Exportorientierung als Industrialisierungsstrategie. Das asiatische Wirtschaftswunder


Hausarbeit, 2017
17 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangslage I - Boden- und Agrarreform

3. Ausgangslage II

4. Importsubstitution als Entwicklungsstrategie

5. Phase des Umdenkens - Erste Schritte zur Exportorientierung
5.1 Liberalisierung des Handels

6. Gründe für das Wirtschaftswunder
6.1 Exportanteil am Bruttoinlandsprodukt
6.2 Hohe Arbeitsproduktivität
6.3 Hohe Sparquoten
6.4 Niedrige Inflationsraten
6.5 Investitionsfreude
6.6 Steigendes Ausbildungsniveau

7. Ökonomische Entwicklungen des Wirtschaftswunders
7.1 BIP-Wachstum
7.2 Gesamtfaktorproduktivität
7.3 Handelsbilanz
7.4 Internationalisierung

8. Lage der ostasiatischen Volkswirtschaften in der Gegenwart

9. Fazit

Exportorientierung als Industrialisierungsstrategie -

Das asiatische Wirtschaftswunder

1. Einleitung

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges hat der internationale Außenhandel an Bedeutung gewonnen. Durch den (Neu-) Aufbau ihrer Volkswirtschaften haben diverse asiatische Staaten versucht, die vorher entstandene Lücke zwischen den Industrienationen und den Entwicklungsländern, zu welchen man zum damaligen Zeitpunkt die allermeisten asiatischen Staaten zählen konnte1, zu schließen.

Schwerpunkt der handelspolitischen Anstrengungen war der Ausbau des heimischen Industriesektors. In meiner Hausarbeit gehe ich auf die Entwicklung des asiatischen Wirtschaftsraums seit der Fokussierung auf die Exportorientierung Ende der 1960er Jahre ein. Aus dieser handelspolitischen Neuerung konnte ein unverhältnismäßig starkes Wirtschaftswachstum in den SWAW-Staaten2 generiert werden.

Meine Hausarbeit wird sich auf Ostasien als Untersuchungsgegenstand konzentrieren. Neben den Tigerstaaten werden auch China und Japan in den Fokus der Analyse geraten. Um eine anschauliche Betrachtung des Stoffes zu ermöglichen, werde ich verstärkt Beispiele aus dem Tigerstaat Taiwan erläutern.

2. Ausgangslage I - Boden- und Agrarreform

Im Zuge der Agrarreform zwischen 1949 und 1953 wurden insbesondere in Südkorea und Taiwan die Bodenbesitzverhältnisse umverteilt und neugeordnet3 4. In Taiwan wurden die Pachtrenten für die Betreiber von vorher 50-70 Prozent auf 37,5 Prozent des Ertrages gesenkt.5 Außerdem wurden Besitzer von besonders großen Ländereien enteignet und von der Regierung dafür entschädigt. Die Entschädigung wurde zu 30 Prozent durch Aktien von regierungseigenen Industriebetrieben und zu 70 Prozent durch Naturalien in Form von Reis und Getreide beglichen. Außerdem wurden staatliche Beratungs- und Förderungsprogramme durchgeführt, die den Bauern die effektivsten Wege des Bewirtschaftens aufzeigen sollten.6

Ziel der Agrarreform in den ostasiatischen Staaten war es die Neugestaltung der Landwirtschaft dahingehend vorzunehmen, dass daraus zukünftig auch Grundlagen für die Entwicklung von Industrie und Gewerbe geschaffen werden könnten. Hierzu wurde eine enge Abstimmung zwischen Agrarreformpolitik und Industrieförderung benötigt.

Die erfolgreiche Umsetzung der Landreform gelang auch aus dem Grund, da die Regierungen von Südkorea und Taiwan sozial, politisch und kulturell die Bevölkerung kontrollierten.7 Von der mittlerweile sehr liberalen, demokratischen Politik, die in beiden Ländern betrieben wird, waren die Staaten zur Zeit der Agrarreform noch weit entfernt.

Folgende Vorteile schaffte die Landwirtschaft zu dieser Zeit für die Volkswirtschaft:

Mithilfe des Produktbeitrages versorgte die Landwirtschaft die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Zudem konnten durch Abgaben der Bauern grundlegende Investitionen für den industriellen Aufbau generiert werden (Kapitalbeitrag). Mit der Bildung eines kaufkräftigen Marktes (Marktbeitrag) sowie der Schaffung von exportfähigen Produkten (Devisenbeitrag) übernahm die Landwirtschaft zwei weitere Leistungen, die zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitrugen. Ebenfalls konnten, wie bereits erwähnt, Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft in andere Industriesektoren wechseln (Arbeitskräftebeitrag).8 Betrachtet man die Bandbreite der oben genannten Beiträge, kann man die These aufstellen, dass die erfolgreiche Agrarreform als Ausgangssignal für die später erfolgte Industrialisierung bewertet werden kann.

3. Ausgangslage II

Seit 1960 ist eine überdurchschnittliche Entwicklung der ostasiatischen Wirtschaftskraft zu verzeichnen. War beispielsweise Südkorea Mitte des letzten Jahrhunderts etwa in Hinblick auf das Einkommensniveau noch hinter Staaten wie dem Senegal positioniert, ergibt sich in der Gegenwart ein ganz anderes Bild. Insbesondere China, die Tigerstaaten9 sowie Malaysia, Indonesien und Thailand weisen überdurchschnittlich hohe jährliche Wachstumsraten auf. Diese liegen zwischen 1960 und 2000 jährlich bei 3,9 Prozent (Malaysia) und 6,9 Prozent (Singapur).10

4. Importsubstitution als Entwicklungsstrategie

Die Importsubstitution ist neben der Exportförderung eine von zwei Entwicklungsstrategien, mit deren Hilfe Staaten die Industrialisierung ihrer Wirtschaft vorantreiben wollen. So stellt die Importsubstitution die Präphase der Exportorientierung dar.

Bis zum Beginn der 1970er Jahre hinein verfolgten viele vorwiegend südamerikanische und asiatische Entwicklungsländer die Strategie der Importsubstitution. Ziel war es dabei, durch die Beschränkung des Imports von Industrieprodukten die heimische verarbeitende Industrie zu stärken. Inländische Produzenten sollten die bisher aus dem Ausland bezogenen Güter herstellen und somit eine Grundlage für die jeweilige Branche liefern, später im internationalen Vergleich konkurrenzfähig zu sein.- Folglich kommt es zu einer Verschiebung der Angebotsstruktur, da inländische Produzenten Marktanteile gewinnen. Mithilfe des Erziehungszollarguments wurde Importsubstitution umgesetzt. So können Entwicklungsländer einen potentiellen komparativen Vorteil in bestimmten Industrien gegenüber weiter entwickelten Ländern besitzen.11 Aufgrund fehlender Infrastruktur oder fehlenden Know-Hows sind die Industriezweige aus den Entwicklungsländern anfänglich aber noch nicht konkurrenzfähig zu den Branchen weiter entwickelter Länder. Aus diesem Grund werden Industriesektoren von den Regierungen der Entwicklungsländer in verschiedener Weise gefördert. So kann eine Regierung neben Subventionen auch zeitlich begrenzte Schutzzölle oder Importquoten für ausländische Importe verlangen und somit der heimischen Industrie einen ausschlaggebenden Vorteil verschaffen. Angestrebtes Resultat des Infant-Industry-Arguments (englische Bezeichnung) ist die Wettbewerbsfähigkeit der Branche im internationalen Bereich nach Ablauf des temporären Schutzes durch Zölle.

5. Phase des Umdenkens - Erste Schritte zur Exportorientierung

In den 1960 Jahren fuhren die Tigerstaaten einen Doppelkurs zwischen „inward-looking“ und „outward-looking“.12 Neben der zu dieser Zeit gängigen Politik der Importsubstitution wurden erste Anreize geschaffen, die Wirtschaftsregion auch für das Ausland attraktiv zu machen. Erste Genehmigungen für ausländische Kreditinstitute wurden bewilligt, sodass ausländisches Kapital ins Inland kam. Dazu wurden Investitionsanreize erarbeitet, die neben Steuerbefreiungen auch die Errichtung von Exportproduktionsstätten13 subventionierten.14

Aufgrund von politischen Veränderungen in den 1970er Jahren, legten die Tigerstaaten ihren Fokus auf den Aufbau einer eigenen Schwer- und Rüstungsindustrie.15 Außerdem verfolgte man das Ziel, sich nicht auf einzelne Handelspartner zu fokussieren sondern die eigenen Produktionsstandorte intensiver mit dem Weltmarkt zu verbinden. Zur Erreichung der Verbesserung der Infrastruktur wurde Geld in die Bereiche Elektrizität, Telekommunikation sowie Transport investiert. Am Beispiel von Taiwan lässt sich gut aufzeigen, dass in dieser Phase, neben dem Bau einer Autobahn zwischen dem Norden und dem Süden des Landes, auch der internationale Flughafen Taipeh fertiggestellt wurde. Zudem wurden die Eisenbahnstrecke erneuert und die Handelshäfen der Insel modernisiert. Darüber hinaus wurde ein Kernkraftwerk eröffnet, was dazu führte, dass in den 1980er Jahren die große Mehrheit der taiwanischen Haushalte eine Stromversorgung hatten.16 Nachdem das Land ein funktionierendes Verkehrsnetz installiert hatte, wurden weitere Exportverarbeitungszonen errichtet, die mit Diversifikationsbestrebungen auf sich aufmerksam machten. Mithilfe von Handelszentren in den Staaten, in die ein Großteil der taiwanesischen Exporte gingen, sowie der Ex- and Import Bank of China17 wollte man die Exportnation Taiwan nachhaltig in der Weltwirtschaft etablieren.

Im Vergleich zu den 1960er Jahren verstetigten sich Interaktionen ostasiatischer Staaten mit der Außenwelt. So kann man davon sprechen, dass die Tigerstaaten in den 1970er Jahren den Status Schwellenländer erreicht hatten.

5.1 Liberalisierung des Handels

In den 1980er Jahren erfolgte dann endgültig ein Umdenken in der Handelspolitik. So wurde der Schwerpunkt auf den Export auch nach Europa gelegt. Dieser stieg in Taiwan von 11 Prozent (1981) auf 18 Prozent (1990) des Gesamthandels an.18 Insgesamt stieg in den 1980er Jahren die Exportquote in Entwicklungsländern von 14 % (1980) auf 32 % (2008) des Bruttoinlandsproduktes an.19

Die Umwandlung der ehemals vorwiegend agrarisch geprägten Staaten hin zu aufstrebenden Industriestaaten ist in den 1980er Jahren folgte.

15 Aufgrund der politischen Annäherung zwischen der Volksrepublik China und den USA und der Aufnahme von China in die UNO, wurden amerikanische Soldaten aus der Region abgezogen. Die vorher bestehenden Beziehungen zu Südkorea und Taiwan wurden gedrosselt. Daraus folgte, dass Staaten wie Südkorea oder Taiwan nun weitestgehend auf sich allein gestellt waren.

Eigendarstellung. Abbild der Zuwachsraten der drei Industriesektoren in Taiwan zwischen 1960 bis 1985. Die Summe der Prozentzahlen entspricht nicht genau 100%.20

Am Beispiel Taiwan wird deutlich, dass 1985 der primäre Sektor mit lediglich 6,5 Prozent deutlich an Wirtschaftskraft verloren hat. Der Fokus lag in den 1980er Jahren hauptsächlich auf dem industriellen Sektor. Um auf den Titel meiner Hausarbeit zurück zukommen, lässt sich feststellen, dass das (ost-)asiatische Wirtschaftswunder zu diesem Zeitpunkt in vollem Gange war. Die Zugewinne der Bruttosozialprodukte und Pro-Kopf Einkommen waren exorbitant hoch. So steigerte sich das BIP zwischen 1981 und 1991 in Taiwan um 330 Prozent und in Südkorea sogar um 435,86 %.21 Auch das Bruttosozialprodukt nahm in Taiwan im selben Zeitraum um 370 Prozent zu. Anhand der nachfolgend genannten Determinanten lässt sich der wirtschaftliche Aufstieg dokumentieren:

Die Wachstumsraten der Volkswirtschaften blieben gleichbleibend auf einem hohen Niveau und auch der Zufluss von ausländischen Direktinvestitionen blieb beständig. Zudem gab es nur minimale Arbeitslosenzahlen. Auch die Sparquote war auf einem hohen Niveau und die Inflationsrate niedrig.22

Mit dem Einstieg in den internationalen Handel23 verringerten sich gleichzeitig auch die effektiven Protektionssätze der Industrien von Entwicklungsstaaten.24 So lag im Jahre 1985 der durchschnittliche Protektionssatz der SWAV-Staaten bei 24 Prozent, während der Wert der sich in einer ähnlichen Situation befindenden südamerikanischen Wirtschaftsregion mehr als doppelt so hoch - er betrug 46 Prozent - war.25

Durch die Liberalisierung des Handels ergaben sich auch Verschiebungen bei der Beschäftigungsverteilung nach Sektoren. So fand eine Massenabwanderung aus dem Agrarsektor in die urbanen Ballungsgebiete statt. Der Industriesektor schaffte aufgrund der Fokussierung auf den Export von Waren viele Arbeitskräfte. Da zuvor jedoch der landwirtschaftliche Sektor einen Überschuss an Arbeitskräften aufgewiesen hatte, litt die Produktion nicht unter dieser Abwanderung. Der industrielle Sektor konnte die neu zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte sehr gut gebrauchen und konnte so mehr produzieren.26

In den 1990er Jahren ist die Entwicklung hin zu einer stark kapital- und technologieintensiven Informationsindustrie zu verzeichnen. Nach Vorbild des Silicon Valley sind Technologiezentren entstanden, in welchen beispielweise Informationstechnologien erforscht werden. Als Beispiel ist der Fusionopolis-Komplex in Singapur zu nennen.27

Auch heute werden zukunftsorientierte Branchen, wie Mikroelektronik oder Umwelttechnologien, schwerpunktmäßig gefördert. Ziel hierbei ist es möglichst eine technologische Höherentwicklung mit einheimischen Fachkräften zu erreichen. Hierfür werden neben Investitionen in neue Produktionsfaktoren auch Universitäten oder Hochschulen finanziell gefördert (siehe Kapitel 6.6).

6. Gründe für das Wirtschaftswunder

6.1 Exportanteil am Bruttoinlandsprodukt

Als Hauptgrund für den Aufstieg Ostasiens gilt die signifikante Offenheit der Industrien für den internationalen Handel. Dieser Trend geht einher mit der Exportförderungsstrategie. Als Folge lässt sich feststellen, dass der prozentuale Anteil des Exportvolumens am Bruttoinlandsprodukt (BIP) hoch ist. Beispielsweise in Singapur ist das Exportvolumen sogar größer als das BIP.28 Von 1965 bis 1990 vergrößerten die HPAE-Staaten29 ihren Anteil am Weltexport von 7,9 Prozent auf 18,2 Prozent. Im selben Zeitraum verringerte sich der Anteil der restlichen Entwicklungsländer um knapp fünf Prozent auf 19,8 Prozent. Es ist also eine gegenläufige Entwicklung festzustellen.30

6.2 Hohe Arbeitsproduktivität

Die Arbeitsproduktivität beschreibt den aufgewendeten Arbeitseinsatz in Bezug auf das produzierte Output. Zwar erreicht nur Japan die sogenannte Technologiegrenze, bei der bei gleicher Kapitalintensität die höchste produzierte Menge generiert wird, doch werden auch in den anderen ostasiatischen Staaten die Unternehmen immer effizienter. Durch neue Technologien und qualifizierte Arbeitskräfte wird die Steigerung der Output-Menge erreicht.

[...]


1 Noch immer lässt sich feststellen, dass es gewaltige Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung der Staaten auf der Welt gibt. Anhand des Bruttoinlandsproduktes pro Kopf lassen sich verschiedene Klassifizierungen vornehmen. Während das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen von Industrienationen bei zwischen 34.167 (Japan) und 46.008 (USA) Dollar liegt, müssen die Bevölkerungen von Entwicklungsländern mit einem Bruchteil dessen auskommen.

2 SWAW = Schnell wachsende asiatische Volkswirtschaften.

3 Die Umverteilung erfolgte im Rahmen des „The Land to the tiller“ -Programms.

4 vgl.: Kay. In: Why East Asia overtook Latin America: agrarian reform, industrialisation and development, S. 1079. 5 vgl.: Kay A. a. O., S. 1081.

6 vgl.: Heimpel. In: Agrarreform und wirtschaftliche Entwicklung in Taiwan, S. 4.

7 vgl.: Kay A. a. O., S. 1086.

8 vgl.: Heimpel A. a. O., S. 1-3.

9 Zu den Tigerstaaten gehören neben Südkorea auch Taiwan, Hongkong und Singapur. Kennzeichnendes Merkmal der Tigerstaaten ist eine dauerhaft dynamische Wirtschaftsentwicklung, welche ihnen eine Vorbildfunktion für andere Schwellenländer einbringt.

10 vgl.: Krugman. In: Internationale Wirtschaft, S. 783.

11 vgl.: Krugman A. a. O., S. 323. Die beiden Ansätze beschreiben die nach innen bzw. nach außen gerichtete Wirtschaftspolitik einer Volkswirtschaft.

12 vgl.: Fronius. In: Die Ursachen des taiwanischen Wirtschaftswunders, S. 43. .

13 In den Tiger-Staaten wurden Freihandelszonen errichtet, was als Resultat ausländisches Kapital und internationale Experten in die Länder zog. Durch enge Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern konnte so eine sich rasch entwickelnde Exportindustrie aufgebaut werden. Positive Effekte aus der Errichtung von Exportwirtschaftssonderzonen waren höhere Reallöhne sowie sehr niedrige Arbeitslosenzahlen.Taiwan etwa entwickelte zwischen 1952 bis 1985 eine sehr enge Kooperation mit den Vereinigten Staaten. Durch den Export von Textilien, Spielzeug und Elektrogeräten konnten jährliche Wachstumsraten von bis zu 12 Prozent erreicht werden. Wie die Verlagerung auf drei Kernprodukte in Taiwan bereits vermuten lässt, wurden ausgewählte Industrien subventioniert, die Potential für hohe Exportquoten besaßen. Dies erfolgte etwa durch Zuschüsse für Forschung und Entwicklung sowie durch Zollbefreiung. vgl.: Derichs. In: Die politischen Systeme Ostasiens, S. 511.

14 Diese und weitere Maßnahmen entstammen einem 19-Punkte Programm zur Wirtschafts- und Finanzreform der Regierung Taiwans. Die Politik der taiwanischen Regierung kann exemplarisch für die Politik in der gesamten Region dienen.

16 vgl.: Fronius A. a. O, S. 47.

17 Die Ex- and Import Bank of China sicherte die Außenhandelsgeschäfte finanziell ab.

18 vgl.: Fronius. In: Die Ursachen des taiwanischen Wirtschaftswunders, S. 50.

19 vgl.: Krugman. International Economics: Theory and Policy, S. 265.

20 vgl.: Gälli. In: Eine chinesische Herausforderung, S. 23.

21 Beispiel der Berechnung: BIP Südkorea: BIP 1981= 76,24 Billionen USD; BIP 1991= 332,3 Billionen USD. 332,3/0,7624 = 435,86%.

22 vgl.: Fronius A. a. O., S. 50.

23 vgl.: Krugman. In: Internationale Wirtschaft, S. 333.

24 Protektion war zentrales Instrument in der Politik der Importsubstitution. Während des Strategiewechsels hin zur exportorientierten Handelspolitik wurden viele Schutzmaßnahmen verringert oder gar aufgelöst.

25 vgl.: Krugman A. a. O., S. 333.

26 vgl.: Krugman A. a. O., S. 335.

27 vgl.: Loewen. Skript zur Vorlesung Außereuropäische Regionen I.

28 Das BIP gibt die Wertschöpfung in Staaten an. Wenn in einem Staat an einem Elektroprodukt lediglich ein Teil eingebaut wird, kann dieser lediglich die neu dazugewonnene Differenz des neuen Preises gegenüber dem alten Preis als BIP verzeichnen. Wenn dieses Elektroprodukt anschließend exportiert wird, geht es jedoch in vollem Umfang in das Exportvolumen des Staates ein. Deshalb kann das Exportvolumen das BIP übersteigen.

29 Zu den HPAEs zählen Taiwan, Südkorea, Hong Kong, Singapur, Japan, Thailand, Malaysia und Indonesien.

30 vgl.: Page. In: The East Asian Miracle: Four Lessons for Development Policy, S. 255.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Exportorientierung als Industrialisierungsstrategie. Das asiatische Wirtschaftswunder
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Entwicklungsökonomie
Note
2,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V432947
ISBN (eBook)
9783668754645
ISBN (Buch)
9783668754652
Dateigröße
1008 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Export, Import, Industrie, Industrialisierung, Asien, Wirtschaft
Arbeit zitieren
Josua Lehr (Autor), 2017, Exportorientierung als Industrialisierungsstrategie. Das asiatische Wirtschaftswunder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432947

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