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Die Mietpreisbremse als Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten und ihre Auswirkungen in Deutschland

Title: Die Mietpreisbremse als Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten und ihre Auswirkungen in Deutschland

Bachelor Thesis , 2016 , 72 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Franziska Ernst (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Wohnungen sind keine Ware, sondern das Zuhause von Menschen.“ Wohnraum ist also ein unerlässliches Gut für jeden Einzelnen. Derzeit sind in Deutschland rund 54% aller 36 Mio. bewohnten Wohnungen gemietet. Auf dem Mietwohnungsmarkt steigen die Wiedervermietungsmieten von Bestandswohnungen in Großstädten aufgrund der Urbanisierung überdurchschnittlich an und liegen häufig in erheblichem Maße über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Aufgrund dessen wird es in Ballungsgebieten immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Immer häufiger kommt die Frage auf, wie das Problem der Verknappung von Wohnraum und die damit verbundene Erhöhung der Mietpreise bei der Wiedervermietung von Wohnraum beseitigt werden kann. Eine Möglichkeit sieht die Bundesregierung in der Einführung der Mietpreisbremse zur Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten. Um überhöhten Mietpreisen entgegen zu wirken, ist am 01.06.2015 die Mietpreisbremse in Form des Mietrechtsnovellierungsgesetzes in Kraft getreten, welche die Mietpreise bei der Wiedervermietung auf die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete zzgl. 10% begrenzen soll.

Die Mietpreisbremse stellt aktuell ein gesellschaftlich bedeutendes und stark diskutiertes Thema dar. Sowohl Politik, als auch Immobilienwirtschaft verhandeln darüber, in welchem Maß der Wohnungsmarkt reguliert werden sollte. Währenddessen wird der Wohnraum bei steigenden Bevölkerungszahlen immer knapper.

In dieser Bachelor-Thesis werden das Mietrechtsnovellierungsgesetz und die beinhaltete Mietpreisbremse näher erläutert und ihre Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt genauer betrachtet.

Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, sowohl positive als auch negative Veränderungen für den Wohnungsmarkt zu definieren und hierdurch mögliche Argumente für die Fortsetzung oder für die Einschränkung des Mietrechtsnovellierungsgesetzes zu finden. Es sollen durchsetzbare Möglichkeiten aufgezeigt werden, um Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung zugänglich zu machen.

Excerpt


Gliederung

A Einleitung

B Mietpreisbildung

B.I Aktuelle Situation am Wohnungsmarkt

B.II Vergleichsmietensystem

B.II.1 Ortsübliche Vergleichsmiete

B.II.2 Mietspiegel

B.III Entwicklung der Mietpreise

B.IV Mietpreisbindung

C Mietpreisbremse

C.I Historische Entwicklung von Mietpreisbegrenzungen

C.II Mietrechtsnovellierungsgesetz

C.II.1 Argumente für den Regelungsbedarf

C.II.2 Ziele des Gesetzes

C.II.3 Umsetzung des Gesetzes zur Dämpfung des Mietanstiegs

C.II.4 Kritik an der gesetzlichen Regelung

C.III Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt

C.III.1 Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt

C.III.2 Alternativen zum MietNovG

C.III.2.a) Verbesserung des MietNovG

C.III.2.b) Ergänzungen zum MietNovG

C.III.2.c) Maßnahmenplan

C.III.2.d) Sozialer Wohnungsbau

C.III.2.e) Wohnkostenbremse

D Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das Mietrechtsnovellierungsgesetz mit Fokus auf die Mietpreisbremse. Ziel der Arbeit ist es, die Auswirkungen der Mietpreisbremse auf den Wohnungsmarkt zu analysieren, sowohl positive als auch negative Veränderungen zu definieren und Argumente für die Fortführung oder Einschränkung der gesetzlichen Regulierung zu identifizieren, um Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.

  • Mietpreisbildung und aktuelle Wohnmarktsituation in Deutschland
  • Analyse der Mietpreisbremse und des Mietrechtsnovellierungsgesetzes
  • Kritische Bewertung der gesetzlichen Wirksamkeit und Auswirkungen auf Investitionen
  • Untersuchung von Alternativen und ergänzenden Maßnahmen zum MietNovG

Auszug aus dem Buch

C.III.1 Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt

Fraglich ist, welche Auswirkungen die Mietpreisbremse rund ein Jahr nach Einführung auf den Wohnungsmarkt hat. Im Folgenden wird untersucht, ob die Gesetzesänderung das Mietenniveau, wie in der Zielsetzung angegeben, langfristig senken kann um einkommensschwachen Haushalten den Zugang zu Wohnungen auf dem freien Markt ermöglichen zu können.

Immobilienscout24 hat in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Innofact im Oktober 2014 eine Mieterumfrage zum Thema Mietpreisbremse und Bestellerprinzip durchgeführt. 300.000 Mieter nahmen an der Umfrage teil. Es erfolgte eine Stichprobenauswertung von n = 1.040 Personen. Fragen zum Bestellerprinzip werden im Folgenden nicht näher betrachtet. Aus der Umfrage geht hervor, dass nur 48% der Befragten die Mietpreisbremse als gut empfinden, 44% hingegen denken, dass eine Begrenzung der Mieten notwendig ist, halten die Mietpreisbremse jedoch für nicht sinnvoll. Auf die Frage, ob die Politik genug unternimmt, um steigende Mieten zu begrenzen, herrscht überwiegend Einigkeit. Lediglich 22% der Befragten sind der Meinung, dass mit der Mietpreisbremse gerade erst eine sinnvolle Maßnahme beschlossen wurde. 52% hingegen vertreten die Auffassung, dass eher die Interessen der Vermieter anstatt die der Mieter vertreten werden. Nur 17% der Befragten sind der Meinung, dass hohe Mietpreise in Ballungszentren durch die Politik nicht verhindert werden können. Die Befragten wurden aufgefordert, Maßnahmen zu nennen, die sie zur Unterstützung der Bekämpfung von überhöhten Mieten als sinnvoll erachten. Vorschläge, dass der Mietspiegel neu berechnet werden sollte, dass mehr Sozialwohnungen entstehen müssen, dass mehr Wohngebiete zur Vermeidung von Luxussanierungen unter Milieuschutz gestellt werden sollten, dass der Wohnungsneubau stärker gefördert werden sollte, dass das Wohngeld erhöht werden sollte und dass die Kosten für energetische Sanierung gerechter zwischen Vermieter und Mieter verteilt werden sollten werden von rund 50% der Befragten unterstützt. Die Mietpreisbremse wird von einer großen Anzahl Mietern, welchen Sie ursprünglich den Zugang zum Markt erleichtern sollte, als nicht wirksam angesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Mietanstiegs und die Einführung der Mietpreisbremse als politisches Instrument zur Regulierung auf angespannten Wohnungsmärkten ein.

B Mietpreisbildung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Mietpreisbildung, das Vergleichsmietensystem sowie die aktuelle Marktsituation unter Berücksichtigung von demografischem Wandel und Neubauaktivitäten.

C Mietpreisbremse: Dieses Kapitel analysiert das Mietrechtsnovellierungsgesetz, die gesetzlichen Regelungen, die Kritik daran und die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt sowie mögliche Alternativen.

D Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Mietpreisbremse bisher kaum Wirkung zeigt und nur durch einen ganzheitlichen Ansatz, wie die Stärkung des sozialen Wohnungsbaus, langfristig bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.

Schlüsselwörter

Mietpreisbremse, Wohnungsmarkt, Mietrechtsnovellierungsgesetz, Mietpreisbildung, Wohnungsnot, soziale Wohnungspolitik, Mietspiegel, Bestellerprinzip, Gentrifizierung, demografischer Wandel, Immobilienwirtschaft, Wohnkosten, Miete, Regulierungsmaßnahmen, Darmstadt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit der Mietpreisbremse in Deutschland als Instrument zur Dämpfung steigender Mieten auf angespannten Wohnungsmärkten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Mietpreisbildung, dem Mietrechtsnovellierungsgesetz, der kritischen Analyse der Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt sowie der Diskussion von Alternativen zur Mietpreisbegrenzung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Mietpreisbremse zu definieren und Argumente für deren Fortsetzung oder Einschränkung zu finden, um den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der bestehenden Gesetzeslage, die Auswertung von Mietpreisstatistiken, Umfrageergebnisse sowie die Betrachtung von Fallbeispielen, insbesondere am Standort Darmstadt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Mietpreisbildung erläutert, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung des Mietrechtsnovellierungsgesetzes, der Kritik verschiedener Akteure und der Analyse der Marktauswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Mietpreisbremse, Wohnungsmarkt, Mietrechtsnovellierungsgesetz, soziale Wohnungspolitik, Mietspiegel und bezahlbarer Wohnraum.

Warum ist das Beispiel Darmstadt für die Arbeit von besonderer Bedeutung?

Darmstadt dient als konkretes Fallbeispiel für eine "Schwarmstadt" mit starkem Bevölkerungszuzug und hohen Mieten, an dem die Wirksamkeit der Mietpreisbremse und die Problematik des Sozialwohnungsbestands exemplarisch untersucht werden.

Welche Schwachstellen der Mietpreisbremse identifiziert die Autorin?

Die Autorin kritisiert insbesondere zahlreiche Ausnahmen, wie etwa für möblierten Wohnraum oder Neubauten, sowie das Fehlen von Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen.

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Details

Title
Die Mietpreisbremse als Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten und ihre Auswirkungen in Deutschland
College
University of Technology, Business and Design Wismar
Grade
1,4
Author
Franziska Ernst (Author)
Publication Year
2016
Pages
72
Catalog Number
V432509
ISBN (eBook)
9783668790216
ISBN (Book)
9783668790223
Language
German
Tags
mietpreisbremse dämpfung mietanstiegs wohnungsmärkten auswirkungen deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Ernst (Author), 2016, Die Mietpreisbremse als Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten und ihre Auswirkungen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432509
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