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Das Drei-Säulen-System: Zukunft oder Ende?

Title: Das Drei-Säulen-System: Zukunft oder Ende?

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Krauß (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Der IWF rät in letzter Zeit immer häufiger dazu das Drei-Säulen-Modell der deutschen Kreditwirtschaft aufzulockern, um wie in anderen europäischen Ländern Zusammenschlüsse zwischen den Institutsgruppen zuzulassen. Die Meinungen der Politik und der einzelnen Bankenverbände gehen bei diesem Thema weit auseinander. Deshalb beginnt diese Arbeit mit der Entstehung und der Entwicklung dieses Bankensystems, um ein besseres Verständnis hierfür aufzubauen. Sie befasst sich weiter mit Fragen der Entwicklung und den Zukunftsaussichten der einzelnen Institutsgruppen. Zuerst wird auf den grundlegenden Aufbau des Drei-Säulen-Modells und dessen Besonderheiten eingegangen. Hierbei wird die historische Entwicklung, die geschäftspolitische Ausrichtung und das Ziel oder der Auftrag der einzelnen Institutsgruppen mit dem Hintergrund des Gründergedankens näher dargestellt. Der weitere Weg dieser Arbeit führt über die jüngste Vergangenheit zur momentanen Situation des Bankenwettbewerbs und der Marktanteile der einzelnen Bankengruppen und schildert die unterschiedliche Wettbewerbssituation, in denen sich die Banken im Inter- und Intrasäulenwettbewerb befinden. Anschließend werden die Zukunftsaussichten und die strategischen Ausrichtungen der einzelnen Säulen behandelt.

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Inhaltsverzeichnis

1 AUFBAU DER ARBEIT

2 DAS DREI-SÄULEN-SYSTEM

2.1 ZIELSETZUNG DER PRIVATEN BANKEN

2.2 AUFTRAG DER GENOSSENSCHAFTSBANKEN

2.3 AUFTRAG DER SPARKASSEN

3 KONKURRENZSITUATION DER BANKENGRUPPEN

4 ZUKUNFT DES DREI-SÄULEN-SYSTEMS

4.1 ZUKUNFT DER PRIVATEN BANKEN

4.2 ZUKUNFT DER GENOSSENSCHAFTSBANKEN

4.3 ZUKUNFT DES SPARKASSENSEKTORS

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und die aktuelle Wettbewerbssituation des deutschen Drei-Säulen-Bankensystems vor dem Hintergrund politischer Reformforderungen. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit der einzelnen Institutsgruppen – private Banken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen – im Kontext eines sich wandelnden Marktes zu bewerten.

  • Historische Entstehung und spezifische Aufträge der drei Bankengruppen
  • Wettbewerbsanalyse im Inter- und Intrasäulen-Vergleich
  • Marktanteilsentwicklung und Konsolidierungsprozesse
  • Strategische Herausforderungen und Anpassungserfordernisse
  • Diskussion der Privatisierungsdebatte und regulatorischer Einflüsse

Auszug aus dem Buch

2.2 AUFTRAG DER GENOSSENSCHAFTSBANKEN

Banken in der Rechtsform einer Genossenschaft haben keine geschlossene Anzahl an Mitgliedern und sollen durch einen gemeinsamen Geschäftsbetrieb dem Förderungsauftrag nachkommen. Der Förderungsauftrag der Genossenschaftsbanken ist in § 1 Abs. 1 Satz 1 GenG verankert, wobei offen gelassen wird, ob die Förderung direkt durch die angebotenen Leistungen, oder indirekt durch Dividendenzahlung erfolgen soll. Durch den Förderungsauftrag haben die Banken die Gesellschaftsform der Genossenschaft gewählt, die eine weitestgehende Übereinstimmung zwischen Kunden und ihren Unternehmern zulässt (Identitätsprinzip).

Aus dem Förderungsgedanken für die Mitglieder, oder bei gruppenwirtschaftlich orientierten Genossenschaften für bestimmte Gruppen, wie z.B. dem Mittelstand, wird klar, dass bei den Genossenschaftsbanken im Gegensatz zu den Privatbanken nicht die Gewinnmaximierung im Mittelpunkt der Geschäftspolitik und als oberstes Unternehmensziel steht. Dieses Ziel hat aber in der Vergangenheit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Ausrichtung der Unternehmenspolitik hat bei den Genossenschaftsbanken zur Folge, dass sich das Kreditgeschäft als eines der Kerngeschäftsfelder darstellt. Der Genossenschafts-gedanke beruht auf dem Prinzip der Selbsthilfe, der solidarischen Haftung und dem Gedanken der Selbstverwaltung. Die Haftung hat sich in der Entwicklung der Banken in der Regel von einer unbeschränkten in eine beschränkte Haftung gewandelt. Sie ist in der Regel auf die Summe von Genossenschaftsanteil und Haftsumme, die der Höhe des Genossenschaftsanteils entspricht, beschränkt. Durch die Haftsumme wird der Genossenschaftsanteil auf das „haftende Kapital“ erhöht.

Die Genossenschaftsbanken entstanden ebenfalls Mitte des 19. Jahrhunderts zum einen durch die Initiative von Hermann Schulze-Delitzsch für den städtisch gewerblichen Bereich und durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen für den handwerklichen und ländlichen Bereich. Seit 1972 haben sich die getrennt entwickelten Genossenschaften im BVR zusammengeschlossen. Im Finanzverbund der Genossenschaftsbanken wird die Zusammenarbeit im Wege der dezentralen, freiwilligen Kooperation verwirklicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 AUFBAU DER ARBEIT: Das Kapitel erläutert die Relevanz der Untersuchung angesichts internationaler Kritik am deutschen Drei-Säulen-Modell und definiert den methodischen Rahmen sowie den geplanten Aufbau der Arbeit.

2 DAS DREI-SÄULEN-SYSTEM: Hier werden die drei tragenden Säulen des deutschen Bankensystems – Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen – hinsichtlich ihrer Entstehung, Rechtsform und Zielsetzungen vorgestellt.

3 KONKURRENZSITUATION DER BANKENGRUPPEN: Dieses Kapitel beleuchtet den Wettbewerbsdruck innerhalb und zwischen den Institutsgruppen und analysiert die Konsolidierungstendenzen in der deutschen Bankenlandschaft.

4 ZUKUNFT DES DREI-SÄULEN-SYSTEMS: Es werden die strategischen Herausforderungen, Anpassungsstrategien und Zukunftsaussichten für jede der drei Säulen im Hinblick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit diskutiert.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass das historisch gewachsene System trotz regulatorischen Drucks durch fortlaufende strategische Anpassung der Banken bestehen bleiben wird.

Schlüsselwörter

Drei-Säulen-System, Privatbanken, Genossenschaftsbanken, Sparkassen, Förderungsauftrag, Gewinnmaximierung, Regionalprinzip, Wettbewerb, Konsolidierung, Bankenstruktur, Finanzmarkt, Strategie, Rentabilität, Deutschland, Bankwesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das deutsche Drei-Säulen-Bankensystem und analysiert, wie sich die verschiedenen Institutsgruppen in einem zunehmend kompetitiven und regulatorisch herausfordernden Marktumfeld behaupten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die historische Identität der Bankengruppen, der Wettbewerbsdruck zwischen den Säulen, strategische Neuausrichtungen und die aktuelle Debatte um eine mögliche Privatisierung oder Öffnung des Sparkassensektors.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit der Bankengruppen zu bewerten und aufzuzeigen, wie diese ihre Geschäftsstrategien an veränderte Rahmenbedingungen anpassen, um ihre Marktposition zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Publikationen, Statistiken zur Branchenentwicklung und ökonomische Rahmenbedingungen aus dem Jahr 2005 einbezieht.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der unterschiedlichen Aufträge der Bankengruppen, eine Analyse der Wettbewerbssituation und eine spezifische Prognose für die Zukunft der drei Säulen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die zentralen Schlagworte sind Drei-Säulen-System, Bankwettbewerb, Förderungsauftrag, Regionalprinzip, strategische Konsolidierung und deutsche Kreditwirtschaft.

Wie unterscheidet sich der Auftrag von Sparkassen zu Privatbanken?

Privatbanken sind primär erwerbswirtschaftlich orientiert und streben die Gewinnmaximierung an, während Sparkassen einen öffentlichen Auftrag verfolgen, der gemeinnützige Ziele und die regionale Versorgung mit Finanzdienstleistungen beinhaltet.

Warum wird das Regionalprinzip der Sparkassen oft kritisch diskutiert?

Kritiker führen an, dass das Regionalprinzip den Wettbewerb einschränken und eine effiziente Marktabdeckung verhindern könnte, während Befürworter darin ein Instrument zur flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung sehen.

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Details

Title
Das Drei-Säulen-System: Zukunft oder Ende?
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Börse und Investmentbanking)
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Christian Krauß (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V43177
ISBN (eBook)
9783638410427
ISBN (Book)
9783656058724
Language
German
Tags
Drei-Säulen-System Zukunft Ende Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Krauß (Author), 2005, Das Drei-Säulen-System: Zukunft oder Ende?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43177
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