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'Der Zauberberg' von Thomas Mann - Analyse des Romaneingangs in seiner Beziehung zum Romanganzen

Titel: 'Der Zauberberg' von Thomas Mann - Analyse des Romaneingangs in seiner Beziehung zum Romanganzen

Hausarbeit , 2004 , 18 Seiten , Note: 2

Autor:in: Nicole Heintke (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand meiner Untersuchung ist der Roman „Der Zauberberg“, den Thomas Mann, in einem Interview danach gefragt, als seinen besten Roman bezeichnete .
Thomas Mann wurde am 6. Juli 1875 als zweiter Sohn des Senators und Großkaufmanns Thomas Johann Heinrich Mann in der Hansestadt Lübeck geboren. Nachdem er als Redakteur der satirisch-kritischen Zeitschrift „Simplizissimus“ gearbeitet hatte, führte er ein Leben als freier Schriftsteller. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie Ehrendoktorate und Professorentitel sowohl in Deutschland als auch in den USA, vor allem aber erhielt er 1929 den Nobelpreis für Literatur und Kunst. Nach der Auswanderung in die USA und später in die Schweiz starb er schließlich am 12. August 1955 in Zürich.
Den „Zauberberg“ veröffentlichte er 1924 nach einer Entstehungszeit von fast zwölf Jahren. Er verkaufte sich unerwartet gut mit 40.000 sofort verkauften Exemplaren in der ersten Auflage und wurde später in über 20 Sprachen übersetzt. Thomas Mann beschrieb den „Zauberberg“ in seinem Aufsatz „Einführung in den Zauberberg“ für die Studenten der Universität Princeton als einen Roman über das „Mysterium der Zeit“ und nennt es „ein Dokument der europäischen Seelenverfassung und geistigen Problematik im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts “.
Der Zauberberg wurde in einer Zeit veröffentlicht, in der das Volk aufgewühlt war, der Krieg und ein nie für möglich gehaltener Umsturz eines Staatssystems zu verarbeiten waren. In dieser Zeit veränderte sich auch die deutsche Literatur – das Verantwortungsbewusstsein der Schriftsteller gegenüber der Gesellschaft wurde geweckt. Auch machten sich Intellektualisierung und Politisierung auf dem Gebiet der Epik bemerkbar.
Ich möchte versuchen den Romananfang des „Zauberberges“ im Verhältnis zum Romanganzen zu analysieren. Dabei werde ich den Inhalt des Romans kurz wiedergeben und diesen ansatzweise interpretieren. Des Weiteren werde ich mich mit dem ersten Satz beschäftigen und sowohl inhaltliche als auch formale Aspekte des Romaneinganges betrachten. Schlusspunkt dieser schriftlichen Überlegungen soll dann schließlich die Interpretation des Romaneingangs im Hinblick auf das Romanganze sein.
Zunächst möchte ich mit einer kurzen Inhaltsangabe des Romans „Der Zauberberg“ beginnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Roman „Der Zauberberg“ von Thomas Mann

2.1. Zum Inhalt des Romans

2.2. Erster Interpretationsversuch

3. Der Romananfang als Mikrokosmos des Romanganzen

3.1. Zur Funktion des ersten Satzes

3.2 Inhaltliche Aspekte des Romaneingangs

3.3 Formale Aspekte des Romaneingangs

3.4 Interpretation des Romaneingangs mit Blick auf das Romanganze

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den Romananfang von Thomas Manns „Der Zauberberg“ im Hinblick auf seine Funktion für das Romanganze zu untersuchen und dabei sowohl inhaltliche als auch formale Aspekte des Erzählens zu analysieren.

  • Analyse der Funktion und Bedeutung des ersten Satzes im Roman.
  • Untersuchung inhaltlicher und formaler Merkmale des Romaneingangs.
  • Darstellung der Erzählweise durch einen auktorialen Erzähler.
  • Vergleich zwischen Romananfang und der Entwicklung des Protagonisten Hans Castorp.
  • Einordnung des Romans in die literarische Moderne.

Auszug aus dem Buch

3.1 Zur Funktion des ersten Satzes

Der erste Satz: beachtet ihn überhaupt jemand und spielt er wirklich eine so große Rolle, wie angenommen wird?

Im Zauberberg lautet der erste Satz des ersten Kapitels so: „Ein einfacher junger Mensch reiste im Hochsommer von Hamburg, seiner Vaterstadt, nach Davos-Platz im Graubündischen.“ Obwohl dieser erste Satz sehr unscheinbar wirkt, teilt er uns (den Lesern) doch eine Menge mit: zuerst einmal wird klargestellt, dass es sich bei der Person, die vermutlich die Hauptperson ist, um einen jungen Menschen handelt und nicht um einen fest im Leben verwurzelten Mitfünfziger oder gar um einen Senioren. Es wird auch erwähnt, dass dieser junge Mensch „einfach“ ist – es handelt sich bei ihm also nicht um einen Adligen oder dem jüngsten Schachgenie des Landes, er wird diese Reise auch nicht angetreten haben, um hochkarätige Geschäfte abzuwickeln, sondern wird sich privat auf den Weg gemacht haben. Seine Heimatstadt ist Hamburg, dies lässt ein wenig auf sein Gemüt schließen: typisch norddeutsch, auf das Wesentliche bedacht und hanseatisch wohlerzogen. Schließlich erfahren wir noch, dass er auf den Weg in den schweizerischen Kurort Davos ist – dies könnte für ihn also etwas Neues oder, wenn nicht neu, doch zumindest ein aufregendes Erlebnis werden, da die Schweizer Berge einen starken Kontrast zu seinem gewohnten weitüberschaubaren norddeutschen Flachland und dem Meer darstellen – ihm wird eine andere Perspektive geboten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Arbeit, Vorstellung des Autors Thomas Mann sowie Darlegung der Zielsetzung und Forschungsfrage.

2. Der Roman „Der Zauberberg“ von Thomas Mann: Kurze Inhaltsangabe des Romans und erste Ansätze zur Interpretation sowie Einordnung als Zeit-, Bildungs- und Entwicklungsroman.

3. Der Romananfang als Mikrokosmos des Romanganzen: Detaillierte Analyse der Funktionen des ersten Satzes, der inhaltlichen und formalen Gestaltung des Romaneingangs sowie dessen Bedeutung für das Verständnis des Gesamtwerks.

4. Zusammenfassung: Resümee der zentralen Ergebnisse der Untersuchung und Würdigung der Bedeutung des „Zauberbergs“ in der deutschen Literaturgeschichte.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Der Zauberberg, Hans Castorp, Romananfang, auktorialer Erzähler, Bildungsroman, Zeitroman, Davos, Literaturwissenschaft, Interpretation, Romanganze, Moderne, Erzähltechnik, Initiationsroman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Romananfang von Thomas Manns „Der Zauberberg“ und dessen Bedeutung für das Verständnis des gesamten Romans.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Erzählweise des auktorialen Erzählers, die Funktion des ersten Satzes sowie die Entwicklung des Protagonisten Hans Castorp im Kontext des Sanatoriumslebens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Romaneingang als Mikrokosmos fungiert, der bereits wichtige Hinweise auf den weiteren Verlauf, die Themen und die Erzählweise des Werks gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die textnahe Interpretation mit erzähltheoretischen Aspekten kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben einer Inhaltsangabe und einem ersten Interpretationsansatz vor allem die Funktion des ersten Satzes sowie inhaltliche und formale Aspekte des Romaneingangs untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Thomas Mann, Der Zauberberg, Romananfang, auktorialer Erzähler, Bildungsroman und Erzähltechnik.

Inwieweit spielt die Wahl des „auktorialen Erzählers“ eine Rolle für die Analyse?

Der auktoriale Erzähler ist entscheidend, da er durch seine Kommentarfreudigkeit, Ironie und Distanz zum Geschehen den Ton des Romans maßgeblich mitbestimmt.

Warum wird der „erste Satz“ als so bedeutsam für den gesamten Roman erachtet?

Die Arbeit argumentiert, dass der erste Satz – trotz seiner scheinbaren Schlichtheit – den Leser bereits in das Thema, den Ton und die zeitliche Dimension des Romans einführt und erste Hinweise auf den Protagonisten gibt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
'Der Zauberberg' von Thomas Mann - Analyse des Romaneingangs in seiner Beziehung zum Romanganzen
Hochschule
Universität Leipzig
Note
2
Autor
Nicole Heintke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V43242
ISBN (eBook)
9783638410861
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zauberberg Thomas Mann Analyse Beziehung Romaneingang Romanganzes Romananfang
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Heintke (Autor:in), 2004, 'Der Zauberberg' von Thomas Mann - Analyse des Romaneingangs in seiner Beziehung zum Romanganzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43242
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Leseprobe aus  18  Seiten
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