Als Kulturschaffender weiß man aus eigener Erfahrung, dass das Geld in diesem Bereich oft knapp ist. Dies kann dazu führen, dass Kultureinrichtungen geplante Projekte nicht durchführen können oder im schlimmsten Fall sogar schließen müssen. Daher ist es im Interesse der Kulturschaffenden neue Geldquellen zu erschließen. Hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten: Spenden sammeln, Crowdfunding, Fundraising oder Sponsoring.
Die vorliegende Handreichung beschäftigt sich mit dem Bereich Sponsoring. Da das Thema Sponsoring ein umfangreiches ist und es sich zum Teil komplex gestaltet, soll diese Handreichung als Hilfestellung für Kulturschaffende dienen, sich in das Thema einzufinden, um Sponsoring als Finanzquelle nutzen zu können. Sie ist als Planungs- und Arbeitshilfe für Kulturschaffende und kulturelle Einrichtungen gedacht. Zur Einführung in das Thema setzt die Handreichung sich mit der Definition und den Merkmalen des Sponsorings auseinander. Außerdem werden verschiedene Erscheinungsformen von Sponsoring dargestellt. Nachfolgend geht es um die Gründe für Kultursponsoring. Hier wird zuerst die Sicht des Sponsors beleuchtet: Warum betreibt eine Firma überhaupt Kultursponsoring? Was hat sie davon? Danach geht es um die Sicht des Gesponserten.
Den nächsten Punkt der Handreichung stellt die Suche nach dem Sponsor dar. Hier gibt sie Tipps, was bei der Suche nach einem geeigneten Sponsor zu beachten und wie dieser anzusprechen ist. Weiter wird der Sponsoringvertrag, im Hinblick auf folgende Fragen behandelt: Was ist bei Erstellung des Vertrags zu beachten? Was sollte im Vertrag stehen? Wie kann ein möglicher Vertrag aussehen? Abschließend beschäftigt sich die vorliegende Handreichung mit der Kontrolle eines Sponsorings sowie mit den steuerrechtlichen Aspekten. Gerade diese gestalten sich als komplexes Themenfeld.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Definition und Merkmale von Sponsoring
Verschiedene Formen des Sponsoring
Die Suche nach einem geeigneten Sponsoren
Der Sponsoringvertrag
Kontrolle des Sponsorings
Steuerrechtliche Aspekte des Sponsorings
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient als praxisorientierte Handreichung für Kulturschaffende und Kultureinrichtungen, um die Grundlagen des Kultursponsorings zu verstehen, potenzielle Geldgeber erfolgreich zu akquirieren und die partnerschaftliche Zusammenarbeit rechtlich sowie steuerlich sicher zu gestalten.
- Definition und systemische Einordnung von Sponsoring
- Methodik der Sponsorensuche und Kontaktpflege
- Gestaltung und rechtliche Absicherung von Sponsoringverträgen
- Evaluation von Sponsoringmaßnahmen
- Steuerrechtliche Rahmenbedingungen für Kulturbetriebe
Auszug aus dem Buch
Die Suche nach einem geeigneten Sponsoren
Der Findungs- und Entscheidungsprozess von Sponsoren ist aufwändig und erfordert ein gewisses Maß an Sensibilität. Die folgenden Tipps sollen den Kulturschaffenden bei der strukturierten Suche nach einem geeigneten Sponsor unterstützen:
1. Entwickeln Sie Ihr Leitbild: Zunächst ist es wichtig, dass die Kultureinrichtung sich über die Einrichtung klar wird und dies in einem Leitbild zusammenfasst. Dabei können folgende Fragen als Hilfestellung dienen: Welche Ziele verfolgt die Einrichtung? Wie sollen diese Ziele erreicht werden? Welche Werte sind wichtig? Dies können zum Beispiel ethische oder politische Werte sein. Wofür soll die Kultureinrichtung stehen? Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?
Erst wenn Sie selbst wissen, wer Sie sind, können Sie das an andere weitergeben.
2. Machen Sie auf sich aufmerksam: Sorgen Sie dafür, dass man Sie kennt und Sie nicht erst zehn Minuten lang erklären müssen, wer Sie sind und was Sie machen. Das heißt, bevor Sie das Thema Sponsoring in Angriff nehmen, müssen Sie erst drei Aufgaben erledigen: Kommunizieren, kommunizieren und noch einmal kommunizieren. Hier eignen sich in der heutigen Zeit besonders gut die Social-Medial-Kanäle. Jedoch sollte man dabei auch immer die Zielgruppe im Auge haben. Welche Kommunikationsform passt zu welcher Zielgruppe?!
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Notwendigkeit neuer Finanzquellen für Kulturschaffende und stellt das Ziel der Handreichung als Planungs- und Arbeitshilfe vor.
Definition und Merkmale von Sponsoring: Das Kapitel erläutert den Ursprung des Begriffs und definiert Sponsoring als einen Austausch von Leistung und Gegenleistung zwischen Unternehmen und geförderten Organisationen.
Verschiedene Formen des Sponsoring: Hier erfolgt eine Typisierung in uneigennütziges, förderungsorientiertes und klassisches Sponsoring, basierend auf den unterschiedlichen Motiven der Beteiligten.
Die Suche nach einem geeigneten Sponsoren: Dieses Kapitel liefert zehn konkrete, handlungsorientierte Tipps zur Akquise, von der Leitbildentwicklung bis hin zum professionellen Erstkontakt.
Der Sponsoringvertrag: Das Kapitel beschreibt, warum ein schriftlicher Vertrag essenziell für die Klärung von Haftung, Rechten und Konditionen ist.
Kontrolle des Sponsorings: Es wird erklärt, wie mittels der SMART-Formel und verschiedener Messverfahren der Erfolg eines Sponsorings evaluiert werden kann.
Steuerrechtliche Aspekte des Sponsorings: Dieses Kapitel beleuchtet die komplexe steuerliche Einordnung von Sponsoringeinnahmen und unterscheidet zwischen steuerfreien ideellen Leistungen und steuerpflichtigen wirtschaftlichen Tätigkeiten.
Schlüsselwörter
Kultursponsoring, Fundraising, Sponsoringkonzept, Leistungsangebot, Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit, Imageprofilierung, Sponsoringvertrag, Evaluation, SMART-Formel, Steuerrecht, Gemeinnützigkeit, Kulturbetrieb, Projektförderung, Kontaktpflege
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine strukturierte Anleitung für Kulturschaffende, wie sie durch Sponsoring zusätzliche Finanzmittel für ihre Projekte akquirieren und verwalten können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Sponsoring, die strategische Suche nach Partnern, die Vertragsgestaltung sowie die steuerliche Bewertung der Einnahmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, Kulturschaffenden als Planungs- und Arbeitshilfe zu dienen, damit diese Sponsoring als professionelle Finanzquelle erschließen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse aktueller Leitfäden, Fachliteratur und offizieller Sponsoringerlasse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Sponsoringtypen, konkrete Akquise-Tipps, Hinweise zur Vertragsgestaltung, Evaluationsmethoden und steuerliche Einordnungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Kultursponsoring, Sponsoringkonzept, Fundraising, Steuerrecht und Öffentlichkeitsarbeit.
Wie unterscheidet sich das Sponsoring vom Fundraising?
Im Text wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe im Alltag oft synonym verwendet werden, Sponsoring jedoch explizit auf einem Austausch von Leistung und Gegenleistung basiert.
Warum ist die SMART-Formel für Kulturschaffende relevant?
Sie dient als Werkzeug, um Projektziele spezifisch, messbar, vereinbart, realistisch und terminiert zu formulieren, was für eine erfolgreiche Evaluation unerlässlich ist.
Welchen steuerlichen Rat gibt der Autor bei Komplexität?
Da das Steuerrecht sehr komplex ist, empfiehlt der Autor im Zweifelsfall immer die Hinzuziehung eines Steuerberaters, um Probleme mit Finanzbehörden zu vermeiden.
Warum ist die Wahl des Sponsorenpartners so sensibel?
Der Autor betont, dass die Kultureinrichtung auf ihre Glaubwürdigkeit achten sollte und beispielsweise bestimmte Branchen wie Tabak oder Fast Food als Sponsoren ausschließen sollte, um sich treu zu bleiben.
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- Marius Vieten (Author), 2017, Kultursponsoring. Eine Handreichung für Kulturschaffende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433211