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Die Deindustrialisierung Großbritanniens. Ursachen und Wirkungen

Title: Die Deindustrialisierung Großbritanniens. Ursachen und Wirkungen

Bachelor Thesis , 2014 , 30 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Johannes Koch (Author)

Business economics - Economic Policy
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Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Ursachenforschung der Deindustrialisierung in Großbritannien. Es wird das Grundwesen des Strukturwandels und der Tertiarisierung näher beschrieben. Nach einer kurzen Veranschaulichung des Deindustrialisierungs-Ausmaßes wird detailliert auf die Ursachen eingegangen, wobei hier in allgemeine und spezifisch britische Ursachen unterteilt wird. Anschließend werden die Auswirkungen dieses Prozesses näher betrachtet. Zuletzt erfolgt eine Einschätzung über die Zukunft der Industrie und der Dienstleistungen und ein kritisch reflektierendes Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Strukturwandel

2.1 Die Theorie des Produktlebenszyklus

2.2 Die Theorie der langen Wellen

3 Die Industriemacht Großbritannien

3.1 Bedeutungsverlust der Industrie

3.2 Großbritannien auf dem Weg zur Dienstleistungsgesellschaft

4 Deindustrialisierung ein normaler Wandel

4.1 Allgemeine Ursachen

4.2 Spezifisch britische Ursachen der Deindustrialisierung

4.2.1 Wirtschaftspolitik der Margaret Thatcher

4.2.2 Verändertes Spezialisierungsmuster Großbritanniens

4.2.3 Niedriges Bildungsniveau der Industriearbeiter

4.2.4 Schwächeres Wachstum der sektoralen totalen Faktorproduktivität im Verarbeitenden Gewerbe

4.2.5 Ungünstiger Wechselkurs des Pfund Sterling

4.2.6 Anstieg der Bruttolöhne und –gehälter in der Industrie

5 Auswirkungen auf die britische Wirtschaft

6 Zukunft der Industrie

6.1 Horizontale Maßnahmen für eine Reindustrialisierung

6.2 Vertikale Maßnahmen für eine Reindustrialisierung

7 Zukunft der Dienstleistungen

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Auswirkungen der Deindustrialisierung in Großbritannien und untersucht dabei, ob dieser Prozess ein natürlicher Strukturwandel oder das Ergebnis spezifisch britischer Faktoren ist. Abschließend wird die Notwendigkeit einer industriellen Basis für die zukünftige wirtschaftliche Stabilität des Landes bewertet.

  • Theoretische Grundlagen des Strukturwandels und der Tertiarisierung
  • Analyse der allgemeinen und spezifisch britischen Deindustrialisierungsursachen
  • Untersuchung der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen auf Großbritannien
  • Bewertung von Maßnahmen zur Reindustrialisierung
  • Perspektiven für die zukünftige Entwicklung von Industrie und Dienstleistungssektor

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Wirtschaftspolitik der Margaret Thatcher

Als Erstes ist hier die Wirtschaftspolitik von Margareth Thatcher zu nennen, welche auch Thatcherismus genannt wird, mit der sie für die radikale Umkehr der Wirtschaftspolitik kämpfte. Ihre Politik beinhaltete die Kernbotschaft, dass sich der Staat weitestgehend aus der Wirtschaft raus zu halten habe. Als Premierministerin von 1979 bis 1990 praktizierte sie diese Politik und sorgte damit für wesentliche Veränderungen in der britischen Wirtschaft.25

Unmittelbar nach ihrem Wahlsieg, wurde sie mit den Schieflagen ihres Landes konfrontiert. In Anbetracht der enormen Staatsverschuldungen, dem Verfall der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit und der übermächtigen Gewerkschaften schien es schier unmöglich das am Boden liegende Land in eine moderne Leistungsgesellschaft zurück zu führen.26 Eine der ersten Amtshandlungen im Zuge des Thatcherismus war der Bruch der Gewerkschaften. Thatcher setzte sich für die zunehmende Privatisierung der Industrie und des Dienstleistungssektors ein, um die britische Wirtschaft wieder wettbewerbsfähiger zu machen indem sie die unternehmerische Initiative fördert.27 Die Finanzexpertin senkte die Steuern und deregulierte die Finanzgeschäfte, was den Abbau bzw. die Vereinfachung von Bestimmungen, Normen, Vorschriften und Richtlinien im Finanzsektor bedeutete.

Diese Reform kam ausschließlich dem Dienstleistungssektor zu gute, da nun mehr Finanzprodukte angeboten werden konnten und diese billiger als zuvor. Dies führte zu mehr Arbeitsplätzen in dieser Branche und dadurch zum Wachstum des kompletten Sektors. Die vereinfachte Bürokratie, die geringe Kapitalabhängigkeit und der Bedarf in der Finanzbranche ermöglichte Unternehmern eine unkomplizierte Firmengründung, was den Sektor noch weiter wachsen ließ. Die Industrie schwächte sich zusätzlich, indem sie gegen die Privatisierung streikten. Als Beispiel ist hier der Bergbau zu nennen. Der Streik in dieser Branche dauerte fast ein komplettes Jahr und verursachte dadurch erhebliche Kosten und Defizite durch die Stilllegung der Produktion und der Streikkosten selbst.28 Die Politik der Margaret Thatcher wirkte sich also gerade auf die Dienstleistungsbranche überwiegend positiv aus und ließ die Industrie schwächen und den Deindustrialisierungsprozess verstärken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt den Strukturwandel in den Kontext der Deindustrialisierung Großbritanniens und führt in die zentrale Forschungsfrage nach den Ursachen und Auswirkungen ein.

2 Strukturwandel: Hier werden theoretische Modelle wie der Produktlebenszyklus und die langen Wellen erläutert, um den allgemeinen Hintergrund wirtschaftlicher Veränderungsprozesse zu verdeutlichen.

3 Die Industriemacht Großbritannien: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Aufstieg Großbritanniens zur Industrienation und analysiert den beginnenden Bedeutungsverlust des industriellen Sektors ab den 1960er Jahren.

4 Deindustrialisierung ein normaler Wandel: Der Autor unterscheidet zwischen globalen, allgemeinen Ursachen der Deindustrialisierung und solchen, die spezifisch durch die britische Politik und wirtschaftliche Rahmenbedingungen geprägt sind.

5 Auswirkungen auf die britische Wirtschaft: Die Auswirkungen der Transformation hin zur Dienstleistungsgesellschaft werden kritisch beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf Arbeitsmarktprobleme und soziale Ungleichheiten.

6 Zukunft der Industrie: Dieses Kapitel diskutiert die Notwendigkeit einer Reindustrialisierung und analysiert horizontale sowie vertikale Maßnahmen zur Stärkung der industriellen Basis.

7 Zukunft der Dienstleistungen: Es wird die Entwicklung der Dienstleistungssektoren betrachtet und aufgezeigt, dass diese die Industrie nicht ersetzen, sondern idealerweise ergänzen sollten.

8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Empfehlung einer intelligenten Verknüpfung von Industrie und Dienstleistungen für eine stabile wirtschaftliche Zukunft.

Schlüsselwörter

Deindustrialisierung, Großbritannien, Strukturwandel, Tertiarisierung, Wirtschaftspolitik, Margaret Thatcher, Industrielle Basis, Dienstleistungsgesellschaft, Arbeitsmarkt, Produktivitätswachstum, Reindustrialisierung, Finanzdienstleistungen, Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum, Globalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Prozess der Deindustrialisierung in Großbritannien, untersucht deren Ursachen und analysiert die daraus resultierenden Auswirkungen auf die britische Wirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen den theoretischen Strukturwandel, die historische Entwicklung der britischen Industrie, die Auswirkungen der Politik Margaret Thatchers sowie Strategien für eine zukünftige Reindustrialisierung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, welche Ursachen zur Deindustrialisierung in Großbritannien führten und welche Auswirkungen dieser Umschwung auf die nationale Wirtschaft und Gesellschaft hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse ökonomischer Theorien, die Auswertung statistischer Daten sowie die Untersuchung historischer politischer Entscheidungen und deren wirtschaftlicher Folgen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Strukturwandels, die Analyse spezifisch britischer Ursachen wie der Wirtschaftspolitik, die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Diskussion künftiger industrieller und dienstleistungsbasierter Strategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Deindustrialisierung, Strukturwandel, Tertiarisierung, Wirtschaftspolitik, Industrielle Basis und Wettbewerbsfähigkeit geprägt.

Inwiefern hat die Politik von Margaret Thatcher den Prozess beeinflusst?

Ihre Politik wirkte als Katalysator: Durch Deregulierung, Privatisierung und den Bruch der Gewerkschaften wurde der Dienstleistungssektor gefördert, während die Industrie gleichzeitig durch Reformwiderstände und Strukturveränderungen an Bedeutung verlor.

Warum ist laut Autor eine industrielle Basis für Großbritannien weiterhin wichtig?

Der Autor argumentiert, dass eine solide industrielle Basis entscheidend ist, um Krisenzeiten zu überwinden und eine Abhängigkeit von volatilen Finanzmärkten zu verringern.

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Details

Title
Die Deindustrialisierung Großbritanniens. Ursachen und Wirkungen
College
University of Applied Sciences Kufstein Tirol
Grade
1,6
Author
Johannes Koch (Author)
Publication Year
2014
Pages
30
Catalog Number
V432651
ISBN (eBook)
9783668746176
ISBN (Book)
9783668746183
Language
German
Tags
deindustrialisierung großbritanniens ursachen wirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Koch (Author), 2014, Die Deindustrialisierung Großbritanniens. Ursachen und Wirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432651
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