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Die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Kapitalmärkte und die Finanzierung von Altersrenten

Title: Die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Kapitalmärkte und die Finanzierung von Altersrenten

Seminar Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Economics - Finance
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Im Jahr 2003 betrug das Durchschnittsalter in Deutschland 41 Jahre. Für das Jahr 2050 wird ein Durchschnittsalter von 50 Jahren erwartet. Im Vergleich zu anderen Industrieländer ist dies relativ hoch – so werden bspw. für die USA 39 Jahre und Frankreich 45,2 Jahre prognostiziert (Eurostat 2005). Leben wir auf Grund guter medizinischer Versorgung oder eines gesünderen Lebenswandels länger als in anderen Ländern? Mit einem Bevölkerungswachstum bei den Älteren und einer gleichzeitigen Bevölkerungsabnahme bei den Jüngeren nimmt das Durchschnittsalter zu. Ein Sachverhalt, der als Alterung der Gesellschaft bezeichnet wird, so dass die schmeichelnde Frage zu verneinen ist. Die Alterung der deutschen Gesellschaft ist ein historisch einmaliges Ereignis.
„Mütter schieben ihre Kinderwägen. Man hört noch keine Einschläge, die Front…ist noch fern“ (Schirrmacher 2004, S. 9). Sinn umschreibt das Rentensystem als System, dass „von der Hand in den Mund lebt“ und als „Kettenbriefvertrag, bei dem man darauf hofft, dass immer mehr Menschen mitmachen“ (Sinn 2005, S. 396). Im Handelsblatt wurde Ende 2004 die erste Seite mit der Überschrift „Demographie sprengt die Staatshaushalte“ betitelt (Handelsblatt 2004, S. 1). Die Stellungnahme des deutschen Bundeskanzler lautete: „Wir müssen anerkennen und aussprechen, das die Altersentwicklung unserer Gesellschaft, wenn wir jetzt nichts ändern, schon zu Lebzeiten dazu führen würde, dass unsere…Alterssicherung schlicht nicht mehr bezahlbar [ist]“ (SPD 2003). Im Mai 2005 sind die Rücklagen der Rentenversicherung auf ein historisches Tief von 7% einer Monatsausgabe gesunken (Pichler 2005, S. 1). Die aktuelle politische Diskussion zeigt, dass mittelfristig damit zu rechnen ist, dass die Verlagerung der derzeitigen Alterssicherung zu einer privaten Kapitalakkumulation einen noch wesentlich stärkeren Umfang annehmen wird.

Ziel dieser Arbeit ist es, die in der Gesellschaft zu spürende „demographische Bedrohung“ für Deutschland zu untersuchen und mit der Wirkungsweise des Kapitaldeckungsverfahrens - als Lösungsvariante eines Alterssicherungssystems - zu kombinieren. Diese Alternative soll neutral analysiert werden, so dass Effekte eines Systemübergangs keine Berücksichtigung finden. Bei der gesamten Analyse sollen die möglichen Auswirkungen für die Bürger in Deutschland im Mittelpunkt stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Untersuchung der Alterung der Gesellschaft in Deutschland

2.1 Der Ausgangspunkt: Die Determinanten der Bevölkerungsentwicklung

2.1.1 Die Mortalität und die Lebenserwartung

2.1.2 Die Reproduktion von Nachkommen

2.1.3 Die Migration

2.2 Die erwartete Bevölkerungsentwicklung

2.2.1 Die Bevölkerungsgröße

2.2.2 Demographisches Altern

3. Das Kapitaldeckungsverfahren zur Finanzierung von Altersrenten

3.1 Die allgemeine Funktionsweise und Ziele einer Alterssicherung

3.2 Das Vorsorgeverhalten der Bürger im Status quo

3.2.1 Unsicherheiten in der privaten Altersvorsorge

3.2.2 Sparquoten, Anlage- und Vermögensstruktur

3.3 Ersparnisbildung unter einem Fondsmanagement

3.4 Risiken bei einer Alterung der Gesellschaft

3.5 Modelltheoretische Analyse von Kapitalmarktrendite vs. Kapitalmarktrisiko

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der demographischen Entwicklung in Deutschland auf die Kapitalmärkte sowie auf die Finanzierung von Altersrenten. Im Fokus steht dabei die Analyse des Kapitaldeckungsverfahrens als potentielle Lösungsvariante für ein zukunftsfähiges Alterssicherungssystem, wobei die spezifischen Auswirkungen für die Bürger im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.

  • Demographische Alterung und Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
  • Wirkungsweise und Herausforderungen des Kapitaldeckungsverfahrens
  • Vorsorgeverhalten und Finanzkompetenz privater Haushalte
  • Risiken für Altersrenten im Kontext einer alternden Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.4 Risiken bei einer Alterung der Gesellschaft

Nach Barr sind zwei Wirkungsweisen zu unterscheiden. Auf Grund des hohen Anteils an Rentnern in der Gesellschaft wird deren Güternachfrage das Güterangebot der Erwerbstätigen übersteigen, zu steigenden Güterpreisen im Gleichgewicht und Preisinflation führen. Real erhalten die Rentner weniger. Um liquide Mittel zu erhalten werden die Rentner andererseits ihr akkumuliertes Kapital in der Rentenphase auf dem Markt verkaufen. Wenn das Kapitalmarktangebot der Rentner größer ist als die Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten der jungen erwerbstätigen Generation, wird sich ein niedrigerer Gleichgewichtspreis ergeben und somit den Wert der akkumulierten Renten verringern (Barr 2001, S. 96-99). Dieses Phänomen wird als „Asset-Meltdown“ bezeichnet und besonders in der US-amerikanischen Literatur behandelt (Kredler 2003, S. 8). Bei einem prognostizierten deutschen Altenquotient von 79 im Jahr 2050 (bei unterstellter TFR von 1,4 mit hohem Zuzug) ist ein solches modelltheoretisches Ungleichgewicht auf dem Güter- und Kapitalmarkt zu erwarten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Einmaligkeit der demographischen Alterung in Deutschland und formuliert das Ziel, die Auswirkungen dieser Entwicklung in Verbindung mit dem Kapitaldeckungsverfahren neutral zu analysieren.

2. Die Untersuchung der Alterung der Gesellschaft in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die Determinanten der Bevölkerungsentwicklung, wie Mortalität, Reproduktion und Migration, und prognostiziert die zukünftige demographische Entwicklung sowie die Zunahme des Altenquotienten.

3. Das Kapitaldeckungsverfahren zur Finanzierung von Altersrenten: Dieser Abschnitt behandelt die Funktionsweise der Alterssicherung, das Vorsorgeverhalten der Bürger, die Rolle des Fondsmanagements sowie die theoretischen Risiken wie den „Asset-Meltdown“ und die Auswirkungen auf Kapitalmarktrenditen.

4. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst zusammen, dass die Alterung irreversibel ist, fordert eine intensivere Auseinandersetzung mit der Finanzkompetenz der Bürger und identifiziert weiteren Forschungsbedarf hinsichtlich der Auswirkungen auf einkommensschwache Gruppen.

Schlüsselwörter

Demographische Entwicklung, Alterung der Gesellschaft, Kapitaldeckungsverfahren, Altersvorsorge, Kapitalmärkte, Altenquotient, Total Fertility Rate, Finanz-Analphabetismus, Sparquote, Asset-Meltdown, Rentenversicherung, Bevölkerungsentwicklung, Kapitalmarktrendite, Vermögensbildung, Lebenszyklustheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Konsequenzen der demographischen Alterung in Deutschland und bewertet das Kapitaldeckungsverfahren als Instrument zur Sicherung der Altersvorsorge unter den gegebenen sozioökonomischen Bedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen demographische Prognosen, das Vorsorgeverhalten privater Haushalte, die Funktionsweise von Kapitalmarktprodukten zur Altersvorsorge und die ökonomischen Risiken für Rentner.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine neutrale Analyse, wie die demographische Bedrohung für Deutschland mit den Wirkungsweisen des Kapitaldeckungsverfahrens interagiert, um Auswirkungen auf die Bürger zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine deskriptive Analyse demographischer Daten sowie eine theoretische Auseinandersetzung mit ökonomischen Modellen (wie der Lebenszyklustheorie) und den Risiken von Kapitaldeckungsverfahren vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der demographischen Komponenten (Mortalität, Geburten, Migration), das Spar- und Vorsorgeverhalten der Bürger sowie eine theoretische Diskussion über Kapitalmarktrisiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Demographische Entwicklung, Kapitaldeckungsverfahren, Altersvorsorge, Asset-Meltdown und Finanz-Analphabetismus.

Wie bewertet die Arbeit das Vorsorgeverhalten der Bürger?

Die Arbeit identifiziert einen hohen Grad an „Finanz-Analphabetismus“ in der deutschen Bevölkerung, was Entscheidungen für eine private Altersvorsorge erschwert und zu ineffizienten Vorsorgestrukturen führen kann.

Was besagt das theoretische Risiko eines „Asset-Meltdown“?

Das Modell postuliert, dass bei einem hohen Anteil an Rentnern, die ihr Kapital im Alter liquidieren müssen, das Angebot an Wertpapieren die Nachfrage der jüngeren Generation übersteigt, was die Preise und damit die Rentenwerte drücken könnte.

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Details

Title
Die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Kapitalmärkte und die Finanzierung von Altersrenten
College
University of Heidelberg  (VWL)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V43180
ISBN (eBook)
9783638410434
Language
German
Tags
Auswirkungen Entwicklung Kapitalmärkte Finanzierung Altersrenten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2005, Die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Kapitalmärkte und die Finanzierung von Altersrenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43180
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