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Moderne Elternarbeit in der Schule

Title: Moderne Elternarbeit in der Schule

Seminar Paper , 2015 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tom Fengel (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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Die ersten Assoziationen, die bei dem Stichwort "Elternarbeit" aufkommen, sind "Elternabend", "Elternsprechstunde" oder der obligatorische Kuchen, den Eltern für ein Schulfest beisteuern. Die Sammlung der Assoziationen unserer Kommilitonen am Anfang unseres Referates hat dies verdeutlicht. Der antizipierte Rahmen an Aufgaben von Lehrern in Bezug auf Eltern scheint in den Vorstellungen vieler Lehramtsstudenten auf ein Niveau unter dem, der realen Situation, limitiert.

Aus eigener Erfahrung möchte ich behaupten, dass das Lehramtsstudium die angehenden Lehrer in Hinsicht auf dieses Thema kaum vorbereitet. Einige Aspekte der Elternarbeit kommen Studenten eher unbekannt vor, weil sie eventuell auch in der eigenen Schulzeit keine Beachtung fanden. Sicherlich ist jedem klar, dass es zu den Aufgaben eines Lehrers gehört, die Eltern über schulische Aktivitäten und Fragen hinsichtlich der Entwicklung ihrer Kinder zu informieren. Nicht selten kommt dies eher gehäuft bei negativen Nachrichten die Schüler betreffend vor und so ist es nicht verwunderlich, sollte sich eine gewisse Aversion der Eltern gegen die Lehrergespräche einstellen.

Das reflektiert zudem auf die Lehrpersonen, welche dann unter Umständen in eine defensive Einstellung gegenüber den Eltern verfallen, um ihre Bedenken und deren Besserungschancen zu schützen. Um dem entgegenzusteuern, geht der Trend für positive Beispiele der Elternarbeit weg vom getrennten Erziehen der Kinder hinzu einer kooperativen Beziehung der Eltern und der Lehrer, um gemeinsam und abgestimmt auf das Kind wirken zu können, anstatt diese Arbeit auf die jeweils andere Partei zu übertragen.

In dieser Arbeit möchte ich nun zusammenfassen, welche Aspekte moderner Elternarbeit sinnvoll sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorieteil

2.1 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft

2.2 Qualitätsmerkmale schulischer Elternarbeit

3 Transfer auf die Lehr-Lernsituation

3.1 Voraussetzungen, Materialen und Ziele für die Lehr-Lernsituation

3.2 Ablauf und Ergebnisse

3.3 Ergebnisauswertungen

3.4 Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, angehenden Lehrkräften das Spektrum moderner Elternarbeit zu verdeutlichen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gestaltet werden kann, um Lernprozesse der Schüler positiv zu unterstützen.

  • Reflexion über klassische versus moderne Konzepte der Elternarbeit
  • Analyse der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft nach dem IPZF
  • Diskussion von Qualitätsmerkmalen für eine konstruktive Elternarbeit
  • Transfer der theoretischen Ansätze in konkrete pädagogische Lehr-Lernsituationen
  • Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Defensivhaltungen bei Lehrkräften

Auszug aus dem Buch

2.1 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft

Zunächst einmal erfolgt ein Einblick in die Schematisierung der Elternarbeit nach dem Institut für Pädagogik und Zukunftsforschung in Würzburg (IPZF, modifiziert 2015): Grundlegend kann Elternarbeit nach der Relevanz von Schulseite oder Elternseite her eingeteilt werden. Von Seiten der Eltern initiierte Aspekte sind so zum Beispiel der Elternrat, Formen der Unterstützung der Eltern untereinander oder andere Arten der Elternversammlungen. Von Lehrpersonen ausgehende Veranstaltungen sind demnach Elternabende, -sprechtage oder diverse Formen der Elterninformation. Bei der Organisation von Schulfesten pendelt sich das Maß der Mitwirkung beider Seiten mittig ein - ebenso wie im Fall von persönlichen Gesprächen.

Diese Unterteilung war bisher auch Anlass für eine Arbeitsteilung der betroffenen Parteien, doch die moderne Konzeption der Elternarbeit, wie zum Beispiel vom IPZF ausgearbeitet, verlangt eine Erziehungs- und Kooperationspartnerschaft von Eltern und Lehrern (IPZF, mod. 2015). Dies stellt den Versuch einer Demokratisierung der Beziehung von Eltern und Lehrern dar, um eine respektvolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu erzielen. Dadurch, dass beide Parteien sich über ihre Erziehungs- und Bildungsangehensweisen austauschen, sollen diese Aspekte innerhalb einer Erziehungsinstanz an Qualität gewinnen. Eine Lehrperson kann beispielsweise einen Plan mit den Eltern entwickeln, wie diese Unterrichtsinhalte zu Hause noch einmal thematisieren können, ohne dass das Kind dies bemerken muss. So können die Eltern mit Heimexperimenten, Erzählungen ihrer Erfahrungen zu dem Thema oder einer spielerischen Befragung den Lerneffekt erhöhen. Andersherum können Lehrer nach Absprache mit den Eltern auf eventuelle persönliche Schwierigkeiten des Schülers Rücksicht nehmen oder Lerninhalte mit vorher unbekannten Interessen verknüpfen und somit die Lernmotivation der Schüler erhöhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die oft defensiven Haltungen von Lehrkräften gegenüber der Elternarbeit und skizziert den Wunsch nach einem kooperativen Modell der Zusammenarbeit.

2 Theorieteil: In diesem Kapitel werden klassische, einseitige Konzepte der Elternarbeit kritisch hinterfragt und moderne Ansätze einer transparenten und abgestimmten Kooperation gegenübergestellt.

2.1 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft: Hier wird das Konzept des IPZF vorgestellt, das eine Demokratisierung der Beziehung zwischen Elternhaus und Schule zur Qualitätssteigerung der Bildung anstrebt.

2.2 Qualitätsmerkmale schulischer Elternarbeit: Dieses Kapitel erläutert vier zentrale Qualitätsmerkmale der Vodafone Stiftung, darunter Willkommenskultur, Kommunikation, Kooperation und aktive Partizipation.

3 Transfer auf die Lehr-Lernsituation: Dieser Abschnitt beschreibt die praktische Umsetzung der Theorie in einer universitären Lehrveranstaltung durch Visualisierung und Gruppenübungen.

3.1 Voraussetzungen, Materialen und Ziele für die Lehr-Lernsituation: Es werden die methodischen Vorbereitungen für das Referat erläutert, insbesondere die Nutzung von Videosequenzen und Arbeitsblättern zur Aktivierung der Studierenden.

3.2 Ablauf und Ergebnisse: Dieses Kapitel reflektiert den Verlauf der Lehrveranstaltung, insbesondere die Diskussionen der Studierenden zu klassischen und modernen Elternarbeitskonzepten.

3.3 Ergebnisauswertungen: Hier werden die Rückmeldungen der Studierenden zur Übung analysiert, wobei besonders die Kritik am hohen Arbeitsaufwand der Fallbeispiele hervorgehoben wird.

3.4 Schlussfolgerungen: Das Kapitel zieht ein Fazit zur Lehr-Lernsituation und formuliert grundlegende Prinzipien für eine gelungene, respektvolle Kommunikation zwischen Schule und Eltern.

Schlüsselwörter

Elternarbeit, Erziehungspartnerschaft, Bildungspartnerschaft, Lehr-Lernsituation, Kooperation, Schulentwicklung, Kommunikation, Elternhaus, Schule, Lehrperson, Schüler, Partizipation, Elternrat, Elternabend, Lehrerbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Eltern, um den Fokus von einer einseitigen Informationsweitergabe hin zu einer partnerschaftlichen Kooperation zu verschieben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte im schulischen Alltag und in der universitären Lehrerbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, angehenden Lehrkräften neue Wege und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie sie Eltern aktiv und kooperativ in den Bildungsprozess einbinden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse bestehender Konzepte (wie die des IPZF und der Vodafone Stiftung) mit einer reflektierten Auswertung einer praktischen Lehr-Lernsituation im Rahmen eines universitären Seminars.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse von Qualitätsmerkmalen schulischer Elternarbeit und einen praktischen Teil, in dem diese Theorien durch Fallbeispiele und Diskussionen erprobt wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Elternarbeit, Erziehungspartnerschaft, Bildungspartnerschaft, Kooperation, Kommunikation, Partizipation und Lehrerbildung.

Wie bewerten die Studierenden den Einsatz von Fallbeispielen in der Übung?

Die Studierenden empfanden die Bearbeitung der Fallbeispiele als kognitiv anregend und hilfreich für das Verständnis, kritisierten jedoch den hohen Zeitaufwand und die teilweise zu idealistische Formulierung der Vorschläge.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die moderne Elternarbeit?

Der Autor schließt, dass eine gelungene Elternarbeit auf gegenseitigem Vertrauen, kontinuierlicher Kommunikation und dem Abbau von Vorurteilen basieren muss, wobei die Schule als Institution die Basis für diesen kooperativen Prozess schaffen sollte.

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Details

Title
Moderne Elternarbeit in der Schule
College
Dresden Technical University
Grade
1,7
Author
Tom Fengel (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V430849
ISBN (eBook)
9783668738263
ISBN (Book)
9783668738270
Language
German
Tags
Elternarbeit Erziehungspartnerschaft Bildungspartnerschaft Elternabend
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Fengel (Author), 2015, Moderne Elternarbeit in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430849
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