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Warum verschenken oder vererben Eltern?

Título: Warum verschenken oder vererben Eltern?

Tesis (Bachelor) , 2015 , 31 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christian Kreutzer (Autor)

Economía - Microeconomía
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Diese Bachelorarbeit setzt sich mit der Motivation generationsübergreifender Transfers innerhalb von Familien auseinander und beschäftigt sich mit der übergeordneten Frage „Warum verschenken oder vererben Eltern“. Grundlegende Motivation dieser Arbeit ist Beckers Artikel „Altruism, Egoism, and Genetic Fitness“ und Goetghebuers Werk „Timing of inheritance: Inter vivos transfers and bequest in an agrarian economy“. Becker hat ein Modell zu Altruismus und Egoismus aufgestellt, welches in der Fachliteratur kontrovers diskutiert wurde. Insbesondere sein „rotten kid theorem“ war oft im Gespräch. Es besagt, wenn alle Kinder einer Familie Geldgeschenke von den Eltern erhalten, dann liegt es auch in dem Interesse eines völlig egoistischen Kindes zur Erhöhung des Gesamteinkommens des Haushalts beizutragen. Dieses Modell ist jedoch stark vereinfacht und durch viele Annahmen eingeschränkt. Es stellt sich die Frage, ob man Beckers Theorie in der Realität wiederfindet.

Goetghebuer verfolgt in ihrer Arbeit einen völlig anderen Ansatz. Sie untersucht das Vererbungsverhalten von Eltern in einem institutionellen Rahmen der Subsistenzwirtschaft. Zudem trifft sie viele Annahmen die nicht konform mit Beckers Theorie verlaufen. Das Beobachtungsfeld Goetghebuers beschränkt sich auf drei Dörfer in dem peruanischen Bergland.

Die Aufgabe dieser Arbeit wird nun dementsprechend sein, einen Abgleich beider Arbeiten (Becker (1976) und Goetghebuer (2011)) zu schaffen. Das Ziel dessen ist es, Goetghebuers Arbeit mit Beckers Theorie zu überprüfen und zu untersuchen, ob Beckers Theorie in einem anderen System als der Marktwirtschaft Anwendung findet.

Wie bereits angedeutet soll diese Arbeit lediglich einen Abgleich schaffen, was impliziert, dass es nicht zwingend Ziel im weiteren Verlauf der Arbeit sein wird, konkrete „ja“ oder „nein“ Antworten zu den diskutierten Themen zu finden. Vielmehr geht es darum, einen verständlichen Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen man sich selbst eine fundierte Meinung bezüglich der Situation bilden kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Motivation und Herangehensweise der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen generationsübergreifender Transfers

2.1 Definition und Differenzierung von Schenkungen und Erbschaften

2.2 Altruismus und Austausch als Motivation von Vererbung und Schenkung

3. Das Altruismus Modell nach Gary S. Beckers (1976)

3.1 Das Modell

3.2 Diskussion der Modellannahmen

4. Generationsübergreifende Transfers in der Subsistenzwirtschaft

5. Vergleich der Modellannahmen von Becker und Goetghebuer

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Motivation hinter generationsübergreifenden Transfers innerhalb von Familien, indem sie das theoretische Altruismus-Modell von Gary S. Becker (1976) einem Abgleich mit dem subsistenzwirtschaftlichen Ansatz von Tatiana Goetghebuer (2011) unterzieht. Ziel ist es zu prüfen, inwieweit Beckers auf einer Marktwirtschaft basierende Theorie allgemeingültig ist oder in einem institutionell anders geprägten Umfeld an ihre Grenzen stößt.

  • Vergleich zwischen altruistischen und austauschbasierten Transfermotiven.
  • Analyse des "rotten kid theorem" und dessen Grenzen bei asymmetrischen Informationen.
  • Untersuchung von Landübertragungen in einer agrarwirtschaftlichen Subsistenzwirtschaft.
  • Diskussion über "equal treatment norm" (ETN) vs. Nutzenmaximierung durch den Geber.
  • Überprüfung der Anwendbarkeit westlich geprägter ökonomischer Modelle auf Entwicklungskontexte.

Auszug aus dem Buch

3.2 Diskussion der Modellannahmen

Dieses Kapitel soll einige Punkte von Beckers Altruismus- bzw. Egoismus Theorie kritisch hinterfragen. Die Theorien von Becker, insbesondere das „rotten kid theorem“ gelten nur unter einigen beschränkenden Annahmen. Im Folgenden werden diese Annahmen vorgestellt und überprüft.

Becker geht davon aus, dass der Transfer des Vaters an seine Kinder durch reinen Altruismus motiviert ist. Für diesen Transfer könnte es, wie bereits in Kapitel 1 beschrieben, eine Vielzahl von Ursachen geben. Zum Beispiel könnte es sein, dass der Vater wegen der Freude am Schenken seine Kinder unterstützt. Das hätte zur Folge, dass der Vater aus jedem Transfer an seine Kinder einen positiven Nutzen zieht, ungeachtet davon wie sich die Kinder ihm gegenüber verhalten. Eine Maximierung des sozialen Einkommens stünde hier nicht im Vordergrund, vielmehr der oft beschriebene „warm glow“. Er beschreibt das warme Gefühl bzw. eine Art Befriedigung, welche sich durch das Schenken einstellt.37

Das Problem des „rotten kid theorem“ ist das es in einem Modell spielt, welches stark von der Realität abweicht. Becker geht davon aus, dass die Eltern vollständig über das Einkommen, die Leistungen und den Konsum des Kindes informiert sind. In der Realität ist das nur selten der Fall. Viel häufiger überwiegen asymmetrische Informationen. Asymmetrische Informationen liegen vor, wenn zwei Vertragsparteien unterschiedliche Informationen über eine Transaktion haben.38

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Motivation der Arbeit, die sich mit dem Abgleich der Transfertheorien von Becker und Goetghebuer im Kontext familiärer Vererbung und Schenkung befasst.

2. Theoretische Grundlagen generationsübergreifender Transfers: Hier werden Schenkungen von Erbschaften abgegrenzt und die zentralen ökonomischen Motive, insbesondere Altruismus und Austausch, theoretisch definiert.

3. Das Altruismus Modell nach Gary S. Beckers (1976): Dieses Kapitel stellt Beckers Modell vor, das durch das "rotten kid theorem" erklärt, wie Egoisten innerhalb einer altruistischen Familienstruktur zur Maximierung des Gesamteinkommens motiviert werden.

4. Generationsübergreifende Transfers in der Subsistenzwirtschaft: Anhand des Modells von Goetghebuer wird das Vererbungsverhalten in peruanischen Agrargemeinschaften analysiert, bei denen der Erhalt von Landbesitz und familiäre Normen im Vordergrund stehen.

5. Vergleich der Modellannahmen von Becker und Goetghebuer: Hier werden die theoretischen Ansätze direkt gegenübergestellt, um die Unterschiede zwischen marktwirtschaftlichen Monetärtransfers und subsistenzwirtschaftlichen Landtransfers aufzuzeigen.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Beckers Theorie in der Subsistenzwirtschaft aufgrund struktureller Unterschiede und mangelnder monetärer Voraussetzungen nur bedingt Anwendung findet.

Schlüsselwörter

Generationsübergreifende Transfers, Altruismus, Egoismus, Schenkung, Erbschaft, Subsistenzwirtschaft, Rotten Kid Theorem, Familienökonomie, Austauschtheorie, Landtransfer, Equal Treatment Norm, Nutzenmaximierung, Inter vivos, Sozial-ökonomische Analyse, Spieltheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Beweggründe, warum Eltern ihr Vermögen zu Lebzeiten verschenken oder nach dem Tod vererben, und stellt dabei unterschiedliche ökonomische Modelle einander gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Familienökonomie, die Unterscheidung zwischen Altruismus und Austauschmotiven sowie die Untersuchung von Transferverhalten in verschiedenen Wirtschaftssystemen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist der Abgleich der Theorien von Becker und Goetghebuer, um zu untersuchen, ob Beckers marktwirtschaftlich orientierte Modelle auch in einer agrarwirtschaftlich geprägten Subsistenzwirtschaft Bestand haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Herleitung sowie eine vergleichende Analyse spieltheoretischer Ansätze, um die Modellannahmen der beiden Autoren zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der altruistischen Theorie von Becker, die Diskussion von deren Schwachstellen bei asymmetrischen Informationen und die Darstellung von Goetghebuers Modell zur Landvererbung in Peru.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie "Generationsübergreifende Transfers", "Altruismus", "Rotten Kid Theorem" und "Subsistenzwirtschaft" beschreiben den Kern der Untersuchung.

Warum funktioniert das "rotten kid theorem" laut der Arbeit in manchen Fällen nicht?

Es funktioniert oft nicht, wenn asymmetrische Informationen vorliegen, Kinder an Aktivitäten statt nur am Konsum interessiert sind oder die Eltern finanziell nicht in der Lage sind, Anreize zu kompensieren.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Beckers Modell und dem von Goetghebuer?

Während Becker von unendlich wiederholten Spielen und monetären Transfers in einer Marktwirtschaft ausgeht, modelliert Goetghebuer ein "One-Shot-Game" mit Land als primärem Gut in einer Subsistenzgesellschaft.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Warum verschenken oder vererben Eltern?
Universidad
University of Marburg  (Lehrstuhl der Mikroökonomie)
Calificación
1,7
Autor
Christian Kreutzer (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
31
No. de catálogo
V432896
ISBN (Ebook)
9783668751149
ISBN (Libro)
9783668751156
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vererben Verschenken Altruismus Egoismus rotten kid theorem Gary Becker Goetghebuer Family economics Spieltheorie Homo Oeconomicus Altruismus Modell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Kreutzer (Autor), 2015, Warum verschenken oder vererben Eltern?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432896
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