Teamentwicklung. Definition, Analyse, Verbesserungen, Maßnahmen, Beurteilung und Follow Up


Seminararbeit, 2018

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Definition Team
1.1 Was ist ein Team?
1.2 Teamentwicklung
1.3 Phasen der Teamentwicklung

2 Analyse Teamleistung

3 Verbesserungen planen

4 Maßnahmen

5 Beurteilung und Follow Up

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Definition Team

1.1 Was ist ein Team?

Der Teambegriff wird buchstäblich in übermäßiger Weise auftretend benutzt. Der Begriff Team fällt oft im Sport, in der Wirtschaft oder auch in der Politik. Für die perfekte Arbeitsform steht das Team wenn es zu Behauptungen kommt wie "hier ist Teamarbeit nötig" oder "das ist ein gutes Team". Die Sinnhaftigkeit und der Nutzen des Teams werden selten hinterfragt. Begleitend ist interessant, dass viele Seminare oder Schulungen zum Thema Team und Teamarbeit angeboten werden, dies lässt den Schluss zu, dass das Team oft eine eigene Dynamik entwickeln kann die nicht immer einfach zu erfassen ist. Die Bezeichnungen Gruppe und Team werden oft gleich betrachtet und nicht unterschieden. In der Seminararbeit soll der Teambegriff beschrieben werden. Die Bezeichnung Gruppe wird vor allem in der Psychologie und Soziologie definiert und durchleuchtet. Gruppen sind außerdem in der Definition komplexer und erhalten einen soziologischen und dynamischen Schwerpunkt dem gegenüber der Begriff Team ausgeprägter mit Themen in der Arbeitswelt behandelt wird (Spieß & Rosenstiel, 2010).

Nur was ist ein Team? Ein Team besteht aus einer Gruppe Personen, welche gemeinsam eine Aufgabe zu erledigen haben. Normalerweise gibt es im Team keine formelle Hierarchie. Im Team sollten sich die Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder ergänzen, um ein Ergebnis zu erreichen, dass für jeden einzelnen allein nicht machbar gewesen wäre. Die Teamgröße hängt massiv von der Arbeitsorganisation ab. Für die direkte Durchführung von Aufgaben sollte das Team aus drei bis sieben Mitgliedern bestehen. Ein Team welche organisatorischen Aufgaben hat und sich mit Entscheidungen welche Konsequenzen auf das gesamte Projekt haben, kann die Größe des Teams deutlich größer sein. Auch Teams welche einen großen Umfang an gleicher Arbeit abzuarbeiten haben kann die Anzahl der Mitglieder etwas größer sein (Angermeier, 2002).

1.2 Teamentwicklung

Hat man nun ein Team ist es wichtig dieses zu entwickeln, doch was wird unter Teamentwicklung verstanden?

Unter Teamentwicklung wird die Entwicklung eines Teams im Laufe dessen Bestand verstanden (Spieß & Rosenstiel, 2010).

Teamentwicklung passiert in einer bestimmten Spanne von alleine. Das Team wird durch eine Gruppendynamik bestimmt. Diese Gruppendynamik ist abhängig von den einzelnen Mitgliedern, deren persönlichen Charaktere und den Beziehungen unter den einzelnen Teammitgliedern. Ein zentraler Punkt des Teamleiters ist es, im Team eine Basis zu schaffen, die durch Toleranz, Wertschätzung und Vertrauen gekennzeichnet ist. Konflikte können unter den Teammitgliedern nicht zu 100% vermieden werden. In solchen Situationen muss der Teamleiter versuchen dieses Problem mit den jeweiligen Mitgliedern innerhalb des Teams zu lösen. Sollten Konflikte bereits eskaliert sein ist es hier von Vorteil sich einen externen Moderator zu suchen. Bruce Tuckmann hat das Phasenmodell zur Teamentwicklung entworfen. Nach diesem Modell durchläuft ein jedes Team bei einer neuen Zusammensetzung zumindest die ersten vier der sechs Phasen des Modells ( Dick & West, 2005).

Ein neuer Anstoß, dass sich die Phasen wiederholen, kann durch Änderungen im Team entstehen wie zum Beispiel neue Mitglieder, neue Rahmenbedingungen etc.. Teams und deren Mitglieder sind laufend Change Prozessen unterworfen, so dass eine jede Phase des Modells von Bruce Tuckmann neu durchlaufen werden kann. Beeinflussen kann eine Entwicklung des Teams der Teamleiter. Das Führungsverhalten, Anreize und Motivation durch den Teamleiter können dafür sorgen, dass im Team ein gewisser Zusammenhalt, ein "Wir Gefühl" entsteht und sich die Mitglieder in diesem Team wohl fühlen. Bedeutend ist hierbei das über Konflikte im Team offen geredet werden kann und sich das Team selbst auch weiter entwickelt ( Dick & West, 2005).

1.3 Phasen der Teamentwicklung

Bei der Teamentwicklung lassen sich unterschiedliche Phasen unterteilen, deren Verlauf wird in Abbildung 1: Phasen der Teamentwicklung gezeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Phasen der Teamentwicklung

Quelle: Teamarbeit, Teampsychologie, Teamentwicklung (Becker, 2016)

Führungskräfte können und sollen Teammitglieder unterstützen damit diese erfolgreich die jeweiligen Phasen durchlaufen können.

Als erste Phase kann die so genannte Vorphase gesehen werden. Zu diesem Zeitpunkt existiert das Team noch nicht. Das Team ist noch nicht geformt worden. Hier geht es um die Struktur der Zusammenstellung und die Definition der Aufgaben (Becker, 2016).

Forming oder Formung: Diese Phase ist durch das Sich-miteinander-Bekanntmachen, Unsicherheiten, erstes "beschnuppern" und durch die Festlegung erster Ziele gekennzeichnet ( Dick & West, 2005).

Im Stadium der Formung sind die Rollen, Normen, Rangordnung und Führungsstrukturen noch nicht klar. Mitglieder des Teams treffen mit Vorsicht und Höflichkeit aufeinander. Motivation und Erwartungshaltung sind normal hoch. Ausgeprägte Merkmale sind das Ausbilden von Unsicherheiten, Erwartungen, die Rollenverteilung sowie Risiken. Am Ende dieser Phase entsteht allmählich ein Teamgefühl. (Becker, 2016).

Storming oder Konfrontationsphase: Diese Phase beendet das vorsichtige abtasten. Persönliche Auseinandersetzungen und Konfrontationen treten allmählich auf, bei der Bildung von Normen, Rollen und Führungspositionen kommt es zu Widerstand da diese noch nicht klar sind. Koalitionen werden geformt welche Rollen und Ziele beeinflussen möchten, es herrscht ein Anschein von Stillstand vor. Ein Ergebnis daraus kann sein, dass die Mitglieder frustriert werden und es sogar zu Konflikten kommen kann. Die Teammitglieder können den Tiefpunkt bei der Motivation erlangen, welcher sich erst in späteren Phasen wieder erholt. Ungeachtet, dass diese Phase erstmal negativ erscheint, ist diese Phase enorm wichtig, um ein Team zu bekommen welches funktioniert. Die Entwicklung eines Jugendlichen, welcher in der Pubertät ist und diese Phase zum Erwachsen werden braucht ist hier recht anschaulich. Auftretende Probleme und Konflikte sollten nicht verdrängt werden, stattdessen als Chance bzw. Möglichkeit gesehen werden das Team zu entwickeln. Nicht ausgesprochene und versteckte Konflikte würden die Entwicklung des Teams behindern. Für das Team wäre es das Schlimmste, wenn es in der Storming Phase bleiben würde. Ein Team in einer solchen Phase würde nicht effizient agieren. Einmal die Storming Phase überwunden heißt das nicht, dass das Team nicht wieder in diese Phase zurückfällt. Ein solches zurückfallen kann passieren, wenn neue Mitglieder dazu kommen, Mitglieder das Team verlassen oder sich die Aufgaben bzw. Rahmenbedingungen ändern (Becker, 2016).

Norming oder Normierungsphase: In dieser Phase werden die Standpunkte geklärt, Rollen und Rangordnung werden gebildet und das Team bekommt schön langsam seine Form. Es werden die sozialen Normen geformt. Alles in allem steigt die Zufriedenheit, die Konflikte mit Kritik werden offener, Schuldzuweisungen klingen ab und ein "Wir-Gefühl" entsteht. Die Struktur nimmt Formen an, die Motivation steigt ist aber noch nicht am Höhepunkt angelangt (Becker, 2016).

Dieser Abschnitt wird durch eine gute und harmonische Zusammenarbeit geprägt ( Dick & West, 2005).

Performing oder Leistungsphase: In der Normierung wird der Grundstein für die Leistungsphase gelegt. Die Teammitglieder konzentrieren sich nicht mehr auf interne Konflikte und widmen sich seiner ursprünglichen Aufgabe. Die Rollen und Zuständigkeiten sind klar und die Kommunikation unter den Mitgliedern läuft gut, die Mitglieder sind engagiert. Konflikte werden funktional gelöst. Das Klima im Team ist emotional positiv und die Kohäsion zwischen den Teammitgliedern wächst (Becker, 2016).

In dieser Phase kommt es vor das Rollen und auch die Führung wechselt. Es herrscht im Team gegenseitiges Vertrauen ( Dick & West, 2005).

Alterungsphase: Die Alterungsphase ist im Phasenmodel nach Bruce Tuckman nicht vorhanden. In verschiedenen Büchern wird diese Phase erwähnt.

In den vorangegangenen Phasen ist die Leistung des Teams stetig gestiegen. Allerdings bleibt diese Leistung nicht ohne weiteres auf diesem hohen Level. In dieser Phase nimmt die Leistung des Teams ab. Studien haben gezeigt das die Leistung zwischen anderthalb und fünf Jahren des Teams am Größten ist. Ältere Teams weisen oft einen Mangel an Flexibilität und Innovation auf. Das Team beschäftigt sich immer mehr mit anderen Dingen als der tatsächlichen Aufgabe. Die Teammitglieder beginnen sich mit dem Team und anderen nicht zielgerichteten Tätigkeiten zu beschäftigen (Becker, 2016).

Adjouring oder Auflösung: Zumindest bei Teams welche auf Zeit zusammengesetzt werden, werden diese nach der Beendigung der Aufgaben aufgelöst. Durch die Auflösung kann es zu einem negativen Geschmack und zu Unsicherheiten bei Teammitgliedern kommen. Dies führt für die einzelnen Mitglieder zu einer Neuorientierung ( Dick & West, 2005).

Das Durchlaufen der einzelnen Phasen hilft Teams und Führungskräften dabei:

- Teambuilding zu unterstützen und Orientierung zu erhalten,
- zu lernen, wie wichtig konstruktiv geführte Konflikte sind,
- sich gut zu organisieren und nützliche Feedbackmechanismen zu haben,
- Ideen zu entwickeln und flexibel an die Tätigkeiten zu gehen sowie
- offen, hilfsbereit und solidarisch mit den Mitgliedern umzugehen (Diepenhorst, 2018).

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Teamentwicklung. Definition, Analyse, Verbesserungen, Maßnahmen, Beurteilung und Follow Up
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V433139
ISBN (eBook)
9783668755369
ISBN (Buch)
9783668755376
Dateigröße
516 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lean Management, Team, Teamentwicklung, Mitarbeiterführung, Führung, Leadership, Change Mangement
Arbeit zitieren
Stefan Stebegg (Autor), 2018, Teamentwicklung. Definition, Analyse, Verbesserungen, Maßnahmen, Beurteilung und Follow Up, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433139

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