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Der Mechanismus und die Schwierigkeiten von Price-Cap-Regulierung

Title: Der Mechanismus und die Schwierigkeiten von Price-Cap-Regulierung

Seminar Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 1,0 (100 FP)

Autor:in: Jens-Oliver Schünzel (Author)

Economics - Finance
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„(...) In einem Monopolmarkt muss die Regulierungsbehörde und nicht der private Monopolist die Preise festsetzen“ , Alois Rhiel (CDU), hessischer Wirtschaftsminister zur momentanen Diskussion über geplante Strompreiserhöhungen.
Die Versorgung mit Infrastruktur, also z.B. Gas, Wasser, Strom oder Telekommunikation, ist für jeden Menschen notwendig und für den Konsum dieser Güter muss ein gewisser Anteil des monatlichen Budgets aufgewendet werden, so dass Preiserhöhungen oftmals öffentliche Diskussionen hervorrufen. Der Staat hat dabei ein Interesse, sowohl die Versorgung sicher zu stellen als auch mit Hilfe von sozialen Preisstrukturen zu gewährleisten, dass für jeden der Zugang möglich wird. Das Angebot dieser Güter erfolgte in Deutschland früher oftmals durch staatliche Monopolisten, die heute teilweise privatisiert wurden aber in ihrer Preisfestlegung weiterhin einer staatlichen Aufsicht unterliegen. Doch in welcher Art und Weise sind solche Eingriffe möglich bzw. gerechtfertigt ohne bisherige Netzbetreiber in ihrer Existenz zu ge-fährden und wie kann Wettbewerb zwischen den Anbietern ggf. solche Eingriffe ersetzen? Diese Problematik ist bei jeder Form von Regulierung möglichst optimal zu lösen. Das o.g. Zitat stellt eine mögliche Vorgehensweise dar. Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst Regulierung im Allgemeinen betrachtet werden (vgl. Kap. 2), wobei nach der Beschreibung von natürlichen Monopolen sowie einer second-best Lösung in Form von Ramsey-Preisen besonders verschiedene Varianten der Preisregulierung kurz vorgestellt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der Preisregulierung mit Hilfe von Price-Caps (PC) bei netzgebundenen Infrastrukturen (vgl. Kap. 3), bei dem die Preise durch das Setzen von Obergrenzen reguliert werden. Dabei wird der Mechanismus, die Schwierigkeiten bei der ex ante Festlegung von Produktivitätsverbesserungen sowie die bisher gesammelten Erfahrungen aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Regulierung

2.1 Einordnung

2.2 Natürliche Monopole

2.3 Ramsey-Preise

2.4 Möglichkeiten der Preisregulierung

3 Price-Cap-Regulierung

3.1 Überblick

3.2 Der Price-Cap-Mechanismus

3.2.1 Die Anwendung bei einem Einproduktunternehmen

3.2.2 Die Erweiterung auf Mehrproduktunternehmen

3.3 Die Festlegung des X-Faktors im Zeitablauf

3.3.1 Schwierigkeiten der Regulierungsbehörde

3.3.2 Auswirkungen und strategisches Verhalten

3.3.3 Erweiterung der Price-Cap Formel durch cost pass-trough

3.4 Praktische Erfahrungen mit der Price-Cap-Regulierung

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung der Price-Cap-Regulierung als Instrument zur Steuerung natürlicher Monopole in netzgebundenen Infrastruktursektoren, um Marktversagen zu minimieren und effiziente Preisstrukturen zu fördern.

  • Grundlagen der Regulierung und natürlicher Monopole
  • Konzept der Ramsey-Preise als theoretischer Referenzrahmen
  • Funktionsweise und Implementierung des Price-Cap-Mechanismus
  • Herausforderungen bei der Festlegung des X-Faktors im Zeitablauf
  • Praktische Evaluierung der Regulierungserfolge im Telekommunikations- und Energiesektor

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Anwendung bei einem Einproduktunternehmen

Durch die Regulierung mit Preisobergrenzen sollen die fehlenden Wettbewerbskräfte ersetzt und die Firmen mit Hilfe von Anreizen dazu bewegt werden, möglichst dieselben Produktivitätssteigerungen wie bei vollständiger Konkurrenz zu erreichen. Eine Regulierungsbehörde legt ex ante einen PC für ein bestimmtes Gut fest. Diese Grenze wird korrigiert um den Inflationsanstieg abzüglich einer auch zuvor festgelegten Produktivitätsverbesserung. In einem Intervall von normalerweise drei bis fünf Jahren bleibt dieser PC bestehen, bevor eine Neufestlegung erfolgt. Das Unternehmen darf diese Obergrenze nicht überschreiten, ist aber sonst in seiner Preisfestlegung nicht eingeschränkt. Erzielte Gewinne bei Steigerung der Produktivität über das vereinbarte Niveau hinaus dürfen behalten werden, genauso müssen aber umgekehrt Verluste getragen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zur Problematik staatlicher Eingriffe bei Infrastrukturmonopolen und Vorstellung der Price-Cap-Regulierung als Regulierungsansatz.

2 Regulierung: Theoretische Einordnung von Marktversagen durch natürliche Monopole und Vorstellung von Regulierungsalternativen wie Ramsey-Preisen und der Rate-of-Return-Regulierung.

3 Price-Cap-Regulierung: Detaillierte Darstellung des Price-Cap-Mechanismus, der Bestimmung von X-Faktoren, strategischer Unternehmensreaktionen sowie der Integration von Inputpreis-Schwankungen.

4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der Price-Cap-Regulierung im Vergleich zu anderen Ansätzen und kritische Reflexion des weiteren Optimierungsbedarfs.

Schlüsselwörter

Price-Cap-Regulierung, Natürliches Monopol, Infrastrukturregulierung, Marktversagen, X-Faktor, Ramsey-Preise, Regulierungsbehörde, Wettbewerb, Produktivitätsanforderung, Netzbetreiber, Preisobergrenze, Telekommunikationssektor, Investitionsanreize, Wohlfahrtsmaximierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ökonomischen Analyse und Bewertung von Price-Cap-Regulierung bei natürlichen Monopolen in Infrastrukturmärkten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Preisregulierung, der Price-Cap-Mechanismus, die Bedeutung von Anreizstrukturen für Unternehmen sowie praktische Anwendungsbeispiele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Mechanismus der Preisobergrenzen zu erläutern und aufzuzeigen, wie dieser das Marktversagen in Infrastruktursektoren durch Anreizsetzung mindern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse ökonomischer Modelle sowie der Auswertung praktischer Erfahrungen aus der Regulierungspraxis in Großbritannien und Deutschland.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Fokus liegt auf der formalen Funktionsweise des Price-Cap-Modells, der Schwierigkeit der ex-ante Festlegung produktivitätsorientierter Parameter sowie der Wirkung auf strategisches Unternehmensverhalten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Price-Cap, X-Faktor, natürliche Monopole und Effizienzsteigerung.

Wie unterscheidet sich die Price-Cap-Regulierung von der Rate-of-Return-Regulierung?

Im Gegensatz zur Rate-of-Return-Regulierung, die ex-post Kosten deckt, basiert die Price-Cap-Regulierung auf ex-ante festgelegten Preisobergrenzen, was Unternehmen einen Anreiz zur Produktivitätssteigerung gibt.

Welche Rolle spielt der X-Faktor?

Der X-Faktor definiert die Produktivitätsanforderung, um die die Preise jährlich gesenkt werden müssen, und stellt somit den wichtigsten Hebel der Regulierungsbehörde zur Steuerung der Preise dar.

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Details

Title
Der Mechanismus und die Schwierigkeiten von Price-Cap-Regulierung
College
Martin Luther University  (Volkswirtschaftslehre- Lehrstuhl für VWL insb. Finanzwissenschaften)
Course
AVWL-Seminar Infrastrukturregulierung
Grade
1,0 (100 FP)
Author
Jens-Oliver Schünzel (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V43255
ISBN (eBook)
9783638410977
ISBN (Book)
9783638706964
Language
German
Tags
Mechanismus Schwierigkeiten Price-Cap-Regulierung AVWL-Seminar Infrastrukturregulierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens-Oliver Schünzel (Author), 2004, Der Mechanismus und die Schwierigkeiten von Price-Cap-Regulierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43255
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