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Feministischer Aktivismus. Alice Schwarzer und Laurie Penny im Vergleich

Titel: Feministischer Aktivismus. Alice Schwarzer und Laurie Penny im Vergleich

Hausarbeit , 2017 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Amelie Lauber (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist der „feministische Aktivismus“. Dazu werden exemplarisch die Ansätze zweier Vertreterinnen unserer Zeit miteinander verglichen. Kernzielstellung ist es herauszuarbeiten inwiefern und wodurch sich die Ansätze der beiden unterscheiden. Zunächst wird auf die britische Feministin Laurie Penny und deren konkrete Haltung eingegangen. Im Zentrum einer Recherche stehen dabei eigene Schriften der Autorin und Artikel über sie, da nur sehr wenig einschlägige Fachliteratur zu Laurie Penny vorliegt. Als zweite Vertreterin eines feministischen Aktivismus wurde Alice Schwarzer ausgewählt.

Unser Seminar „A woman’s place is in the revolution – Frauenbewegungen und Emanzipation im Wandel der Zeit“ beschäftigte sich mit diesem Gleichberechtigungskampf und lehrte uns auf Grundlage europäisch-ethnologischer Forschungsmethoden die Entwicklung der weiblichen Lebenssituation zu beleuchten.

In Bezug auf viele Punkte haben sich Lebenssituation und Rolle der Frau innerhalb der letzten 50 Jahren in Europa stark verändert. Heute dürfen Frauen zur Wahl gehen, studieren und ohne Erlaubnis ihres Ehemanns einem Beruf nachgehen. Trotzdem wirken andere geschlechtsspezifische Ungleichberechtigungen bis heute. Während erstrittene Bildungs- und Erwerbsmöglichkeiten Unabhängigkeit versprechen, schafft das selbstregulative Regime des „Schönheits- und Mode-Komplexes“ neue Abhängigkeiten. Das weibliche Rollenbild diskriminiert Frauen weiterhin und verlangt von ihnen auch zukünftig große Anstrengungen im Streit für mehr Gleichberechtigung. „Einer Rechnung der Vereinten Nationen zufolge bräuchte die Gleichberechtigung noch ungefähr fünfhundert Jahre, wenn sie im jetzigen Tempo weiterginge“.

Leseprobe


Inhalt

1. Einleitung

2. Laurie Penny

2.1. Biographie

2.2. Feminismus à la Penny

3. Alice Schwarzer

3.1. Biographie

3.2. Feminismus à la Schwarzer

4. Vergleich der Feministinnen entlang des Buches „Unsagbare Dinge“

4.1. Weibliche Schönheitsideale und Magerwahn

4.2. Unterdrückung durch Männer

4.3. Sexismus durch Medien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den „feministischen Aktivismus“ durch einen vergleichenden Blick auf die Ansätze der britischen Journalistin Laurie Penny und der deutschen Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. Das primäre Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Differenzen in deren feministischen Grundhaltungen herauszuarbeiten, wobei das Buch „Unsagbare Dinge“ von Laurie Penny als analytischer Rahmen für die thematische Strukturierung dient.

  • Feministische Theorie und Aktivismus im Vergleich
  • Die Rolle von Schönheitsidealen und Körpernormen im Kapitalismus
  • Machtstrukturen, Patriarchat und die Unterdrückung von Geschlechtern
  • Mediale Darstellung von Sexismus und Pornografie
  • Generationenübergreifende Ansätze im Feminismus

Auszug aus dem Buch

4.2. Unterdrückung durch Männer

Im zweiten Kapitel ihres Buches – „Verlorene Jungs“ beschäftigt sich Penny mit der Situation der Männer. Sie erklärt, ihr Feminismus richte sich nicht gegen Männer, sondern gegen die patriarchale Gesellschaftsstruktur, die neben Frauen auch Männer unterdrückt. Sie spricht die Zwänge männlicher Geschlechterrollen an und erklärt: „Es ist schwer, ein Mann zu sein in dieser Welt [...]“ fügt aber hinzu: „[...] und es ist noch schwerer der sozialen Klasse der Frau anzugehören [...].“ Auch in diesem Aspekt stimmen Alice Schwarzer und Penny thematisch weitgehend überein. Die deutsche Feministin schreibt: „[...] es versteht sich, dass auch Männer in unserer Gesellschaft meist Opfer sind – alle Frauen jedoch noch die Opfer dieser Opfer.“ Wie das Zitat zeigt, bemerkt zwar auch Schwarzer die Opferrolle, betont jedoch ebenso wie Penny, dass Männer das privilegiertere Geschlecht sind. Penny erklärt die Männlichkeit unserer Welt als „furchtbar vermurkst“, da sie Männer dazu zwinge Macht an sich zu reißen, reich zu sein und Frauen sexuell oder emotional überlegen zu sein um sich als echter Mann zu beweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der weiblichen Lebenssituation in Europa und führt den feministischen Aktivismus als Untersuchungsgegenstand der Arbeit ein.

2. Laurie Penny: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie der britischen Autorin Laurie Penny sowie ihrer modernen, linken Interpretation des Feminismus.

3. Alice Schwarzer: Es erfolgt eine biografische Aufarbeitung von Alice Schwarzers Werdegang und eine Analyse ihres langjährigen feministischen Wirkens in Deutschland.

4. Vergleich der Feministinnen entlang des Buches „Unsagbare Dinge“: Hier findet die systematische Gegenüberstellung beider Positionen anhand der Themen Schönheitsideale, Unterdrückung und Sexismus statt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass trotz unterschiedlicher Generationen und Stile bei beiden Feministinnen eine grundlegende Übereinstimmung im Kampf gegen patriarchale Strukturen besteht.

Schlüsselwörter

Feminismus, Laurie Penny, Alice Schwarzer, Patriarchat, Kapitalismus, Sexismus, Körperpolitik, Magerwahn, Geschlechterrollen, Feministische Theorie, Aktivismus, Empowerment, Medienkritik, Reproduktionsmedizin, Emanzipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die feministischen Perspektiven von Laurie Penny und Alice Schwarzer, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Verständnis von Geschlechtergerechtigkeit aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen weibliche Schönheitsideale, die strukturelle Unterdrückung durch patriarchale Gesellschaftsformen sowie die Rolle von Sexismus in den Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Grundlage von Laurie Pennys Buch „Unsagbare Dinge“ eine strukturierte Analyse der Ansätze zweier prominenter Vertreterinnen unterschiedlicher Generationen zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, bei der primäre Schriften der Autorinnen sowie ergänzende Sekundärliteratur zu einem strukturierten Vergleich zusammengeführt werden.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der beiden Biografien und eine dreiteilige vergleichende Analyse der spezifischen feministischen Standpunkte.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Feminismus, Patriarchat, Körperkapital, Mediale Objektifizierung und Geschlechtergerechtigkeit charakterisieren.

Wie unterscheidet sich Laurie Pennys Ansatz von dem von Alice Schwarzer?

Während Penny eine jüngere, „futuristische“ Perspektive einnimmt und stark medien- sowie internetbezogene Phänomene kritisiert, vertritt Schwarzer einen langjährig etablierten, teils radikaleren Ansatz, der besonders stark auf der Dekonstruktion patriarchaler Machtstrukturen beharrt.

Welche Rolle spielt der Kapitalismus in der Argumentation der Autorinnen?

Beide Autorinnen sehen den Kapitalismus als eng mit patriarchalen Unterdrückungsmechanismen verknüpft, da er den weiblichen Körper häufig als erotisches Kapital funktionalisiert.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Feministischer Aktivismus. Alice Schwarzer und Laurie Penny im Vergleich
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Amelie Lauber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V431673
ISBN (eBook)
9783668743106
ISBN (Buch)
9783668743113
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feminismus Aktivismus Alice Schwarzer Laurie Penny EMMA Schönheitsideal Magerwahn Kopftuch Sexismus Medien Emanzipation Frauenbewegung Gleichberechtigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Amelie Lauber (Autor:in), 2017, Feministischer Aktivismus. Alice Schwarzer und Laurie Penny im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431673
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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