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Diskursanalyse

Title: Diskursanalyse

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 33 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die Diskursanalyse als Gesprächsanalyse ist eine relativ junge Disziplin der Sprachwissenschaft, die sich erst in den 70er Jahren in Deutschland etablierte. In dieser Arbeit möchte ich zuerst versuchen, den Begriff Gesprächsanalyse zu definieren und anschließend die Rollen von Sprecher und Hörer genauer herausarbeiten. Ebenso eingehen möchte ich auf Kommunikationsversuche, die scheitern und die dafür notwendigen Voraussetzungen. In allen theoretischen Punkten möchte ich mich auf die Dialoganalyse1 beschränken, da das Gebiet der Gesprächsanalyse nahezu unübersichtlich ist, es gibt Hunderte von Veröffentlichungen, die zu diesem Thema gelesen werden könnten, was den Rahmen einer Proseminararbeit eindeutig sprengt. Zudem werde ich einen Ausschnitt aus Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Wolf?“ untersuchen, der einen Dialog von nur zwei Personen wiedergibt. Deshalb möchte ich mich bereits im theoretischen Teil der Arbeit darauf beziehen.

Wann immer wir mit anderen Menschen zusammentreffen, wird kommuniziert. „Man kann sich nicht nicht verhalten. Wenn man also akzeptiert, daß alles Verhalten in einer zwischenpersönlichen Situation Mitteilungscharakter hat, d.h. Kommunikation ist, so folgt daraus, daß man, wie immer man es auch versuchen mag, nicht nicht kommunizieren kann.“ (Watzlawick/Beavin/Jackson 1980, 51). Kommunikation kann in einem Gespräch bestehen, bei dem sowohl Sprecher als auch Hörer gewisse Regeln einhalten müssen, damit die Kommunikation funktioniert. Kommunikation findet aber auch statt, wenn einer oder beide Gesprächsteilnehmer schweigen. Auch hier wird eine Botschaft vermittelt, z.B. „Lass mich in Ruhe!“ oder „Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“ Nicht-Kommunikation gibt es nicht. Doch zuerst möchte ich klären, was genau Kommunikation ist und worin eine Gesprächsanalyse besteht, um dann einzelne Teilgebiete herauszugreifen und näher darauf einzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Aufbau der Proseminararbeit

2. Diskursanalyse

2.1 Definition Kommunikation

2.2 Sprecher

2.3 Hörer

2.4 Struktur eines Dialogs

2.5 Missglückte Kommunikation

3. Diskursanalyse anhand eines Ausschnitts aus Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolfe“

4. Schluss

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht grundlegende Prinzipien der Diskurs- und Gesprächsanalyse, um die Rollen von Sprecher und Hörer sowie die Dynamik erfolgreicher und missglückter Kommunikation zu definieren. Auf Basis theoretischer Ansätze wird zudem eine beispielhafte Analyse eines Dialogs aus Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ durchgeführt.

  • Theoretische Grundlagen der Gesprächsanalyse
  • Interaktionsrollen von Sprecher und Hörer
  • Strukturmerkmale und Regeln von Dialogen
  • Ursachen und Mechanismen von Kommunikationsstörungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition Kommunikation

„Mit Kommunikation hat jeder im Alltag zu tun. Ohne Kommunikation ist der Alltag nicht zu bewältigen.“ (Lenke/Lutz/Sprenger 1995, 15). Doch was genau Kommunikation ist, ist nicht so einfach zu definieren. Für Lenke/Lutz/Sprenger ist „Kommunikation [...] Wissensvermittlung.“ (1995, 15), das ist für sie der zentrale Aspekt von Kommunikation. Schiffrin (1994, 31) beschreibt Kommunikation noch allgemeiner. Da es für sie nicht selbstverständlich ist, dass Kommunikation immer zu einem Ergebnis (Wissensvermittlung) führt, beschreibt sie Kommunikation einfach als „language use“. Außerdem könne Kommunikation nicht “be restricted to the description of linguistic forms independent of the purposes or functions which these forms are designed to serve in human affairs.” (Schiffrin 1994, 31). Kommunikation kann nicht unabhängig von den Zielen und Funktionen der Sprache im menschlichen Alltag untersucht werden.

„Im Alltag bedeutet Sprache und sprachliche Kommunikation aber mehr: Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil unsere sozialen Beziehungen; ohne sie wird es schwierig, wenn nicht gar unmöglich, berufliche und freundschaftliche Beziehungen aufrecht zu erhalten bzw. zu vertiefen; sie ist notwendig, um berufliche oder private Positionen zu erreichen oder zu bewahren. Kommunikation bedeutet auch Identität, etwa wenn wir uns durch bestimmte Sprechweisen, z.B. Dialekt oder Sprachstil, bestimmten Gruppen zugehörig fühlen. Kommunikation heißt auch Handlungsbeeinflussung, wenn wir im Alltag andere Menschen dazu bringen wollen, etwas für uns zu tun, beispielsweise im Büro oder beim Einkauf im Geschäft. Dabei ist Kommunikation immer situationsabhängig. Mit Kollegen reden wir anders als mit Freunden oder unseren Kindern. Schließlich bedeutet Kommunikation auch Kultur: Unsere technischen und kulturellen Errungenschaften wären ohne Sprache, vor allem ohne Schrift, nicht möglich.“ (Lenke/Lutz/Sprenger 1995, 15)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufbau der Proseminararbeit: Der Autor führt in die Thematik der Diskurs- und Gesprächsanalyse ein und legt den methodischen Fokus auf die Dialoganalyse anhand eines konkreten literarischen Beispiels.

2. Diskursanalyse: Dieses Kapitel erörtert die grundlegenden Definitionen von Kommunikation, die Rollen von Sprecher und Hörer sowie die strukturellen Aspekte von Dialogen und die Problematik bei Kommunikationsstörungen.

2.1 Definition Kommunikation: Hier wird der komplexe Begriff der Kommunikation analysiert, der über den reinen Spracherwerb hinausgeht und als essenzieller, situationsabhängiger Bestandteil sozialer Beziehungen sowie menschlichen Überlebens betrachtet wird.

2.2 Sprecher: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle des Sprechers, seine Intentionen bei Sprechakten, den Einsatz von (Sprach-)Registern und die Notwendigkeit einer situationsgerechten Gesprächsführung.

2.3 Hörer: Die aktive Rolle des Hörers wird herausgearbeitet, insbesondere dessen Rückmeldeverhalten (Back-Channeling) und die Herausforderungen bei der Interpretation von Gesprochenem.

2.4 Struktur eines Dialogs: Hier werden die Phasen eines Dialogs sowie die Dynamik des Sprecherwechsels (Turn-Taking) und die Bedeutung kooperativen Verhaltens zur Strukturierung einer Unterhaltung untersucht.

2.5 Missglückte Kommunikation: Dieses Kapitel analysiert mittels Sprechakttheorie, warum Verständigungsprozesse trotz vorhandener Regeln an subjektiven Interpretationen oder fehlendem Kontext scheitern können.

3. Diskursanalyse anhand eines Ausschnitts aus Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolfe“: Die theoretischen Erkenntnisse werden auf eine konkrete Textstelle angewendet, um manipulative Dynamiken und Beziehungsaspekte im Dialog zwischen George und Nick aufzuzeigen.

4. Schluss: Der Autor resümiert, dass die Gesprächsanalyse ein unverzichtbares Werkzeug ist, um das eigene Kommunikationsverhalten bewusster zu gestalten und die komplexe Struktur sozialer Interaktionen zu verstehen.

5. Literatur: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Diskursanalyse, Gesprächsanalyse, Kommunikation, Sprecher, Hörer, Sprechakt, Dialogstruktur, Kommunikationstheorie, Sprachwissenschaft, Interaktion, Verständigung, Rückmeldeverhalten, Gesprächsführung, Themenwechsel, Sprecherwechsel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Gesprächs- und Diskursanalyse, wobei der Fokus insbesondere auf der Interaktion zwischen Sprechern und Hörern liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Definition von Kommunikation, die Rollenverteilung in Dialogen, der Prozess des Sprecherwechsels sowie die Analyse von Kommunikationsstörungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Regeln und Handlungen aufzuzeigen, die für eine erfolgreiche Kommunikation notwendig sind, und dies praktisch an einem Dialogbeispiel zu illustrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine gesprächsanalytische Untersuchung durchgeführt, die theoretische Konzepte (wie Sprechakte und Interaktionsmodelle) auf einen literarischen Dialog anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zu den Rollen von Sprecher und Hörer sowie die Analyse von Strukturmerkmalen wie Sprecherwechsel und Missglückter Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Gesprächsanalyse, Interaktion, Sprechakt, Kommunikation und Dialogstruktur charakterisiert.

Welches literarische Werk dient als Fallbeispiel?

Die Analyse bezieht sich auf einen Ausschnitt aus Edward Albees Theaterstück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“.

Warum spielt die Interpretation eine so große Rolle für den Hörer?

Da Sprache oft mehrdeutig ist, muss der Hörer das Gehörte ständig vor dem Hintergrund seines eigenen Weltwissens und des Kontextes interpretieren, um die Intention des Sprechers korrekt zu erfassen.

Welche Bedeutung haben Regieanweisungen für die Analyse?

Da in der schriftlichen Textfassung Tonfall und Gestik fehlen, dienen Regieanweisungen als wichtige Hilfen für den Forscher, um die psychologische Ebene und Absichten der Sprecher nachzuvollziehen.

Excerpt out of 33 pages  - scroll top

Details

Title
Diskursanalyse
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2003
Pages
33
Catalog Number
V43252
ISBN (eBook)
9783638410946
Language
German
Tags
Diskursanalyse Thema Diskursanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2003, Diskursanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43252
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