Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist der „feministische Aktivismus“. Dazu werden exemplarisch die Ansätze zweier Vertreterinnen unserer Zeit miteinander verglichen. Kernzielstellung ist es herauszuarbeiten inwiefern und wodurch sich die Ansätze der beiden unterscheiden. Zunächst wird auf die britische Feministin Laurie Penny und deren konkrete Haltung eingegangen. Im Zentrum einer Recherche stehen dabei eigene Schriften der Autorin und Artikel über sie, da nur sehr wenig einschlägige Fachliteratur zu Laurie Penny vorliegt. Als zweite Vertreterin eines feministischen Aktivismus wurde Alice Schwarzer ausgewählt.
Unser Seminar „A woman’s place is in the revolution – Frauenbewegungen und Emanzipation im Wandel der Zeit“ beschäftigte sich mit diesem Gleichberechtigungskampf und lehrte uns auf Grundlage europäisch-ethnologischer Forschungsmethoden die Entwicklung der weiblichen Lebenssituation zu beleuchten.
In Bezug auf viele Punkte haben sich Lebenssituation und Rolle der Frau innerhalb der letzten 50 Jahren in Europa stark verändert. Heute dürfen Frauen zur Wahl gehen, studieren und ohne Erlaubnis ihres Ehemanns einem Beruf nachgehen. Trotzdem wirken andere geschlechtsspezifische Ungleichberechtigungen bis heute. Während erstrittene Bildungs- und Erwerbsmöglichkeiten Unabhängigkeit versprechen, schafft das selbstregulative Regime des „Schönheits- und Mode-Komplexes“ neue Abhängigkeiten. Das weibliche Rollenbild diskriminiert Frauen weiterhin und verlangt von ihnen auch zukünftig große Anstrengungen im Streit für mehr Gleichberechtigung. „Einer Rechnung der Vereinten Nationen zufolge bräuchte die Gleichberechtigung noch ungefähr fünfhundert Jahre, wenn sie im jetzigen Tempo weiterginge“.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Laurie Penny
- Biographie
- Feminismus à la Penny
- Alice Schwarzer
- Biographie
- Feminismus à la Schwarzer
- Vergleich der Feministinnen entlang des Buches „Unsagbare Dinge“
- Weibliche Schönheitsideale und Magerwahn
- Unterdrückung durch Männer
- Sexismus durch Medien
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den „feministischen Aktivismus" anhand eines exemplarischen Vergleichs der Ansätze von Laurie Penny und Alice Schwarzer. Sie zielt darauf ab, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren feministischen Positionen aufzuzeigen.
- Die Entwicklung und der Wandel des feministischen Aktivismus
- Die Bedeutung von Geschlecht und Geschlechterrollen in der Gesellschaft
- Die Kritik an traditionellen Rollenbildern und Machtstrukturen
- Die Auseinandersetzung mit aktuellen feministischen Themen wie Körperbild, Sexualität und Unterdrückung
- Der Vergleich der feministischen Ansätze von Laurie Penny und Alice Schwarzer
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit vor und erläutert den Wandel der weiblichen Lebenssituation im 20. Jahrhundert. Sie führt außerdem den Begriff des „feministischen Aktivismus“ ein und erläutert die Vorgehensweise der Arbeit.
Das Kapitel über Laurie Penny beleuchtet ihre Biographie und ihren feministischen Ansatz. Penny wurde 1986 in London geboren und arbeitete als Journalistin und Autorin. Ihre Schriften befassen sich mit Themen wie Körperbild, Sexualität und Unterdrückung.
Das Kapitel über Alice Schwarzer beleuchtet ihre Biographie und ihren feministischen Ansatz. Schwarzer wurde 1942 in Deutschland geboren und ist eine bekannte Journalistin und Feministin. Ihre Schriften befassen sich mit Themen wie Gleichberechtigung, sexuelle Selbstbestimmung und die Kritik an traditionellen Rollenbildern.
Das Kapitel „Vergleich der Feministinnen entlang des Buches „Unsagbare Dinge““ untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ansätze von Penny und Schwarzer in Bezug auf drei Themen: weibliche Schönheitsideale, Unterdrückung durch Männer und Sexismus durch Medien.
Schlüsselwörter
Feministischer Aktivismus, Geschlechterrollen, Körperbild, Sexualität, Unterdrückung, Gleichberechtigung, Laurie Penny, Alice Schwarzer, „Unsagbare Dinge“, Medien, Schönheitsideale.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptunterschiede zwischen Alice Schwarzer und Laurie Penny?
Schwarzer vertritt eher den klassischen Feminismus der zweiten Welle (Gleichberechtigung, Gesetze), während Penny (dritte/vierte Welle) Themen wie Körperpolitik, Online-Aktivismus und Intersektionalität betont.
Welche Kritik äußert Laurie Penny am heutigen Schönheitsideal?
Sie sieht im "Schönheits- und Mode-Komplex" ein selbstregulatives Regime, das neue Abhängigkeiten für Frauen schafft und Magerwahn fördert.
Was thematisiert das Buch „Unsagbare Dinge“?
Das Buch von Laurie Penny befasst sich mit Sexismus, Unterdrückung durch Medien und der Art und Weise, wie moderne Gesellschaften weibliche Körper kontrollieren.
Wie hat sich die Rolle der Frau in den letzten 50 Jahren verändert?
Frauen haben heute das Wahlrecht, Zugang zu Bildung und berufliche Unabhängigkeit, kämpfen aber weiterhin gegen geschlechtsspezifische Lohnlücken und Rollenbilder.
Warum ist feministischer Aktivismus heute noch notwendig?
Laut UN-Berechnungen würde die vollständige Gleichberechtigung im jetzigen Tempo noch 500 Jahre dauern, weshalb Aktivistinnen weiterhin für strukturelle Veränderungen kämpfen.
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- Amelie Lauber (Author), 2017, Feministischer Aktivismus. Alice Schwarzer und Laurie Penny im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431673