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Die perforierte Stadt als neues städtebauliches Leitbild in Ostdeutschland?

Title: Die perforierte Stadt als neues städtebauliches Leitbild in Ostdeutschland?

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kathrin Woltering (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Die ostdeutschen Städte stehen nach zehn Jahren des Neu- und Umbaus und der Sanierung vor neuen Herausforderungen. Das Problem des Wohnungsleerstandes betrifft die Mehrzahl der Städte in den neuen Bundesländern. An Stadtplaner und Städtebauer richtet sich die Forderung, der Leerstandsproblematik heilsam und nachhaltig entgegenzuwirken. Dabei bietet das Konzept der „perforierten Stadt“ ein interessantes Beispiel für eine städtebauliche Leit- und Zielvorstellung.

Bevor jedoch in dieser Arbeit auf die „perforierte Stadt“ eingegangen wird, möchte ich in einem ersten Teil den Problemhintergrund - die Entwicklung der Städte und die derzeitige Situation – darstellen. Der erste große Abschnitt der Arbeit (Ursachen und Folgen des Wohnungsleerstandes ostdeutscher Städte) ist grundsätzlich als Fundament für den anschließenden Teil (Die perforierte Stadt) zu verstehen jeweils unter Berücksichtigung der Fragestellung „Kann das Konzept der „perforierten Stadt“ als städtebauliches Leitbild für Ostdeutschland gelten?“. Wichtig erscheint es mir dabei auch, kurz einige theoretische Überlegungen zur Nachfrageorientierung am Wohnungsmarkt zu beleuchten, um die Ursachen für fehlendes Nachfrageverhalten der Bevölkerung an Wohnungen zu verstehen. Die Situation des Wohnungsmarktes ostdeutscher Städte derzeit sowie die Folgen des Leerstandes, durch die städtebauliche Konzepte, wie das der „perforierten Stadt“, notwendig werden, werden in den anschließenden Teilkapiteln veranschaulicht.

Im zweiten Teil der Arbeit (Die perforierte Stadt) gehe ich zunächst auf den Begriff der „Europäischen Stadt“ ein, um eine grundsätzliche Zielvorstellung über die gewünschte und angestrebte Stadtstruktur vorzugeben. Daran schließt sich die Definition des Begriffs „perforierte Stadt“ sowie eine Darstellung der „perforierten Stadt“ im Sinne stadtplanerischer und städtebaulicher Vorstellungen an. Wie geht dieses Konzept mit der Leerstandsproblematik um, bietet es einen realistischen Lösungsvorschlag, ein Leitbild, das ostdeutsche Städte anwenden können, um einen sinnvollen Stadtumbau zu gestalten? Diese Fragen sollen unter Berücksichtigung der Wohnungsmarktprobleme im Folgenden beantwortet werden. In einem letzten Teilkapitel wird auf den Stadtumbau eingegangen, der eine dauerhaft hohen Wohn- und Lebensqualität in den ostdeutschen Städten schaffen bzw. wiederherstellen soll.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen und Folgen des Wohnungsleerstandes ostdeutscher Städte

2.1 Stadtentwicklung in Ostdeutschland

2.2 Theoretische Überlegungen zur Nachfrageorientierung am Wohnungsmarkt

2.3 Die Situation des Wohnungsmarktes ostdeutscher Städte

2.4 Folgen des Leerstandes

3. Die „perforierte Stadt“

3.1. Stadtstruktur der „europäischen Stadt“

3.2 Definition „perforierte Stadt“ – Wie stellt sich die „perforierte Stadt“ in Ostdeutschland dar?

3.3 Das Konzept der „perforierte Stadt“ als Leitbild für Städte in Ostdeutschland?

3.4 Konkrete Überlegungen zum Stadtumbau

4. Abschließende Bemerkungen unter Berücksichtigung möglicher Vorgehensweisen zur Umsetzung von Stadtentwicklungskonzepten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern das Leitbild der „perforierten Stadt“ als städtebauliches Konzept für ostdeutsche Städte mit hohem Wohnungsleerstand geeignet ist, um eine dauerhaft hohe Wohn- und Lebensqualität zu sichern.

  • Analyse der Ursachen und Folgen des Wohnungsleerstands in Ostdeutschland
  • Gegenüberstellung von Stadtstrukturen: „europäische Stadt“ vs. „perforierte Stadt“
  • Diskussion des Konzepts der „perforierten Stadt“ als städtebauliches Leitbild
  • Untersuchung von Instrumenten und Vorgehensweisen für einen nachhaltigen Stadtumbau

Auszug aus dem Buch

3.2 Definition „perforierte Stadt“ – Wie stellt sich die perforierte Stadt dar?

Der Begriff „perforieren“ bzw. „perforiert“ wird zumeist im technischen oder medizinischen Bereich gebraucht (vgl. DUDEN 1997, S.610). Wörtlich übersetzt aus dem Lateinischen bedeutet das Wort perforare (-o,-vi,-tum) „durchlöchern“.

Im Rahmen der Problembehandlung des Wohnungsleerstand stellt sich die Frage, wie der Begriff gemeint oder zu verstehen ist. Geprägt wurde und wird die Bezeichnung „perforierte Stadt“ vor allem durch den Leipziger Stadtplaner Engelbert Lütke Daldrup (vgl. LÜTKE-DALDRUP 2001, S.40ff.). Handelt es sich bei der perforierten Stadt um eine durchlöcherte Stadt durch den Wohnungsleerstand? – So verstanden beliefe sich die Verwendung des Begriffs auf eine beschreibende Vokabel des derzeitigen negativen Zustandes. Ist aber vielleicht mit der Formulierung vielmehr eine Perforation (Durchlöcherung) der Stadt durch Freiräume sowie durch neue Bauformen in der inneren Stadt oder in den Großsiedlungen gemeint – wirkt somit die perforierte Stadt als Chance, als ein neues städtebauliches Leitbild, das dem Wohnungsleerstand entgegenwirken könnte?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Herausforderungen des Wohnungsleerstands in Ostdeutschland und führt das Leitbild der „perforierten Stadt“ als möglichen Lösungsansatz ein.

2. Ursachen und Folgen des Wohnungsleerstandes ostdeutscher Städte: Dieses Kapitel analysiert die historischen und ökonomischen Hintergründe der ostdeutschen Stadtentwicklung sowie die negativen Auswirkungen des Leerstands auf Infrastruktur und Stadtbild.

3. Die „perforierte Stadt“: Das Hauptkapitel definiert das Leitbild der „perforierten Stadt“, grenzt es von der „europäischen Stadt“ ab und diskutiert dessen Anwendungsmöglichkeiten sowie die notwendigen Instrumente für einen Umbau.

4. Abschließende Bemerkungen unter Berücksichtigung möglicher Vorgehensweisen zur Umsetzung von Stadtentwicklungskonzepten: Das Fazit betont die Notwendigkeit realistischer Nachfrageprognosen und Bürgerbeteiligung und bekräftigt die Eignung des Konzepts als schlüssigen Rahmen für Stadtentwicklung.

Schlüsselwörter

Perforierte Stadt, Wohnungsleerstand, Stadtumbau, Ostdeutschland, Stadtplanung, Stadtentwicklung, Schrumpfende Städte, Europäische Stadt, Wohnungsmarkt, Nachfrageorientierung, Freiraumplanung, Demografischer Wandel, Stadtstruktur, Wohnqualität, Flächenrecycling

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen schrumpfender Städte in Ostdeutschland, insbesondere mit der Problematik des Wohnungsleerstands, und untersucht Lösungsstrategien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Stadtumbaukonzepten, der Entwicklung des ostdeutschen Wohnungsmarktes und der theoretischen sowie praktischen Anwendung des Leitbilds „perforierte Stadt“.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob das Konzept der „perforierten Stadt“ als tragfähiges und realistisches Leitbild für den Stadtumbau in ostdeutschen Städten dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung stadtplanerischer Konzepte, um den Leerstandsproblematiken theoretisch und strategisch zu begegnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Ursachen des Leerstands analysiert, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der „perforierten Stadt“ als städtebauliche Vision, die Lücken als Chancen für neue Freiraumqualitäten begreift.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Stadtumbau, perforierte Stadt, Wohnungsleerstand, Schrumpfungsprozesse und nachhaltige Stadtentwicklung.

Wie definiert die Autorin den Begriff „perforierte Stadt“?

Die Autorin hinterfragt, ob der Begriff lediglich einen Mangelzustand beschreibt oder ob er als proaktives Leitbild fungiert, das gezielte Durchlöcherungen für eine neue, höhere urbane Qualität nutzt.

Welche Rolle spielt die „europäische Stadt“ in der Argumentation?

Die „europäische Stadt“ dient als angestrebtes städtebauliches Idealbild bezüglich der Funktionsmischung und Dichte, an dem sich auch die „perforierte Stadt“ orientieren soll, um den Stadtumbau sozial und städtebaulich zu legitimieren.

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Details

Title
Die perforierte Stadt als neues städtebauliches Leitbild in Ostdeutschland?
College
University of Osnabrück  (Fachbereich Geographie)
Course
Hauptseminar: Wohnungsmarktprobleme in Ostdeutschland
Grade
1,0
Author
Kathrin Woltering (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V4311
ISBN (eBook)
9783638126748
Language
German
Tags
Ostdeutschland Wohnungsleerstand Stadtumbau Stadtplanung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Woltering (Author), 2002, Die perforierte Stadt als neues städtebauliches Leitbild in Ostdeutschland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4311
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