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Die Besteuerung der Landwirte. Ertragsteuerliche Behandlung und umsatzsteuerliche Begünstigungen

Title: Die Besteuerung der Landwirte. Ertragsteuerliche Behandlung und umsatzsteuerliche Begünstigungen

Term Paper , 2018 , 34 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jonas Blaszkowski (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
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Die Landwirte nehmen eine besondere Stellung in der Gesellschaft ein. Früher wie heute versorgen sie einen Großteil der Bevölkerung mit Lebensmitteln und sind daher unverzichtbar. Dieser Wirtschaftszweig hat seit Jahren auf Grund von Dürren und Missernten mit stark schwankenden Gewinnen zu kämpfen. Der Gesetzgeber hat im Hinblick auf die ertrag- und umsatzsteuerliche Behandlung eines landwirtschaftlichen Betriebes Besonderheiten eingebaut, um diesen Problemen teilweise entgegenzuwirken. Diesen Besonderheiten möchte ich mich im Rahmen der Hausarbeit widmen und kritisch hinterfragen.

Der Fokus der Hausarbeit liegt auf dem landwirtschaftlichen Betrieb.

Im ersten Teil wird die ertragsteuerliche Behandlung dargestellt. An-schließend werden die umsatzsteuerlichen Begünstigungen erläutert. Zum Schluss folgt eine kritische Auseinandersetzung mit den Besonderheiten.

Die Steuerpflicht für die Besteuerung der Landwirte ergibt sich aus § 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG und ist in § 13 EStG geregelt. Besteuerungsgrundlage ist der Gewinn (§ 2 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 EStG), welcher sich nach den Vorschriften der §§ 4 bis 7k und § 13a EStG bestimmt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ertragsteuerliche Behandlung

2.1 Einkünfte aus Landwirtschaft

2.1.1 Landwirtschaftlicher Betrieb

2.1.2 Nebenbetrieb

2.1.3 Freibetrag

2.1.4 Entnahme Grund und Boden

2.2 Gewinnermittlung

2.2.1 Betriebsvermögensvergleich § 4 Abs. 1 EStG

2.2.2 Einnahme-Überschuss-Rechnung § 4 Abs. 3 EStG

2.2.3 Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen

2.3 Tarifglättung

2.4 Abgrenzung zum Gewerbebetrieb

3 Umsatzsteuerliche Behandlung

3.1 Durchschnittssätze nach § 24 UStG

3.1.1 Landwirtschaftlicher Betrieb

3.1.2 Umsätze und Steuersatz

3.1.3 Besonderheiten

3.1.4 Verzicht

4 Überblick über die Sonderregelungen

5 Kritik

5.1 Gewinnermittlung nach § 13a EStG

5.2 Durchschnittsätze nach § 24 UStG

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die speziellen ertrag- und umsatzsteuerlichen Regelungen für landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland, um deren Auswirkungen auf die steuerliche Belastung kritisch zu hinterfragen und die Systematik hinter den Begünstigungen zu analysieren.

  • Ertragsteuerliche Gewinnermittlungsmethoden für Landwirte
  • Anwendung und Kritik der Pauschalierung nach § 13a EStG
  • Umsatzsteuerliche Behandlung und der Anwendungsbereich des § 24 UStG
  • Bewertung der steuerlichen Subventionswirkungen für große vs. kleine Betriebe
  • Tarifglättung als Reaktion auf schwankende landwirtschaftliche Erträge

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Nebenbetrieb

Zu den Einkünften aus der Landwirtschaft gehören gem. § 13 Abs. 2 Nr. 1 EStG auch die Einkünfte aus einem landwirtschaftlichen Nebenbetrieb. Als Nebenbetrieb gilt ein Betrieb, der dem landwirtschaftlichem Betrieb zu dienen bestimmt ist (§ 13 Abs. 2 Nr. 1 S. 2 EStG). Anhand der Fiktion „gilt“ lässt sich erkennen, dass Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb begünstigend den Einkünften aus Landwirtschaft zugschrieben werden.

Nach Verwaltungsauffassung muss ein Nebenbetrieb den Hauptbetrieb fördern und ergänzen. Ein Nebenbetrieb liegt einerseits vor, wenn im eigenen Hauptbetrieb erzeugte Rohstoffe verarbeitet werden und die dabei gewonnenen Erzeugnisse überwiegend für den Verkauf bestimmt sind. Andererseits liegt ein Nebenbetrieb auch dann vor, wenn Umsätze aus der Übernahme von Rohstoffen erzielt, diese be- oder verarbeitet und die gewonnenen Erzeugnisse ausschließlich im Hauptbetrieb verwendet werden. Die Erzeugnisse müssen im Rahmen einer ersten Stufe der Be- oder Verarbeitung hergestellt werden (Gem. R 15.5 Abs. 3 EStR). Beim Absatz eigener Erzeugnisse über eigenständige Verkaufsstellen stellt dies somit Einkünfte aus Landwirtschaft dar. Unerheblich ist die Anzahl der Verkaufsstellen, sowie die räumliche Nähe zum Betrieb (Gem. R 15.5 Abs. 6 EStR).

Die Be- oder Verarbeitung eigener Erzeugnisse im Rahmen einer zweiten Stufe oder fremder Erzeugnisse ist dagegen als gewerbliche Tätigkeit anzusehen (Gem. R 15.5 Abs.3 S. 5 u. 6 EStR). Jedoch können unter den Voraussetzungen des R 15.5 Abs. 11 EStR die Erzeugnisse dem landwirtschaftlichen Betrieb zugeordnet werden, wenn die Umsätze (ohne Umsatzsteuer) dauerhaft insgesamt nicht mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes und nicht mehr als 51.500 € im Wirtschaftsjahr des Nebenbetriebes betragen. Andernfalls ist der Nebenbetrieb in eine gewerbliche (Absatz gewerblicher Erzeugnisse) und eine landwirtschaftliche (Absatz eigener Erzeugnisse) Tätigkeit aufzuteilen (Gem. R 15.5 Abs. 6 S.3 EStR).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Relevanz der Besteuerung von Landwirten unter Berücksichtigung klimatischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten.

2 Ertragsteuerliche Behandlung: Detaillierte Darstellung der Gewinnermittlung und steuerlichen Sonderregelungen wie Freibeträge und die Tarifglättung nach § 32c EStG.

3 Umsatzsteuerliche Behandlung: Analyse des speziellen Umsatzsteuersystems für Landwirte, insbesondere der Durchschnittssatzbesteuerung nach § 24 UStG.

4 Überblick über die Sonderregelungen: Zusammenfassende Darstellung der ertrag- und umsatzsteuerlichen Besonderheiten für Landwirte als Vorbereitung auf die kritische Würdigung.

5 Kritik: Auseinandersetzung mit der ökonomischen Rechtfertigung der Pauschalierungen im Ertrag- und Umsatzsteuerrecht und Diskussion über Subventionscharakter.

6 Fazit: Abschließende Bewertung der steuerlichen Privilegierung von Landwirten und Ausblick auf die Notwendigkeit von Reformen.

Schlüsselwörter

Landwirtschaft, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewinnermittlung, Pauschalierung, § 13a EStG, § 24 UStG, Tarifglättung, Nebenbetrieb, Agrarsteuerrecht, Subvention, Steuervergünstigung, Betriebsvermögensvergleich, Einnahme-Überschuss-Rechnung, Vorsteuerabzug

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die spezifischen steuerrechtlichen Privilegien und Sonderregelungen, die für Landwirte in Deutschland im Bereich der Einkommen- und Umsatzsteuer gelten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen (§ 13a EStG) sowie die umsatzsteuerliche Sonderregelung gemäß § 24 UStG, ergänzt durch die Tarifglättung zur Abfederung von Ernteschwankungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die steuerlichen Besonderheiten darzustellen und kritisch zu hinterfragen, ob diese in Anbetracht moderner Gegebenheiten noch als gerechtfertigte Unterstützung für landwirtschaftliche Betriebe anzusehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische juristische Analyse, die sich auf aktuelle Gesetzesnormen, Verwaltungsanweisungen und die einschlägige steuerrechtliche Literatur stützt.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der ertragsteuerlichen Behandlung (inkl. Gewinnermittlung und Tarifglättung) und eine Analyse der umsatzsteuerlichen Durchschnittssatzbesteuerung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Pauschalierung, Subventionierung, Sonderregelung, Agrarwirtschaft und Steuerrecht.

Warum wird die Besteuerung nach § 13a EStG kritisch betrachtet?

Die Kritik basiert unter anderem auf der Auffassung des Bundesrechnungshofs, dass diese pauschale Gewinnermittlung die tatsächliche Ertragskraft der Böden und Betriebe nicht präzise widerspiegelt und daher als ungerecht empfunden werden kann.

Welche Rolle spielt die EDV bei der Debatte um die Pauschalierung?

Durch moderne Buchführungssysteme sind Landwirte heute in der Lage, ihren Gewinn und ihre Vorsteuerbelastung genau zu erfassen, weshalb die ursprünglichen Rechtfertigungen für vereinfachte Pauschalverfahren (z.B. mangelnde Dokumentationsmöglichkeiten) zunehmend hinterfragt werden.

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Details

Title
Die Besteuerung der Landwirte. Ertragsteuerliche Behandlung und umsatzsteuerliche Begünstigungen
College
University of Finances in Nordkirchen
Grade
1,7
Author
Jonas Blaszkowski (Author)
Publication Year
2018
Pages
34
Catalog Number
V431001
ISBN (eBook)
9783668739888
ISBN (Book)
9783668739895
Language
German
Tags
Landwirte Besteuerung Bauern § 13a EStG § 24 UStG Landwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Blaszkowski (Author), 2018, Die Besteuerung der Landwirte. Ertragsteuerliche Behandlung und umsatzsteuerliche Begünstigungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431001
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