In vielen wissenschaftlichen Bereichen ist empirische Forschung von signifikanter Bedeutung. Wichtig ist in Bezug auf die Herangehensweise vor allem das Verfahren. Bevor die Arbeit begonnen wird, muss zunächst entschieden werden, welche Methode angewendet werden soll. Eine tragende Rolle spielt diese Entscheidung besonders in den Sozialwissenschaften, mehr als in den Naturwissenschaften. Methodisches Vorgehen ist unerlässlich in der empirischen Sozialforschung und somit auch für viele sozialwissenschaftliche Studiengänge. Welche Methodik verwendet wird, wird durch die Universität und dem Fach abhängig gemacht. An einigen Universitäten wird der Schwerpunkt auf quantitative Forschung, an anderen Universitäten wird der Fokus auf die qualitative Forschung gelegt, hier macht es durchaus Sinn sich den Ausbildungsplan in den einzelnen Fachbereichen durch zu lesen, ein gleichberechtigter Schwerpunkt zwischen quantitative und qualitative Forschung ist viel zu selten zu finden. Baur und Blasius zeigen auf, das auch auf nationaler bzw. geografischer Ebene, Unterschiede vorhanden sind. Laut ihrer Nachforschung wird in Großbritannien eher die qualitative Forschung herangezogen, die Niederlanden tendieren zur quantitativen Methode. Je nach Wahl der Universität und deren Grundverständnis, als auch die Wahl, in welchem Land man studiert und lernt, entscheidet über die bevorzugte Methodik.
Daher die Schlussfolgerung, dass beide Methoden ihre Berechtigung haben und gleichberechtigt zu behandeln sind bei der eigenen Forschung. Jegliche Art von Eingrenzung im Vorfeld, begrenzt die Möglichkeiten der Forschung und der damit einhergehenden Ergebnisse und Schlussfolgerungen. Die folgende Metapher soll diesen Sachverhalt verdeutlichen: In unserer Annahme gehen wir von zwei Tischler aus, Tischler Müller hat eine Handsäge, mit der er alle seine Aufgaben sehr gut erledigt. Tischler Maier hat eine Handsäge und eine Stichsäge im Werkzeugkoffer, auch er ist überzeugt der bessere Tischler zu sein. Wer von den beiden Tischlern hat wirklich in seinem alltäglichen Arbeitsleben den Vorteil? Tischler Maier, weil er mehr Sägen besitzt mit denen er variieren kann, oder Tischler Müller mit seiner Handsäge ohne Variationsmöglichkeit. Es wird der Tischler mit den zwei Sägen sein, er besitzt mehr Einsatzmöglichkeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG – EINFÜHRUNG IN DAS THEMA
2. UNTERSCHIEDE DER QUALITATIVEN & QUANTITATIVEN FORSCHUNG
2.1 WAS IST
2.1.1 ..qualitative Forschung?
2.1.2 ..quantitative Forschung?
2.1.3 .. Zwischenfazit - Über die unterschiede und Gemeinsamkeiten
2.2 DATEN UND DATENANALYSE
2.2.1 …der qualitativen Forschung
2.2.2 …der quantitativen Forschung
2.2.3 Zwischenfall - Über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Verfahren
2.3 Ablauf der Forschung
2.3.1 … mithilfe der Zirkuläre Strategie (qualitativen Forschung)
2.3.2 … mithilfe der Lineare Strategie (quantitativen Forschung)
2.3.3 Zwischenfall - Darlegung der Unterschiede der Strategien
3. FAZIT & AUSBLICK
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen strukturierten Überblick über die wesentlichen Unterschiede zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden zu geben, um Lesern eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Wahl des geeigneten Forschungsansatzes zu bieten.
- Grundlagen und Definitionen qualitativer sowie quantitativer Forschung
- Methoden der Datenerhebung und -analyse im Vergleich
- Gegenüberstellung zirkulärer (qualitativ) und linearer (quantitativ) Forschungsstrategien
- Untersuchung der theoretischen Vorverständnisse und Zielsetzungen
- Möglichkeiten der Methodenintegration (Triangulation)
Auszug aus dem Buch
2.3.1 … mithilfe der Zirkuläre Strategie (qualitativen Forschung)
Bei den überwiegenden qualitativen Forschungsmethoden findet die Erhebung, Analyse und Auswahl der Daten anhand den Phasen der theoretischen Spiegelung statt. Phasen wie die sozialtheoretische Grundannahme, Forschungsparadigmen, sowie die Ausarbeitung der einzelnen Forschungsprozesse greifen hier.auf einander zu. Rückschließend muß man daraus folgern das die einzelnen Phasen ineinandergreifen und sich gegenseitig bedingen. Man kann diese Art von Forschung nur als Gesamtheit betrachten. (Witt,2001, S.5-6) Die qualitative Forschung wird auch als zirkuläre Strategie betitelt (Abb. 1). Zirkulär bedeutet in diesem Zusammenhang, das die einzelnen Phasen mehrmals durchlaufen werden und sich im gegenseitigem Wechselspiel bedingen. Die Logik des einzelnen Prozesses innerhalb der Arbeitsphasen die während der Forschung durchlaufen werden, werden hiermit beschrieben. Sehr wichtig ist es, ständig zu reflektieren - theoretische Reflexion - damit man in jedem Teilabschnitt in passender Form reagieren kann. Möglichkeit der Anpassung ist z.B. die Modifikation der Fragestellung. Wie am Anfang schon angemerkt ist die qualitative Forschung eine subjektive Betrachtungsweise. Man muß unter Umständen flexibel agieren, weil man erst während der Forschung erkennt welche Methoden oder Personen am besten geeignet sind. (Witt, 2001, S. 5.6). Durch Methodenanpassung während der laufenden Forschung und der daraus resultierenden wiederkehrenden Reflexion des Prozesses ist die zirkuläre Strategie darauf bedacht sich offen darzulegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG – EINFÜHRUNG IN DAS THEMA: Dieses Kapitel begründet die Bedeutung empirischer Forschung und betont, dass sowohl qualitative als auch quantitative Ansätze ihre Berechtigung haben und je nach Zielsetzung gewählt werden sollten.
2. UNTERSCHIEDE DER QUALITATIVEN & QUANTITATIVEN FORSCHUNG: Hier werden die methodischen Ansätze, Datenauswertungsprozesse und die zugrunde liegenden Strategien der beiden Forschungsformen detailliert gegenübergestellt.
3. FAZIT & AUSBLICK: Das Fazit fasst die Unterschiede zusammen und empfiehlt, je nach Forschungsziel die passende Methode zu wählen oder durch Triangulation zu kombinieren.
Schlüsselwörter
Qualitative Forschung, Quantitative Forschung, Empirische Forschung, Zirkuläre Strategie, Lineare Strategie, Datenerhebung, Datenanalyse, Holistische Herangehensweise, Induktives Verfahren, Deduktives Verfahren, Triangulation, Forschungsmethode, Wissenschaftliches Arbeiten, Objektivität, Subjektivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der grundlegenden Unterscheidung und Gegenüberstellung von qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden innerhalb der empirischen Sozialforschung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die methodischen Unterschiede bei der Datenerhebung, die Differenz zwischen induktivem und deduktivem Vorgehen sowie die Abgrenzung von zirkulären und linearen Strategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, einen Überblick über beide Methoden zu verschaffen, damit der Leser deren Logik versteht und eine fundierte Entscheidung für ein spezifisches Vorgehen in eigenen wissenschaftlichen Arbeiten treffen kann.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse und vergleichende Gegenüberstellung bestehender theoretischer Konzepte, ergänzt durch eigene grafische Darstellungen der Forschungsstrategien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Definitionen der Methoden, die spezifischen Herangehensweisen bei der Datenanalyse sowie der Ablauf der Forschung in Form von zirkulären und linearen Strategien erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Qualitative Forschung, Quantitative Forschung, Zirkuläre Strategie, Lineare Strategie und Triangulation.
Wie unterscheidet sich die Datenanalyse bei den beiden Methoden?
Während die qualitative Forschung interpretativ vorgeht und den Kontext sowie die Subjektivität betont, nutzt die quantitative Forschung standardisierte, statistische Verfahren, um numerische Daten zu verarbeiten.
Was ist unter der "zirkulären Strategie" der qualitativen Forschung zu verstehen?
Sie beschreibt einen Prozess, in dem Forschungsphasen mehrmals durchlaufen werden und eine ständige Reflexion sowie Anpassung der Methoden während des laufenden Forschungsprozesses ermöglicht wird.
Was bedeutet der Begriff "Triangulation" in diesem Kontext?
Triangulation bezeichnet die Kombination von verschiedenen Forschungsmethoden (Mix-Methoden), um die Qualität und Verlässlichkeit der gewonnenen Ergebnisse durch unterschiedliche Perspektiven zu erhöhen.
- Citation du texte
- Andre Dieckschulte (Auteur), 2018, Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Überblick über die Unterschiede der qualitativen sowie quantitativen Forschungsmethode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431640