Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Internationalisierung von Messegesellschaften. Zunächst wird über die Messe und ihre Geschichte informiert. Es folgt die detaillierte Erläuterung des Marketings und seine Instrumente, vor allem im Dienstleistungsmarketing, weil es sich bei der Messegesellschaft um eine Dienstleistungsgesellschaft handelt. Dazu gehört im Rahmen der Internationalisierung auch das internationale Marketing, welches im Anschluss vorgestellt wird. Anschließend wird auf Ziele und die passenden Zielgruppen eingegangen. Im nächsten Teil wird die Internationalisierung mit ihren verschiedenen Typen und Strategien erklärt, und auf deren Problematik hingewiesen. Nachdem die verschiedenen Ländereintrittsarten erläutert wurden veranschaulicht die vorliegende Arbeit anhand eines Fallbeispiels das Thema der Internationalisierung anhand der Messe Frankfurt und zwei Messebeispielen.
Im letzten Teil dieser Arbeit werden Beobachtungen und Entwicklungschancen für die Internationalisierung aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Definition Messe
2.2 Messegesellschaft
2.3 Entwicklung der Messe
3 Marketing
3.1 Marketingziele
4 Marketinginstrumente
4.1 Produktpolitik
4.2 Preispolitik
4.3 Distributionspolitik
4.4 Kommunikationspolitik
4.5 Marketinginstrumente im Dienstleistungsmanagement
4.6 Internationales Marketing
5 Definition primäre und sekundäre Ziele
5.1 Zielgruppen
5.1.1 Zielgruppendefinition
5.1.2 Zielgruppenanalyse
6 Internationalisierung
6.1 Definition
6.2 Motive
7 Strategien zur Internationalisierung
7.1 Definition und Abgrenzung: Strategie versus Taktik
7.2 Entscheidungstypen des ,,Going International’’
7.3 Ethnozentrische Orientierung
7.4 Polyzentrische Orientierung
7.5 Geozentrische Orientierung
7.6 Markteintritt in mehrere Länder
8 Fallbeispiel: Messe Frankfurt
8.1 Messe: Light + Building
8.2 Messe: Automechanika
9 Entwicklungsaussichten und Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Internationalisierung von Messegesellschaften vor dem Hintergrund ihres Selbstverständnisses als Dienstleistungsunternehmen. Das zentrale Ziel ist es, die strategischen Ansätze und Methoden darzulegen, mit denen Messegesellschaften ihre Produkte in globale Märkte transferieren, und dies anhand des Fallbeispiels der Messe Frankfurt praxisnah zu veranschaulichen.
- Grundlagen der Messewirtschaft und des Messewesens
- Marketinginstrumente in der Dienstleistungsbranche
- Theoretische Modelle und Entscheidungstypen der Internationalisierung
- Strategische Markteintrittsoptionen (Wasserfall- versus Sprinkler-Strategie)
- Praktische Umsetzung internationaler Wachstumsstrategien am Beispiel der Messe Frankfurt
Auszug aus dem Buch
7.6 Markteintritt in mehrere Länder
Die Art des Markteintritts in mehrere Länder kann nach zwei unterschiedlichen Strategien ablaufen. Für die Wasserfall-Strategie entscheidet sich meist ein ethnozentrisch orientiertes Unternehmen, da die Anzahl von Ländermärkten mit Ähnlichkeiten zum Heimatmarkt begrenzt ist und aufgrund der Unternehmensgröße oft die Ressourcen zur gleichzeitigen Erschließung von Ländermärkten fehlen.
Diese Abbildung (Abb. 6) zeigt deutlich die Grundidee dieser Strategie, die Zahl der bearbeitenden Ländermärkte sukzessiv zu vergrößern. Nachdem in der einleitenden Phase Erfahrungen mit dem neuen Produkt auf dem Heimatmarkt gesammelt worden sind, wird das Produkt auf der nächsten Stufe zusätzlich auf einem Auslandsmarkt eingeführt. Dabei ist darauf zu achten, ähnliche Märkte wie den Heimatmarkt zu bearbeiten, um sicherzustellen, dass das Unternehmen auf die gesammelten Erfahrungen zurückgreifen kann. Das Grundprinzip der Wasserfall-Strategie ist also die Anzahl der bearbeiteten Länder schrittweise und systematisch zu erhöhen. Der Vorteil liegt darin, dass das Unternehmen sich langsam in das Auslandsgeschäft hineintasten kann und die Chance bekommt die meist knappen Ressourcen mit der Erweiterung des Auslandsgeschäftes wachsen zu lassen. Im Bezug darauf sinkt auch das Risiko des Auslandsengagement, denn das Unternehmen hat die Möglichkeit auf jeder Stufe dieses Modells den Vorgang abzubrechen, falls das Produkt nicht den erwünschten Erfolg im Ausland bringt (Vgl. Backhaus, Voeth, 2010, S. 107).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Arbeit analysiert die Internationalisierung von Messegesellschaften, deren Marketinginstrumente und die verschiedenen Strategien für den Markteintritt ins Ausland.
2 Grundlagen: Es werden die Definition einer Messe, die Rolle der Messegesellschaft sowie die historische Entwicklung des Messewesens dargestellt.
3 Marketing: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Marketing als Leitidee einer kundenorientierten Unternehmensführung und definiert die Marketingziele.
4 Marketinginstrumente: Das Kapitel bietet einen Überblick über den Marketing-Mix und beleuchtet spezifische Instrumente wie Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik im Kontext von Dienstleistungen.
5 Definition primäre und sekundäre Ziele: Hier werden Ziele in Haupt- und Nebenziele unterschieden und die Bedeutung der Zielgruppendefinition sowie -analyse hervorgehoben.
6 Internationalisierung: Es erfolgt eine Definition der Internationalisierung von Messen als Teil der Produktpolitik sowie eine Betrachtung der zugrunde liegenden Motive.
7 Strategien zur Internationalisierung: Dieses Kapitel behandelt die Entscheidungstypen des "Going International", verschiedene Orientierungsmodelle und die zwei Strategien für den Markteintritt in mehrere Länder.
8 Fallbeispiel: Messe Frankfurt: Anhand der Messe Frankfurt und der Leitmessen "Light + Building" sowie "Automechanika" wird die praktische Anwendung der Internationalisierung verdeutlicht.
9 Entwicklungsaussichten und Fazit: Abschließend wird die wachsende Bedeutung und positive Tendenz von Auslandsmessen für deutsche Veranstalter anhand von Statistiken der AUMA dargelegt.
Schlüsselwörter
Internationalisierung, Messegesellschaft, Marketing-Mix, Dienstleistungsmanagement, Wasserfall-Strategie, Sprinkler-Strategie, Messe Frankfurt, Markteintritt, Zielgruppenanalyse, Going International, Produktpolitik, Globalisierung, Messewesen, Absatzmärkte, Außenwirtschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Internationalisierung von Messegesellschaften. Sie untersucht, wie diese Unternehmen ihre Dienstleistungen global vermarkten und welche strategischen Konzepte dabei zum Einsatz kommen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Neben den theoretischen Grundlagen des Marketings und der Messewirtschaft stehen insbesondere die Internationalisierungsstrategien, Markteintrittsmodelle und die praktische Umsetzung durch Messegesellschaften im Vordergrund.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, die notwendigen Marketinginstrumente für eine erfolgreiche Internationalisierung im Dienstleistungssektor zu identifizieren und die theoretischen Konzepte durch ein konkretes Fallbeispiel zu belegen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit angewandt?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche basiert. Zudem wird eine Fallstudie der Messe Frankfurt verwendet, um die theoretischen Aspekte der Strategiebildung in der Praxis zu spiegeln.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung des Marketing-Mix, eine Analyse von Internationalisierungstypen nach Backhaus und Voeth sowie eine tiefgreifende Darstellung der Wasserfall- und Sprinkler-Strategie.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Internationalisierung, Messewesen, Marketing-Mix, Strategie, Markteintritt, Dienstleistung und Wettbewerb.
Was unterscheidet die Wasserfall- von der Sprinkler-Strategie?
Die Wasserfall-Strategie setzt auf eine sukzessive, schrittweise Erschließung von Ländermärkten mit Fokus auf geringem Risiko. Die Sprinkler-Strategie hingegen verfolgt eine zeitgleiche Erschließung vieler Märkte, um Wettbewerbsbarrieren aufzubauen.
Welche Rolle spielt die Messe Frankfurt in der Arbeit?
Die Messe Frankfurt dient als zentrales Fallbeispiel. Die Arbeit zeigt auf, wie das Unternehmen durch gezielte Internationalisierung und starke Marken wie "Light + Building" eine globale Marktführerschaft erreicht hat.
Warum wird Marketing als Dienstleistungsmarketing definiert?
Da eine Messegesellschaft kein physisches Gut im klassischen Sinne verkauft, sondern ein komplexes Dienstleistungsprodukt, müssen die Standard-Marketinginstrumente (die 4 P's) um Aspekte wie Personal-, Prozess- und Ausstattungspolitik ergänzt werden.
Welches Fazit zieht die Autorin bzw. der Autor zur künftigen Entwicklung?
Die Arbeit zieht ein positives Fazit: Die Tendenz für Auslandsmessen deutscher Veranstalter ist steigend, was durch wachsende Besucher- und Ausstellerzahlen in den analysierten internationalen Märkten bestätigt wird.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2015, Internationalisierung von Messegesellschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432882