Diese Bachelorarbeit zeigt auf, wie eine cloudbasierte Software-Lösung, in Kombination mit der Nutzung von mobilen Geräten, den Trainingsprozess im Leistungssport optimieren könnte. Dabei wird besonders auf die Bedürfnisse der Trainer und Athleten eingegangen. Darüber hinaus wird mit der Konstruktion der Software eine Entlastung des Teams und höhere Transparenz des Prozesses angestrebt. Ziel dieser Ausarbeitung war es aufzuzeigen, wie die begrenzten Ressourcen im Hochleistungssport noch besser ausgeschöpft werden könnten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Nutzen
1.3 Aufbau
1.4 Umfang und Abgrenzung
1.5 Auswahl und Begründung der verwendeten wissenschaftlichen Methode
2 Anforderungen an Hard- und Software
2.1 Untersuchungsdesign
2.1.1 Untersuchungsmethode
2.1.2 Leitfadeninterview
2.1.3 Interviewpartner
2.1.4 Analyse der Experteninterviews
2.2 Ergebnisse zu Anforderungen an Hard- und Software
2.2.1 Mobilität
2.2.2 Benutzerfreundlichkeit (Usability) und Zeitaufwand
2.2.3 Datenerfassung
2.2.4 Organisation und Dokumentation
2.2.5 Datenauswertung
2.2.6 Konnektivität und Kommunikation
2.2.7 Kosten
3 Aktuelle Nutzung
3.1 Aktuelle Nutzung von Trainingssoftware
3.1.1 Betriebssysteme
3.1.2 Desktop Apps
3.1.3 Mobile Apps
3.2 Aktuelle Nutzung von Hardware
4 Mehrwert durch Digitalisierung
4.1 Software induzierter Mehrwert
4.1.1 Microsoft Excel Software - Alternative zu spezifischer Software
4.1.2 Complex Core+ Software - Konstruktion & Funktionen
4.1.3 Full Fitness App – Konstruktion & Funktionen
4.1.4 Sport.Hirn Software – Konstruktion & Funktionen
4.2 Hardware induzierter Mehrwert
4.3 Individualsportarten vs. Teamsportarten
5 Konzeptioneller Softwareansatz für eine optimierte Nutzung im Hochleistungssport
5.1 Wissensmanagement als Fundament einer Softwarekonzeption
5.1.1 Trainingsprozessorientiertes Wissensmanagement
5.2 Konzept der Trainingsmanagement Software
5.2.1 I. Exekution – Zeiteffizientes Trainingsmanagement
5.2.2 II. Communication – Optimierte Teamkoordination
5.2.3 III. Monitoring – Allumfassender Überblick
5.3 Konstruktionsstruktur der Trainingsmanagement Software
5.3.1 „Coach Role“
5.3.2 „Athlet Role“
5.3.3 „Competence Team Role“
5.4 Mobilitätsvorteile durch Cloudcomputing
5.5 Mobiles Device Management (MDM)
6 Fazit
Zielsetzung & Themen der Bachelor-Thesis
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis besteht darin, den aktuellen Markt für unterstützende Trainingssoftware und zugehörige Hardware im Kontext des Hochleistungssports zu analysieren, um ein optimiertes technisches Konzept zu entwickeln, welches den Wirkungsverlust in der Trainingssteuerung durch eine verbesserte Informationsverarbeitung minimiert.
- Analyse technischer Potenziale von Hard- und Software im Hochleistungssport
- Integration von Mobile Devices und deren Mehrwert gegenüber hybriden Systemen
- Wissensmanagement als methodisches Fundament für die Softwarekonzeption
- Entwicklung eines rollenbasierten Modells (Coach, Athlet, Kompetenzteam) zur Optimierung der Trainingsplanung und -durchführung
- Untersuchung der Systemarchitektur unter Berücksichtigung von Cloudcomputing und Datensicherheit
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Microsoft Excel Software - Alternative zu spezifischer Software
Auf Grund des Aufbaus und der Konstruktion von Microsoft Excel, wird die Software bevorzugt als Hilfsmittel zu Trainingsdokumentation und -analyse eingesetzt. In diesem Zusammenhang wird durch die Nutzer zum Teil ein erheblicher Aufwand betrieben, um komplexe Arbeitsblätter zu erstellen. Diese werden dazu verwendet individuell benötigten Informationen aufzunehmen und darstellen können. Dieses Prinzip soll im Folgenden an einem Beispiel aus der Leichtathletik veranschaulicht werden. Die Abbildungen beschreiben eine Ausarbeitung von Edgar E., der als verantwortlicher Disziplintrainer (400m / 4x400m Männer) für den Deutschen Leichtathletikverband sowie für den Niedersächsischen Leichtathletik-Verband arbeitet.
Die zentrale Aufgabe dieses Excel Sheets besteht in der Dokumentation von Trainings- und Wettkampfergebnissen. Die einzelnen Trainingssessions werden hierfür in Wochenzyklen eingeteilt und erfassen. Die für dieses Protokoll relevanten Daten werden nach gelaufenen Metern in Geschwindigkeitskategorien bzw. in der Wiederholungsanzahl bestimmter Übungsformen für einzelne Körpersegmente geordnet. Diese Trainingselemente werden manuell in diesen Unterkategorien geordnet und dem Protokoll bzw. der jeweiligen Session hinzugefügt. An der rechten Seite des Sheets befindet sich für jeden Tag eine vorbereitete Tabelle für die Dokumentation der Zeiten von Laufintervallen. Aus diesen wird anschließend der Durchschnitt errechnet. Somit gibt er Auskunft über die Leistungsfortschritte des Athleten. Am Ende eines jeden Mikrozyklus (Wochenplan) befindet sich zusätzlich eine Tabelle für die Erfassung von disziplinspezifischen Testergebnissen. Ein Bereich für Anmerkungen, zu den jeweiligen Einheiten bzw. zum Mikrozyklus, vervollständigt die objektiv aufgenommenen Daten um den subjektiven Eindruck von Coach und Athlet. Die Ausarbeitung ermöglicht somit eine grobe qualitative als auch quantitative Auswertung des geleisteten Trainingszyklus.
In einem weiteren Sheet des Protokolls wird die Wettkampf- (Competition) und Trainingslagerplanung (Trainingscamp) in Form eines Kalenders erarbeitet und dargestellt. Diese Makroplanung ermöglicht eine grobe zeitliche Skalierung der Trainingsplanung. Hier finden sich sämtliche für den Trainer relevante Events im Jahreszyklus zusammengefasst wieder.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz mobiler Technologien im Hochleistungssport und definiert die Problemstellung sowie die Forschungsziele dieser Arbeit.
2 Anforderungen an Hard- und Software: Ermittelt durch Experteninterviews die spezifischen Anforderungen an technische Hilfsmittel, insbesondere in Bezug auf Mobilität, Benutzerfreundlichkeit und Datenerfassung.
3 Aktuelle Nutzung: Untersucht den derzeitigen Status quo der Nutzung von Betriebssystemen, Desktop- und Mobile-Apps sowie Hardware im Leistungssport.
4 Mehrwert durch Digitalisierung: Analysiert verschiedene Softwarelösungen und Hardwarekomponenten hinsichtlich ihres Nutzens für den Trainingsprozess und differenziert zwischen Individual- und Teamsportarten.
5 Konzeptioneller Softwareansatz für eine optimierte Nutzung im Hochleistungssport: Entwirft ein ganzheitliches Softwarekonzept basierend auf Wissensmanagement und einem rollenbasierten Modell für Trainer, Athleten und medizinische Experten.
6 Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer optimierten, datengestützten Trainingssteuerung unter Berücksichtigung individueller Athletenbedürfnisse.
Schlüsselwörter
Hochleistungssport, Trainingsmanagement, Mobile Computing, Softwareentwicklung, Wissensmanagement, Datenerfassung, Leistungsdiagnostik, Prozessoptimierung, App-Entwicklung, Cloud Computing, Systemarchitektur, Rollenmodell, Trainingsplanung, Athletenbetreuung, IT-Infrastruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie digitale Softwarelösungen und mobile Technologien den Trainingsprozess im Hochleistungssport optimieren können, um den derzeitigen Wirkungsverlust durch ineffiziente Datenverwaltung zu reduzieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Wissensmanagement im Sport, die Anforderungsanalyse durch Experteninterviews, die Evaluierung aktueller Software (wie Excel, Complex Core+ und Sport.Hirn) sowie die Systemkonzeption für eine ganzheitliche Trainingssteuerung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, ein Konzept für eine universelle Trainingsmanagement-Software zu entwickeln, das die Leistungsentwicklung von Athleten durch eine verbesserte, datengestützte Organisation und Kommunikation zwischen Trainer, Athlet und Kompetenzteam fördert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Datengewinnung wurden qualitative Experteninterviews mit Trainern, Athleten und Physiotherapeuten geführt, die explorativ ausgewertet wurden, um Anforderungen an Hard- und Software zu definieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Analyse der Anforderungen aus den Interviews, der Untersuchung aktueller Software- und Hardwarenutzung sowie der Herleitung eines konzeptionellen Entwurfs für ein rollenbasiertes System unter Nutzung von Cloud-Technologien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hochleistungssport, Trainingsmanagement, Wissensmanagement, Digitalisierung, Mobile App und Cloud Computing charakterisieren.
Warum spielt das Wissensmanagement eine so zentrale Rolle im Konzept?
Da der Hochleistungssport hochkomplex ist, dient Wissensmanagement als Fundament, um Prozesswissen (Trainer) und Funktionswissen (Athleten/Kompetenzteam) zu verknüpfen und so eine effizientere Entscheidungsfindung auf Basis valider Daten zu ermöglichen.
Wie unterscheidet sich die vorgeschlagene Softwarelösung von bisherigen Angeboten?
Im Gegensatz zu isolierten Einzellösungen setzt das vorgeschlagene Konzept auf ein rollenbasiertes, ganzheitliches System, das Daten zentral in der Cloud speichert, um eine Echtzeit-Kommunikation und eine transparente Leistungsüberwachung für alle Teammitglieder zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Florian Handt (Autor:in), 2018, Entwicklung einer mobilen Softwarelösung für das Trainingsmanagement im Hochleistungssport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431004