Diese Arbeit behandelt das Thema “Die Entwicklung des Fernsehkonsums in Deutschland“ und gibt Aufschluss über “Moderne Theorien der Medienwirkungsforschung“. Die Thematik ist sehr komplex, weshalb zunächst die Trennung in zwei Hauptpunkte und eine Eingrenzung stattfinden muss.
Im ersten Teil der Arbeit liegt der Fokus auf einem definierten Zeitraum, der in 2.1 noch näher erläutert wird. In sechs Grafiken soll eine Entwicklung des deutschen Fernsehkonsums deutlich werden. Hierfür werden unterschiedliche Statistiken aufgeführt. Im zweiten Teil werden vier Hypothesen genannt, die im Kontext dieser Ausarbeitung eine große Bedeutung haben. Zu jeder Hypothese wird ein praktisches und aktuelles Beispiel genannt.
Mit den theoretischen Erkenntnissen aus beiden Teilen findet im Anschluss die Zusammenführung der Themenpunkte statt und ein unmittelbarer Zusammenhang wird deutlich. An dieser Stelle soll außerdem der Aktualitätswert des Themas geklärt werden.
Durch die Abbildung in dieser Arbeit lässt sich die Entwicklung grafisch passend dar-stellen. Sie dienen dem Leser außerdem zur Hilfe für ein genaueres Verständnis.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklung des Fernsehkonsums in Deutschland
2.1 Eingrenzung & Begründung
2.1.1 Tägliche Fernsehdauer in Minuten
2.1.2 Smartphone-Nutzer in Millionen
2.1.3 Anzahl durchschnittlich empfangbarer deutscher Fernsehsender
2.1.4 Zuschauermarktanteile 2016
2.1.5 Quelle für den Bezug von Nachrichten
2.1.6 Anzahl der Fernsehgeräte pro Haushalt in 2015
2.2 Erkenntnis
3. Medienwirkungsforschung
3.1 Theorien
3.1.1 Kultivationshypothese
3.1.2 Third-Person-Effekt
3.1.3 Schweigespirale
3.1.4 Wissenskluft - Hypothese
3.2. Aktualitätswert und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Entwicklung des Fernsehkonsums in Deutschland anhand statistischer Daten und analysiert diese im Kontext moderner medienwissenschaftlicher Theorien, um den Einfluss von Massenmedien auf die Wahrnehmung der Realität zu verdeutlichen.
- Entwicklung der täglichen Fernsehdauer und Sendervielfalt in Deutschland.
- Einfluss neuer digitaler Medien wie Smartphones auf den klassischen TV-Konsum.
- Analyse von Medienwirkungsphänomenen durch wissenschaftliche Hypothesen.
- Kritische Reflexion der Rolle des Fernsehens als Instanz der Wirklichkeitskonstruktion.
- Verbindung von aktueller Mediennutzung mit der Bedeutung moderner Wirkungsforschung.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Kultivationshypothese
Bei der ersten Hypothese wird die Rolle des Fernsehens bei der Vermittlung des Weltbildes der Rezipienten untersucht. Es wird gesagt, dass “Vielseher“ die Welt so wahrnehmen wie sie im TV vermittelt wird. Man spricht in diesem Fall vom Fernseher als Sozialisationsinstanz. Der Konsument hinterfragt das Gesehene nicht und macht es zu seiner Realität. Die Folgen dieses unreflektierten Verhaltens können fatal sein. Oft wird durch dadurch eine gänzlich verzerrte Vorstellung der Realität erzeugt.
Die Art der Berichterstattung und besonders die Quelle der Informationen macht einen Unterschied. Dennoch geben auch hoch angesehene Sender wie ARD oder das ZDF Fehlinformationen heraus. Da solche Quellen für den Zuschauer aber als vertraulich gelten, wird sich mit dem eigentlichen Wahrheitsgehalt nicht auseinandergesetzt.
Ganz besonders tritt dieser Effekt allerdings in Formaten des sogenannten “Scripted Reality“ auf. Vor allem der Sender RTL sendet über die Mittagszeit einige solcher Formate. Gezeigt werden angebliche Alltagssituationen, die für den Zuschauer “real“, also echt wirken sollen. Die gezeigten Szenen sind oft sehr dramatisch und in den meisten Fällen fern ab von der Realität.
Der Konsum dieser Sendungen des sogenannten “Reality TV“ ist für viele Deutsche der normale Alltag. Es sind demnach nicht ausschließlich Nachrichten, die für die Vermittlung des Weltbildes eine Rolle spielen. Die Verzerrung der Realität ist im “Reality TV“ in seiner reinsten Form zu finden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Forschungsziel, die methodische Trennung in statistische Analyse und theoretische Medienwirkungsforschung sowie den Aktualitätsbezug der Arbeit.
2. Entwicklung des Fernsehkonsums in Deutschland: Dieses Kapitel liefert eine empirische Grundlage anhand von Statistiken zur TV-Nutzung, Senderanzahl und Geräteverbreitung von 1997 bis 2015.
3. Medienwirkungsforschung: Das Kapitel erläutert zentrale wissenschaftliche Hypothesen (wie Kultivationshypothese oder Schweigespirale) und setzt diese in den Kontext der aktuellen Medienrealität.
Schlüsselwörter
Fernsehkonsum, Medienwirkungsforschung, Kultivationshypothese, Third-Person-Effekt, Schweigespirale, Wissenskluft-Hypothese, Massenmedien, Sozialisationsinstanz, Realitätskonstruktion, Mediennutzung, Scripted Reality, Statista, Smartphone-Nutzer, Rezipienten, Nachrichtenquellen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Fernsehkonsums in Deutschland und der damit einhergehenden Bedeutung moderner medienwissenschaftlicher Theorien.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der empirischen Analyse von Nutzungsstatistiken und der theoretischen Einordnung von Medienwirkungen durch verschiedene Hypothesen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen steigendem Medienkonsum und der verzerrten Wahrnehmung von Realität durch den Einfluss von Massenmedien aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine quantitative statistische Auswertung vorhandener Datenquellen (Statista) sowie eine literaturbasierte Analyse medienpsychologischer Theorien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im ersten Hauptteil werden Statistiken zur TV-Dauer und Mediennutzung dargestellt; im zweiten Teil werden vier zentrale Hypothesen der Medienwirkungsforschung erklärt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen gehören Fernsehkonsum, Kultivationshypothese, Medienwirkung, Realitätsverzerrung und Massenmedien.
Welche Bedeutung hat das "Reality TV" für die Kultivationshypothese?
Das Reality TV dient als Beispiel für Formate, die beim Zuschauer den Eindruck von Realität erwecken, obwohl sie dramatisiert sind und ein verzerrtes Weltbild vermitteln können.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Smartphones und TV-Konsum?
Die Arbeit legt nahe, dass der Anstieg der Smartphone-Nutzung eine mögliche Erklärung für die Veränderung des klassischen Fernsehverhaltens darstellt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2016, Die Entwicklung des Fernsehkonsums in Deutschland & die damit steigende Bedeutung moderner Theorien der Medienwirkungsforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430898