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Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützten Kommunikation bei konkreten Beeinträchtigungen

Title: Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützten Kommunikation bei konkreten Beeinträchtigungen

Bachelor Thesis , 2016 , 62 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Annika Strobel (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Zahlreiche Menschen sind durch körperliche oder geistige Behinderungen in ihren lautsprachlichen Fähigkeiten so stark eingeschränkt, dass sie das bedeutendste Mittel der Kommunikation, das Sprechen, nicht oder nur eingeschränkt nutzen können, um zu kommunizieren. Da die Entwicklung des Fachbereichs der Unterstützten Kommunikation (UK) in Deutschland erst sehr spät eingesetzt hat und sich immer noch neue Methoden und Erkenntnisse etablieren, ist das Thema in der heutigen Zeit immer noch sehr aktuell.
In dieser Arbeit geht es um Methoden und Grenzen der UK mit Blick auf deren Bedeutung für das Leben der Betroffenen. Diese Aspekte werden anhand der Autobiographie „Mein linker Fuß“ von Christy Brown veranschaulicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Autobiographischer Roman „Christy Brown“

1.1 Autor und allgemeine Informationen zum Roman

1.2 Infantile Zerebralparese

1.3 Handlung

2. Kommunikation

2.1 Zum Begriff Kommunikation

2.2 Merkmale und Elemente der Kommunikation

2.3 Kommunikationsmodelle

2.4 Kommunikation innerhalb des Umfeldes von Christy Brown

2.5 Zwischenfazit

3. Sprach- und Kommunikationsentwicklung

3.1 Sprach- und Kommunikationsentwicklung bei Menschen ohne Behinderung

3.2 Beobachtungsverfahren nach Rotter, Kane und Gallé

3.3 Sprach- und Kommunikationsentwicklung bei Menschen mit Behinderung

3.4 Formen von Sprach- und Sprechstörungen

3.5 Kommunikationsentwicklung in Christy Browns „Mein linker Fuß“

3.6 Zwischenfazit

4. Unterstützte Kommunikation

4.1 Definitionen

4.2 Abgrenzung zur Gestützten Kommunikation

4.3 Entwicklung der Unterstützten Kommunikation

4.4 Zwischenfazit

5. Ziele der Unterstützten Kommunikation

5.1 Zielgruppen der Unterstützten Kommunikation

5.2 Intentionen

5.3 Bedeutung der Unterstützten Kommunikation für Menschen mit Behinderung

5.4 Institutionen und Beratung

5.5 Bedeutung der Kommunikationsmöglichkeiten für Christy Brown in „Mein linker Fuß“

5.6 Zwischenfazit

6. Methoden der Unterstützten Kommunikation

6.1 Kommunikationsformen ohne externe Hilfsmittel

6.2 Nicht-elektronische Hilfsmittel

6.3 Elektronische Hilfsmittel

6.4 Kommunikationsförderung von Menschen mit Behinderung in der Frühförderung und im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter

6.5 Methoden der Unterstützten Kommunikation im Unterricht

6.6 Kommunikation und Fördermethoden in Christy Browns „Mein linker Fuß“

6.7 Zwischenfazit

7. Grenzen der Unterstützten Kommunikation

7.1 Grenzen der Methoden und Hilfsmittel und deren Auswirkungen

7.2 Besonderheiten der Gesprächsführung

7.3 Grenzen der Kommunikationsweisen und deren Auswirkungen in „Mein linker Fuß“

7.4 Zwischenfazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Methoden und Grenzen der Unterstützten Kommunikation (UK) sowie deren Bedeutung für die Lebensqualität lautsprachlich beeinträchtigter Menschen. Anhand der Autobiographie „Mein linker Fuß“ von Christy Brown wird analysiert, wie trotz schwerster körperlicher Einschränkungen alternative Kommunikationswege zur Partizipation und Selbstbestimmung führen können.

  • Theoretische Grundlagen des Kommunikationsbegriffs und der Sprachentwicklung
  • Analyse der Kommunikationsentwicklung unter erschwerten Bedingungen (Behinderung)
  • Definition, Zielsetzung und Methoden der Unterstützten Kommunikation
  • Kritische Reflexion der Grenzen von Kommunikationshilfen und Gesprächsführung
  • Verknüpfung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit der Fallstudie Christy Brown

Auszug aus dem Buch

3.5 Kommunikationsentwicklung in Christy Browns „Mein linker Fuß“

Die in Kapitel 3.3 dieser Arbeit aufgezeigten Störungen der Kommunikationsentwicklung lassen sich deutlich an einigen Verhaltensweisen von Christy Brown, die er in seiner Autobiographie „Mein linker Fuß“ beschreibt, wiedererkennen.

Erste Anzeichen von Entwicklungsabweichungen führt Brown (1994, 12) im ersten Kapitel seines Romans auf. Mit vier Monaten wurden unkontrollierte Bewegungen seines Körpers sowie im orofazialen Bereich erkennbar.

„[…]; Mein Mund konnte den Sauger der Flasche nicht festhalten, denn schon in jenem frühen Alter preßten sich meine Kiefer fest aufeinander, so daß es nicht möglich war, sie zu öffnen, oder sie wurden plötzlich schlaff und hingen herab, wobei sie meinen Mund nach einer Seite verzogen“ (ebd., 12f.).

Weiterhin wird der Aspekt deutlich, dass Christy Brown nur sehr eingeschränkt in der Lage ist, Rückmeldungen auf die angepassten Verhaltensweisen seiner Mutter zu geben, „[…] denn oft empfing sie als Erwiderung nur ein unbestimmtes Lächeln und vielleicht ein schwaches Gurgeln“ (ebd., 15). Dass Missverständnisse in Bezug auf das Verstehen von Signalen entstehen können, zeigt sich an dem Beispiel, welches schon im zweiten Kapitel dieser Arbeit genannt wurde, als Christy Browns Reaktion auf die Frage, ob ihm das Buch gefallen habe, von der Mutter nicht verstanden wird.

Besonders deutlich sind bei Christy Brown die Störungen, die in der zweiten und dritten Entwicklungsstufe zum Vorschein kommen. Zunächst ist auffällig, dass die Exploration der Umwelt und verschiedener Gegenstände sehr spät einsetzt. Mit fünf Jahren entdeckt er, dass er fähig ist, seinen linken Fuß kontrolliert zu bewegen und ergreift mit diesem unüberlegt ein Stück Kreide. Die Unerfahrenheit hinsichtlich des Umgangs mit alltäglichen Gegenständen spiegelt sich in der Tatsache wider, dass er davon ausgeht, ein roter Bleistift habe die gleichen Eigenschaften wie ein Stück Kreide. Als ein Arzt Christys Bruder zu Hause behandelt und erstaunt über Christys Fähigkeiten ist, bittet er ihn seinen Namen auf Papier zu schreiben und reicht ihm einen Stift. Um das Geschriebene wegzuwischen spuckt Christy auf das Papier (vgl. ebd., 25). „Ich begriff gar nicht, warum die mit Rotstift geschriebenen Buchstaben nicht so leicht abgehen wollten wie die mit Kreide geschriebenen!“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Autobiographischer Roman „Christy Brown“: Einführung in das Leben von Christy Brown und die Thematik der infantilen Zerebralparese zur Vorbereitung der weiteren Untersuchung.

2. Kommunikation: Theoretische Definition und Modellierung menschlicher Kommunikation mit Bezugnahme auf die Situation von Christy Brown.

3. Sprach- und Kommunikationsentwicklung: Beschreibung der normalen Sprachentwicklung im Vergleich zu erschwerten Bedingungen bei Menschen mit Behinderung sowie deren Auswirkungen auf die Entwicklung des Individuums.

4. Unterstützte Kommunikation: Definition und historische Entwicklung der Unterstützten Kommunikation als eigenständigem Fachbereich.

5. Ziele der Unterstützten Kommunikation: Erörterung der Zielgruppen, Intentionen und der zentralen Bedeutung der UK für Teilhabe und Lebensqualität.

6. Methoden der Unterstützten Kommunikation: Überblick über nicht-elektronische und elektronische Hilfsmittel sowie Konzepte der Kommunikationsförderung in Schule und Alltag.

7. Grenzen der Unterstützten Kommunikation: Kritische Betrachtung technischer, motorischer und sozialer Hindernisse, die im Kommunikationsprozess mit UK-Nutzern auftreten können.

Schlüsselwörter

Unterstützte Kommunikation, UK, Zerebralparese, Kommunikation, Sprachentwicklung, Inklusion, Teilhabe, Lebensqualität, Unterstützungsmaßnahmen, Förderschule, Symbolsysteme, Gebärdensprache, Selbstbestimmung, Hilfsmittel, Christy Brown

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützten Kommunikation für Menschen, die sich nicht lautsprachlich verständlich ausdrücken können, anhand der Fallstudie Christy Brown.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Kommunikation, der Entwicklung von Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten unter Behinderung sowie den spezifischen Methoden der UK.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die These zu belegen, dass Unterstützte Kommunikation Menschen mit Beeinträchtigungen zu erfolgreicher Interaktion und somit zu einer Steigerung der Lebensqualität verhilft.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse in Kombination mit einer Fallstudienanalyse der Autobiographie „Mein linker Fuß“ von Christy Brown, um theoretische Konzepte mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Kommunikationswissenschaft, die Entwicklung der UK, konkrete Fördermethoden und eine kritische Diskussion der Grenzen von Kommunikationshilfen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Unterstützte Kommunikation, Zerebralparese, Partizipation, Selbstbestimmung, Teilhabe und multimodale Kommunikationssysteme.

Warum ist die Unterscheidung zwischen UK und Gestützter Kommunikation wichtig?

Aufgrund der fachsprachlichen Ähnlichkeit (Facilitated Communication vs. Augmentative and Alternative Communication) entstehen oft Verwechslungen, die eine differenzierte methodische Herangehensweise in der Praxis erschweren.

Welche Rolle spielt das „Ich-Buch“ in der schulischen Förderung?

Das „Ich-Buch“ dient als personalisiertes Medium, um Schülern in neuen oder unbekannten Situationen Sicherheit zu geben und Dritten wichtige Informationen über die Kommunikationsbedürfnisse des Nutzers zu vermitteln.

Welche Bedeutung kommt dem sozialen Umfeld bei der UK zu?

Das soziale Umfeld ist essenziell, da die Akzeptanz und das Verständnis der Gesprächspartner maßgeblich darüber entscheiden, ob ein Kommunikationsprozess als erfolgreich empfunden wird oder ob Barrieren bestehen bleiben.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützten Kommunikation bei konkreten Beeinträchtigungen
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,7
Author
Annika Strobel (Author)
Publication Year
2016
Pages
62
Catalog Number
V430901
ISBN (eBook)
9783668751941
ISBN (Book)
9783668751958
Language
German
Tags
Unterstützte Kommunikation Kommunikation Kommunikationsentwicklung Kommunikationsformen Elektronische Hilfsmittel Christy Brown
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Strobel (Author), 2016, Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützten Kommunikation bei konkreten Beeinträchtigungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430901
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