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Männlichkeit in Theodor Fontanes "Effi Briest". Baron Innstetten und Major Crampas, zwei 'typische' Männer?

Titel: Männlichkeit in Theodor Fontanes "Effi Briest". Baron Innstetten und Major Crampas,  zwei 'typische' Männer?

Seminararbeit , 2009 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christoph Penning (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit sollen einerseits Männlichkeitsbilder am Ende des 19. Jahrhunderts sowie andererseits die Männlichkeitskonstruktionen von Fontane analysiert werden.

Baron Innstetten und Major Crampas - zwei zentrale Figuren in Theodor Fontanes "Effi Briest"; zwei Männer, die das Leben der Protagonistin begleiten, denen sie zu- oder abgeneigt ist - und die "ihre" Männer sind. Effi hat klare Vorstellungen davon, was männlich ist, oder sein soll. Doch sind beide auch "typische Männer" im Verständnis des jeweiligen zeithistorischen Kontextes - und angesichts heutiger Rollenbilder?

Männlichkeit und Weiblichkeit scheinen kulturelle Phänomene zu sein, die durch die jeweilige Gesellschaft erzeugt werden. Dem ungeachtet scheint es einen festen Parameter in der Untersuchung von Männlichkeit zu geben. Männer haben seit Langem Probleme damit, den Anforderungen, die an sie gestellt werden, zu genügen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Männlichkeitsbilder

2.1 Männlichkeit am Ende des 19. Jahrhunderts

2.2 Fontanes Männlichkeitskonstruktion

3. Männerfiguren bei „Effi Briest“

3.1 Geert Baron von Innstetten

3.2 Major Crampas

3.3 Crampas und Innstetten - zwei typische Männer? Ein Vergleich

3.4 Briest und andere Männer

4. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Männlichkeitsbilder in Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Fontane männliche Charaktere konstruiert, inwiefern diese den zeittypischen Idealen des ausgehenden 19. Jahrhunderts entsprechen und welche Auswirkungen diese Rollenbilder auf die Identität und das Handeln der Romanfiguren haben.

  • Konstruktion von Männlichkeit im 19. Jahrhundert (Ehrenkodex, Nervosität, gesellschaftlicher Druck)
  • Analyse der Männlichkeitsentwürfe von Fontane am Beispiel zentraler Figuren
  • Gegenüberstellung der Männerrollen von Baron von Innstetten und Major Crampas
  • Rolle von Nebenfiguren wie Vater Briest und Ministerialrat Wüllersdorf
  • Reflektion über das moderne Rollenverständnis und geschlechtsspezifische Diskurse

Auszug aus dem Buch

3.1 Geert Baron von Innstetten

Die bedeutsamsten Informationen zu Innstetten erhält der Leser direkt aus Effis Gesprächsinhalten. Gemessen an Fontanes Männerkonstruktionen ist er ein typischer Vertreter fontanescher Männer. Äußerlich ist er groß und schlank, „schneidig“ und hat „das Kreuz“, was wiederum die „Signifikanz des männlichen Körpers“ für das Männlichkeitsbild ausdrückt. Der Kessiner Landrat ist ein „Karrieremacher“, - einer der wenigen bei Fontane - und hat gute Kontakte zu Bismarck und dem Kaiser. Der Baron verhält sich militärisch korrekt, achtet stets auf seine Wirkung im gesellschaftlichen Umfeld und unterwirft sich daher in vielerlei Hinsicht „dem uns tyrannisierenden Gesellschafts-Etwas“. Innstetten symbolisiert mit diesen Eigenschaften den zeittypischen, vom Militär geprägten Mann. Die als Offizier in seiner Armeezeit erlernten Tugenden hat er zutiefst verinnerlicht: Er zeigt Charakter, hat Prinzipien und Grundsätze, ist pflichtbewusst, fleißig und pflegt eine „spartanische Lebensweise“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung der Arbeit ein und verortet die Untersuchung von Männlichkeitsbildern in Fontanes "Effi Briest" im Kontext des späten 19. Jahrhunderts.

2. Männlichkeitsbilder: Dieses Kapitel erläutert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Männlichkeitsideale der Zeit sowie Fontanes spezifische Herangehensweise an die literarische Konstruktion von Männlichkeit.

3. Männerfiguren bei „Effi Briest“: Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen männlichen Romanfiguren, ihre charakterlichen Schwächen und ihr Agieren innerhalb der preußischen Gesellschaft.

4. Schlussbetrachtungen: Die Schlussbetrachtungen fassen die Ergebnisse zusammen und beleuchten die Bedeutung der fontaneschen Männerdarstellung für die moderne Männlichkeitsforschung und Geschlechterrollen.

Schlüsselwörter

Theodor Fontane, Effi Briest, Männlichkeit, Geschlechterdiskurs, Baron von Innstetten, Major Crampas, 19. Jahrhundert, Ehrenkodex, Männlichkeitskonstruktion, Rollenverständnis, Neurasthenie, Sozialgeschichte, Literaturwissenschaft, Gender Studies, Maskulinität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie Männlichkeit in Fontanes Roman „Effi Briest“ dargestellt wird und ob die männlichen Protagonisten den zeittypischen Normen des 19. Jahrhunderts entsprechen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf Geschlechterdifferenzen, gesellschaftliche Normen wie den Ehrenkodex, den Einfluss militärischer Tugenden und die psychische Verfassung der männlichen Romanfiguren.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, welche Männlichkeitsbilder Fontane erschafft und ob diese mit den gesellschaftlichen Mustern des späten 19. Jahrhunderts übereinstimmen oder diese kritisch hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung von Gender-Studies-Ansätzen und zeitgenössischen Diskursen über Männlichkeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Figurenanalyse von Baron von Innstetten, Major Crampas, Vater Briest und weiteren Nebenfiguren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Männlichkeit, Fontane, Geschlechterdiskurs, Ehrenkodex, Neurasthenie und gesellschaftliche Rollenerwartungen.

Wie unterscheidet sich Baron von Innstetten von Major Crampas?

Innstetten verkörpert den pflichtbewussten, rationalen und gesellschaftlich angepassten Mann, während Crampas den abenteuerlustigen, unkonventionellen Lebemann repräsentiert.

Welche Rolle spielt der Ehrenkodex für die Handlung?

Der Ehrenkodex fungiert als ein zwanghaftes, gesellschaftliches Korrektiv, das die Männer zu Entscheidungen zwingt, die letztlich ihr privates Glück zerstören oder sogar zum Tode führen.

Warum wird Innstetten als Neurastheniker bezeichnet?

Seine tiefe Depression nach der Entdeckung der Affäre und dem anschließenden Duell entspricht den für die Zeit charakteristischen Symptomen der Neurasthenie, einer spezifisch männlichen Nervosität.

Welches Fazit zieht der Autor zur Männlichkeit in Fontanes Werk?

Fontane entlarvt das Männlichkeitsideal als ein starres Rollenkorsett, an dem die Helden entweder zerbrechen oder zugrunde gehen, da sie den Widerspruch zwischen Privatsphäre und gesellschaftlichem Anspruch nicht dauerhaft auflösen können.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Männlichkeit in Theodor Fontanes "Effi Briest". Baron Innstetten und Major Crampas, zwei 'typische' Männer?
Hochschule
Universität Osnabrück  (Germanistik)
Veranstaltung
Gender Studies und Literaturwissenschaft
Note
1,7
Autor
Christoph Penning (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V430823
ISBN (eBook)
9783668739642
ISBN (Buch)
9783668739659
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Effi Briest Crampas Innstetten Männlichkeit Rollenbilder Gender Studies
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Penning (Autor:in), 2009, Männlichkeit in Theodor Fontanes "Effi Briest". Baron Innstetten und Major Crampas, zwei 'typische' Männer?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430823
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Leseprobe aus  17  Seiten
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