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Fremdzuschreibungen im Zusammenhang mit der Identität von Migrant_innen

Inwiefern können Fremdzuschreibungen Auswirkungen auf die Identität von Migrant_innen haben?

Titel: Fremdzuschreibungen im Zusammenhang mit der Identität von Migrant_innen

Essay , 2018 , 9 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich möchte mich in meinem Essay mit dem Thema der Fremdzuschreibungen und der damit verknüpften Identitätsbildung beschäftigen. Hierbei stellt sich mir die Frage, inwiefern Fremdzuschreibungen Auswirkungen auf die Identität von Migrant_innen haben können. Ich stelle die These auf, dass sich Migrant_innen aufgrund von Fremdzuschreibungen ihrer Herkunftskultur zuwenden. Um dieser These nachzugehen, werde ich zu Beginn klären, worum es sich bei dem Begriff Ethnizität handelt und wie dieser mit der Identität zusammenhängt. Ich werde aufzeigen, inwiefern sich Migrant_innen mit Fremdzuschreibungen auseinandersetzen müssen. Anschließend werde ich erörtern, welche Auswirkungen Fremdzuschreibungen auf die Identitätsbildung von Migrant_innen haben können, um somit abschließend meine Ausgangsfrage beantworten und meine These widerlegen oder bestätigen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen: Ethnizität und Identität

3. Fremdzuschreibungen in der sozialen Praxis

4. Auswirkungen von Fremdzuschreibungen auf die Identität

5. Neukonstruktion von Ethnizität und Identität

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Fremdzuschreibungen auf die Identitätsbildung von Migrant_innen der zweiten und dritten Generation in Deutschland. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern diese Zuschreibungen zu einer verstärkten Identifikation mit der Herkunftskultur führen können.

  • Zusammenhang zwischen Ethnizität und Identitätsbildung
  • Soziale Mechanismen von Fremdzuschreibungen und Diskriminierung
  • Verarbeitung von Ausgrenzungserfahrungen durch Migrant_innen
  • Konzepte hybrider Identität versus Re-Traditionalisierung

Auszug aus dem Buch

Fremdzuschreibungen in der sozialen Praxis

Migrant_innen der zweiten und dritten Generation werden in der Statistik als Ausländer_innen verzeichnet, unabhängig davon, ob sie in Deutschland aufgewachsen oder sogar geboren sind (vgl. Kasdanastassi 2001: 42). Viele sind in Deutschland sozialisiert und haben keine Migrationserfahrung, doch der Status als Ausländer_in wird über Generation weitervererbt (vgl. Yildiz 2016: 49). Aber auch außerhalb der statistischen Erfassung sehen sich Migrant_innen, beispielsweise aufgrund ihres Aussehens, mit Fremdzuschreibung konfrontiert, bei der ihnen eine ethnische Identität zu- oder abgeschrieben wird (vgl. Atabay 2011: 205f). Damit versucht die Mehrheitsgesellschaft, Identität anhand der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe zu begründen.

Auf türkeistämmige Migrant_innen bezogen, fundiert ihre Identität dann auf der „türkischen Herkunft“. Außer Acht gelassen wird dabei, dass sich das Erlebte der Migrant_innen und ihre Erfahrungen voneinander unterscheiden und sehr individuell sein können (vgl. Keupp 2008: 172). Passend dazu formulierte der Soziologe Stuart Hall: „Die Vorstellung, Identität habe etwas mit Menschen zu tun, die alle gleich aussehen, auf dieselbe Weise fühlen und sich selbst als Gleiche wahrnehmen, ist Unsinn. Identität als Prozess, als Erzählung, als Diskurs wird immer von der Position des Anderen aus erzählt“ (Hall 1994: 74).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Thematik anhand eines Fallbeispiels und Formulierung der Forschungsfrage sowie der zentralen These zur Identitätsbildung durch Fremdzuschreibungen.

2. Theoretischer Rahmen: Ethnizität und Identität: Erläuterung der theoretischen Grundlagen des Ethnizitätsbegriffs und dessen Bedeutung für soziale Prozesse der Abgrenzung.

3. Fremdzuschreibungen in der sozialen Praxis: Analyse der alltäglichen Erfahrungen von Migrant_innen, die als "Ausländer" markiert werden, und die Folgen für ihr Selbstbild.

4. Auswirkungen von Fremdzuschreibungen auf die Identität: Diskussion der psychologischen und sozialen Konsequenzen, die aus der Fremd-Kategorisierung für das Individuum resultieren.

5. Neukonstruktion von Ethnizität und Identität: Betrachtung der Reaktionen auf Diskriminierung, insbesondere die Tendenz zur Re-Traditionalisierung und Suche nach Sicherheit in der Herkunftskultur.

6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und Validierung der aufgestellten These unter Berücksichtigung der theoretischen Ansätze.

Schlüsselwörter

Fremdzuschreibung, Identitätsbildung, Migration, Ethnizität, Mehrheitsgesellschaft, Selbstbild, Diskriminierung, Entfremdung, Re-Traditionalisierung, hybride Identität, soziale Praxis, Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Integrationsprozess, kulturelle Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie externe Zuschreibungen und Kategorisierungen durch die Mehrheitsgesellschaft die Identitätsentwicklung von in Deutschland lebenden Migrant_innen der zweiten und dritten Generation beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Identitätskonstruktion, die soziale Organisation kultureller Unterschiede, Auswirkungen von Diskriminierung sowie Prozesse der Ethnisierung und Selbstethnisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, inwiefern Fremdzuschreibungen Migrant_innen dazu bewegen, sich verstärkt ihrer Herkunftskultur zuzuwenden, um ein Gefühl von kollektiver Identität und Sicherheit zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine essayistische Auseinandersetzung, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Analyse aktueller sozialwissenschaftlicher Theorien zu Ethnizität und Identität basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den sozialen Handlungspraxen der Mehrheitsgesellschaft, den Konzepten der Entfremdung und Entantwortung sowie den Reaktionen der Migrant_innen auf diese Zuschreibungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit am besten?

Fremdzuschreibung, Identitätsbildung, Migration, Ethnizität, Diskriminierung, Re-Traditionalisierung und Zugehörigkeit.

Was versteht die Autorin/der Autor unter dem Begriff der "Entantwortung"?

Die Entantwortung beschreibt einen Prozess, bei dem Eigenschaften oder Handlungen eines Individuums nicht mehr seinem persönlichen Lebensstil zugerechnet werden, sondern pauschal auf dessen ethnischer Abstammung beruhen.

Warum neigen Jugendliche laut der Arbeit häufig zu einer "Selbstethnisierung"?

Die Selbstethnisierung fungiert als Gegenreaktion auf Diskriminierung und mangelnde Anerkennung; durch die Rückbesinnung auf Religion oder Herkunftstraditionen suchen Jugendliche Sicherheit und eine Wir-Gemeinschaft.

Inwiefern hat die Arbeit den Charakter eines "Zwischenprodukts"?

Die Autorin/der Autor merkt selbstkritisch an, dass die Arbeit zur Beantwortung der komplexen Fragestellung nur als theoretisches Essay dient und eine weiterführende, tiefergehende empirische Forschung sinnvoll wäre.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fremdzuschreibungen im Zusammenhang mit der Identität von Migrant_innen
Untertitel
Inwiefern können Fremdzuschreibungen Auswirkungen auf die Identität von Migrant_innen haben?
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
9
Katalognummer
V430982
ISBN (eBook)
9783668740785
ISBN (Buch)
9783668740792
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fremdzuschreibungen zusammenhang identität migrant_innen inwiefern auswirkungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Fremdzuschreibungen im Zusammenhang mit der Identität von Migrant_innen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430982
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Leseprobe aus  9  Seiten
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