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Marguerite Duras' "La Douleur". Ein Werk der Ecriture Féminine

Titel: Marguerite Duras' "La Douleur". Ein Werk der Ecriture Féminine

Hausarbeit , 2012 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: M.Ed. Christopher Domke (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen meiner Hausarbeit befasse ich mit dem Thema der écriture féminine. Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Text, wie zum Beispiel die Autobiographie "La Douleur" von Marguerite Duras auf verschiedene Aspekte hin zu untersuchen. So zum Beispiel kann man Duras' Autobiographie aus geschlechterkritischer Perspektive analysieren. Bis heute gibt es Versuche Erzählstrategien einem Geschlecht zuzuordnen und so unterscheidet man innerhalb der Gender Studies unter anderem zwischen männlichen und weiblichen Erzählstrategien.

Einen literarischen Text kann man nicht nur inhaltlich analysieren, sondern in erster Linie auch sprachlich. Indem man sich mit der Oberfläche eines literarischen Textes befasst, kann man Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Schreiben in der Sprache
herausarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ecriture Féminine

2.1 Charakteristik der Ecriture Féminine

2.2 Weibliche und Männliche Erzählstrategien

2.3 Formen und Funktionen der Bewusstseinsdarstellung aus Geschlechterkritischer Perspektive

3. La Douleur von Marguerite Duras als Werk der Ecriture Féminine

3.1 Syntax und Wortschatz

3.2 Weibliches Schreiben in La Douleur

3.3 Weibliches Erinnern in La Douleur

4. Schlussteil

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Autobiographie La Douleur von Marguerite Duras aus einer geschlechterkritischen Perspektive, um die Anwendung des literarischen Konzepts der écriture féminine auf sprachlicher und narrativer Ebene nachzuweisen.

  • Analyse des Konzepts der écriture féminine nach Hélène Cixous.
  • Untersuchung von geschlechtsspezifischen Erzählstrategien.
  • Analyse von Syntax, Wortschatz und Bewusstseinsdarstellung in La Douleur.
  • Erforschung des weiblichen Erinnerns als Ausdruck traumatischer Verarbeitung.
  • Kontrastierung von weiblicher und männlicher Erzählweise (witnessing vs. plotting).

Auszug aus dem Buch

3.1 Syntax und Wortschatz

Bezüglich des Syntax in La Douleur wird eins bereits zu Beginn der Autobiographie deutlich. Es ist sehr auffällig, das Marguerite Duras sehr häufig Aneinanderreihungen von sehr kurzen Sätzen hat. „Face à la cheminée, le téléphone, il est à côté de moi. A droite, la porte du salon et le couloir. Au fond du couloir, la porte d’entrée“. Diese Art von syntaktischem Motiv, welches sich durch die Aneinanderreihungen von sehr kurzen Sätzen auszeichnet, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Autobiographie. Damit unterstreicht Duras ihre Trauer, welche Folge des Wartens auf ihren Mann Robert L. ist, vor allem aber auch zeigt es die Schwierigkeit mit der Situation, in der sich Duras befindet, umzugehen. Sie kann das Ausmaß der Situation kaum begreifen. Hiermit wird vor allem die Verbindung zwischen der sprachlichen und inhaltlichen Ebene deutlich.

In La Douleur lässt sich ein weiteres wichtiges Motiv finden, nämlich ein solches, dass die Müdigkeit dieser an Trauer und Verzweiflung fast zu Grunde gehenden Frau beschreibt. Diese Müdigkeit manifestiert sich nicht nur im Syntax, sondern auch im Wortschatz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der écriture féminine ein und formuliert die Absicht, Duras' Werk sprachlich sowie narrativ aus geschlechterkritischer Sicht zu analysieren.

2. Ecriture Féminine: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Fundament, insbesondere die Konzepte von Hélène Cixous und Luce Irigary sowie verschiedene Ansätze zur geschlechtsspezifischen Kategorisierung von Erzählstrategien.

3. La Douleur von Marguerite Duras als Werk der Ecriture Féminine: Im Hauptteil wird das theoretische Modell auf La Douleur angewandt, wobei die Analyse von Syntax, der weiblichen Erzählweise und der spezifischen Struktur des Erinnerns bei Duras im Vordergrund steht.

4. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die sprachlichen Besonderheiten und die Art des Erinnerns in La Douleur das Trauma der Autorin untermauern und das Werk als Beispiel für écriture féminine ausweisen.

Schlüsselwörter

Ecriture féminine, Marguerite Duras, La Douleur, Geschlechterkritik, Erzählstrategien, Syntax, Weibliches Schreiben, Weibliches Erinnern, Gender Studies, Bewusstseinsdarstellung, Hélène Cixous, Literaturwissenschaft, Homodiegetische Erzählinstanz, Trauma, Autobiographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die autobiographische Erzählung La Douleur von Marguerite Duras im Kontext der feministischen Literaturtheorie, speziell der écriture féminine.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die sprachliche Umsetzung weiblicher Erfahrung, geschlechterspezifische Erzählstrategien und die literarische Gestaltung von Traumata und Erinnerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie Duras durch spezifische sprachliche Mittel (Syntax, Wortschatz) und narrative Strukturen ein weibliches Schreiben realisiert, das sich von männlich konnotierten Erzähltraditionen abgrenzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Ansätze der geschlechterkritischen Erzähltheorie (Gender Studies), um literarische Texte nicht nur inhaltlich, sondern vor allem hinsichtlich ihrer sprachlichen Oberfläche und Struktur zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkret die Syntax, das Vokabular der Müdigkeit, den Perspektivwechsel zwischen Ich-Erzählung und dritter Person sowie die Mechanismen des weiblichen Erinnerns in La Douleur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind écriture féminine, Gender Studies, homodiegetische Erzählinstanz, Trauma und Erzähltempo.

Warum spielt die Syntax bei Marguerite Duras eine so wichtige Rolle?

Die Aneinanderreihung sehr kurzer Sätze bei Duras spiegelt laut der Arbeit die psychische Erschütterung und die Schwierigkeit wider, die traumatische Kriegssituation sprachlich zu bewältigen.

Welche Bedeutung hat der Wechsel in die dritte Person Singular?

Die Arbeit interpretiert diesen Wechsel als Distanzierungsstrategie gegenüber dem traumatisierten früheren Ich oder als Versuch, das eigene Schicksal zu universell weiblichen Erfahrungen zu erweitern.

Was unterscheidet das weibliche Erinnern in diesem Werk?

Es zeichnet sich durch eine hohe Detailgenauigkeit aus, die als Folge einer lebenslangen weiblichen Sozialisation und der Auseinandersetzung mit der eigenen Schmerzverarbeitung gedeutet wird.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Marguerite Duras' "La Douleur". Ein Werk der Ecriture Féminine
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (FB 05: Philosophie und Philologie – Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar 2: Trauma und Gewalt, Erinnern und Vergessen in Literatur und Film „d'après-guerre“
Note
2,3
Autor
M.Ed. Christopher Domke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V431059
ISBN (eBook)
9783668739475
ISBN (Buch)
9783668739482
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marguerite Duras La Douleur Ecriture Féminine
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.Ed. Christopher Domke (Autor:in), 2012, Marguerite Duras' "La Douleur". Ein Werk der Ecriture Féminine, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431059
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Leseprobe aus  14  Seiten
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