kennen, die gleiche Sprache sprechen und oft als neutraler wahrgenommen werden.

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Details

Title
Mediation in der Schule
College
University of Tubingen
Grade
1,3
Author
Daniela Becker (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V43079
ISBN (eBook)
9783638409599
Language
German
Tags
Mediation Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Becker (Author), 2004, Mediation in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43079
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