Kleine Formate in der Malerei. Die "Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30 cm" von Niele Toroni


Hausarbeit, 2018
24 Seiten, Note: 1.3

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Niele Toroni: Leben und Werk eines großen Malers
1.1. Niele Toroni – Lebensdaten
1.2. „Ein Universum ganz aus Punkten“: das Oeuvre Niele Toronis
1.3. „Keine Punkte male ich“ – Die Bedeutung der Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm

3. Niele Toronis Werk als Kleine Formate
3.1. Exkurs: die Schwierigkeit einer Definition des Kleinbegriffs
3.2. Pinselabdrücke Nr. 50 widerholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm als Kleine
3.3. Pinselabdrücke Nr. 50 widerholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm als Formate

Schlussbetrachtungen

Bibliografie
Literatur und Quellenverzeichnis
Internetressourcen
Bild- und Abbildungsnachweis

Einleitung

Kleine Formen, Mikroformate, kleine Formate. Solchen Begriffen begegnet man meistens in wissenschaftlichen Texten über Literatur. Doch in der Kunst gibt es, oder soll es auch Kleine Formen geben. Die vorliegende Arbeit untersucht wie kleine Formate in der Malerei vorkommen und woran sie in einem Kunstwerk zu erkennen sind. Geeignet für die Untersuchung ist Niele Toroni, ein Maler der Abstrakten Kunst, ein ‚großer Künstler‘[1].

Es soll als erste angemerkt werden, dass Niele Toroni nicht nur ein Maler ist; er schreibt kleine Texte. Seine Kurzgeschichten – am Beispiel von Allons Enfants (1962), Chère Famille (1964) L’Histoire de Lapin Tur (1976)[2] –, die in die Kategorie der Kinderliteratur zugeordnet werden können, bringen den Leser zum Nachdenken über die Kunst und das Leben. Die Untersuchung seines literarischen Schaffens ist allerdings in dieser Arbeit von vornherein ausgeschlossen. Was hierfür relevant ist, ist sein künstlerisches Werk. Dieses wurde während seiner Laufbahn und insbesondere in den Anfängen aus dem einen oder anderen Grund kritisiert. Heute ist Niele Toroni ohne Zweifel ein großer und sehr berühmter Künstler.

„In Anerkennung seines konsequenten Lebenswerkes geht der 13. Rubenspreis 2017 an den 1937 im Tessin geborenen Schweizer Künstler Niele Toroni …“[3] So lautet die Begründung durch die fünfköpfige Fachjury der Verleihung des 13. Rubenspreises der Stadt Siegen (2017) an Niele Toroni. Dieser seit 1955 von der Stadt Siegen eingeführten Preis, der alle fünf Jahre einem lebenden europäischen Künstler verliehen wird und zu den renommiertesten internationalen Kunstpreisen zählt, war nicht der erste Kunstpreis für Niele Toroni. Dem schweizerischen (Konzept)Künstler, der Pinselabdrücke malt, wurden bereits zahlreiche andere Preise verliehen. Durch die zahlreichen Ausstellungen die ihm gewidmet wurden, gilt der schweizerische Künstler als einer der bedeutendsten seiner Zeit in seiner Kunstrichtung. Ob seine Kunst so groß (im Sinne von wichtig/bedeutend) ist, wie sie betrachtet wird, oder ob sie eher klein ist (im Sinne von unbedeutend) bleibt eine offene Frage, die jeder Kunstinteressierte für sich beantworten kann. In der vorliegenden Arbeit möchte ich nicht auf diese Frage eingehen. Das ‚Klein-Sein‘, wovon in der vorliegenden Arbeit die Rede ist, beruht nicht auf der Wichtigkeit, sondern bezieht sich auf die innere Form bzw. die innere Struktur von Niele Toronis Arbeiten. Die Arbeit möchte damit zeigen, dass Niele Toronis Werken, die Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm[4] als „Kleine-Formate“ betrachtet werden können.

Durch die ausführliche Untersuchung von Niele Toronis Werk möchte ich einen Einblick darüber verschaffen, wie das Kleine und die kleinen Formate in der Malerei auftreten und ab wann ein Kunstwerk als Kleines Format betrachtet werden könnte.

Die Arbeit wird in zwei Hauptteile gegliedert, wobei der erste Teil dem Künstler und seinem Werk besondere Beachtung widmet. In diesem Teil werden eine Kurzbiographie von Niele Toroni, seine Arbeitsmethode, sein Werk und seine Kunstrichtung dargestellt, womit er als ‚Künstler des Kleinen‘ gilt. Weiterhin interessiert in diesem Teil der Kontrast zwischen der Art und Weise, wie die Arbeit von Niele Toroni rezipiert wird, wie seine Arbeit wahrgenommen wird und der, wie sich der Maler selbst wahrnimmt, wie er sein Werk versteht und was er von den Betrachtern erwartet. Diese ausführliche Beschäftigung mit ihm und seinem Werk ermöglicht es die Begriffe des Kleinen und des Formats auf seine Arbeit zu beziehen. Im zweiten Teil geht es durch die theoretische Annäherung darum, wie das ‚Klein-Sein‘ und das ‚Format-Sein‘ seines Werkes zum Ausdruck kommen. Hierbei wird gezeigt, dass die Pinselabdrücke Nr. 50 widerholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm in sich Kleine und Formate, formatierte Kleine oder am besten gesagt kleine Formate sind. Dazu werden erstmal die verschiedenen Definitionsversuche der Begriffe dargelegt, um anschließend auf die Erläuterung von Michael Niehaus einzugehen, der sich sehr ausführlich mit den Begriffen des Kleinen und des Formats beschäftigt hat.

1. Niele Toroni: Leben und Werk eines großen Malers

1.1. Niele Toroni – Lebensdaten

Niele Toroni wurde am 15. März 1937 in Muralto (in der Schweiz) geboren. Dort verbrachte er seine ganze Kindheit bei seinen Eltern, einer Mutter, die eine schöne Stimme hatte und gerne Klavier spielte, und einem von der Forellenfischerei begeisterten Vater, den Niele Toroni immer begleitete[5]. Nach einem Abschluss an der pädagogischen Hochschule 1956 ging er nach Maroggia, um zu unterrichten, wobei er an Abenden zu malen versuchte, bis er sich endgültig dazu entschloss, diesen Beruf auszuüben. Dafür verließ er seine Heimatstadt im Jahr 1959 für Paris, um sich dort der Malerei zu widmen: „im Jahr 1959 beschloss ich, nach Paris zu gehen, um ‚Malerei zu machen‘. Heute, am 6. Dezember 1986, bin ich noch immer da und mache Malerei“[6], sagt Toroni in seiner Autobiografie. 1966 gründete Niele Toroni zusammen mit seinen Zeitgenossen Daniel Buren, Olivier Mosset und Michel Parmentier eine Künstlergruppe, die sie nach ihren Nachnamen benannten: BMPT (für Buren, Mosset, Parmentier und Toroni). Die BMPT kennzeichnete sich mit ihrer radikalen Verweigerung, in der Kunst eine Botschaft zu vermitteln; die Gruppe stellte somit die traditionellen Methoden und Konzepte in Frage[7]. Seit 1959, seit Niele Toroni sich in Paris niedergelassen hat, malt er immer noch ausschließlich Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm.

1.2. „Ein Universum ganz aus Punkten“: das Oeuvre Niele Toronis

Dass Niele Toroni ein großer Künstler ist, steht außer Debatte, zumindest in der Kunstwelt. Museen und Kunstvereine sowie Kunstinteressierte haben bisher sehr viel Interesse an der Malerei von Niele Toroni gezeigt. Der Maler zählt nämlich über 30 Solo-Ausstellungen, über 10 Gruppenausstellungen und hat renommierte Preise gewonnen, unter anderem den „Grand Prix National de la Peinture en France“ (1995), den „Prix Meret Oppenheim“ (2012) und den „Rubenspreis der Stadt Siegen“ (2017)[8]. Aber woraus besteht eigentlich sein Werk?

„Ein Universum ganz aus Punkten“[9], so lautet der Titel eines Artikels über Niele Toroni im Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung vom 1. Juli 2017. Seit über 50 Jahren malt der schweizerischer Künstler tatsächlich nur und nur – punktförmige – Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30 Cm. Was bedeutet das genau und warum erregt das Werk so viel Aufmerksamkeit?

Niele Toroni führt als Maler eine sehr einfache, jedoch strikte Arbeit. Er malt die Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30 Cm. Diesen Titel tragen all seine Bilder seit 1959. Er signiert seine Bilder nicht, sondern er datiert sie nur und er betitelt sie immer mit dem gleichen Satz. Der Grund dafür ist einfach:

„Im Grunde liegt mir daran, dass man das, was ich malerisch mache, interessant findet, ohne sich zu fragen, wer das gemacht hat, genauso wie man Fresken anonymer Maler aus dem 12. Jahrhundert entdeckt“.[10]

Das einzig Wichtige in der Kunst sollte, seiner Einstellung nach, das Werk und nicht der Künstler sein.

Die Arbeitsmethode von Niele Toroni lässt sich in den folgenden Sätzen auf den Punkt bringen: auf einem vorhandenen Untergrund wird ein Pinsel Nr. 50 – ein 50 mm breiter flacher Pinsel – in regelmäßigen Abständen von 30Cm aufgetragen. Die ausgewählte Farbe für die Abdrücke ist von der Farbe des Untergrunds abhängig. Der Untergrund kann alles Mögliche sein (Leinwand, Baumwollstoff, Papier, Waschtuch, Mauer, Fußboden, Zeitung…); Niele Toroni malt häufig direkt am Ausstellungsort. Jedes Werk hat eine homogene, ungemischte Farbe, während die Form des Gesamtwerks variieren kann (Quadrat, Dreieck, Rund…).[11]

Fig 1: Niele Toroni: Toroni: Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30 Cm, 2017, Acryl auf Wand Museum für Gegenwartskunst Siegen

Photo: Mèhèza Kalibani, 10.11.2017

Was will Niele Toroni mit seinem Werk bewirken? Beim Betrachten seiner Bilder können Fragen entstehen: was steckt eigentlich dahinter? Was könnten diese ‚Punkte‘ bedeuten? Bedeuten sie etwa das Schweigen, das der russische Künstler und Kunsttheoretiker Vasilij Kandinsky als Bedeutung des Punktes in der Malerei darlegt? Laut Kandinsky, bedeutete der Punkt in der Malerei das Null, die Zurückhaltung, das Schweigen, die Unterbrechung, die Brücke von einem Sein zum anderen; der Punkt sei ein selbständiges Wesen, er bilde den ersten Zusammenstoß des Werkzeuges mit der materiellen Fläche, mit der Grundfläche (Papier, Leinwand, Holz…); er sei die zeitlich knappste Form, habe keine gewisse Größe und Form und könne unterschiedliche Formen bzw. Größe haben je nach Künstler und Werk. Der Punkt habe eine äußere Grenze, der seine äußere Form bestimme und er könne Neigung zu anderen geometrischen Formen nehmen[12].

Das Klein-Sein eines Werkes könnte man in gewisser Weise mit dieser Idee der Zurückhaltung und des Schweigens definieren. Aber gälte so eine Definition auch für Niele Toronis Bilder? Interessant für die Beantwortung dieses Werkes wäre, zu analysieren, wie Niele Toroni selbst sein Werk definiert, versteht und was er von den Betrachtern erwartet.

1.3. „Keine Punkte male ich“ – Die Bedeutung der Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm

„Man sagt, dass ich Punkte male; keine Punkte male ich, also nicht mehr Punkte als Quadrate oder Blumen“[13], erklärt Niele Toroni in einem Interview. Wer die Punkte sehen kann, sollte eben in der Lage sein, Blumen oder Quadrate oder Hasen oder Schmetterlinge oder auch etwas anderes zu sehen.

Fig 2: Niele Toroni: Toroni: Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30 Cm, 2015, Acryl auf Leinwand, Sammlung Lambrecht-Schadeberg, Museum für Gegenwartskunst Siegen.

Photo: Mèhèza Kalibani, 10.11.2017

Niele Toroni will in seiner Arbeit auf Inszenierungen verzichten. In der Malerei soll sich nichts verstecken. Anders als bei anderen Künstlern möchte er selbst bestimmen, was der Betrachter sehen darf. Was ist auf seinen Bildern zu sehen? Pinselabdrücke! Und was bedeuten die Pinselabdrücke? Keine Blumen, keine Quadrate, Keine Punkte, keine Menschen, kein Gott, einfach nichts! Es sind bloß nur Pinselabdrücke! Was sich in der Kunst seit Jahrhunderten durchgesetzt hat, lehnt er radikal ab. Der Spruch, wonach ein Bild mehr als tausend Worte sagt, gilt nicht für Toronis Werk. Es gibt keine Bedeutung, die man nicht direkt auf dem Bild sehen kann, keine versteckte Bedeutung:

„‚Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30 cm‘ ist der Titel aller meiner Werke. Wie ich bereits geschrieben habe, ist das der exakte Wortlaut; diese Benennung [...] sagt alles und nichts (will nichts sagen), wenn man die betreffende Arbeit nicht sieht“[14].

Der Titel seiner Arbeit ist zugleich die Beschreibung der Arbeitsmethode. Was er durch den Titel vermittelt, ist die Idee der Arbeit. Er betrachtet sich sogar nicht als Künstler, sondern als Maler; was er macht, nennt er keine Kunst sondern Arbeit, denn er erfinde nichts. Die aufgetragenen Abdrücke, sagt er, seien vom Pinsel und nicht von ihm. Er brauche bei der Arbeit keine Inspiration, sondern nur körperliche Kräfte. In den Anfängen habe er zum Beispiel die dreißig Zentimeter Abstand selbst vorher gemessen und markiert. Heute werden sie von seinem Assistenten gemessen und markiert, denn er sei alt geworden und sei nicht mehr fit genug dafür[15]. So wie er die Theorie einer versteckten Botschaft in der Kunst ablehnt, lehnt er auch alle Konzepte ab, die ihm unterstellt werden.

3. Niele Toronis Werk als Kleine Formate

Allein wegen seiner Kunstrichtung dürfte Niele Toroni als ‚Maler des Kleinen‘ bezeichnet werden. Sein Werk kann drei Kunstrichtungen zugeordnet werden, die mehr oder weniger das Kleine oder den Charakter des Kleinen am Beispiel der Reduktion und der Einfachheit in sich verkörpern: dem Minimalismus, der Konzeptkunst und der Konkreten Kunst. Bezieht man sich auf seine Arbeitsmethode, kann man sagen, dass Niele Toroni ein Künstler des Minimalismus´ ist; der Begriff „bezieht sich entweder auf die Reduktion der optischen Inhalte oder den geringen künstlerischen Aufwand für die Herstellung eines Werkes […]“[16]. Formen und Farben der Arbeiten seien auf möglichste Einfachheit, ‚primary structures ‘ (Grundstrukturen), reduziert. Manchmal seien mehrere gleiche, ‚reine‘, d. h. geometrische Formen dargestellt. Gebräuchlich seien auch maschinell gefertigte Plastiken, die als Repetition raumfüllend angeordnet werden[17].

Bezieht man sich aber auf die Form seines Werkes, seiner Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm, ist Niele Toroni wohl ein Künstler der Konkreten Kunst. „Charakteristisch für die konkrete Kunst sind geometrisch exakte Farbflächen ohne malerische Handschrift, die meist auf mathematischen Grundlagen komponiert und proportioniert sind“[18]. Diese Definition passt deshalb genau zu Niele Toronis Werk, weil der 30Cm Abstand vorher gemessen wird, bevor die gleichmäßigen Pinselabdrücke wiederholt aufgetragen werden.

Der Grundgedanke, die Philosophie und das Konzept, die als Grundlage zu Toronis Werk und der Geschichte des BMPT gilt, lässt Niele Toroni ebenfalls als Konzeptkünstler gelten. „Konzeptkunst […] ist eine Kunstform, in der das Kunstwerk nur durch die Idee, nicht aber von der ästhetischen Umsetzung definiert wird.“[19]

All diese Konzepte lehnt Niele Toroni aber vollständig ab. Auch wenn diese drei Begriffe gemeinsam die Reduktion und oder die Einfachheit als haben, gelten sie noch nicht als eine Definition des Kleinen. Was ist also das Kleine?

3.1. Exkurs: die Schwierigkeit einer Definition des Kleinbegriffs

Kleine Formate und Kleine Formen: diesen Begriffen begegnet man häufig in Arbeiten, wobei sie wie Synonyme verwendet werden – die Untersuchung in der vorliegenden Arbeit wird auf Grundlage der Definitionsversuche geführt und lässt daher dem Unterschied zwischen Form und Format außer Beachtung.

Der Begriff ‚Kleine Form‘ ist vor allem ein literarischer Begriff. Eingeführt wurde er im 19. Jahrhundert, wobei sich die Bezeichnung auf die mannigfaltigen Spielarten der Kurzprosa bezog.[20] Was die Eigenschaft der Kleinen Formen ist, erklärt das Graduierte Kolleg „Literatur- und Wissensgeschichte Kleiner Form“ der HU Berlin wie folgt:

„Kleine Formen entstehen als Abbreviaturen, durch Selektion und Verdichtung; sie stimulieren durch ihre Partikularität aber gleichzeitig Ergänzungen, können rekombiniert und amplifiziert werden und sich als Formen auf diesem Weg ganz unterschiedlich zur Geltung bringen“[21].

Wie aber in welcher Form das Kleine oder die kleinen Formen in der Kunst erscheinen, lässt das Kolleg außer Beachtung.

Auch Kulturen des Kleinen. Microformate in Literatur, Kunst und Medien [22], der einschlägige Sammelband zu diesem Thema, schlägt keine Definition des Begriffs vor. In der Einführung heißt es:

„Eine Theorie des Kleinen lässt sich im definitorischen Sinn nicht formulieren. Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge machen gleichwohl deutlich, dass sich methodische Leitfragen abzeichnen, die an Betrachtungen und Reflexionen an das Kleine gebunden sind: Zum einen bedarf es immer wieder neu der Klärung, inwiefern eine qualitative von einer quantitativen Funktionsbestimmung des Kleinen zu unterscheiden ist. So betrachtet die Mehrzahl der vorliegenden Beiträge das Kleine vorwiegend als inhaltliches Relevanzkriterium, das ungeachtet formaler Eigenschaften wie Reduktion, Konzentration und Verdichtung Verfahren der Entfaltung und Ausdehnung in Gang setzt“[23].

Daraus ist zu verstehen, dass es keine konkrete Definition des Kleinen gibt. Jens Schröter meint aber in seinem Beitrag zu diesem Sammelband, dass etwas als Kleines definiert werden könnte in Bezug auf bestimmte Kriterien wie die Größe und die Wichtigkeit:

„Die Frage, ob es kleine oder große Medien gibt scheint zunächst abwegig. Bei großen oder kleinen Formen kann man sich noch vorstellen, was gemeint sein könnte: Monumentale, wandfüllende Bilder vs. kleine Miniaturen; sehr kurze Musikstücke vs. sehr lange Symphonien – erstes also groß und klein im ganz psychischen Sinn. Zweitens haben groß und klein – sicher nicht zufällig – eine weitere Bedeutung. Es können wichtige vs. unwichtige Formen gemeint sein“[24].

Gleichzeitig mach Schröter darauf aufmerksam, dass so eine Definition auf diesen Grundlagen täuschen könnte:

„Diese beiden Bedeutungsebenen müssen sich nicht decken – zwar sind die monumentalen Gemälde Jackson Pollocks nicht nur psychisch groß, sondern auch für die Geschichte der modernen Malerei wichtig (jedenfalls sehen wir das heute so), doch es kann auch wichtige kleine Formen geben, wie z.B. Kurzgeschichten von Alice Munro“.[25]

Wenn Fritz Novotny seinerseits von ‚kleine[r] Form‘ in seinem Artikel Die ‚große‘ und die ‚kleine‘ Form in der Malerei des Nationalismus. Bemerkungen zur Kunst Wilhelm Leibls [26] spricht, dann ist es ganz anders als bei Schröter. ‚Kleine Form‘ verwendet Novotny als Widerspruch zu ‚große[r] Form‘. Mit ‚Kleine[r] Form‘ wird bei ihm die Komposition, das heißt der Bildaufbau aus den kleindimensionierten Formelementen gemeint - in Opposition zur formalen Gestaltung mit großen Einzelelementen.[27]

Aber was sind wohl kleine Formen bzw. kleine Formate im ästhetischen Sinne und woran erkennt man sie in der Malerei? Stellen wir zum Beispiel das Postulat auf, dass das Bauernkriegspanorama [28], Werner Tübkes gigantisches Bild im Panoramamuseum Frankenhausen, keine kleine Form bzw. kein Format ist. Die Frage die dann entsteht wäre: was macht aus diesem Bild kein kleines Format? Sind es die auf die Leinwand gemalten 3000 Menschen oder eher die monumentale Leinwandfläche (1722 m²), die aus diesem Werk eines der größten Tafelbilder allezeit macht? Bezieht man sich auf die Fläche, entsteht wiederum die Frage, ob die Miniaturmalereien der Sammlung Tansey[29] mit sehr vielen Farben und komplexen Bildstrukturen zwangsläufig ‚kleine Formate‘ sind, da sie formell sehr klein sind. Bezieht man die Argumentation auf die 3000 Menschen also auf die Vielfalt an Gegenständen und die komplexe Struktur des Bauernkriegspanorama [s] , lässt sich auch die Frage stellen, ob Ohne Titel [30], Olivier Mossets Bild in der Dauerausstellung des Pariser Musée d’art moderne ein kleines Format deshalb ist, weil nur ein „O“ auf die Leinwand gemalt wurde, also weil es eine einfachere Struktur hat (Fig. 3).

Fig 3: Olivier Mosset: Ohne Titel, 1969, Öl auf Leinwand, Musée d’art moderne de la ville de Paris.

Photo: Mèhèza Kalibani, 23.12.2017

Sollte man sich auf die Wichtigkeit des Werkes beziehen, wie Jens Schröder die Idee des Kleinen betrachtet, dann wäre Ohne Titel wohl eine große Form bzw. ein großes Format, denn Olivier Mosset ist wie Niele Toroni Mitgründer der Gruppe BMPT, die die moderne Konzeptkunst sehr beeinflusst hat und er ist ein bedeutender Künstler und seine Arbeiten bedeutende Kunstwerke.

Es bleibt also schwierig eine plausible Antwort auf solche Fragen zu finden, da diese Begriffe oft relational verwendet werden. Allerdings ist meines Erachtens die Erläuterung von Michael Niehaus schon verständlich und wichtig, um diese Begriffe zu fassen. In seinen Vorüberlegungen im Rahmen des Projekts „Kleine Formen“ an der Universität Paderborn beschäftigt sich Niehaus ausführlich damit, was als Kleine betrachtet werden kann und was ein Format ist. Im Gegensatz zu Jens Schröder ist das Kleine in seinem Verständnis nicht der Spiegel des Großen:

„Es soll dem Großen nach Möglichkeit nicht in der Weise gegenübergestellt werden, dass es – räumlich gesehen – als ein Teil (oder Detail) eines Großen und Ganzen aufgefasst wird oder dass es – zeitlich gesehen – als etwas gedacht wird, das größer werden (also noch wachsen) kann oder größer gewesen (also geschrumpft) ist. Und in anderer Weise wird das Kleine an und für sich verfehlt, wenn wir es in irgendeiner Weise als Spiegel des Großen begreifen (Mikrokosmos/Makrokosmos) oder als verkleinertes Modell oder Miniatur.“[31]

Michael Niehaus schlägt in der Arbeit keine pauschale Definition des Kleinbegriffs vor, sondern er untersucht die Merkmale bzw. die Eigenschaften des Kleinen. Die meisten dieser Eigenschaften kann man auf Niele Toronis Pinselabdrüke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm beziehen.

3.2. Pinselabdrücke Nr. 50 widerholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm als Kleine

Es soll nicht bezweifelt werden - zumindest wenn man seine Auszeichnungen in Betracht zieht –, dass Niele Toroni ein großer Künstler ist und dass sein Lebenswerk bedeutend also ‚groß‘ ist. Der in diesem Teil verwendete Kleinbegriff beruht daher nicht auf der Wichtigkeit oder der Qualität des Werkes, sondern er bezieht sich auf die Form und den ästhetischen Inhalt des Werkes.

Michael Niehaus zufolge, lässt sich das Kleine durch folgende Eigenschaften erkennen: das Kleine sei unscheinbar, beweglich, schnell, variabel, überschaubar, pluralisch und das Kleine entziehe sich.[32] Wie diese Eigenschaften bei Niele Toroni zum Ausdruck kommen, wird im vorliegenden Kapitel hervorgehoben.

„Das Kleine ist unscheinbar […] weil das Kleine unscheinbar ist, muss man näher herangehen […] oder man muss sich näher darauf einlassen, um es würdigen zu können […] Zur Unscheinbarkeit des Kleinen gehört auch die Bescheidenheit“[33]

Das Werk von Niele Toroni findet sein Konzept in dieser Aussage vertreten. Die Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm werden oft mit der Dekoration im Ausstellungsraum vermischt. Das Werk fällt à priori nicht und sehr selten als Kunstwerk auf. Niele Toroni bringt mit diesem Werk ein neues Konzept hervor, wobei die Wand nicht mehr als Untergrund gilt, den die Farbe übermalt. In seinen Bildern gibt es eine Interaktion, ein Zusammenspiel zwischen Farbe und Untergrund, zwischen Motiv (Bild/Werk) und Raum, sodass das Bild mehr Aufmerksamkeit vom Betrachter erfordert. Kennt man Niele Toroni nicht und ist man seinen Pinselabdrücken nie begegnet, kommt man selten beim ersten Mal auf die Idee, es handle sich um ein Kunstwerk. Sein Ruf und die Berühmtheit seines Werkes haben mehr mit seiner Persönlichkeit zu tun als mit dem Werk selbst. In der Reduzierung auf die gleiche Malweise und des gleichen Malprinzips in jedem Bild, der Betitlung jedes Bildes mit den gleichen Wörtern („Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm“) sowie dem geringen Aufwand[34] beim Schaffungsprozess liegt die Bescheidenheit seiner Arbeit. Sein Werk ist also vom Schaffungsprozess unscheinbar und von der Sichtbarkeit überschaubar. Um die gemalten Pinselabdrücke zu würdigen, muss man sie auch näher betrachten. Niele Toroni sagt zurecht, dass er keine Punkte male. Betrachtet man das Werk von der Ferne, kann man – je nach Betrachter – Quadrate oder Punkte sehen (Fig. 2), oder man kann sich etwas in diese Richtung vorstellen. Betrachtet man die Pinselabdrücke etwas näher, stellt man aber fest, dass sie keine bestimmten Konturen haben, keine geometrischen Formen sind und dass jeder Pinselabdruck anders ist als der andere. Dieser Umstand des korrekten Wahrnehmens nur bei Betrachtung aus der Nähe, widerspiegelt die Unscheinbarkeit des Werkes.

„Das Kleine ist beweglich […] Dem Beweglichen attestieren wir auch einen höheren Grad an Unabhängigkeit; das Kleine ist nicht von so vielen Faktoren abhängig wie das Große“[35]: die Beweglichkeit von Toronis Werk liegt recht gut in seiner Unabhängigkeit. Bei Toroni können alle Flächen als Untergründe für die Malerei dienen; er malt häufig an Ausstellungorten. Die Beweglichkeit seiner Pinselabdrücke liegt in ihrer Anpassungsfähigkeit; sie können überall entstehen. Seine Ausstellungen sind aus diesem Grund weniger aufwendig. Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, bei deren Ausstellungen viele Werke ausgeliehen und befördert werden müssen, was Zeit und Aufwand kostet, braucht man im Fall von Niele Toroni kaum solchen Aufwand. Das Allwichtigste dabei ist, dass sich der Maler an den Ausstellungsort begeben kann. Auf die Frage, warum er sich dafür entschieden hat, am Ausstellungsort zu malen, antwortet Niele Toroni, dass bestimmte Anlagen damit vermieden werden können, die nicht mit der Malerei zu tun hätten (Transport, Versicherung, Leihgaben usw.)[36]

„Das Kleine ist schnell […] Beim Kleinen benötigt man nicht nur weniger Kraft, um die Trägheit des Körpers (und die Haftreibung) zu überwinden, sondern das Kleine lässt sich auch leichter beschleunigen. Die Schnelligkeit des Kleinen gründet wie seine Beweglichkeit vor allem in seiner Leichtigkeit.“[37]

Die genaue Zeit bis zur Entstehung eines Kunstwerks ist unterschiedlich bei jedem Künstler und für jedes Werk. Es gibt Werke, die nur Stunden und welche, die Jahre benötigen. Es ist auch schwierig zu definieren, ab wann die Entstehung eines Werkes schnell ist. Aber die Arbeit von Niele Toroni scheint leicht zu sein, oder , sagen wir es pauschal, ist leicht und man kann mit Sicherheit sagen, dass sie schnell ist: im Rahmen des Projektseminars „Die Nacht im Museum“ (für Gegenwartskunst Siegen in Kooperation mit der Universität Siegen) im Sommersemester 2017 hatten wir – die TeilnehmerInnen – die von Niele Toroni auf die Wände des Museums für Gegenwartskunst gemalten Pinselabdrücke gezählt. Es waren über 1500 Abdrücke, wobei der Künstler noch beim Malen für die Ausstellung (02.07. – 15.10.2017) war. 1500 Pinselabdrücke am Freitag den 29. April 2017, obwohl der Künstler erst am 3. März 2017 in Siegen eingetroffen war[38]. Diese Zahl kann man als Bestätigung betrachten, dass seine Arbeit einen geringen physischen Aufwand erfordert und daher zeitlich schnell ist bzw. schnell entsteht.

„Das Kleine ist variabel […] Dass das Kleine variabel ist, bedeutet daher zunächst einmal, dass es eine größere Vielfalt aufweist (jedenfalls, wenn man genauer hinschaut)“[39]: hierzu passt nochmal die Einzigartigkeit jeden Pinselabdrucks. Wenn man denkt er würde immer das gleiche Malen, erwidert Niele Toroni:

„[,dass es] falsch und zugleich dumm ist. Ich selbst weiß nie im Voraus, wie das, was ich male, tatsächlich aussehen wird. Jeder mag mit Fug und Recht sagen, dass ihn meine Malerei/Arbeit nicht interessiert, jedoch nicht, dass sie immer gleich ist. Keine Arbeit ist wie die andere, denn kein Pinselabdruck Nr. 50 [ist] wie der andere. Von daher ist die mechanische Reproduktion nicht möglich“[40].

Die Pinselabrücke haben keine geographisch bestimmten Konturen und sind alle unterschiedlich. Alle seit über 50 Jahren gemalten Pinselabdrücke sind einzigartig. In dieser Einzigartigkeit jeden Pinselabdrucks gründet die Variabilität des Werkes Niele Toronis. Mit der Ozean-Metapher erklärt er oft das Prinzip der Vielfältigkeit seiner Arbeit: „You can look at the ocean every day, but it is never the same sea.“[41]

„Das Kleine ist pluralisch“[42]: auch wenn die Pinselabdrücke immer anders aussehen, basiert Toronis Arbeit auf der ständigen Wiederholung: „Es gibt nichts alltäglicher, nichts normaler als die Wiederholung. Uns fällt nicht mehr auf als die Wiederholung unseres Herzschlags, ob man schläft oder wach ist… ohne Wiederholung sind wir tot“, erklärt Toroni[43]

Das Werk entsteht durch die Wiederholung von den gleichen Gesten, der gleichen Arbeit(sweise), wobei das Resultat anders aussieht, wenn man genauer hinschaut. Und es gibt auch keinen Einzelabdruck als Werk. Das Werk besteht aus der Wiederholung der Abdrücke, daher der Titel des Werkes immer im Plural: „Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm“.

Durch die Untersuchung der Eigenschaften des Kleinen ist klar geworden, dass die Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm als Kleine gelten. Der nächste Punkt erläutert, inwiefern sie als Formate gelten.

3.3. Pinselabdrücke Nr. 50 widerholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm als Formate

Das „Format“ ist ein terminus technicus, ein technischer Begriff, der in verschiedenen Zusammenhängen verwendet wird und der sich während der letzten Jahrzehnte in den verschiedensten Bereichen der Alltagssprache ausgebreitet hat[44].

Das Format wird Niehaus zufolge konzipiert, geregelt, normiert, um anderen bereits formatierten Objekten angeglichen zu werden. Mit der Festlegung seiner Arbeitsmethode und seines -Konzepts, hat Niele Toroni bereits 1959 seine Arbeit formatiert. Die Arbeitsmethode mit der Festlegung des Abstands (30Cm) und der Auswahl des Pinsels (Nr. 50), gelten als Baustein für alle Werke, die seit 1959 entstanden sind. Die Pinseladrücke Nr. 50, auch wenn sie alle immer anders sind, und sogar die einzelnen Werke gelten als Formate, denn jedes Werk entsteht, nachdem dieser Formatierung gefolgt worden ist. Jedes Werk entsteht nach der gleichen Regel: auf dem vorhandenen Untergrund wird ein Pinsel Nr. 50 in regelmäßigen Abständen von 30Cm aufgetragen. Es heißt in Niehaus‘ Erläuterung: „Die Formatierung erfolgt durch eine wiederholbare Prozedur, die auf ein bestimmtes Objekt angewendet wird.“[45] Diese widerholbare Prozedur ist das, was all den Werken von Niele Toroni gemeinsam ist: ein Pinselabdruck je 30 Cm. Man kann mit Niehaus mit der Aussage resümieren, dass Formatierung „ […] Vereinheitlichung und Zurichtung“[46] ist.

In seiner Arbeit kommt Niehaus dazu, Jörg Dieter zu zitieren, der zwischen ‚inneren Formaten‘ – und ‚äußeren Formaten‘ unterscheidet:

„[…] äußere Formate nennt er technisch, die inneren strukturell. In ihrer Überschneidung bildet sich ihm zufolge das kommunikative Format: äußere und innere Formate gehen oft Verbindungen ein. Bewährt sich eine solche Verbindung, so dass sie immer wieder verwendet wird, entsteht ein kommunikatives Format. Ein kommunikatives Format wird sowohl von technischen als auch von strukturellen Eigenschaften geprägt‘. Ein rohes Beispiel: Derselbe Text kann – als inneres Format – auf verschiedene Träger als äußere Formate geschrieben werden, zum Beispiel in Stein gehauen oder einen Notizblock (in diesem Fall ist das äußere oder technische Format also schlicht ein Trägermedium). Kommunikative Formate wären in diesem Beispiel der auf einen Notizblock geschriebene Einkaufszettel oder der in Stein gehauene Gesetzestext (aber eben nicht umgekehrt)“[47]

Bezieht man sich auf Dieter, wäre das äußere Format im Fall von Niele Toroni der Untergrund (Leinwand, Wand, Zeitung, Mauer etc.). Der Untergrund ist aber variabel bei Niele Toroni, es gibt also kein kommunikatives Format. Dementsprechend kann man bei ihm nur vom variablen äußeren Format und vom ständigen, wiederholbaren inneren Format sprechen. Was als – inneres – Format betrachtet werden soll, ist also der strukturelle Inhalt. Die Pinselabdrücke gelten also als Formate wegen des Wiederholungsprinzips (je 30Cm) innerhalb des gleichen Werkes und auf allen Werken.

Auch interessant und passend zu Toronis Arbeit ist der von Niehaus erläuterte Zusammenhang zwischen Format und Kleinem. Ihm Zufolge:

„[…] hat das Format an und für sich eine Affinität zum Kleinen. Das liegt zunächst deswegen auf der Hand, weil der Begriff des Formats erstens auf eine Beschränkung verweist und zweitens auf eine Pluralität. Eine Sache, die nur einmal vorkommt, hat kein Format.“[48].

Die Bescheidenheit der Arbeit von Niele Toroni, die darin besteht, die gleiche Malweise seit über 50 Jahren auszuüben und die relativ kleine Größe jedes Pinselabdrucks können dementsprechend als Beschränkung betrachtet werden, womit der Künstler das Arbeitsfeld und seine Kunstrichtung für seine ganze Laufbahn rahmt. Seine Werke können in diesem Zusammenhang so gut als Kleinen wie als Formate betrachtet werden.

Eine andere Eigenschaft des Formats ist die Zugehörigkeit zu einem Ganzen:

„Das als klein aufgefasste Formatierte wird weiterhin genau dann zu einem Spielraum (einem Freiraum), wenn es sich – über die äußerliche Formatierung hinaus – nicht als Miniatur oder als Modell begreift, oder als Teil eines Ganzen, dem es irgendwie ‚verpflichtet’ ist. An die Stelle einer Verpflichtung, sich als Teil eines Ganzen (z.B. gemäß organistischer Vorstellungen) als ‚würdig’ zu erweisen, ist eben – sozusagen ‚von Rechts wegen’ – die Formatierung getreten“.[49]

Das Format ist also ein Format nur wenn es Teil eines Ganzen ist. Die wiederholten Abdrücke gelten als Werk, nur wenn sie zusammen sind. Sollte man einen davon isolieren, würde er allein nicht mehr gültig sein, nicht als Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm und somit auch nicht mehr als Format.

Man kann mit Niehaus‘ Aussage zusammenfassen:

„Das einzelne formatierte Produkt wird im Hinblick auf seine Eingepasstheit in eine größere Struktur beobachtet; es ist nicht einzigartig, sondern hat – in Bezug auf diese größere Struktur – funktionale Äquivalente; es ist auf Wiederholung im selben Schema und damit auf Serialität bezogen; es wird häufig als ‚Baustein’ bezeichnet, der zwar in sich schlüssig ist und insofern eine Einheit darstellt, aber gleichwohl (wie ein Modul) unterschiedlich einsetzbar und verschiebbar. Von den Merkmalen, die dem Kleinen an und für sich zugeschrieben wurden, können das Pluralische, das Bewegliche, das Variable und das Schnelle ohne weiteres für all das geltend gemacht werden, was man unter dem Blickwinkel seiner Formatiertheit beobachten möchte. Dass das Formatierte überschaubar und unscheinbar ist, wird man freilich nicht unbedingt sagen wollen, und erst recht nicht, dass das Formatierte sich entzieht. Damit war insbesondere gemeint, dass das Kleine fremden Blicken verborgen werden kann, dass es leicht verloren gehen kann und schwer wiederzufinden ist. Eben dies trifft auf das Formatierte nicht zu, denn die mit der Formatierung verbundene Zuweisung eines Platzes dient ja gerade der Wiederauffindbarkeit – der Erkennbarkeit und der Identifizierbarkeit.“[50]

Fig 4: Niele Toroni: Cabinet de peinture. Empreintes de Pinceau n° 50 répétées à intervalles réguliers de 30Cm, 1989, Musée d’art moderne de la ville de Paris.

Photo: Mèhèza Kalibani, 23.12.2017

Die Wiedererkennbarkeit ist deutlich in der Arbeit von Niele Toroni: wer schon mal im Pariser Musée d’art moderne war und die Intervention (Fig. 4)[51] von Niele Toroni auf der Wand des Museums gesehen hat, bräuchte nicht mehr nach dem Namen des Künstlers zu fragen, wenn er auf das Werk (Fig 1) des gleichen Malers im Museum für Gegenwartskunst stößt; die wiederholte Struktur ist eindeutig, auffällig und leicht zu erkennen, wenn man sie schon gesehen hat. Deshalb sind die Pinselabdrücke von Niele Toroni als Format anzusehen.

Durch die Untersuchung des Werkes, des Schaffungsprozesses und des Grundgedanken der Arbeit von Niele Toroni, wurde in der vorliegenden Arbeit gezeigt, dass die Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm als „Kleine“ und „Formate“ gelten und als „Kleine Formate“ betrachtet werden können.

Schlussbetrachtungen

Niele Toroni ist, ob er will oder nicht, ein Künstler des Minimalismus und ein Konzeptkünstler. Seine Arbeitsmethode, die Einfachheit seiner Arbeit und die Reduzierung auf einfache Formen lässt seine Arbeit sich in diese Kunstrichtungen einordnen. Der bekannte Maler der Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm hat seit einem halben Jahrhundert seine Arbeitsmethode nie verändert und ist immer unnachgiebig gewesen, was die Bedeutung seines Werkes angeht. Er lehnt entschieden ab, dass es eine versteckte Bedeutung in seinem Werk gibt außer der, die durch den Titel zu verstehen ist.

Die Untersuchung der verschiedenen Definitionsversuche hat zu verstehen gegeben, dass es keine konkrete Definition des Begriffs des kleinen Formats im theoretischen Sinn gibt. In Anlehnung an Michael Niehaus wurde gezeigt, in welcher Hinsicht Niele Toronis Werke als kleine Formate gelten. Die von Niehaus dargelegten Eigenschaften des Kleinen wie die Beweglichkeit, die Schnelligkeit, die Variabilität, die Überschaubarkeit und die Pluralität, konnten durch einen aufmerksamen Blick auf Niele Toronis Werk bezogen werden.

Auch Formate sind Niele Toronis Pinselabrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm. Der Formatbegriff, der vor allem in der Technik verwendet wurde und sich allmählich in den Alltagsgebrauch ausbreiten konnte, kann auf Niele Toronis Arbeit übertragen werden. Das Format-Sein von Niele Toronis Werk kennzeichnet sich in allen Werken durch das Arbeitskonzept, die Normierung, die Regelung und die Vereinheitlichung der Arbeitsmethode. Das seit 1959 festgelegte Verfahren und die Malweise sind für sein Gesamtschaffen bis heute einheitlich und wiederholt sich in jedem Werk von Niele Toroni, sodass sich die Werke ähnlich jedoch nicht gleich sind.

Beschränkung und Pluralität sind weitere Eigenschaften des Formats, die bei Niele Toroni vorkommen. Die Arbeitsmethode ist auf das eine Gleiche beschränkt und die Pinselabdrücke, die in der Arbeit als Formate gelten, sind immer mehr als eins in jedem Bild, daher ihre Pluralität.

Als letzte Eigenschaft des Formats kommt die Wiedererkennbarkeit. Die Pinselabdrücke von Niele Toroni, wenn man sie schon einmal gesehen hat, sind leicht zu erkennen beim zweiten Mal, denn die Methode ist gleich, der Abstand zwischen den Abdrücken ist überall gleich und alle Bilder sind sich von der inneren Struktur her sehr ähnlich.

Im Hinblick auf die Eigenschaften des Kleinen und des Formats, ist zu behalten, dass das Format eine Affinität zum Kleinen hat und zwar durch seine Beschränkung und seine Pluralität hat, was bei Niele Toroni auch sichtbar ist. Daher gelten seine Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm als Kleine Formate.

Bibliografie

Literatur und Quellenverzeichnis

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Besson, Christian: „L’énoncé et son supplément“, in: Niele Toroni et al.: Niele Toroni: Catalogue raisonnable: 1967-1987: 20 ans d'empreintes, Nice 1987, S. 135-146.

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Novotny, Fritz: „Die ‚große‘ und die ‚kleine‘ Form in der Malerei des Nationalismus. Bemerkungen zur Kunst Wilhelm Leibls“, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 25, 1972, S. 276–284.

Osterwold, Tilmann: (Hrsg.): Niele Toroni (Ausst. Kat., Würtenbergischer Kunstverein Stuttgart, 18. April– 9. Juni 1991), Stuttgart 1991, o. S.

Schröter, Jens: „Sehr kurze Bewegungsbilder. Zu einer kleinen Form“, in: Sabine Autsch, Claudia Öhlschläger, Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Microformate in Literatur, Kunst und Medien, Paderborn 2014, S. 251-264.

Toroni, Niele: „Autobiografie. Autobiography“, in: Museum für Gegenwartskunst Siegen (Hrsg.): Niele Toroni. 13. Rubenspreisträger der Stadt Siegen (Ausst. Kat., Niele Toroni. 13. Rubenspreisträger der Stadt Siegen, Siegen 2. Juli – 12. Oktober 2017), Köln 2017, S. 58-61.

Internetressourcen

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The Museum of Modern Art: Color Chart: Footage of Niele Toroni painting interventions, in: https://www.youtube.com/watch?v=d2WvmSIstfU [08.04.2018].

Bild- und Abbildungsnachweis

Mosset, Olivier: Ohne Titel, 1969, Öl auf Leinwand, Musée d’art moderne de la ville de Paris, Paris.

Toroni, Niele: Cabinet de peinture. Empreintes de Pinceau n° 50 répétées à intervalles réguliers de 30Cm, 1989, Musée d’art moderne de la ville de Paris.

Toroni, Niele: Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30Cm, 1959-2017 (Alle Bilder).

Tübke, Werner: Bauernkriegspanorama, 1983-87, Öl auf Leinwand, 14 x 123m , Panorama Museum, Bad Frankenhausen.

[1] Niele Toroni bekennt sich nicht als Künstler, siehe Punkt 1.3. in der vorliegenden Arbeit.

[2] Vollständige Liste Niele Toronis literarisches Werk in CapC Musée d’art contemporain de Bordeaux (Hrsg.): NieleToroni, (Ausstellungskatalog, CapC Musée d’art contemporain de Bordeaux, 31. Oktober 1997 –11 Januar 1998), Bordeaux 1998, S. 136.

[3] Stefanie Scheit-Koppitz, Sabine Schutz: Stadt siegen und Museum für Gegenwartskunst Siegen. Der 13. Rubenspreisträger der Stadt Siegen heißt Niele Toroni, in: http://www.mgk-siegen.de/deu/presse/presse/pressemitteilungen/februar-2016_niele-toroni-ernannt-zum-13-rubenspreistraeger.html [08.04.2018].

[4] Dieser Titel wird in der ganzen Arbeit für alle Werke von Niele Toroni verwendet. Sollte es sich um ein explizites Werk gehen, wird das Entstehungsjahr in Klammern gesetzt.

[5] Vgl. Niele Toroni: „Autobiografie. Autobiography“, in: Museum für Gegenwartskunst Siegen (Hrsg.): Niele Toroni. 13. Rubenspreisträger der Stadt Siegen (Ausst. Kat., Niele Toroni. 13. Rubenspreisträger der Stadt Siegen, Siegen 2. Juli – 12. Oktober 2017), Köln 2017, S. 58-61, hier 58.

[6] Ebd.

[7] Vgl. Steffen Mues: „Grußwort. Words of Welcome“, in: Museum für Gegenwartskunst Siegen (Hrsg.): Niele Toroni. 13. Rubenspreisträger der Stadt Siegen (Ausst. Kat., Niele Toroni. 13. Rubenspreisträger der Stadt Siegen, Siegen 2. Juli – 12. Oktober 2017), Köln 2017, S. 8-9, hier S. 8.

[8] Vgl. Niele Toroni, in: http://doczz.fr/doc/5075394/marian-goodman-gallery [12.03.2018].

[9] Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 1.06.2017.

[10] Tilmann Osterwold: (Hrsg.): Niele Toroni (Ausst. Kat., Würtenbergischer Kunstverein Stuttgart, 18. April– 9. Juni 1991), Stuttgart 1991, o. S.

[11] Vgl. ebd.

[12] Vgl. Vasilij Kandinsky: Punkt und Linie zu Fläche, 2. Aufl., München 1926, S. 17-48.

[13] Christian Besson: „L’énoncé et son supplément“, in: Niele Toroni et al. : Niele Toroni: Catalogue raisonnable: 1967-1987: 20 ans d'empreintes, Nice 1987, S. 135-146, hier S. 138 (übers. v. mir).

[14] Tilmann Osterwold (wie Anm. 10).

[15] Vgl. The Museum of Modern Art: Color Chart: Footage of Niele Toroni painting interventions, in: https://www.youtube.com/watch?v=d2WvmSIstfU [08.04.2018].

[16] Das große Kunstlexikon von P.W. Hartmann, in: http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_5991.html [25.11.2017].

[17] Vgl. ebd.

[18] Kunstlexikon, in: http://www.kunst-malerei.info/konkrete-kunst.html [25.17.2017].

[19] Ebd.

[20] Vgl. Begriff „kleine Form“, in: http://www.kleine-formen.de/forschungsprogramm/ [01.03.2018]

[21] Vgl. ebd.

[22] Sabine Autsch, Claudia Öhlschläger, Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Microformate in Literatur, Kunst und Medien, Paderborn 2014.

[23] Sabine Autsch, Claudia Öhlschläger: „Das Kleine denken, schreiben, zeigen. Interdisziplinäre Perspektiven“, in: Sabine Autsch, Claudia Öhlschläger, Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Microformate in Literatur, Kunst und Medien, Paderborn 2014, S. 9-17, hier S. 11.

[24] Jens Schröter: „Sehr kurze Bewegungsbilder. Zu einer kleinen Form“, in: Sabine Autsch, Claudia Öhlschläger, Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Microformate in Literatur, Kunst und Medien, Paderborn 2014, S. 251-264, hier S. 251.

[25] Ebd.

[26] Fritz Novotny: „Die ‚große‘ und die ‚kleine‘ Form in der Malerei des Nationalismus. Bemerkungen zur Kunst Wilhelm Leibls“, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 25, 1972, S. 276–284.

[27] Vgl. ebd., S. 278.

[28] Werner Tübke: Bauernkriegspanorama, 1983-87, Öl auf Leinwand, 14 x 123m , Panorama Museum, Bad Frankenhausen.

[29] Vgl. Die Sammlung, in: http://tansey-miniatures.com/uber-uns/die-sammlung [16.04.2018].

[30] Olivier Mosset: Ohne Titel, 1969, Öl auf Leinwand, Musée d’art moderne de la ville de Paris, Paris.

[31] Michael Niehaus: „Kleine Formate“. Vorüberlegungen, in: https://kw.uni-paderborn.de/fileadmin/fakultaet/Institute/kunst/Forschung/Kulturen_des_Kleinen/Paper_Niehaus_Kleine_Form.pdf , S. 1 [25.11.2017].

[32] Vgl. ebd., 2-8.

[33] Ebd., S. 2-3.

[34] Siehe hierzu die übernächste Eigenschaft: „Das Kleine ist schnell“.

[35] Michael Niehaus (wie Anm. 31), S. 3.

[36] Vgl. CapC Musée d’artcontemporain de Bordeaux (wie Anm. 2), S. 36.

[37] Michael Niehaus (wie Anm. 31), S. 3.

[38] Vgl. Pressemitteilung. Rubenspreisträger Niele Toroni in Siegen, in: http://www.mgk-siegen.de/deu/presse/presse/pressemitteilungen/toroni-zu-besuch-in-siegen.html [16.04.2018].

[39] Michael Niehaus (wie Anm. 31), S. 4-5.

[40] Tilmann Osterwold (wie Anm. 10).

[41] Niele Toroni. Jun 03 - Sep 06 2015, in: https://www.swissinstitute.net/exhibition/niele-toroni/

[42] Michael Niehaus (wie Anm. 31), S. 7.

[43] CapC Musée d’artcontemporain de Bordeaux (wie Anm. 2), S. 42 (übers. von mir).

[44] Vgl. Michael Niehaus (wie Anm. 31), S. 8.

[45] Ebd., S. 10.

[46] Ebd.

[47] Ebd., S. 12.

[48] Ebd., S. 16.

[49] Ebd., S. 17.

[50] Ebd., S. 16.

[51] Niele Toroni: Cabinet de peinture. Empreintes de Pinceau n° 50 répétées à intervalles réguliers de 30Cm, 1989, Musée d’art moderne de la ville de Paris.

24 von 24 Seiten

Details

Titel
Kleine Formate in der Malerei. Die "Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30 cm" von Niele Toroni
Hochschule
Universität Siegen  (Internationale Kulturhistorische Studien)
Veranstaltung
Zur Historizität und Aktualität Kleiner Formen
Note
1.3
Autor
Jahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V431664
ISBN (Buch)
9783668740457
Dateigröße
585 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kleine Formen, Kunst, Kunstgeschichte, Niele, Toroni, Niele Toroni, BPMT, Daniel Buren, Michel Parmentier, Olivier Mosset, Abstrakte Kunst, Konzeptkunst, Konzeptuelle Kunst, Konkrete Kunst, Conceptual Art, Moderne Malerei, Gegenwartskunst, Microformate, Kleine Formate
Arbeit zitieren
Mèhèza Kalibani (Autor), 2018, Kleine Formate in der Malerei. Die "Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30 cm" von Niele Toroni, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431664

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