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Sport in der Grundschule. Fähigkeitslernen vs. Fertigkeitslernen im Sportunterricht

Title: Sport in der Grundschule. Fähigkeitslernen vs. Fertigkeitslernen im Sportunterricht

Term Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 13 Punkte

Autor:in: Simon Buckland (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Es gehört zu den Alltagserfahrungen von Sportlehrern im Sportunterricht, von interindividuellen Verschiedenheiten, intraindividuellen Veränderungen und Konstanzen im Bewegungsverhalten der Kinder auszugehen. Kein Kind gleicht einem anderen hinsichtlich seiner motorischen Kompetenzen und Leistungen. Jeder Schüler reagiert in individueller Weise auf sporttypische Bewegungsaufgaben und Trainingsmaßnahmen. "Gute Reflexe" und eine gute Reaktionsfähigkeit zählen bei fast allen Sportarten zu den wichtigen Grundlagen für gute Leistungen.

Offenkundig ist auch die intraindividuelle Konstanz motorischer Leistungen in verwandten Sportarten. So erlernte der bekannte Windsurfer Robby Nash nicht nur ausgesprochen schnell das Kitesurfen, sondern ebenso schnell den Umgang mit dem Snowboard oder dem Skateboard. Einem geübten Tennis- oder Badmintonspieler bereitet die Aneigung des Aufschlags beim Volleyball wenig Mühe. Trainierte Basketballspieler verfügen vielfach auch in anderen Ballsportarten über ein gut ausgeprägtes „Ballgefühl“.

In der Grundschule kann man beobachten, dass einige Kinder schneller beim Wettlauf ans Ziel kommen und weiter werfen können als andere. Aus diesen Beobachtungen kann man schließen, dass es etwas geben muss, dass Kinder zu solchen Leistungen befähigt. Es muss auch etwas geben, dass für den Leistungsunterschied zwischen ihnen verantwortlich ist.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fähigkeitskonzept

3 Motorische Fertigkeiten

4 Motorische Fähigkeiten

4.1 Begriffsproblematik koordinativer Fähigkeiten

4.2 Induktive Modelle: HIRTZ, BLUME und ZIMMERMANN

4.2.1 HIRTZ: Hierarchisches Strukturmodell koordinativer Fähigkeiten

4.3 Deduktive Modelle: ROTH, NEUMAIER / MECHLING

4.3.1 ROTH (1982): Hierarchisches Strukturmodell der elementaren Fähigkeiten

4.3.2 MECHLING und NEUMAIER: Analyseraster der koordinativen Fähigkeiten

5 Entwicklung und Verbesserung koordinativer Fähigkeiten

6 Fertigkeitsorientierung im Sportunterricht

7 Fazit

8 Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Konzepte hinter sportmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Kontext des Grundschulsports zu klären. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit eine explizite Schulung der koordinativen Fähigkeiten gegenüber einer fertigkeitsorientierten Ausrichtung im Sportunterricht der Grundschule priorisiert werden sollte.

  • Grundlagen des Fähigkeits- und Fertigkeitskonzepts in der Bewegungswissenschaft.
  • Analyse induktiver und deduktiver Strukturmodelle koordinativer Fähigkeiten.
  • Methodische Ansätze zur Entwicklung und Verbesserung koordinativer Fähigkeiten.
  • Die Rolle der Fertigkeitsorientierung im schulsportlichen Kontext.
  • Kritische Reflexion der Übertragbarkeit koordinativer Fähigkeiten auf sportartspezifische Leistungen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Begriffsproblematik der koordinativen Fähigkeiten

Der Förderung koordinativer Fähigkeiten kommt ein hoher Stellenwert in den Rahmenplänen der Bundesländer zu. In welchem Kontext man die koordinativen Fähigkeiten sehen sollte, wird seit einigen Jahren kontrovers diskutiert. Das Problem lässt sich mit einem Zitat von SCHNABELl/HARRE/BORDE veranschaulichen: „Koordinative Fähigkeiten sind empirisch geprägte, mehr oder weniger theoretische abgesicherte, hypothetische Konstrukte.“ Koordinative Fähigkeiten lassen sich nicht direkt beobachten. Bewegungshandlungen und Fertigkeiten bilden Indikatoren durch die man auf die Fähigkeiten schließt.

Man geht davon aus, das sich gut ausgebildete Fähigkeiten positiv auf das erlernen von Fertigkeiten ausüben. Eine weitere Annahme ist, dass es enge Wechselbeziehungen zu den konditionellen Fähigkeiten gibt und sich eine Verbesserung von Fertigkeiten positiv auf zugrunde liegende Fähigkeiten ausübt.

Über die Differenzierung und Strukturierung besteht Uneinigkeit. Zur Aufklärung der Grundlagen der koordinativen Fähigkeiten vertraut die Bewegungswissenschaft des Sports deduktiven und induktiven Forschungsstrategien. Auf der Prozessebene versuchen deduktive Vorgehensweisen, zu deren Vertretern unter anderem Roth oder Neumaier und Mechling gehören, die Prinzipien der menschlichen Motorik aus theoretischen Modellannahmen über die System- und Funktionsprozesse des Zentralnervensystems oder aus der Verknüpfung bestehender neuropsychologischer Kenntnisse abzuleiten. Demgegenüber schließen induktiv- phänomenologische (Zimmermann) und statistische (Hirtz und Blume) Ansätze, durch standardisierte Beobachtungen der äußeren quantitativen Bewegungsmerkmale indirekt auf die körperinternen Komponenten der Motorik zurück.

Zur Erfassung koordinativer Fähigkeiten dienen sportmotorische Tests. Entsprechend der Komplexität des Gegenstandes gibt es kein einheitliches Kriterium zur Erfassung der Koordination. In einem historisch ausgerichteten Überblick über Meßmethoden der Koordination nennt MEISTRING (1931) über 100 solcher Verfahren mit aufgabenorientiertem und physio-logisch orientiertem Charakter. Die Objektivität, Reliabilität und Validität kann bei diesen Tests oft angezweifelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtet die individuellen Unterschiede in der motorischen Entwicklung von Kindern und die Bedeutung der Förderung koordinativer Fähigkeiten sowie Fertigkeiten im Sportunterricht.

2 Fähigkeitskonzept: Erläutert die theoretische Einbettung des Fähigkeitskonzepts in die Sportwissenschaft als Mittel zur Beschreibung individueller Leistungsdifferenzen.

3 Motorische Fertigkeiten: Definiert motorische Fertigkeiten als automatisierte und stabile Anteile des Bewegungsverhaltens, die durch Übung erworben werden.

4 Motorische Fähigkeiten: Differenziert zwischen konditionellen und koordinativen Fähigkeiten und beleuchtet die Schwierigkeiten bei deren empirischer Erfassung und Modellierung.

5 Entwicklung und Verbesserung koordinativer Fähigkeiten: Stellt praxisorientierte Ansätze und Formeln zur gezielten Koordinationsschulung im Grundschulalter vor.

6 Fertigkeitsorientierung im Sportunterricht: Diskutiert die didaktische Einordnung der Fertigkeitsvermittlung und deren Bedeutung für den Erwerb sportlicher Techniken.

7 Fazit: Resümiert die Notwendigkeit einer kombinierten Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten für einen ganzheitlichen Sportunterricht.

8 Literatur: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetressourcen auf.

Schlüsselwörter

Sportunterricht, Grundschule, motorische Fähigkeiten, motorische Fertigkeiten, Koordination, koordinative Fähigkeiten, Fähigkeitskonzept, Bewegungslehre, sportmotorisches Lernen, Didaktik, Differenzielle Motorikforschung, Bewegungssteuerung, Sportpraxis, Leistungsdifferenzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Vermittlung allgemeiner motorischer Fähigkeiten und spezifischer Fertigkeiten im Sportunterricht der Grundschule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Fähigkeitskonzept, die verschiedenen Strukturmodelle koordinativer Fähigkeiten sowie die methodischen Ansätze zur Förderung motorischer Kompetenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, was unter koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verstehen ist und ob eine Fokussierung auf Fähigkeiten oder Fertigkeiten im Grundschulsport sinnvoller ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung sportwissenschaftlicher Literatur, empirischer Befunde und bestehender Strukturmodelle (induktiv/deduktiv) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Fähigkeitskonzept, vergleicht verschiedene Strukturmodelle (z. B. nach Hirtz und Roth) und diskutiert Ansätze zur Verbesserung der Koordinations- und Fertigkeitsausprägung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Koordination, motorische Fähigkeiten, Fertigkeitsorientierung, Sportunterricht, Fähigkeitskonzept und Bewegungssteuerung.

Warum gibt es keine einheitliche Definition für koordinative Fähigkeiten?

Koordinative Fähigkeiten sind hypothetische Konstrukte, die nicht direkt beobachtbar sind. Die Wissenschaft nutzt unterschiedliche Modelle, um die zugrunde liegenden Prozesse zu erklären, was zu verschiedenen Begriffssystematiken führt.

Was ist der Kern der Kritik am Fähigkeitskonzept?

Die Hauptkritik richtet sich gegen die Annahme, dass allgemeine Fähigkeiten auf viele verschiedene Situationen übertragbar sind (Generalität) und die Schwierigkeit, diese wissenschaftlich eindeutig zu belegen und zu messen.

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Details

Title
Sport in der Grundschule. Fähigkeitslernen vs. Fertigkeitslernen im Sportunterricht
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Sport)
Grade
13 Punkte
Author
Simon Buckland (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V431803
ISBN (eBook)
9783668742543
ISBN (Book)
9783668742550
Language
German
Tags
Es wurde "richtig" zitiert Quellenangaben vorhanden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Buckland (Author), 2009, Sport in der Grundschule. Fähigkeitslernen vs. Fertigkeitslernen im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431803
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