Die Entwicklung serieller Strukturen. Von den sakral-kultischen Frühformen bis hin zur heutigen Fernsehserie


Hausarbeit, 1999

24 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1. Die Begriffe „Serie“ und „Serialität“
2.2. Zyklische und lineare Serialität

3. Die Wurzeln des Seriellen
3.1. Serielle Frühformen sakral-kultischen Ursprungs
3.2. Der christliche Kalender
3.3. Mittelalterliche Frömmigkeitspraxis

4. Theater
4.1. Karren- und Prozessionstheater
4.2. Commedia dell`arte
4.3. Entwicklung des Berufsschauspielertums
4.4. Serien im Theater unserer Zeit

5. Literatur
5.1. Die ersten Kalender
5.2. Die periodische Presse
5.3. Romane und Zeitschriften

6. Kino
6.1. Das Kaiser-Panorama
6.2. Die Stummfilme
6.3. Kino der Nachkriegszeit

7. Schallplatte und Kassette
7.1. Entwicklung der Tonträger
7.2. Serielle Strukturen bei Schallplatte und Kassette

8. Hörfunk
8.1. Serialität im Hörfunk
8.2. Weitere Entwicklung

9. Fernsehen
9.1. Die Fernsehserie
9.2. Das Serielle des Programms

10. Zusammenfassung

1. Einleitung

Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es, den Wurzeln des Seriellen nachzugehen, ihre unterschiedlichen Ausprägungen in der jeweiligen Zeit anhand von Beispielen anschaulich zu machen und dadurch ein abgerundetes Bild von der Entstehung serieller Formen zu vermitteln. Daher erschien es am sinnvollsten, die Thematik chronologisch zu erarbeiten beziehungsweise den unterschiedlichen Medien nach zu untergliedern. Problematisch war dabei vor allem, das anhand von viel Literatur angelesene Wissen zu jedem einzelnen der Gliederungspunkte auf vergleichsweise kleinem Raum kompakt wiederzugeben. Denn das Thema hat sich im Laufe der Bearbeitung als so interessant erwiesen, daß eigentlich jedes der erörterten Stichworte eine eigene Hausarbeit wert gewesen wäre.

Natürlich erhebt die vorliegende Arbeit auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Weil (verständlicherweise) nur eine begrenzte Anzahl an Seiten zur Verfügung steht, konnten viele Gesichtspunkte nur angerissen werden, andere mußten ganz weggelassen werden. Der behandelte Zeitraum stellt auch weder den Beginn noch das Ende der Serialität in Kultur und Medien dar. Serielle Strukturen existieren, seit die kulturelle Produktion die Menschheitsentwicklung begleitet. Dazu gehören Rituale, Kulthandlungen oder Zeremonien, die die Zeit „von den kulturellen Anfängen etwa 40 000 bis zur Blütezeit der ersten Hochkulturen ca. 2500 vor unserer Zeitrechnung“ (Faulstich (Hrsg.), 1998, S. 32) prägten.

Trotzdem bieten die folgenden Seiten zumindest einen groben Überblick über die Entwicklung serieller Strukturen von den sakral-kultischen Frühformen bis hin zur heutigen Fernsehserie. Und vielleicht schärfen gerade die kleinen, im Alltag oft nebensächlich erscheinenden Beispiele den Blick dafür, wie sehr unser Leben von seriellen Formen bestimmt ist.

2. Definitionen

2.1. Die Begriffe „Serie“ und „Serialität“

Als „Reihe; Folge; Gruppe gleichartiger Dinge“ definiert der Duden den Begriff „Serie“. Die nachfolgenden Wortkombinationen beziehen sich dann allerdings auf Produkte industrieller Fertigung (z.B. Serienproduktion) und geben im Zusammenhang mit dem für die vorliegende Arbeit relevanten medienwissenschaftlichen Bezug keine Hinweise. Aufschlußreicher ist der Blick ins „Medienlexikon“. Die Serie wird hier folgendermaßen beschrieben: „In Presse und Rundfunk versteht man darunter meist eine mehr oder weniger eng zusammenhängende Erzählung, die in einzelne, in sich abgeschlossene Episoden aufgeteilt und weniger durch einen Handlungszusammenhang als durch eine oder mehrere Hauptpersonen verklammert ist. Länge bzw. Dauer und Inhalte einer Serie können dann vom Interesse des Publikums beeinflußt werden (...)“ (Döhn, 1979, S. 203).

Mit der „Serie“ ist in den Medien also eine Reihe von Veröffentlichungen beziehungsweise Sendungen in gleichmäßiger Form und regelmäßiger Folge gemeint. Mit dem Wort „Serie“ wird in der heutigen Zeit zu allererst die 30minütige beziehungsweise einstündige Fernsehserie assoziiert, die den Alltag des Menschen seit der Erfindung des Fernsehens in den unterschiedlichsten Versionen begleitet. Doch die „Serie“ und der Begriff „Serialität“, den man im Duden bisher noch vergeblich sucht, umfassen weitaus mehr als nur diese Unterhaltungsform des Vorabendprogramms, die lediglich einen kleinen Teil serieller Strukturen darstellt. Darüber hinaus sollen die folgenden Kapitel zeigen, daß serielle Strukturen das Leben des Menschen bereits erstaunlich lange begleiten und sich – im Widerspruch zu der Darstellung im „Medienlexikon“ – nicht nur über Protagonisten, sondern sehr wohl auch über Handlung und Darstellungsform definieren.

2.2. Zyklische und lineare Serialität

Um die Serialität in ihren unterschiedlichen Formen und Ausprägungen genau analysieren und verstehen zu können, müssen grundsätzlich zwei Arten seriellen Erzählens unterschieden werden: die zyklische (unendliche) und die lineare (geschichtlich-finale) Serialität. Grundlage dieser Differenzierung ist das Zeitsystem, in dem wir leben. Bei dessen Entstehung entwickelte sich eine Kombination aus beiden Modellen, die sich in unserem gesamten Lebensrhythmus und Zeitbewußtsein fest verankert haben. Die zyklischen Modelle „lehnten sich an die Bewegungen von Sonne und Mond an (Tag, Monat, Jahr) oder entstanden durch religiöse und soziale Vereinbarung (Woche)“ (Maier, 1991, S. 21). Des weiteren entstanden lineare Zeitordnungen, „die längere Abläufe (Ären, Perioden) umfaßten und aus denen im Lauf der Zeit die Vorstellung einer unumkehrbaren Geschehensfolge (Geschichte) erwuchs“ (Maier, 1991, S. 21). Ihre maßgebliche Prägung erfuhr diese Zeitordnung in den Anfängen der christlichen Zeitrechnung und ist im großen und ganzen unverändert geblieben. Dadurch „sind bis heute im (...) Kalender natürliche und geschichtliche Ordnung ineinander verschränkt (...)“ (Maier, 1991, S. 21).

Am Beispiel der Fernsehserie läßt sich die Strukturbildung beider Zeitmodelle besonders deutlich machen: „Da gibt es zyklische Serien (Typ Columbo), bei welchen die Reihenfolge der Einzelteile beliebig ist, weil der Protagonist und dessen Ambiente nicht altern. Und da gibt es lineare Serien (Typ Dallas), wo die Protagonisten gemeinsam altern, einen unumkehrbaren Geschichtsprozeß durchmachen und wo deshalb die Einzelteile der Folge nicht vertauschbar sind“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S.13).

3. Die Wurzeln des Seriellen

Das menschliche „Bedürfnis nach einer Parallelisierung des Lebens durch eine zweite, fiktionale Erfahrungswelt“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S.3) existiert nicht erst, seit Kino, Hörfunk und Fernsehen Serialität zu einem Aspekt modernen Lebens gemacht haben, der aus unserem Alltag heute nicht mehr wegzudenken ist. Vielmehr dürfte das serielle Erzählen, das sich wie ein roter Faden in immer wieder abgewandelter Form durch das kulturelle und soziale Leben der Menschen aller Jahrhunderte zieht, so alt sein wie die Menschheit selbst. Die vorliegende Arbeit verfolgt der Spur serieller Formen zurück bis hin zu den sakral-kultischen Ursprüngen.. Serielle Vorformen beziehungsweise die Idee einer seriellen Rezeption künstlerischer Produkte lassen sich bis in diese vormittelalterliche Zeit nachweisen.

3.1. Serielle Frühformen sakral-kultischen Ursprungs

Maria und Josef, das Jesuskind sowie Ochs und Esel: Jörg Jochen Berns sieht in ihnen die Protagonisten „der ältesten der für unseren Kulturraum bedeutsamen Familienserien: die Serie von der Heiligen Familie“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S.12). Natürlich mutet es etwas ungewöhnlich an, in diesem Zusammenhang von einer Familienserie zu sprechen. Die Bibel und die aus dem christlichen Glauben entstandenen Bräuche (z.B. das Krippenspiel, Heiligenfeste, Prozessionen oder der Ablauf des Gottesdienstes) weisen aber tatsächlich Charakteristika seriellen Erzählens auf. Die „semantische Rhythmisierung, die Zuteilung von Informationen gleicher Quantität, gleicher Qualität und gleicher Binnenvarianz in gleichen Zeitabständen an eine identische Rezipientengruppe“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S.12) ist sakral-kultischen Ursprungs.

3.2. Der christliche Kalender

Der christliche Kalender ist eine Kombination aus natürlich-zyklischer und geschichtlich-linearer Ordnung. Das wachsende Selbstbewußtsein des frühen Christentums spiegelte sich zunächst in der Entwicklung eines immer stärker auf Christus bezogenen Zeitbewußtseins, später nahm es in einer neuen Zeitrechnung konkrete Gestalt an. Die bereits existierende kalendarische Ordnung, zusammengesetzt aus historischen und natürlichen Elementen, wurde im christlichen Kalender weitgehend übernommen und durch eigene religiöse Gedenktage ergänzt. Eine zentrale Stellung erhielt schon sehr bald der Sonntag, mit dem die Frühchristen das „Gedenken an Tod, Auferstehung und Wiederkunft Christi“ (Maier, 1991, S.23) verbanden. Von großer Bedeutung war dabei die Regelmäßigkeit, mit der dieser Fest- und Ruhetag begangen wurde. Im Jahre 321 wurde er „mit der konstantinischen Befreiung der Kirche (...) offiziell im Kalender verankert“ (Maier, 1991, S.24) und erhielt damit einen festen Platz im Siebentage-Zyklus der Woche[1]. Vier Jahre später einigte sich das Konzil von Nikaia auf einen Termin für das Osterfest: den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. Ostern rückte ins Zentrum des Kirchenjahres und stellte durch seine Abhängigkeit vom Mond die Verbindung zwischen religiösen Feiertagen und Naturzeiten her. Mit dem Ostersonntag als Ausgangspunkt bestimmte man dann die Termine für andere Feiertage wie Aschermittwoch, Pfingstsonntag oder Christi Himmelfahrt.

Im Rhythmus des Kirchenjahres wurden „Natur und Geschichte miteinander verbunden, die historische Zeit an die natürliche Zeit herangeführt. (...) Insofern verband der entstehende christliche Kalender lineare und zyklische Zeitordnung: einmalig waren Geburt, Tod, Auferstehung, Himmelfahrt Christi – zyklisch wiederkehrend war das Gedenken daran“. (Maier, 1991, S. 25). Diese mit den Jahreszeiten verknüpfte Gliederung des Kirchenjahres, die stetige Wiederkehr von Sonn- und Feiertagen „sollte die Menschen schon im Alltag auf die Ewigkeit hinlenken. Tag, Woche und Jahr wurden zu Abkürzungen des Erlösungsweges der Menschheit“ (Maier, 1991, S. 31).

3.3. Mittelalterliche Frömmigkeitspraxis

Auch in der mittelalterlichen Frömmigkeitspraxis lassen sich sowohl die zyklische als auch die lineare Form der Serialität nachweisen. Die Heiligenfeste der katholischen Kirche, die bis in unsere heutige Kultur hinein erhalten geblieben sind[2], entstammen dem Totengedenken der frühen Christen. Dem „ewigen Festtriumph, der auf die Passion der Märtyrer folge, sollte mit der jährlichen Feier ihrer Todestage eine irdische Entsprechung geschaffen werden“ (Küster, 1988, S. 13).Aus dieser Tradition heraus begeht man bis heute die Namenstage der Heiligen am Jahrestag ihres Todes oder ihrer Bestattung, sie lassen sich dem zyklischen Modell zuordnen. Da sich ein regelrechter Heiligenkult entwickelte, mußte die Anzahl der Feiertage im Laufe der Jahrhunderte von kirchlicher Seite sogar einige Male reduziert werden.

Im Unterschied dazu tragen Stationensysteme wie zum Beispiel Pilgerreisen oder Kreuzwege linearen Charakter. Der Gläubige besucht bei Pilgerreisen bestimmte Stationenkirchen in vorgegebener Reihenfolge. Bei den ab dem 15. Jahrhundert entstandenen Kreuzwegen müssen „bestimmte Stationen, an denen die Leidenshistorie Christi vom Ölberg bis Golgatha in narrativen Bildsegmenten dargeboten ist, abgeschritten werden.“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S. 13). Diese Beispiele zeigen, daß sowohl „die Sakralität des Unwiederbringlich-Einmaligen (die sich zum Beispiel in der Menschwerdung Gottes manifestiert) als auch die Sakralität des Immergleichen (zum Beispiel die ewige Wiederholung des Gotteslobes)“ (Giesenfeld (Hrsg.),1994, S. 13) die Serialität zu ihrer Darstellung brauchen.

4. Theater

4.1. Karren- und Prozessionstheater

Die sakrale Serialität, die den Menschen im Mittelalter bei der Ausübung ihres Glaubens in den stets wiederkehrenden Versammlungen bereits vertraut war, erfuhr ab Mitte des 15. Jahrhunderts eine wesentliche Veränderung. Die sakrale Praxis wurde technisiert beziehungsweise mechanisiert und wies dem Gläubigen eine völlig neue Position zu. Es entwickelten sich Karren- oder Prozessionstheater, bei denen die bildhaft oder plastisch dargestellte Passionsgeschichte auf Karren an den Christen vorbeizogen wurde. Die Bildmitteilungen sind deshalb serieller Natur, da „die bildtragenden Karren gleich groß sind und weil jeweils mindestens eine Person, z.B. der Passionsheld Jesus, in jedem vorbeifahrenden Bilde wiedererkennbar ähnlich sein muß“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S. 14).

Mit der Entwicklung des linear-seriellen Karren- oder Prozessionstheaters war es fortan nicht mehr der Rezipient, der die Stationen eines Kreuzwegs abschritt und individuell über die Betrachtungsdauer der unterschiedlichen Bildsegmente entschied. Jetzt wurde „der Rezipient sistiert (...) und die Passionsbildeinheiten an dem Sistierten auf Rädern vorbeigezogen (...). Die Rezeptionsdauer der Bildeinheiten wird nun nicht mehr durch den Rezipienten bestimmt, sondern durch die Fahrtgeschwindigkeit der Bilderkarren“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S. 14) festgelegt. Eine weitere Spielart des Karrentheaters waren die sogenannten „tableaux vivants“ (lebende Bilder), bei denen biblische Szenen von in signifikanten Posen erstarrten Personen dargestellt wurden. Allerdings ließ sich die Technik der „tableaux vivants“ auch ohne Bühnenwagen seriell umsetzen. Die Inszenierung erfolgte dann „etwa vor einem Rathaus- oder einem Kirchenportal, (wo) eine fixe Gruppe von Darstellern in bestimmten zeitlichen Abständen signifikante Posen einnimmt und inszenierte auf diese Weise Bildsequenzen, die die Segmente eines Historienzusammenhangs darboten“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S. 14). Die „lebenden Bilder“ konnten sowohl zyklisch als auch linear eingesetzt werden – unter der Voraussetzung, daß sie „von fixem Spielplatz aus einem fixen Rezipienten dargeboten werden“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S. 15).

4.2. Commedia dell`arte

Die Commedia dell`arte erfuhr dagegen ausschließlich eine zyklische Nutzung. Die Ursprünge des italienischen Stegreiftheaters liegen im gesellschaftlichen Laienspiel der italienischen Stadtbevölkerung. Das improvisierte Spiel stand im 16. Jahrhundert schon bald in der Gunst des Publikums, da es „offenbar freier, lebhafter und eindrucksvoller als das auf Grund des ausgeführten Textes“ (Theile (Hrsg.), 1997, S. 92) war. Die Berufsschauspieler beugten sich schließlich der zunehmenden Begeisterung für die Stegreifkomödie: sie übernahmen die Improvisation, die zur Eigenart der Commedia dell`arte wurde. Grundsätzlich dürfte das „‘Motiv der demonstrativen, scheinhaften Verwandlung in jemand oder etwas anderes‘ (...) so alt sein wie die Menschheit selber“ (Faulstich, 1979, S. 316).

Die Serialität setzte sich bei der Rollenverteilung, dem System der Masken, fort. Denn die hohen Anforderungen, die die Improvisation an die Schauspieler stellte, führten dazu, daß sich jeder Komödiant der Truppe auf eine bestimmte Charakterrolle festlegte, in die er sich dann vollkommen einlebte. Dadurch traten „in jedem Stück (...) die identischen Charaktermasken oder Standesvertreter in identischen Kostümen auf und demonstrierten in Pantomime, Tänzen und Stegreifgesprächen Konflikte und Konfliktlösungen, die sich aus dem immergleichen Affektpotential ihrer Charaktere und ihren physischen Möglichkeiten ergaben“ (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S.15). Kaum ein Dutzend Masken, vom überstudierten Dottore über den großmäuligen Soldaten bis hin zur vorlauten Dienerin, boten dem gespannten Publikum die Stücke dar. Diese konnten „in beliebiger Reihenfolge dargeboten werden, weil jeder Schauspieler immer in dieselbe Maske schlüpfte, weil sich die Charaktere immer gleich auch immer gleich jung blieben und sozusagen keine Geschichte hatten, weil sich ihr Verhältnis zueinander nicht fortschreitend änderte (Giesenfeld (Hrsg.), 1994, S. 15).

[...]


[1] „Es ist erstaunlich, daß gerade eine nicht-naturhafte, auf Konvention beruhende Zeitspanne, die Woche, ein so beständiges Element des abendländischen Kalenders darstellt – sie ist bis in die Neuzeit hinein nicht grundsätzlich angefochten worden“ (Maier, 1991, S. 22). Die Dekadengliederung, die im Zuge der Französischen und Russischen Revolution durchgesetzt werden sollte, scheiterte an der festen Verankerung der Sieben-Tage-Woche im Arbeitsleben.

[2] „Das Gedenken an die Martyrer bildete die älteste Schicht kirchlicher Heiligenfeste. Aus den Gedenktagen entstand später der Heiligenkalender (Maier, 1991, S. 17).

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Entwicklung serieller Strukturen. Von den sakral-kultischen Frühformen bis hin zur heutigen Fernsehserie
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,0
Autor
Jahr
1999
Seiten
24
Katalognummer
V43280
ISBN (eBook)
9783638411172
ISBN (Buch)
9783638684545
Dateigröße
517 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Strukturen, Frühformen, Fernsehserie
Arbeit zitieren
Christiane Bayer (Autor), 1999, Die Entwicklung serieller Strukturen. Von den sakral-kultischen Frühformen bis hin zur heutigen Fernsehserie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43280

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