Mit dem Hochfest "Maria Himmelfahrt" wird die Aufnahme der Mutter Jesu in den Himmel von der römisch-katholischen Kirche jährlich am 15. August gefeiert. Zugrunde gelegt werden dafür apokryphe Evangelien, in welchen ausführlich über dieses heilige Ereignis berichtet wird.
Zu dieser Thematik wird in dieser Hausarbeit zunächst das Altargemälde "Die Himmelfahrt Mariens" von Rubens unter Einbezug der Bildbeschreibung, der Analyse des abgebildeten Themas, der geschichtlichen Einordnung und der Hintergrundgeschichte des Künstlers genau untersucht. Danach wird das Altargemälde nach den stilistischen Mitteln der Farbwahl, der Perspektive, der Komposition einschließlich der Linienführung und der Wahl heller und dunkler Kontraste analysiert.
Anhand dieser beiden Bereiche und den daraus gezogenen Erkenntnissen werden dann Rückschlüsse auf die Ansichten und Vorstellungen der Menschen bezüglich Himmel, Hölle und Fegefeuer in der Kunstepoche des Barocks gezogen. Zudem sollen Intention und Beweggründe des Künstlers zur Anfertigung der christlichen Darstellung ein Aspekt dieser Hausarbeit sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bestandsaufnahme
a) Bildbeschreibung des Hochaltarbildes
b) Thema des Altarbildes
c) Daten des Künstlers
d) Historische Einordnung
3. Analyse des Altargemäldes
4. Interpretation des Altargemäldes
5. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Altargemälde „Die Himmelfahrt Mariens“ von Peter Paul Rubens, um dessen künstlerische Gestaltung, historische Kontextualisierung und religiöse Symbolik im Spannungsfeld der Barockepoche zu beleuchten.
- Detaillierte Bildbeschreibung und formale Analyse der Komposition
- Biografische Einordnung des Künstlers und Entstehungsgeschichte
- Religionsgeschichtliche Analyse im Kontext der Gegenreformation
- Untersuchung der stilistischen Mittel (Farbwahl, Perspektive, Linienführung)
- Symbolik von Himmel, Hölle und Fegefeuer in der Kunst des Barock
Auszug aus dem Buch
3. Analyse des Altargemäldes
Rubens hat sich in seinem Kunstwerk eines großen Farbspektrums und reichhaltigen, satten Farben bedient. Die Farben wurden sehr flächig und deckend aufgetragen. Besonders die drei Grundfarben sind in den Gewändern der unteren Personen aber auch in denen von Maria und den Engeln im oberen Teil wiederzufinden. Laut Otto von Simson antworten in den Gemälden Rubens dem Blau der Maria oftmals das Rot und Gelb der Apostel. Dies sei typisch für die Werke des zweiten Jahrzehnts des 16. Jahrhunderts. Durch die Verwendung dieser drei Farben und den damit einhergehenden Kontrasten wird dem Gemälde eine gewisse Spannung verliehen. Die könnte zudem als Darstellung der Dreifaltigkeit gedeutet werden, also als die Weseneinheit Gottes in drei Personen aufzählen. Durch die gleichmäßige Verteilung der Farben im unteren Teil entsteht in dem Bild ein Schwerpunkt. Die Jünger, die alle in Schock und Trauer um den Sarkophag versammelt sind, nehmen durch ihre jeweiligen Charaktere auf verschiedene Art und Weise an dem Geschehen teil. Diese Individualität und variierende Wahrnehmung dessen, was gerade passiert, wird nochmal durch die jeweiligen Farben ihrer Gewänder verdeutlicht. Außerdem ist auffällig, dass in dem oberen Teil des Gemäldes der Fokus auf Blau- und Weißtönen liegt, durch die kalten Farbtöne entsteht eine kühle Aura. Diese Symbolfarben können mit Harmonie, Reinheit und Vollkommenheit assoziiert werden. Dies alles sind Eigenschaften, die für die Heilige Jungfrau Maria stehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema „Maria Himmelfahrt“ und Vorstellung der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung des Altarbildes.
2. Bestandsaufnahme: Faktische Dokumentation des Werkes, inklusive Beschreibung der visuellen Elemente, des inhaltlichen Themas, der Biografie Rubens' sowie der zeitgeschichtlichen Hintergründe.
3. Analyse des Altargemäldes: Untersuchung der formalen künstlerischen Aspekte wie Farbwahl, Komposition und Lichtführung sowie deren Wirkung auf den Betrachter.
4. Interpretation des Altargemäldes: Deutung des Werkes im religiösen und historischen Kontext, insbesondere mit Blick auf die gegenreformatorische Strategie der katholischen Kirche.
5. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Bedeutung des Gemäldes als Medium des barocken Glaubens.
Schlüsselwörter
Peter Paul Rubens, Himmelfahrt Mariens, Barock, Gegenreformation, Altargemälde, Kunstgeschichte, Ikonografie, Bildanalyse, Katholizismus, Marienverehrung, Farbsymbolik, Dreißigjähriger Krieg, religiöse Kunst, Bildinterpretation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Altargemälde „Die Himmelfahrt Mariens“ von Peter Paul Rubens unter Berücksichtigung historischer und künstlerischer Aspekte.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Bildbeschreibung, die historische Einordnung in die Barockepoche, die kunsthistorische Analyse und die theologisch motivierte Interpretation des Gemäldes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Intention des Künstlers sowie die Wirkung des Werkes im Kontext der Spannungen zwischen katholischer und reformatorischer Konfession zu ergründen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?
Es wird eine kunsthistorische Werkanalyse durchgeführt, die deskriptive, stilistische und ikonografische Methoden kombiniert.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte formale Analyse der Bildsprache sowie eine tiefgehende Interpretation der religiösen Aussagen des Bildes.
Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Barock, Gegenreformation, Marienverehrung, Kompositionsanalyse und die historische Konfliktlage des 17. Jahrhunderts.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem katholischen und dem reformatorischen Glauben für das Bild eine so wichtige Rolle?
Die Darstellung der Marienhimmelfahrt diente der katholischen Kirche als ideologisches Mittel gegen die reformatorische Ablehnung der Marienverehrung, um die Gläubigen an die Kirche zu binden.
Welche symbolische Bedeutung misst die Arbeit den Licht- und Dunkelbereichen im Gemälde bei?
Die Arbeit deutet den hellen Bildteil als Symbol für das Göttliche und die Herrlichkeit, während der dunkle Teil den Tod und das Irdische repräsentiert, was den Kontrast zwischen Himmel und Erde unterstreicht.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2017, Himmel, Hölle und Fegefeuer in der Kunstepoche des Barock. Peter Paul Rubens "Himmelfahrt Mariens", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430829