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Die 'Deutsche Grammatik" von Jacob Grimm - Zur germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung

Title: Die 'Deutsche Grammatik"  von Jacob Grimm - Zur germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sylvia Schindler (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die Deutsche Grammatik ist wahrscheinlich das bedeutsamste Werk von Jacob Grimm. Zu seinen bemerkenswertesten Erkenntnissen gehören die germanische und die hochdeutsche Lautverschiebung. Diese „zweifache Lautverschiebung“, wie J. Grimm sie genannt hatte, findet man in den entsprechenden Nachschlagewerken unter den Einträgen Grimm`s law und Zweite (hochdeutsche) Lautverschiebung. Aufgrund der Relevanz dieses Lautwandels für die historischvergleichende Sprachwissenschaft stellen sich die Fragen: Mittels welcher Untersuchungsmethoden hat J. Grimm die germanische und die hochdeutsche Lautverschiebung festgestellt und in welchem Umfang hat er sie erkannt, beschrieben und erklärt? Warum sind nicht beide Lautverschiebungen nach ihrem Entdecker benannt wurden? Welche Bedeutung haben diese Erkenntnisse für die Komparatistik?
Um diesen Fragen nachzugehen, beschäftigt sich das zweite Kapitel mit den Begründern der vergleichenden Sprachwissenschaft: Franz Bopp (1791-1867) und Rasmus K. Rask (1787-1832). Es wird dargestellt, welche Untersuchungsmethoden und Ergebnisse im Hinblick auf die Verwandtschaftsbeziehungen von Sprachen und v. a. zu den Lautverschiebungen schon vor der Untersuchung J. Grimms existierten, in deren Kenntnis er sein Buch ´Von den Buchstaben` schrieb.5 Im dritten Kapitel wird das Erkenntnisinteresse J. Grimms, sowie der Titel, die Auflagen und ausgewählte Ergebnisse der gesamten Deutschen Grammatik kurz vorgestellt, um die Bedeutung dieses Werks für die moderne Sprachwissenschaft insgesamt zu würdigen. Anschließend wird die „Entdeckung“ von J. Grimm, nämlich die systematische Struktur der germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung, betrachtet. Zunächst werden die Gesetzmäßigkeiten der germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung dem aktuellen Forschungsstand entsprechend dargestellt. Außerdem werden die relevanten Thesen der Forschung zur Datierung und zu den Ursachen der beiden Lautverschiebungen kurz aufgezeigt. Daraufhin wird die Untersuchungsmethode von J. Grimm beschrieben und anschließend analysiert, welche sprachwissenschaftlichen Erkenntnisse J. Grimm zu den Lautverschiebungen festgestellt und beschrieben hat.

Excerpt


Inhalt

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der vergleichenden Sprachwissenschaft - Die Vorgänger von Jacob Grimm

2.1 Rasmus K. Rask und die vergleichende Sprachwissenschaft

2.2 Die Vergleichende Grammatik von Franz Bopp

3. Das bedeutsamste Werk von Jacob Grimm: Die Deutsche Grammatik

3.1 Das Erkenntnisinteresse von Jacob Grimm

3.2 Auflagen, Inhalte und Ergebnisse

4. Die „Entdeckung“ von Jacob Grimm: Die germanische und hochdeutsche Lautverschiebung

4.1 Der aktuelle Forschungsstand: Gesetzmäßigkeiten und Ursachen der Lautverschiebungen

4.1.1 Die germanische Lautverschiebung

4.1.2 Die hochdeutsche Lautverschiebung

4.2 Die Darstellung der germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung in der Deutschen Grammatik

4.2.1 ´Von den Buchstaben` - Die Untersuchungsmethode

4.2.1 Die germanische und hochdeutsche Lautverschiebung

4.2.3 Beschreibungsmodell, Ursache der Lautverschiebungen und räumliche Ausbreitung

4.3 Grimm`s law oder Grimms laws?

5. Fazit - Die Bedeutung der Deutschen Grammatik für die Komparatistik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Hauptwerk Jacob Grimms, die „Deutsche Grammatik“, im Kontext der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft. Ziel ist es, die Untersuchungsmethoden und Erkenntnisse Grimms bezüglich der germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung zu analysieren, seine Bedeutung für die Etablierung der historischen Sprachbetrachtung zu würdigen und die Frage zu klären, inwieweit seine Thesen zum Sprachwandel in der modernen Forschung noch Bestand haben.

  • Grundlagen der vergleichenden Sprachwissenschaft durch Rask und Bopp
  • Entstehung, Struktur und Inhalte der „Deutschen Grammatik“
  • Systematische Analyse der germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung
  • Kritische Würdigung von Grimms Beschreibungsmodellen und Ursachenhypothesen
  • Bedeutung der Erkenntnisse für die Komparatistik

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Beschreibungsmodell, Ursache der Lautverschiebungen und räumliche Ausbreitung in der Darstellung von Jacob Grimm

J. Grimm beschreibt die germanische und die hochdeutsche Lautverschiebung anhand eines im Kreis laufenden Wagens:

so bald ein rad die stelle des vorangehenden erreicht ist seine eigne bereits von einem folgenden eingenommen, aber keins ereilt das andere. Bei ihrer bewegung kann nirgends raum bleiben, der nicht alsbald ausgefüllt würde. Das gesetz lautet einfach so: die media jedes der drei organe geht über in tenuis, die tenuis in aspirita und die aspirita wieder in media. Damit ist der kreislauf beendet und müste von neuem auf gleiche weise anheben. Deutlich aber wird die media als grundlage des consonantlauts

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung der Deutschen Grammatik und stellt die zentralen Forschungsfragen zur Lautverschiebung sowie zum wissenschaftlichen Kontext.

2. Die Entwicklung der vergleichenden Sprachwissenschaft - Die Vorgänger von Jacob Grimm: Die Arbeit beleuchtet die Vorläufer Rask und Bopp, deren Methoden und Erkenntnisse die Basis für Grimms spätere Untersuchungen bildeten.

3. Das bedeutsamste Werk von Jacob Grimm: Die Deutsche Grammatik: Hier werden das Erkenntnisinteresse, die Konzeption und die inhaltliche Struktur des vierbändigen Hauptwerks von Jacob Grimm dargelegt.

4. Die „Entdeckung“ von Jacob Grimm: Die germanische und hochdeutsche Lautverschiebung: Dieses Kapitel bildet den Schwerpunkt der Analyse, in dem die Gesetzmäßigkeiten der Lautverschiebungen sowie deren Darstellung und Deutung durch Grimm untersucht werden.

5. Fazit - Die Bedeutung der Deutschen Grammatik für die Komparatistik: Das abschließende Kapitel würdigt Grimms Rolle als Begründer der historischen Sprachbetrachtung und reflektiert seine Thesen im Vergleich zur modernen Forschung.

Schlüsselwörter

Jacob Grimm, Deutsche Grammatik, germanische Lautverschiebung, hochdeutsche Lautverschiebung, Sprachwissenschaft, Komparatistik, Sprachgeschichte, Sprachwandel, Rasmus Rask, Franz Bopp, starke Verben, Konsonantensystem, Lautlehre, Historismus, Indogermanistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert Jacob Grimms „Deutsche Grammatik“ und insbesondere seine wegweisenden Entdeckungen zur germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung im Kontext der Sprachwissenschaft des 19. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Biografie und den methodischen Grundlagen Jacob Grimms stehen die Entwicklung der vergleichenden Sprachwissenschaft, die Gesetzmäßigkeiten des Lautwandels und die historische Sprachbetrachtung im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Grimms Untersuchungsmethoden zu analysieren, seine Bedeutung für die Germanistik zu bewerten und die wissenschaftliche Tragweite seiner Thesen zur Lautverschiebung kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse der Originaltexte von Jacob Grimm, vergleicht diese mit den Ansätzen seiner Zeitgenossen (Rask, Bopp) und ordnet seine Erkenntnisse in den aktuellen Forschungsstand ein.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der wissenschaftlichen Vorgänger, die Charakterisierung der „Deutschen Grammatik“ sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Jacob Grimm, Lautverschiebung, Komparatistik, Sprachwandel, historisch-vergleichende Grammatik und Sprachgeschichte.

Warum wird die erste Lautverschiebung heute oft als „Grimmsches Gesetz“ bezeichnet?

Da Jacob Grimm die Gesetzmäßigkeiten dieses Lautwandels umfassend erkannt, beschrieben und in seinem Werk systematisiert hat, wurde der Begriff im angelsächsischen Raum als „Grimm's law“ etabliert.

Warum konnte Grimm die hochdeutsche Lautverschiebung nicht vollständig erklären?

Grimm erkannte zwar die Lautverschiebung, differenzierte jedoch bei der hochdeutschen Variante nicht konsequent nach der Stellung des Konsonanten im Wort, was aus heutiger Sicht als methodische Einschränkung gilt.

Wie bewertete Jacob Grimm den Wandel der deutschen Sprache?

Grimm betrachtete den Wandel von einer synthetischen zu einer analytischen Sprachstruktur, etwa bei der Entwicklung starker zu schwachen Verben, als einen Prozess, den er als Degeneration wertete.

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Details

Title
Die 'Deutsche Grammatik" von Jacob Grimm - Zur germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung
College
Technical University of Braunschweig  (Abteilung Germanistische Linguistik)
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Sylvia Schindler (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V43263
ISBN (eBook)
9783638411059
Language
German
Tags
Deutsche Grammatik Jacob Grimm Lautverschiebung Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sylvia Schindler (Author), 2005, Die 'Deutsche Grammatik" von Jacob Grimm - Zur germanischen und hochdeutschen Lautverschiebung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43263
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