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Sexualisierung und Einordnung in geschlechtliche Rollenbilder bei weiblichen Superhelden in Realverfilmungen für das Kino anhand zweier ausgewählter Beispiele

Titel: Sexualisierung und Einordnung in geschlechtliche Rollenbilder bei weiblichen Superhelden in Realverfilmungen für das Kino anhand zweier ausgewählter Beispiele

Hausarbeit , 2018 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Gabriel Rost (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In filmischen Adaptionen von Superheldencomics nehmen weibliche Superhelden einen Sonderstatus ein. Neben typischen Rollenstereotypen weiblicher Charaktere wie dem „Love Interest“ des Helden, der Gegenspielerin und dem „Sidekick“, sollte die Superheldin ihrem männlichen Gegenstück in Sachen Charakterisierung und optischer Inszenierung in nichts nachstehen. Rein prozentual gesehen sind weibliche Helden allerdings in deutlich geringerer Zahl vertreten. Geht es um (westliche, hauptsächlich US-amerikanische) Kinofilme über Comichelden (wobei hier auch ausschließlich Realfilme berücksichtigt werden sollen), sind insgesamt nur wenige auszumachen, bei denen eine Frau die Hauptfigur ist, wohl auch, weil die meisten davon wiederum kommerzielle Misserfolge waren und von der Kritik hauptsächlich negativ rezensiert wurden.

Wichtiger als die bloße Präsenz weiblicher Superhelden in Kinofilmen ist jedoch die Art und Weise, wie sie porträtiert werden. Ob und inwiefern sie nur auf ihren Körper reduziert werden oder als unabhängige Charaktere erscheinen, die selbstständig Entscheidungen treffen und sich auch allein behaupten können. Den Themen Sexualisierung und Domestizierung soll sich hier darum speziell gewidmet werden, wobei sich im Folgenden auf zwei Beispiele fokussiert wird: die Charaktere Black Widow (aus dem Marvel Cinematic Universe) und Mystique (aus der X-Men-Filmreihe), beide die Ensemblefilmen entstammen und bisher keinen eigenen Kinofilm erhielten. Aufgrund ihrer jedoch zahlreich vertretenen Leinwandauftritte eignen sie sich gut für eine genauere Analyse. Dabei ist zu beachten, dass die neuesten Franchise-Einträge, die im Jahr 2018 erscheinen sollen - Marvels „Avengers: Infinity War“ und „X-Men: Dark Phoenix“ sowie „New Mutants“ von 20th Century Fox – aufgrund ihres noch nicht erfolgten Kinostarts nicht berücksichtigt werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beispiel 1: Black Widow (Marvel Cinematic Universe)

3. Beispiel 2: Mystique (X-Men-Filme)

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung weiblicher Superhelden in zeitgenössischen Realverfilmungen. Im Zentrum steht dabei die Analyse, inwieweit diese Charaktere auf ihre Körperlichkeit reduziert werden oder als unabhängige, selbstbestimmte Persönlichkeiten agieren, unter besonderer Berücksichtigung der Themen Sexualisierung und Rollenbilder.

  • Analyse der Charakterisierung weiblicher Superhelden in Blockbuster-Franchises.
  • Untersuchung von Sexualisierung und Objektifizierung im Kontext filmischer Inszenierung.
  • Evaluation von Handlungsspielräumen und Emanzipationsprozessen.
  • Vergleichende Betrachtung von Black Widow und Mystique als Fallbeispiele.
  • Reflektion über tradierte Rollenmuster (wie "Femme Fatale" oder "Damsel in distress").

Auszug aus dem Buch

2. Beispiel 1: Black Widow (Marvel Cinematic Universe)

Die von Scarlett Johansson in bisher 5 Kinofilmen - „Iron Man 2“ (USA 2010), „The Avengers“ (USA 2012), „Captain America: The Winter Soldier“ (USA 2014), „Avengers: Age Of Ultron“ (USA 2015) und „Captain America: Civil War“ (USA 2016) – verkörperte Natasha Romanoff alias Black Widow ist zunächst der Sorte von Superhelden zuzuordnen, die selbst keine außergewöhnlichen körperlichen Fähigkeiten besitzen und sich stattdessen auf technische Ergänzungen verlassen (in ihrem Fall Armbänder, die Pfeile verschießen, welche Elektroschocks verursachen), so wie u.a. DCs Batman oder ihr Teamkamerad Iron Man (Robert Downey Jr.), um zwei der bekanntesten Beispiele zu nennen. Gleichzeitig ist sie, wie ihr anderer Teamkollege Hawkeye (Jeremy Renner), eine ausgebildete Kämpferin, die ihr Team im Kampf durch Kampfsporterfahrung und den Einsatz konventioneller Schusswaffen unterstützt. Die Vergangenheit des Charakters als Spionin wird außerdem dazu genutzt, sie als gerissene Manipulatorin in Szene zu setzen. Sie ist so dem Rollentypus der Femme Fatale zuzuordnen, einer selbstbewussten, verführerischen Frau also, die dem Helden durch ihre Reize gefährlich wird – hier mit dem Unterschied, dass sie selbst zu den Helden zählt.

In den „Avengers“-Filmen nutzt sie oftmals klischeehafte Vorstellungen ihrer Gegner und Verbündeten von Weiblichkeit, um diese zu manipulieren. Bei ihrer ersten Begegnung mit Dr. Bruce Banner (Mark Ruffalo) im ersten „Avengers“-Film, den sie für den Geheimdienst S.H.I.E.L.D. rekrutieren soll, trägt sie Kleidung, die ihre Weiblichkeit unterstreicht (einen Rock, ein Oberteil mit Spitzenrand und eine Kette) und täuscht ihm zunächst vor, sie wäre ganz allein und ihm ausgeliefert, sollte er sich in das unberechenbare Monster „Hulk“ verwandeln, das seine zweite Persönlichkeit darstellt. Als er einen Wutanfall vortäuscht, zieht sie jedoch ihre Waffe und enthüllt ihm, dass das Haus, in dem sie sich trafen, umstellt ist. Sie „spielt also bewusst mit ihrer Weiblichkeit und femininen Attributen, ohne diese jedoch tatsächlich zu verkörpern“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Rollenbilder bei weiblichen Superhelden ein und beleuchtet deren meist untergeordnete oder stereotype Präsenz in der Kinolandschaft sowie die Kommerzialisierung von Frauenfiguren in Superhelden-Franchises.

2. Beispiel 1: Black Widow (Marvel Cinematic Universe): Hier wird die Entwicklung der Figur Black Widow analysiert, wobei besonders ihr Spannungsfeld zwischen der Rolle als Femme Fatale, ihrer technischen Expertise und der teilweise problematischen Reduzierung auf emotionale Klischees in späteren Filmen betrachtet wird.

3. Beispiel 2: Mystique (X-Men-Filme): Dieses Kapitel untersucht die komplexe Wandlung von Mystique von einer stummen Handlangerin hin zu einer komplexen, selbstbestimmten Anführerin, wobei sowohl ihre optische Inszenierung als auch ihre Entwicklung in der "X-Men"-Reihe kritisch hinterfragt werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass trotz fortbestehender Sexualisierung eine Tendenz hin zu dreidimensionaleren und ernsthafteren Frauenfiguren im aktuellen Superhelden-Genre erkennbar ist.

Schlüsselwörter

Weibliche Superhelden, Black Widow, Mystique, Filmwissenschaft, Genderrollen, Sexualisierung, Marvel Cinematic Universe, X-Men, Femme Fatale, Emanzipation, Rollenbilder, Charakterentwicklung, Kino, Superheldencomics, Repräsentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von weiblichen Superhelden in aktuellen Kino-Realverfilmungen und untersucht, wie diese Figuren inszeniert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Sexualisierung weiblicher Charaktere, die Einhaltung bzw. das Aufbrechen von Geschlechterrollenstereotypen und die Charakterisierung als unabhängige Akteure.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, ob und inwiefern weibliche Superhelden auf ihre Körperlichkeit reduziert werden oder ob sie als eigenständige, komplexe Persönlichkeiten in ihren jeweiligen Franchises fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Filmanalyse anhand zweier konkreter Fallbeispiele, die auf Sekundärliteratur und Filmanalysen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich in zwei detaillierten Kapiteln der Charakteranalyse von Black Widow (Marvel Cinematic Universe) und Mystique (X-Men-Reihe) hinsichtlich ihrer Entwicklung, ihrer Darstellung und ihrer filmischen Einordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Weibliche Superhelden, Genderrollen, Sexualisierung, Emanzipation und Rollenbilder.

Warum wurde Black Widow als Fallbeispiel gewählt?

Black Widow ist ein zentraler Charakter in einem der erfolgreichsten modernen Franchises und bietet aufgrund ihrer zahlreichen Auftritte und ihrer Entwicklung als Spionin und Teammitglied eine reiche Grundlage für die Analyse von Genderkonstruktionen.

Wie verändert sich die Darstellung von Mystique über die Zeit?

Mystique durchläuft eine signifikante Entwicklung: Von einer fast stummen Handlangerin des Antagonisten in der ersten Trilogie wandelt sie sich zu einer emotionalen, komplexen und selbstbestimmten Anführerin innerhalb der X-Men.

Welches Fazit zieht der Verfasser zur Rolle der Mutterschaft bei Black Widow?

Der Autor kritisiert, dass im Film "Avengers: Age of Ultron" eine problematische Gleichsetzung von Weiblichkeit und Mutterschaft stattfindet, die die Figur Black Widow in ihrer Souveränität schwächt.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der Tendenz in zukünftigen Filmen?

Obwohl die Emanzipation der Frauenfiguren noch nicht konsequent ist, zeigt sich eine deutliche Tendenz, den Fokus weg von reiner Körperlichkeit hin zu komplexen, dreidimensionalen Charakteren zu verschieben.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexualisierung und Einordnung in geschlechtliche Rollenbilder bei weiblichen Superhelden in Realverfilmungen für das Kino anhand zweier ausgewählter Beispiele
Hochschule
Universität Regensburg  (Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur)
Veranstaltung
Female Bodies
Note
1,7
Autor
Gabriel Rost (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V430922
ISBN (eBook)
9783668740747
ISBN (Buch)
9783668740754
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sexualisierung einordnung rollenbilder superhelden realverfilmungen kino beispiele
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gabriel Rost (Autor:in), 2018, Sexualisierung und Einordnung in geschlechtliche Rollenbilder bei weiblichen Superhelden in Realverfilmungen für das Kino anhand zweier ausgewählter Beispiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430922
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Leseprobe aus  24  Seiten
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