Aufgrund der häufigen Fälle von Mangelernährung gewinnt die Auswahl der adäquaten Ernährungstherapie zunehmend an Bedeutung. Die Entscheidung über eine PEG bedarf ausführlicher Auseinandersetzung mit ethischen Aspekten.
Das Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist, die Auswirkungen einer langzeitigen enteralen Sondenernährung auf den Ernährungszustand, die Lebensqualität und die Lebenserwartung von Betroffenen zu untersuchen.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in Onlinedatenbanken und Suchmaschinen durchgeführt. Die gewonnene Literatur wurde anschließend hinsichtlich ihrer Qualität überprüft und in die Arbeit miteinbezogen.
Aufgrund unterschiedlicher Grunderkrankungen und Krankheitsphasen, sind die Ergebnisse heterogen. Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass bei Patientinnen und Patienten, die sich nicht in der Terminalphase befinden, der Ernährungszustand durch eine PEG verbessert, und die Lebensqualität zumindest erhalten werden kann. Die Mortalität variiert in einzelnen Studien stark. Ist die Lebenserwartung nicht mehr hoch, sollte auf eine PEG verzichtet werden.
Die Resultate der Literaturrecherche unterstreichen die Wichtigkeit einer gut diskutierten und reflektierten Entscheidung über die Anlage einer Ernährungssonde im interdisziplinären Entscheidungsprozess.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel
2 Methodik
2.1 Forschungsfrage
2.2 Literaturrecherche
3 Ergebnisse
3.1 Bedeutung von Ernährung
3.1.1 Kulturelle und soziale Aspekte des Essens
3.2 Mangelernährung im Erwachsenenalter
3.2.1 Ätiologie
3.2.2 Folgen von Mangelernährung
3.3 Ermittlung des Ernährungszustands
3.3.1 Ernährungsscreenings
3.4 Ernährungstherapie
3.4.1 Stufen der Ernährungstherapie
3.4.2 Enterale Ernährungstechniken
3.4.3 Medizinische und pflegerische Aspekte der PEG
3.4.3.1 Indikationen und Kontraindikationen
3.4.3.2 Anlagetechnik
3.4.3.3 Verbandswechsel
3.4.3.4 Komplikationen
3.4.3.5 Verabreichung von Sondenkost
3.4.3.6 Energiebedarf
3.4.3.7 Medikamentenverabreichung
3.4.3.8 Ernährungstherapeutische Verlaufskontrollen
3.5 Auswirkungen der PEG-Sonde
3.5.1 Tabellarische Übersicht der eingeschlossenen Studien
3.5.2 Lebensqualität
3.5.2.1 Psychologische und emotionale Auswirkung
3.5.2.2 Körperliches Wohlbefinden
3.5.2.3 Sozialleben
3.5.3 Ernährungszustand
3.5.4 Morbidität und Mortalität
3.6 Häusliche Versorgung
3.6.1 Gastrostomie-Management
3.6.2 Unterstützungsmöglichkeiten
3.6.2.1 Entlassungsmanagement
3.6.2.2 Homecare Service
3.6.2.3 Patientenschulung
3.7 Ethische und juristische Aspekte
3.7.1 Rechtliche Grundlagen
3.7.1.1 Die Einwilligungsfähigkeit
3.7.2 Grundlagen und Prinzipien der Ethik
3.7.3 Ernährungstherapie bei fortgeschrittener Demenz
3.7.4 Ernährung am Lebensende
3.7.4.1 Palliative Care
3.7.4.2 Palliative Ernährungstherapie
3.7.5 Der interdisziplinäre Entscheidungsprozess
4 Diskussion
4.1 Ausblick und Limitation
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht systematisch die Auswirkungen einer langfristigen enteralen Sondenernährung mittels perkutaner endoskopischer Gastrostomie (PEG) auf den Ernährungszustand, die Lebensqualität und die Lebenserwartung von Betroffenen, wobei die Rolle der professionellen Gesundheits- und Krankenpflege sowie ethische Aspekte in der Entscheidungsfindung im Vordergrund stehen.
- Auswirkungen der PEG-Sonde auf den Ernährungszustand und die Mortalität
- Einfluss der künstlichen Ernährung auf die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten
- Herausforderungen in der häuslichen Versorgung und beim Gastrostomie-Management
- Ethische Prinzipien und interdisziplinäre Entscheidungsprozesse am Lebensende
- Unterstützungsstrategien durch Pflegepersonal und Beratung
Auszug aus dem Buch
3.4.3 Medizinische und pflegerische Aspekte der PEG
Die Methode der perkutanen endoskopischen Gastrostomie wurde erstmals von Ponski und Gauderer 1980 beschrieben und wird seitdem stets weiterentwickelt. Heute stellt sie die Standardmethode der langzeitigen enteralen Ernährung dar (Wirth, 2018). Al-Abtah et al. definieren die PEG als künstlichen Zugang zum Magen, welcher mithilfe eines Gastroskops von außen durch die Bauchdecke gelegt wird (Al-Abtah et al., 2015, S. 510).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung der Ernährung im Gesundheitswesen und führt in die Thematik der Mangelernährung sowie die Notwendigkeit ernährungstherapeutischer Interventionen ein.
2 Methodik: Hier wird der systematische Ansatz der Literaturrecherche beschrieben, mit dem die Auswirkungen der PEG-Sonde auf verschiedene Parameter untersucht wurden.
3 Ergebnisse: Dieser Hauptteil analysiert die Bedeutung von Ernährung, die Folgen von Mangelernährung sowie medizinische, pflegerische und ethische Aspekte der PEG-Anlage basierend auf der recherchierten Fachliteratur.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, insbesondere hinsichtlich der Diskrepanzen in den Studien zur Lebensqualität und Lebenserwartung, und die Wichtigkeit einer fundierten Indikationsstellung hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Enterale Ernährung, Perkutane endoskopische Gastrostomie, Lebensqualität, Ernährungszustand, Lebenserwartung, Pflege, Mangelernährung, Palliative Care, Ethik, Ernährungstherapie, Sondenernährung, Patientenverfügung, Interdisziplinarität, Gastrostomie-Management, Evidenzbasierte Pflege
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der langfristigen enteralen Sondenernährung (PEG) auf den Ernährungszustand, die Lebensqualität und die Lebenserwartung von Patienten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die klinische Anwendung der PEG, ethische Herausforderungen, pflegerische Versorgungsaspekte und die Begleitung von Patienten am Lebensende.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, evidenzbasierte Erkenntnisse über die Auswirkungen der PEG-Anlage zu gewinnen, um die Rolle der Pflege im Entscheidungsprozess und in der anschließenden Versorgung zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche in verschiedenen Fachdatenbanken und Suchmaschinen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Ernährungstherapie, die Technik und Komplikationen der PEG, die Auswirkung auf die Lebensqualität und die ethischen Rahmenbedingungen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind enterale Ernährung, perkutane endoskopische Gastrostomie, Lebensqualität, Ernährungszustand und ethische Aspekte.
Wie unterscheidet sich die Einschätzung der Lebensqualität in den Studien?
Einige Studien berichten von einer Verbesserung der Lebensqualität durch die PEG, während andere eher eine Stabilisierung des Zustands feststellen und psychologische oder soziale Belastungen betonen.
Welche Bedeutung hat der Patientenwille bei einer PEG-Anlage?
Der Patientenwille ist zentral. Besonders bei nicht einwilligungsfähigen Personen muss der mutmaßliche Wille unter Einbeziehung von Angehörigen und medizinischen Ethikprinzipien sorgfältig ermittelt werden.
- Arbeit zitieren
- Viktoria Kallinger (Autor:in), 2018, Leben und Sterben mit einer langfristigen enteralen Sondenernährung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432721